Silent-Pianos (Vergleich zu Kemple)

Plux
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Hallo liebe Lesenden!!!

Meine Mutter hatte ein rotzschlechtes Klavier zuhause (verstimmtes Bogs&Voigts) und will bzw. muss (aufgrund der Nachbarn / Eigentumswohnung) auf Kopfhörer umsteigen.

Sie hat sich ein Kemple Silentpiano angehört und fand den Klang so überzeugend, dass sie die 5.000€ dem Händler sofort geben würde. Mein Vater und ich versuchen ihr stetig zu erklären, dass ein Silentpiano völliger Blödsinn ist, wenn sie ausschließlich über Kopfhörer spielt.
Soweit hat sie DAS schon mal eingesehen!

Nun muss es aber klanglich in die Richtung gehen.
Weiß zufällig jemand Rat welche Stage oder Digitalpianos ähnliche oder gar dieselben Samples verwenden???


P.S. Meine Mutter hat jetzt ein Hemingway DP500 und bewertet dies als "Mickey Mouse". Allerdings gefällt ihr auch der Sound von meinem RD700SX nicht.

VIELEN DANK FÜR EURE MITHILFE :)
 
Eigenschaft
 
Also jetzt mach aber mal langsam. Ich weiß ja nicht, wie gut Deine Mutter spielt, aber sie scheint offensichtlich ein ganz gutes Gespür und Gefühl für ihr Instrument zu haben. Zwei Dinge:
1.) mit dem Hemmingway hat deine Mutter absolut Recht. Dieses Teil ist das grottigste, was es unter der Gesamtzahl an Tasteninstrumenten gibt. Setz Deine Mutte nicht diesem Müll aus.
2.) vom Klang her mag ein digipiano einem Silent-Klavier ohne weiters gleichziehen können oder sogar überlegen sein. Dennoch, ein Pianist hört nicht nur, er fühlt auch. An die richtige Spielart eines Klaviers kommt aber kaum ein digi heran. Wenn Deine Mutter noch nicht mal das RD700 mag heißt das nur, dass sie sehr kritisch ist, und dazu hat sie jedes Recht. Ein Silentpiano ist schon eine tolle Sache.
Über Kemple kann ich nichts sagen, kenn ich nicht. die Yamaha silentpianos sind ganz ordentlich. Ihr solltet mal schauen was man da kriegen kann. Unter 5 Kiloeuronen wird es allerdings wohl kaum sein.

Cheers,

Wolf

p.s.: es gibt nicht so viele silent-Systeme finde mal heraus, welches in die Kemble Klaviere eingebaut wird.
 
Ich habe das Hemingway noch nicht gehört, vermute aber anhand des Preises auch Müll.

Was fühlt man denn an dem Silentpiano wenn man über Kopfhörer spielt?? Beziehst du dich auf die Tasten? Meiner Mutter geht es rein um den Klang. Ihre Spielkünste sind "freizeitlich".
 
Plux schrieb:
Ich habe das Hemingway noch nicht gehört, vermute aber anhand des Preises auch Müll.

Was fühlt man denn an dem Silentpiano wenn man über Kopfhörer spielt?? Beziehst du dich auf die Tasten? Meiner Mutter geht es rein um den Klang. Ihre Spielkünste sind "freizeitlich".

Ja, ich meinte die Tasten. Es kommt eben kein Digi an die echte Klaviermechanik ran, das betrifft ja auch den Klang, weil das richtige "Dynamik machen" eben eigentlich nur mit dem echten Klavier bzw. mit einer Klaviermechanik geht. Die Digis sind fast immer zu flach oder schießen übers Ziel hinaus. Das Hemingway klingt bescheiden und die Tastatur fühlt sich an wie bei einem 5 Euro Kinderspielzeug. Setz Deine Mutter mal vor eines der KAWAI-CA-Serien. Auch die kommen mAn nich an die echten Klaviere ran, aber zwischen dem Hemingway und diesen Teilen liegen wirklich Welten. Allerdings ist das kleinste CA auch mal glatt nen Tausender teurer als das Hemingway. Es gibt auch reine sehr gute Digis mit echter Klavier/Flügel-Mechanik, aber die kosten richtig, dafür kriegt man dann auch ein gutes echtes Klavier mit Silent-Technologie.
Ich denke mit dem CA-5 könnte Deine Muter glücklich werden, kosten halt so um die 1500,-.

Cheers,
 
Ich spiele ein Yamaha Silent System und bin sehr zufrieden damit. Die Samples entsprechen zwar nicht dem neuesten Stand der Sample-Technologie, aber als Instrument ist es auf jeden Fall brauchbar.

Wäre eine Kombination Stagepiano bzw. nur Tastatur + Computer (oder wer's hat Muse Research Receptor) mit NI Akoustik-Piano (bin sehr begeistert davon) auch denkbar?
 
Hallo Plux,

ich würde Dir das Yamaha-Silent empfehlen.
Das gibts als Modell B-1 Silent neu für ca. EURO 4.000,-- und ist
das gleiche Silent-System, welches Kemble bei Yamaha kauft und in
die Kemble-Klaviere einbaut.
Das gleiche Silent-System gibts noch ein bischen günstiger in dem Yamaha
GranTouch-GT-20.
Es hat die komplette Klavierklaviatur und die original Yamaha-Klavier-Mechanik,
aber keine Saiten.
Das Silent-System ist wiederrum das gleiche wie in den Yamaha-Silent-Klavieren.
 
Jan1980 schrieb:
I
Wäre eine Kombination Stagepiano bzw. nur Tastatur + Computer (oder wer's hat Muse Research Receptor) mit NI Akoustik-Piano (bin sehr begeistert davon) auch denkbar?

Was genau ist das? NI-Akoustik-Piano?

Wolf
 
Native-Instruments-Akoustic Pianos sind 4 Software-Pianos.

(Midi) Keyboard anstöpseln, Softwarestarten und losspielen.
Da ein Rechner mehr Power als die gewöhnliche PianoHardware hat, können hier größere/bessere Samples verwendet werden...
 
Genau! Und man verzichtet mit Samples im GB-Bereich auf Loops und Transpositionen (sind Euch schonmal die Klangsprünge nach jeder kleinen Terz im Bassbereich aufgefallen?)! Außerdem dabei sind Pedal- und Dämpfergeräusche, unterschiedliche Samples für pedalisierte Töne (Saitenresonanzen) und als Zugabe einige Hallräume... Der Rechner braucht halt neben einem schnellen Prozessor viel Hauptspeicher und ne schnelle Platte... auf langsameren Systemen (wie z.B. meinem Laptop) muß man dann die Stimmenanzahl etwas einschränken, damit's läuft.
Den Muse Research Receptor kenne ich übrigens nur aus einem Testbericht, scheint aber was die Funktion betrifft auch für eine solche Anwendung geeignet zu sein - man braucht dann keinen Bildschirm mehr und die Boot- und Ladezeiten seien auch kürzer, hieß es...
 
Hallo,

ein Silentklavier liefert auch meiner Meinung nach ein weitaus besseres Spielgefuehl und ist deshalb absolut zu empfehlen. Wenn Deine Frau Mama wirklich 5000 Euro ausgeben will wuerde ich auch ein Yamaha empfehlen. Die sind bei Silentsystemen einfach nicht zu ueberbieten. Ein wenig billiger geht es allerdings mit Konkurenzproduukten. Allerdings Allerdings gibt es da RIESENUNTERSCHIEDE in der Qualitaet. Ich hab bisher 4 Systeme Probegespielt. Das Yamaha war wie gesagt uneingeschreankte Nummer eins, aber da es nicht nachgeruestet wird kams fuer mich nicht in Frage. Hab dann ein asiatisches Produkt und ein Quiet Times System Probegespielt. beide haben mich klanglich ueberhaupt nicht ueberzeugt. Hab nun seit ein paar Monaten ein Korg Silent System und bin sehr zufrieden. NAchruesten ist halt immer so ne Sache und der Klaviermensch wird bei mir auch noch ein zwei mal reinschauen muessen und nachbessern, aber trotzdem kann ich das ganze sehr empfehlen.
 
CapFuture schrieb:
Native-Instruments-Akoustic Pianos sind 4 Software-Pianos.

(Midi) Keyboard anstöpseln, Softwarestarten und losspielen.
Da ein Rechner mehr Power als die gewöhnliche PianoHardware hat, können hier größere/bessere Samples verwendet werden...

wo kriegt man das? wo kann ich mir das anschauen/hören. Wäre dochideal für mein MP9500 mit seinen sehr guten Midi-Funktionen, oder?
 
pille schrieb:
wo kriegt man das?
Na, z.B. hier ->Suchergebnis
pille schrieb:
wo kann ich mir das anschauen/hören?
Beim Musikhändler Deines Vertrauens

pille schrieb:
Wäre dochideal für mein MP9500 mit seinen sehr guten Midi-Funktionen, oder?
Benutz' mal die SuFu und verwende Begriffe wie: 'Latenz', 'NI*','Cubase' und 'Steinberg'.

In vier Wochen können wir dann das Thema "Mein Instrument, der Laptop" dann näher erörtern :D
 
Da deine Mutter bestimmt keine lust auf das Erlernen von Computerprogrammen hat, nur um SW-Instrumente zu nutzen, empfehle ich dir am besten einen Mac dafür zu kaufen.
Der aktuelle Mac Mini kriegt man für rund 530 Euro und hat Rechenleistung dicke für diese Aufgabe.

Aber folgender allg. Hinweis zu SW-Instrumenten: Du/Sie wird den Rechner an eine PA-System oder die HIFI Anlage anschließen müssen um sich an den Instrumenten zuerfreuen. Alternativ kann man auch Köpfhörer nutzen.
 
Was hat denn ein die Anschaffung eines Macs mit dem Erlernen von Computerprogrammen zu tun? Das muß auch jeder Benutzer eines Apple-Computers...

Also Akoustik Piano läuft auf dem PC Standalone, mit hübschen Bildern zum draufklicken und sollte in der Bedienung selbst unerfahrenen Computernutzern nicht riesige Probleme bereiten...

Den Vorschlag, sich einen Mac dafür zu kaufen, verstehe ich nicht.
 
Hehe! Danke für die ganzen Antworten!

Meine Mutter will also keinen Computer oder ähnliches. Das ist alles viiiel zu aufwendig und kompliziert.

Das Hemingway hat ja ein Midiout. Wäre es möglich dort ein ähnliches Gerät anzuschließen, was bei den SilentPianos von Kemble und Yamaha den Sound wiedergibt???

Nur Tasten und PC sind zwar schön und gut. Genauso wie Stagepianos etc. Aber was für UNS gut ist - ist es nicht für die Hauseinrichtung der älteren Generation.



----

Nachtrag:
Das Kemple hatte eine nachgebaute Yamahaanlage. Leider weiß ich nicht genau welches Gerät. Die Samples die meine Mutter gehört hat, waren die YAMAHA CFIIIS Samples.

Wißt ihr welche Racks das enthalten?? Ohne dass man gleich über 1000€ ausgeben muss?
 
Wenn die Tastatur des Hemingway Hemingway DP-501 Home Piano keine Achterbahn fährt, was mich überraschen würde, dann kann man am Midi Out selbstverständlich einen Expander anschließen.

Sowas reicht vom einfachen Besteck, z.B. Yamaha P-50 (nur noch gebraucht -> ebay), über das legendäre, mittlerweile überarbeitete Kurzweil MicroPiano, das sich jetzt KME 1 MicroEnsemble (Kurzweil KME-1 Micro Ensemble Piano & Sound Modul 256 Sounds Musicstore) nennt, bis hin zum Rack-Synthesizer. Ein recht einfach gestrickter Expander ist der Roland XV 2020, am Markt für ca. 600,- EUR teilw. noch neu zu haben, der einen bzw. mehrere Piano-/Flügel-Sounds liefert, aber darüber hinaus noch über 1100 weitere Instrumental- und Phantasiesynthesen beherbergt -> Roland XV-2020

Die Frage ist nur, ob der Piano-Sound als ansprechend empfunden wird. Das könnt Ihr m.E. nur beim Händler Eures Vertrauens in Erfahrung bringen ;)
 
Ich halte das Anschließen eines Expanders oder was auch immer an ein Hemmingway für absolut sinnlos. Das Klanggefühl wird u.a. auch bestimmt durch das Tastengefühl und umgekehrt, die beiden Dinge sind nicht voneinander zu trennen. Nicht umsonst spielen Velocitykurven bei der Konstruktion von D-Pianos eine so große Rolle. Hier versagt das Hemmingway 100%ig. Man kann mit der Spielzeugtastatur dieses Gerätes keine Dynamik machen und somit die Möglichkeiten eines guten Expanders oder einer guten Klavier/Flügel-Software überhaupt nicht ausnutzen. Schaut zu, daß Ihr das Teil loswerdet. wenn man den Expander/Software-weg gehen will, dann reicht es, sich eine ordentlich Midifähige Tastatur anzuschaffen. Sowas gibt es für garnicht mal sooo viel Geld (s.a. verschieden Threads hier), z.B. Döpfer, oder einfach entsprechende Yamaha oder KAWAI Stagepianos.
Habe gestern übrigens das KAWAI CA-5 und KAWAI CN-4 nebeneinander testen können. Das CN-4 ist garnicht soo schlecht und deutlich billiger (ca. 1200,-). Hat meiner Ansicht nach den eindeutig besseren, sprich klavierigeren Sound, der Anschlag ist akzeptabel. Hier ist das CA-5 überlegen, aber ich fand den Sound dumpfer und künstlicher.
 
Hallo Plux,

um Deiner Mutter weitere Wahlmöglichkeiten zu geben:D:

1. Die Silent-Funktion kann Dir ein guter Klavierbauer bei praktisch JEDEM Klavier / Flügel nachrüsten. Google einfach nach silent und Klavierbauer o. ä. .Deine Mutter kann also praktisch ein x-beliebiges Piano kaufen (bei dem Optik, Spielgefühl etc. passen).
2. Die Silent-Systeme verändern aber ein wenig das Tastengefühl (auch die Resonanz des Gehäuses fehlt) und sind (zumindest die mir bekannten) schlechter als D-Pianos (z.B. hinsichtlich Polyphonie).
4. Silent-Pianos sind dennoch teurer als z.B. Piano + Stage (für mich ist das das Killerkriterium, für weniger Geld gibt es 2 Pianos, von denen 1 noch mobil ist...)

Da man den Klanggeschmack Deiner Mutter nicht erraten kann (ist vermutlich auch noch abhängig vom Aussehen der D-Pianos), hilft da nur anschauen und testen. Die typischen Favoriten stehen in den größeren Häusern nebeneinander...:)
 
Das favorisierte YAMAHA-SILENT-System kann man nicht nachrüsten, das gibts nur
ab Werk - auch SCHIMMEL - SEILER und GROTRIAN-STEINWEG verwenden das
YAMAHA-SILENT.
Ich verstehe hier aber die ganze Diskussion nicht.
Die Mutter will unbedingt ein SILENT-Klavier und hat auch die Kohle dafür.
Laßt es Ihr doch einfach kaufen.
 
Die Kohle ist dafür nicht vorhanden - das ist doch der Punkt. ("würde die 5.000 dem Händler sofort geben" - war sehr ironisch gemeint - ich gebe zu das war mißverständlich)

Wie beschrieben wollen wir das DP501 klanglich aufmotzen. Meine Mutter ist keine Musiker - sondern - ich würde sagen Einrichtungsperson. Es kommen also keine Stagepianos oder PC Kombinationen in Frage. Nur das SilentPiano für 4000+ ist einfach auch nicht drin.

Um es mal zu verdeutlichen: Es wäre so als wenn man seine 2 Kinder immer mit einem Z3 BMW zur Schule fahren würde und sich eigentlich nur einen normalen 5 Sitzer leisten könnte ;)
 

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