Soli bzw Skalen für Metal (z.B. Death)

von Insane, 17.05.05.

  1. Insane

    Insane Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.05.05   #1
    Zuerst muss ich sagen, dass der Titel etwas unglücklich ist aber ich erkläre schon noch, worauf ich hinaus will.
    Also mit Skalen habe ich mich schon beschäftigt und benutzte sie auch recht häufig. allerdings hören sich alles meine soli oder impros (auch wenn sie noch nicht allzu spektakulär sind) immer gleich an... also vom klangcharakter her. sie sind vergleichbar mit dark tranquillity und in flames etc (aber wirklich nur vom klang). so. wenn man jetzt aber mal bei bands wie z.B. Decapitated die soli hört, klingt das doch total anders. so.... düster würde ich sagen.
    jetzt meine eigentliche frage: liegt das tatsächlich nur an anderen skalen oder modes oder erweitern die die "normalen" skalen? und wenn letzteres der fall ist, wie habt ihr das gelernt (vorrausgestzt ihr habt es gelernt)?

    Danke schonmal im vorraus.
     
  2. Controll

    Controll Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.05.05   #2
    das würde ich auch gern mal wissen.

    jedoch bitte nicht anhand von notennamen, die ergänzungen zu den skalen, oder sonstigem einhergehen, sondern anhand von tabs und skalenbilder, damit man es auf den ersten blick versteht.

    Mich persöhnlich würde das ganze auch noch in die alternative und classic rock richtung interessieren. Also eher helle skalen.

    Ich denk mal Insane und ich sind bisher nicht über die Pentatonik und die Bluesskale hinausgekommen. Das heißt also bei uns und bestimmt auch vielen anderen herrsch bildungsbedarf.
     
  3. SickSoul

    SickSoul HCA - Gitarren Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 17.05.05   #3
    zu diesem thema gab's in letzter zeit glaube ich schon 2 mal nen thread. benutz mal die suchfunktion. gib skalen und death-metal ein und du wirst fündig.
    fazit war immer, dass es eine "Death-Metal-skalen" gibt...

    MfG
     
  4. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 18.05.05   #4
    Leute, es gibt keine "typischen" Skalen für diese und jene Stilart.

    Alle gebräuchlichen Leitern wie Dur, Moll, dorisch(Moll), Harmonisch Moll, mixolydisch(Dur) sind teils Jahrtausende alt und kommen in jedweder Musik vor - vom Kirchenmittelalter über Klassik, Jazz bis Rock, Pop, Metal etc. (Das Board ist voll mit Themen über diese Tonleitern und ebenso diverse Infos in unseren Workshops; und im Web sowieso).

    Eine Tonleiter allein macht noch keinen stilistischen Unterschied, sondern WIE sie WANN gespielt und eingesetzt wird. Es kommt auf den gesamten Zusammenhang mit Komposition, Rhythmik, Harmonien, Ausdruck und Sounds an. Die selben Töne harmonsich Moll klingen nach Metal in einem Metal-Song und nach Klassik in der Klassik.

    Wenn jemand den Satz sagt "Ich habe heute keine Lust, das zu tun!", geht das auch auf völlig verschiedene Weise - von düster, aggressiv, depressiv, schneidend und kantig bis lächelnd und geschmeidig. Auch hier kommt es vor allem auf den Zusammenhang an (sowie natürlich Stimmung und Mentalität desjeneigen, der es sagt).
     
  5. Controll

    Controll Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.05.05   #5
    Also zu gut Deutsch sollte man erstmal alle Skalen und Pentatoniken in allen Lagen beherschen und das ganze dann noch verflüssigen um dann selbst zum background zu improvisieren.


    da weiß ich ja jetzt, was ich die nächsten wochen mache.
     
  6. Insane

    Insane Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.05.05   #6
    ich kenne die "standardskalen" ja und kann auch mit ihnen improvisieren. aber das, was ich z.B. bei Decapitated gehört bzw gesehen habe hat nicht mehr viel mit dieseen Skalen und Pentatonik zu tun. Und was ich wissen will ist ja nur, wie man diese erweiterungen oder Veränderungen machen kann und sie trotzdem auf die akkorde passen.
     
  7. Imperial

    Imperial Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.05.05   #7
    im meisten falle sind das chromatische veränderungen oder die Licks basieren auf strange klingenden skalen (ganzton, Halbton/Ganzton...)

    es ist eigentlich mehr ne Sache von rumprobieren und ein gewisses Feeling dabei zu behalten.
     
  8. Insane

    Insane Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.05.05   #8
    also alles nur feeling.... dann ist das ja gar nicht mal leicht...

    aber ich muss noch was ergänzen... solche veränderungen gibts ja auch bei ruhigen soli z.B. Opeth... die ähneln den pentatoniken aber schon eher. ist das auch nur feeling?
     
  9. Imperial

    Imperial Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.05.05   #9

    ok ich hab mich vielleicht schlecht ausgedrückt. Was ich sagen wollte ist das man eine gewisse Vorstellung davon braucht was man spielen will um die Chromatic approaches sinnvoll einzusetzen. Es hat keinen wert zwischen Modes komischen skalen und Harmonisch Moll hinundherzutüfteln und sich nach 2 Stunden frustriert zu wundern warum nix unterm Strich rauskommt.

    Wenn ich n rotes Auto kaufen will sollte ich mir zumindest im klaren sein ob ich jez was innem brachialen Ferarirot oder in nem luftigen zart rosè Ton suche :D

    Sorry ich finde es schwierig fragen bezüglich Feeling zu beantworten. Es geht im Endeffekt darum etwas umzusetzen was du in deinem Kopf hörst, aber dazu musste natürlich ersmal was hören :great:
     
  10. DaveN

    DaveN Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.05.05   #10
    Was sehr wichtig ist, ist die Begleitung. A-Harmonisch-Moll hört sich bereits über C-Dur anders an als über A-Moll obwohl das die Parallelle Tonart ist. Spiel sie mal z.b. über E-Moll oder G-Dur und hör dir an, wie es klingt. Ein Ton wird ein wenig "schräg" sein, aber wenn du denn das ganze Solo über benutzt, fällt das nicht gross auf!

    Fazit:
    Wenn du in der Band ein Solo spielen willst, lass die anderen mal nicht den Vers, sondern den Refrain oder den Vers einen Halbton höher spielen, und spiel du dein Solo ach einen Halbton höher!

    mfgNoob
     
  11. Stringgod

    Stringgod HCA Gitarre HCA

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    Erstellt: 18.05.05   #11
    Die beste Methode Improvisationen (oder komponierte Soli) zu verstehen, ist transkripieren (raushören, aufschreiben) und zu analysieren. Wenn du noch nicht soviel Plan von SKalen hast, dann analysiere mit deinem Lehrer oder jemandem, der schon etwas weiter ist. Bitte nicht wieder aufschreien "Ah, ich kann doch nix raushören!". Das kann jeder, der eine besser der andere weniger gut. Na gut, es gibt auch einige, die garnix hören, aber die interessieren sich dann auch net für Skalen. Denn alleine dein Interesse zeigt schon, dass du hören kannst.
    Also, mach dir die Arbeit und schreib die Sachen auf, spiel sie nach und interessiere dich für Theorie. Musik ist eigentlich total einfach, besonders E-Gitarre spielen. :) Nagut, Bass ist noch einfacherer, aber das ist ja auch kein Instrument. :D :p


    Gruss,

    String
     
  12. msoada

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    Erstellt: 19.05.05   #12
    Du musst es auch mal so sehen, die jeweilige Band sitzt teilweise 6-8 Stunden nur im Proberaum/ Tonstudio, weil sie es hauptberuflich machen, da kann man doch von ausgehen das sie vll nicht schon vorgeschriebene improvieationen , aber zumindest schon ideen haben wie man was LIVE verändern könnte.


    Für uns bleibt da nur das raushören, üben und einfach rumprobieren, irgendwann klappts dann auch
     
  13. Imperial

    Imperial Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.05.05   #13
    msoada hat recht
    Ich kenne den neuen Drummer von Nile persönlich.

    8 Stunden und mehr sind absolut üblich. Sowas fällt denen auch nicht in 10 Minuten ein.
     
  14. Insane

    Insane Threadersteller Registrierter Benutzer

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