Singulärbeschallung

von engineer, 06.06.05.

  1. engineer

    engineer HCA Recording HCA

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    Erstellt: 06.06.05   #1
    Um Probleme mit ungelichem Sound und Auslöschungen im Bassbereich zu elimnieren rate ich Betreibern von kleinen Anlgen meist dazu, nicht ein typischen (2-kanaliges) BEschallungssystem zu nutzen, welches aus einem Hauptpult L+R gespeist wird, sondern jedem Musiker seine eigene Sub-Pa zu verpassen - Im einfachsten Falle eine Boxeneinheit. So lassen sich Anlagen leichter erweitern und Probleme beim Überlagern von Boxen, die im Prinzip dasselbe abstrhalen sollen, vermeiden.

    Wer kennt das, macht das, nutzt das ?
     
  2. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 07.06.05   #2
    Ich kenne das, wenn auch nur als Zuhörer und nicht als Anwender.
    Sinn macht das IMHO nur bei relativ leisen Sachen, wie z.B. Jazz, Fusion o.ä.

    Denn sobald ein "richtiges" Monitoring nötig wird, ist die Geschichte mit der Sub-PA für jeden Musiker in meinen Augen nicht mehr handhabbar. Es müsste dann nämlich letztlich doch wieder alles irgendwo auf einem Pult zusammenlaufen.

    Probleme mit Bassauslöschungen etc. kann man in schwierigen Locations (oder bei Laien am Pult) IMHO ganz gut mit Monosummen in den Griff kriegen. Sei es elektrisch (die ganze PA Mono gefahren), oder "mechanisch" - Bässe clustern oder gleich nur einen nehmen, wenn's reicht.

    Jens
     
  3. Socapex

    Socapex Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.05   #3
    Nun ja, werden seit Greatful Dead sicherlich einige kennen ( Wall of Sound ).
    Offensichtlich hat sich dieses Prinzi ja aber nicht durchgesetzt.
    Gründe sind sicherlich zum einen die Wirtschaftlichkeit ( viele Wege notwendig ) und der generell größere Aufwand.
    Dazu kommt, das je aufwendiger das Venue ist man ungleich mehr Aufwand treiben muss um eine homogene Coverage zu erreichen.
    Das es generell zu Auslöschungen / Kammfiltern kommen kann ist sicherlich richtig, aber mit etwas Sachverstand lassen diese sich sicherlich auch mit "herkömmlichen Methoden" weitestgehend umgehen.
     
  4. FranceArno

    FranceArno Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 07.06.05   #4
    Nun, im einfachsten Fall ist das dann eine Club-Beschallung von der Bühne aus, wo alle Ihren Amp entsprechend aufdrehen, der Trommler passend spielt und der Gesang über einen Aktivmonitor ins Publikum strahlt. Das ist OK.

    Wenns dann größer wird, sehe ich Probleme. Wie soll das laufen? Steht am FOH-Platz nur ein Monitorpult? Oder machens sich die Bandmitglieder selbst (ich würde niemals einen Gitarristen seine eigene Lautstärke frei wählen lassen :eek: )? Dann müssten es dispziplinierte Musiker sein.

    Ich denke auch mal, dass es fürs Klangbild besser ist, wenn man die konventionelle Methode wählt und die Bässe bei Bedarf mittig zusammenführt. Wenn man denn mehrere braucht.

    Und Monitoring benötigt man ja auch auf der Bühne.

    Viele Grüße

    France.
     
  5. engineer

    engineer Threadersteller HCA Recording HCA

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    Erstellt: 07.06.05   #5
    Bei mir schwingt eben im Hintergrund die Situation, wenn eine Band ein Anlage hat, diese erweitert und nun nicht weiss, wie sie die Speaker kombinieren muss.

    Die Beschallung muss dabei aber nicht notwendigerweise von jedem selbst vorgenommen werden, sondern kann durchaus zentral vom Pult laufen.
     
  6. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 07.06.05   #6
    Das heißt dann aber im Klartext, dass entsprechend viele (komfortabel zu bedienende!) Wege am Pult da sein müssen. Frontbeschallung mit Aux-Knöpfchen-Potis halte ich für - ähm - "bäh"!

    Jens
     
  7. engineer

    engineer Threadersteller HCA Recording HCA

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    Erstellt: 07.06.05   #7
    8 Musiker -> 8 Bus-Pult. 2 Pulte -> max 16 Musiker. Das reicht doch, oder ? :)
     
  8. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 08.06.05   #8
    Ja, klar reicht das. Aber ist das in der Livesituation auch tauglich? Du hast per Fader maximal zwei Busse im Zugriff, zwischen Bus 1 und 2 (Main-Out) ackerst du dich per PAN durch, den Rest per AUX-Poti... also neee.
    Als Mischer würde ich ich so einen Job ablehnen - oder einen netten Aufschlag verlangen :D

    Wie gesagt: so ganz grundsätzlich und bei leisen Bühnen, disziplinierten Muckern und vor allem kleinen Combos (Trio, Quartett, evtl. noch Quintett) mag die Idee ganz gut sein. Dürfte sogar in Club-Atmosphäre besser klingen, weil die Ortbarkeit ('schulligung: wir "lokalisieren" ja ;) ) besser ist als bei Stereo-PA. Aber vom technischen Standpunkt und der Bedienbarkeit ist das grausam. Und sicherlich nicht weniger aufwändig als eine konventionelle PA.

    Du willst doch nicht ernsthaft Anfängern, die so nach und nach ihre PA aufstocken wollen, ein teures 8-Bus Pult mit bequemem Routing hinstellen statt einem soliden Paar Einsteigerboxen? Von den "Misch-Erfahrungen" solcher Bands mal ganz zu schweigen...

    Kurz: Ich glaube: gerade für diese Zielgruppe schießt du da mächtig am Ziel vorbei...

    Jens
     
  9. engineer

    engineer Threadersteller HCA Recording HCA

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    Erstellt: 24.06.05   #9
    Naja kann, sein - man kann aber die Band entsprechend schulen ! :great:
     
  10. Socapex

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    Erstellt: 24.06.05   #10
    Ich würde in diesem Falle eher erstmal etwas Literatur empfehlen...!
    Finde diesem Rat reichlich Praxisfremd, zumal der Aufwand im Verhältniß zum Nutzen deutlich steigt.
    Dann würde ich eher ein ausreichen dimensioniertes System nutzen und jemand buchen der sich damit auskennt und beim Wort Kammfillter nicht an Friseusen-EQs denkt...
     
  11. engineer

    engineer Threadersteller HCA Recording HCA

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    Erstellt: 26.06.05   #11
    Klar ist es besserm von Anfang an ein entsprechendes System zu nehmen, aber die meisten fangen ja eher kleine an, oder ?
     
mapping