"Soldat" - Politischer punkrock text

von Wüstenstaub, 14.02.07.

  1. Wüstenstaub

    Wüstenstaub Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.07   #1
    Der song spielt in der "ich" perspektive eines soldatens
    weiß noch nicht aber der refrain ist auch im "ich" geschrieben

    der text ist leicht ironisch gemeint von dieser pespektive
    zeigt aber auch selber schatten seiten und gibt sie zu
    aber die naivheit sollte eigentlich ein wennig mit rauskommen!



    Strophe 1 (Einleitung)
    du schicktest mich in die wüste
    "folge dem Osten zu der Küste"
    gang mit Gewehren und Patronen
    ich darf keinen mehr verschonen
    Kinder! Frauen! Oder so was!!!
    du befielst "ermorde diese Leute,
    Hauptsache du machst fette beute"

    Refrain

    Strophe 2
    und ich tat es, bekenne keine Schuld
    es war ein befehl und dem folge ich
    meine freunde starben an meiner Seite
    mit blut in den Augen, sah in die weite
    ich bin nur ein Soldat und folge dir
    du kannst alles tun, nur sag es mir
    ich habe bomben und ein paar Granaten
    werfe sie weg, die Hölle kann warten

    Refrain:
    Scherben sind mit blut bedeckt...
    doch ich werde nicht aufgeweckt...
    denn das ist kein Traum sondern wahr,
    wegen diesem scheiß politischen Wahn
    und alles wegen hass, Gewalt und krieg
    im endlosen Kampf um den sieg
    aber es gibt nur Verlierer
    Verlierer!!!...

    Strophe 3
    mit dem Gewehr geh ich auf die jagt
    für den sieg, wie der Mann es sagt
    alles was mich umgibt - explodiert
    lass euch wissen, wer hier regiert
    sehe den Feind, mit tausend gründen
    habe keine Gefühle und begehe Sünden
    es geht nur um rum macht und Geld
    wir klauen das herz von dieser Welt

    Refrain:

    Strophe 4 (ende)
    rieche den duft von verbrannten Leichen
    doch werde ich nicht vom weg abweichen
    sehe blut aus meinen Körper tropfen
    fühle mein herz nicht weiter klopfen
    tausend sterben und ich bin stolz
    dein neues Bein besteht aus holz
    ich Opfer mich für mein Vaterland
    mein Name auf der liste wurde genant
     
  2. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 14.02.07   #2
    Ich schau dann mal:

    Strophe 1 (Einleitung)
    du schicktest mich in die wüste
    "folge dem Osten zu der Küste"
    evtl: bis zur Küste
    gang mit Gewehren und Patronen
    ich darf keinen mehr verschonen
    Kinder! Frauen! Oder so was!!!
    Würde ich alles als Zitat des Befehlshabers formulieren. Und "oder so was" finde ich, bricht es sprachlich. Eher sowas wie: Egal wer
    du befielst "ermorde diese Leute,
    Hauptsache du machst fette beute"
    Das trifft höchstens für Söldnertruppen in Afrika zu. Wenn Du moderne Armeen meinst wird das nie ein Befehl sein, eine direkte Aufforderung schon gar nicht.
    Man ist im Gegenteil sehr penibel darauf bedacht, den Krieg "sauber" zu führen und die eigenen Soldaten als "tapfere, aufrichtige und moralische Menschen, die sich keine Übergriffe haben zu Schulden kommen lassen" darzustellen.


    Refrain

    Strophe 2
    und ich tat es, bekenne keine Schuld
    es war ein befehl und dem folge ich
    folgte > Vergangenheit
    meine freunde starben an meiner Seite
    mit blut in den Augen, sah in die weite
    sahen > es sind mehrere
    ich bin nur ein Soldat und folge dir
    du kannst alles tun, nur sag es mir
    besser: du kannst alles verlangen/befehlen
    ich habe bomben und ein paar Granaten
    werfe sie weg, die Hölle kann warten
    wegwerfen kann hier zwei Bedeutungen haben: sie werfen - als Kriegswaffe oder sie wegwerfen als Zeichen, aus dem Krieg auszusteigen. Was meinst Du hier?

    Refrain:
    Scherben sind mit blut bedeckt...
    doch ich werde nicht aufgeweckt...
    denn das ist kein Traum sondern wahr,
    wegen diesem scheiß politischen Wahn
    und alles wegen hass, Gewalt und krieg
    im endlosen Kampf um den sieg
    aber es gibt nur Verlierer
    Verlierer!!!...
    Würde "Dein" Soldat mit dieser Erkenntnis noch funktionieren?

    Strophe 3
    mit dem Gewehr geh ich auf die jagt
    für den sieg, wie der Mann es sagt
    alles was mich umgibt - explodiert
    lass euch wissen, wer hier regiert
    sehe den Feind, mit tausend gründen
    sehe den Feind, mit tausend Gründen? Gründe wofür, wogegen? Reimzwang?
    habe keine Gefühle und begehe Sünden
    es geht nur um rum macht und Geld
    eher um Ruhm
    wir klauen das herz von dieser Welt

    Refrain:

    Strophe 4 (ende)
    rieche den duft von verbrannten Leichen
    doch werde ich nicht vom weg abweichen
    sehe blut aus meinen Körper tropfen
    fühle mein herz nicht weiter klopfen
    tausend sterben und ich bin stolz
    dein neues Bein besteht aus holz
    dein oder mein?
    ich Opfer mich für mein Vaterland
    mein Name auf der liste wurde genant


    Einiges ist noch recht holzschnitzartig. Muß jetzt nicht in gediegenen Formulierungen enden - ist ja ein Punk-Song - aber dann würde ich auch noch mehr zuspitzen.

    Die Adressierung "Du" als Befehlshaber finde ich irritierend. Außer Bush kann meines Wissens eine einzelne Person keinen Krieg befehlen. Der Soldat ist auch immer für die Gesellschaft/das "Heimatland" unterwegs.

    Der Refrain konterkariert die in den Strophen dargestellte Naivität/Unkenntnis/Empfindungslosigkeit des Soldaten. Das empfinde ich als Bruch. Wenn, dann müßte eine weitere Erzählperson eingeführt werden, die vielleicht eher Fragen stellt als Antworten liefert.

    x-Riff
     
  3. Wüstenstaub

    Wüstenstaub Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.02.07   #3
    so habs erstmal geändert, neue stellen sind fablich gekenzeichnet!

    intro wärde ich nochmal überarbeiten fällt mir nichts spontan ein

    Strophe 2
    und ich tat es, bekenne keine Schuld
    es war ein befehl und dem folgte ich
    meine freunde starben an meiner Seite
    blut in den Augen, sahen in die weite
    bin nur ein Soldat und folge euch
    ihr könnt alles tun nur sag es mir
    ich habe bomben und ein paar Granaten
    zieh den dorht, die hölle kann warten

    Refrain:
    Scherben sind mit blut bedeckt...
    doch ich werde nicht aufgeweckt...
    denn das ist kein Traum sondern wahr,
    wegen diesem scheiß politischen Wahn
    und alles wegen hass, Gewalt und krieg
    im endlosen Kampf um den sieg
    aber es gibt nur Verlierer
    Verlierer!!!...

    Strophe 3
    mit dem Gewehr geh ich auf die jagt
    für den sieg, wie der Mann es sagt
    alles was mich umgibt - explodiert
    lass euch wissen, wer hier regiert
    sehe den Feind, mit tausend gründen
    habe keine Gefühle und begehe Sünden
    es geht nur um ruhm macht und Geld
    wir klauen das herz von dieser Welt

    Refrain:

    Strophe 4 (ende)
    rieche den duft von verbrannten Leichen
    doch werde ich nicht vom weg abweichen
    sehe blut aus meinen Körper tropfen
    fühle mein herz nicht weiter klopfen
    liege jetzt in einem sag aus holtz
    bin zwar tot aber immer noch soltz

    ich Opfer mich für mein Vaterland
    mein Name auf der liste wurde genant

    ______________________________________________


    zum text... ich hab ihn aus der hand geschrieben und nur ein wennig
    überarbeitet...

    ursprünglich wollte ich auch sowas mit "gegen bush" machen
    aber es ist dann doch anders gekommen...

    krieg ist n thema das schon immer aktuel war und der text
    sollte aussagen.. das halt zuviele menschen sich einfach dem
    militär zuverfügung stellen (also die freiwilligen)

    hab das "du" in "ihr" umgestellt...
    der refrain sollte ja auch eine andere seite darstellen
    vileicht auch das "gewissen"...

    im satz
    "sehe den feind mit tausend gründen"

    ist gemeint, das halt schnell ein sündiger gefunden wird
    und man tausend gründe hatt warum er es ist (auch wenn nicht so ist)
    es soll die blindheit darstellen, vileicht ein wennig kurz gekommen;)
     
  4. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 16.02.07   #4
    so habs erstmal geändert, neue stellen sind fablich gekenzeichnet!

    intro wärde ich nochmal überarbeiten fällt mir nichts spontan ein

    Strophe 2
    und ich tat es, bekenne keine Schuld
    es war ein befehl und dem folgte ich
    meine freunde starben an meiner Seite
    blut in den Augen, sahen in die weite
    bin nur ein Soldat und folge euch
    ihr könnt alles tun nur sag es mir sagt
    ich habe bomben und ein paar Granaten
    zieh den dorht, die hölle kann warten docht - heißt das so? oder draht oder zünder?

    Refrain:
    Scherben sind mit blut bedeckt...
    doch ich werde nicht aufgeweckt...
    denn das ist kein Traum sondern wahr,
    wegen diesem scheiß politischen Wahn
    und alles wegen hass, Gewalt und krieg
    im endlosen Kampf um den sieg
    aber es gibt nur Verlierer
    Verlierer!!!...

    Strophe 3
    mit dem Gewehr geh ich auf die jagt jagd
    für den sieg, wie der Mann es sagt wie Ihr es sagt?
    alles was mich umgibt - explodiert
    lass euch wissen, wer hier regiert
    sehe den Feind, mit tausend gründen
    habe keine Gefühle und begehe Sünden
    es geht nur um ruhm macht und Geld
    wir klauen das herz von dieser Welt

    Refrain:

    Strophe 4 (ende)
    rieche den duft von verbrannten Leichen
    doch werde ich nicht vom weg abweichen
    sehe blut aus meinen Körper tropfen
    fühle mein herz nicht weiter klopfen
    liege jetzt in einem sag aus holtz Holz
    bin zwar tot aber immer noch soltz stolz
    ich Opfer mich für mein Vaterland
    mein Name auf der liste wurde genant

    ______________________________________________


    zum text... ich hab ihn aus der hand geschrieben und nur ein wennig
    überarbeitet...

    ursprünglich wollte ich auch sowas mit "gegen bush" machen
    aber es ist dann doch anders gekommen...
    finde ich ehrlich gesagt auch besser. nicht dass ich für bush wäre, aber es gibt halt etliche, die genauso handeln würden - insofern finde ich die zuspitzung auf personen selten gelungen
    krieg ist n thema das schon immer aktuel war und der text
    sollte aussagen.. das halt zuviele menschen sich einfach dem
    militär zuverfügung stellen (also die freiwilligen)

    hab das "du" in "ihr" umgestellt...
    der refrain sollte ja auch eine andere seite darstellen
    vileicht auch das "gewissen"...
    ja - da müßte man sich um die erzählperspektive gedanken machen ... würde dem text aber glaube ich sehr gut tun - ist in vielen Fällen auch quasi Vermittler zwischen Botschaft und Leser
    im satz
    "sehe den feind mit tausend gründen"

    ist gemeint, das halt schnell ein sündiger gefunden wird
    und man tausend gründe hatt warum er es ist (auch wenn nicht so ist)
    es soll die blindheit darstellen, vileicht ein wennig kurz gekommen


    Schon stringenter geworden, finde ich.
    Ich habe jetzt ein paar Rechtschreibsachen angemarkert. Flüchtigkeitsfehler oder gehst Du damit generell recht lax um?

    x-Riff
     
  5. Wüstenstaub

    Wüstenstaub Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.02.07   #5
    jo danke erstmal

    hmm also es sind auch Flüchtigkeitsfehle dabei,
    aber allgemein achte ich da nicht so doll drauf...
    als ich denn text überarbeitet habe, hat ich nicht soviel zeit
    wollte aber denn text hier aktuel halten weil ich nicht will das
    schon gesagte fehler nochmal erwähnt werden!
    ...finde denn text auch runder jetzt

    mit der umsetzung werden sich vileich auch paar problemme von selber
    auflösen... mit so aggresiveren sprechgesang oderso hab ichs aber
    nicht so doll und dazu gehört auch n treibender schlagzeug rhytmus
    von daher muss ich des bandmäßig mal machen : / aber suchen immer noch proberaum

    grüße Thomas
     
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