Singen zu Musik - wie stell ich´s an?

von Jackie Jones, 23.03.07.

  1. Jackie Jones

    Jackie Jones Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.03.07   #1
    Hallo :)

    Okay.... mein erster Beitrag hier, ich stell mich wohl besser erstmal vor:
    Weiblich, 23 Jahre, Studentin aus Berlin, Sternzeichen Jungfrau, Schuhgröße 36 *gg*

    Mein Anliegen ist Folgendes (vermutlich ziemlich komisch):
    Meinereiner hat null muskalische Erfahrung, will sagen: noch nie in einer Band o.ä. gesungen, dafür aber gerne und viel zuhause mit und ohne Stereoanlage.
    Vor kurzem hab ich mir jetzt in den Kopf gesetzt, da mal "mehr" zu machen, also mit meinem Freund zusammen (Gitarre) mal das eine oder andere Liedchen einzustudieren, im Zweifel auch aufzunehmen und auf Bandsuche zu gehen (auch wenn Bassisten ja angeblich auf Bäumen hocken sollen... sollte vielleicht mal schütteln... *gg*).
    Mach auch seit einer Weile ganz brav meine Übungen - hier findet man ja etliche gute Links, Danke dafür :great:
    Und a cappella klappt das auch schon ganz gut, die Töne kommen grade raus, ich kann sie halten etc etc. aaaaaaaaaber:

    Ich kann nicht zur Musik singen!

    Will sagen: Bei einem "fertigen" Song geht das wunderbar (also zum Radio mitträllern quasi), ganz ohne Musik auch, nur wenn jemand dann was für mich klampft und es heißt: Sing mal dazu, dann krieg ich das nicht hin... meistens scheitert es echt schon daran, dass ich einfach nicht weiß, wann, wo, wie anfangen. Das geht mir auch schon seit Jahren so.

    Kann mir vielleicht irgendwer den einen oder anderen Tipp geben, wie man das anstellt? Als Anhaltspunkt noch: Wir haben uns einmal den "Redemption Song" von Bob Marley und "It´s all tears" von HIM vorgenommen, a cappella und zur CD funktioniert das toll, aber schon bei der Karaoke-Version gerat ich ins Straucheln.

    Gibt´s da Tipps, Tricks, Kniffe, oder muss ich zu den Comedian Harmonists?

    Danke schonmal....
    Jackie


    P.S.: Ich hoffe, ich hab hier bei meiner Suche nix übersehen, wär mir ganz am Anfang jetzt echt unangenehm.
     
  2. siniman

    siniman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.03.07   #2
    Hi Jackie

    Du scheinst mir ein Rhythmusgefühlproblem zu haben.
    Kannst du denn zu CD's singen,auf denen die Original Gesangsspur fehlt? Oder anders gefragt,hast du nur Probleme bei Gitarrenbegleitung?
    Ich glaube fast,dass es so ist,dass du dich bei CD's vom Interpreten führen lässt.Dich quasi an ihn "ranhängst".Aber kein eigenes Gefühl für den Rhythmus des Songs entwickelst.

    Versuch mal die Stereoanlage plötzlich leiser zu drehen,während du gerade mitsingst.Dann singst du einfach weiter(z.B eine Strophe,so etwa 10-15 sekunden).Wenn du dann die anlage wieder lauterdrehst solltest du,falls du den rhythmus verinnerlicht hast,exakt an der selben stelle des songs sein wie deine Anlage.
    Sobald die musik weg ist,sollte der rhythmus in deinem kopf weiterspielen.

    Wäre schade wenn dir die nötige Grundmusikalität fehlen würde,da du schliesslich richtig lust bekommen und dich aus lauter Verzweiflung an uns hier gewandt hast.

    Viel Glück
     
  3. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 24.03.07   #3
    Ich hab sowas schon öfter erlebt - dass Sänger, die eigentlich gut, aber noch recht unerfahren sind, den Bezug zu dem, was sie hören, verlieren bzw gar nicht bekommen. Alleine war immer alles prima... im schlimsten Fall schafften sie es sogar, einen kompletten Song "in sich richtig", aber in der falschen Tonart und verschobenen Timing zu interpretieren.

    Das ist eine reine Kopfsache:
    Du singst den Song genau so- aber eben NUR so - wie Du ihn von CD kennst. Also eine reine, komplette Reproduktion dessen, was Du gehört und geübt hast...

    D.H.: Du singst eigentlich gar nicht zur Gitarre - sondern reproduzierst nur dieses Abbild des Songs in Deinem Kopf - in abgespeicherter Tonhöhe und Tempo...

    Beim Singen zur Gitarre fehlen natürlich 90% des Songs - besonders das fehlende Schlagzeug, was den Rhythmus vorgibt, kann Dich da verunsichern. Tempo und Tonhöhe sind evtl auch anders... also: das ist ein anderer Song, der NICHT in Deinem Kopf ist und den Du neu erlernen und abspeichern müsstest... Besser wäre aber.: Du würdest eine Transferleistung erbringen.

    Nämlich, dass Gelernte diesen neuen Bedingungen anzupassen, statt es zu reproduzieren oder gleich komplett neu lernen zu müssen.

    Das ist ähnlich wie das Beispiel mit Affen (Verzeihung): er kann lernen, einen Gegenstand (zB eine Banane) auf einem Tischrand so zu positionieren, dass er nicht mehr runterfällt. Mit einem anderen Gegenstand (zB einen Zollstock) funktioniert das nicht: er muss es komplett neu lernen. Weil er den Zollstock erst immer wieder genau so hinlegt wie die Banane, fällt sie herunter...


    Probier es mal mit dem Singen zur Gitarre mit jemandem zusammen, nicht allein... damit Du lernst Dich an anderen Dingen zu orientieren als dem "Abbild des Originalsongs" in Deinem Kopf und Deine eigene Interpretation "reinzulassen".... ich schätze, nein ich hoffe, dass das Hirn nach einigem Training in der Lage ist, diese Leistung automatisch zu erbringen.

    Zudem muss natürlich auch die Fähigkeit geschult werden, gleichzeitig das zu hören, was gerade gespielt wird und dazu zu singen. Momentan singst Du noch zu der Version in Deinem Kopf, nicht zu der, die Du gerade hörst....
     
  4. Jackie Jones

    Jackie Jones Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.03.07   #4
    Hi,

    danke schonmal... immerhin scheint mein Problem nicht ganz so blöd zu sein, wie´s mir vorkommt *uff*

    Das mit dem Rhytmus stimmt schon so halb... ich brauch da immer ein paar Anläufe, bis ich den drin hab - dann allerdings hab ich ihn auch (spiel halt auch noch Gitarre).
    Aber die Geschichte mit dem "ranhängen" an den Sänger auf der CD stimmt total - mich irritiert dabei nur eben, dass es ganz ohne alles dann wieder geht. Naja, Stichwort "Reproduktion", hm?

    @Antipasti:
    Ich sing ja grundsätzlich nur zu dem, was ein anderer spielt, beides gleichzeitig kannst bei mir nämlich echt vergessen - was das angeht, bin ich einfach nicht multitasking-fähig :( Hab mich allerdings schon gefragt, ob es gerade was bringen könnte, wenn ich mich selbst begleite (wg.Rhytmusgefühl etc.)?

    Naja, und ansonsten hab ich manchmal auch das Gefühl, dass ich zu doll versuche, auf das Gespielte zu hören, und mich dann "verhaspele"... naja, wir versuchen´s nachher nochmal, wär ja gelacht. Andere können das doch auch *gg*

    Immerhin schonmal gut zu hören, dass das wohl doch ne Übungsfrage ist. Ich dachte schon, ich wär völlig bekloppt -_-


    Auf jeden Fall schonmal danke - der Tipp mit der Stereoanlage ist eigentlich auch nicht verkehrt, mal ausprobieren :)

    Jackie
     
  5. SingSangSung

    SingSangSung Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.03.07   #5
    Hallo,

    ein (etwas unbequemer) Rat von mir: Ich würde ein Instrument lernen. Wenn ich das richtig verstehe, spielt Dein Freund die Gitarre, und Du singst nur. Lerne selbst auch ein Instrument, das wird Deine allgemeinen musikalischen Fähigkeiten stark fördern!

    Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, aber nach ca. einem halben Jahr könnte das schon viel bringen.

    Viele Grüße,

    SingSangSung
     
  6. Jackie Jones

    Jackie Jones Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.03.07   #6
    s. oben: Ich spiel ja seit zweieinhalb Jahren (E-)Gitarre.

    Gruß,
    Jackie
     
  7. Reaper's Ballz

    Reaper's Ballz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.03.07   #7
    Auch wenn's immer doof klingt aber:
    Takt mitklopfen (mit'm fuß zB) hilft da sehr gut.

    Fand den Tipp auch immer irgendwie blöde, bis ich irgendwann gemerkt hab, dass ich genau das automatisch tue, wenn's rythmisch schwer wird...mir isses nur nie bewusst aufgefallen...bis ich mich dann mal auf Video gesehen hab ;D

    Seitdem mach ich's auch öfter mal bewusst...die rythmische Sicherheit die man dadurch erlangt is enorm.
     
  8. Bell

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    Erstellt: 24.03.07   #8
    Hallo !
    Den Takt mitklopfen, das hilft ungemein. Am Anfang ganz stur 1,2,3,4, 1,2,3,4 und später, wenn sich das automatisiert hast, kannst Du variieren: z.B. nur die 1 und die 3 betonen. Oder die 2 und die 4, oder die "und". Das verhilft zu rhythmischer Sicherheit!
    schöne Grüße
    Bell
     
  9. mYa

    mYa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.03.07   #9
    ich singe zwar net, aber vielleicht kann ich dir dennoch helfen. =)
    Vielleicht solltest du dich wirklich mal selber begleiten mit der Gitarre?
    Am Anfang einfach ein Lied im 4/4 Takt und immer ganze Noten schlagen, also pro Takt ein Akkord, dann evt. Viertel, Achteln,.. und iwann die typischen Begleitrythmen die etwas gegenrythmisch sind :great:

    vielleicht wäre was, worauf man hinarbeiten könnte 1/2 Lovesong von den Ärzten.
    Also im Kopf hab ich die Singstimme und die Akkorde kann ich einfach spielen, aber wenn ich spiele und im Kopf die Gesangstimme hab und dann versuche es zu begleiten, geht das auch net sooo einfach.
    Also ich bin mal so frei zu behaupten, wenn du das Lied kannst, dürftest du schon einmal ein Stückchen weiter sein. :D
    (Wahrscheinlich gibts jetzt ein paar wo sagen, hrg? 1/2 Lovesong is doch billig Gesang+Gitarre, aber ich finds schon bissele schwer...ganz ehrlich! ich ich bin eigentlich schon "langjähriger" Musiker... ;) )
     
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