Soll man chinesische Waren boykottieren?

von SaintJack, 13.04.08.

  1. SaintJack

    SaintJack Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.08   #1
    In diversen Threads habe ich die Meinungsäußerungen von Leuten gelesen, die dafür sind, nichts mehr aus China zu kaufen. Mal abgesehen von der Frage, ob es was nützt, denn das würde es, wenn genügend Menschen mitmachen würden, wo ist dann das Ende, wenn man das konsequent weiterdenkt? Keine Gibsons mehr aus Amerika, Fender nur aus Mexiko, weil die USA im Irak und in Guantanamo die Menschenrechte missachten; Keine Instrumente oder Autos aus Japan, weil die Wale fressen; Kein Champagner aus Frankreich, weil die Frösche...

    Ich bin da echt ein bisschen ratlos, wie geht es Euch?

    <=== die Klampfe da ist übrigens aus Hannover, das ist glaube ich auf jeden Fall korrekt, obwohl, wenn Schröder jetzt Putins Gasverkäufer ist...
     
  2. MatthiasT

    MatthiasT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.08   #2
    Embargos waren schon immer politische Druckmittel um die Regierung zu irgendwas zu bewegen, ich wüsste allerdings keinen Fall wo sie der Bevölkerung wirklich geholfen hätten.
    Daher sehe ich die Sinnhaftigkeit nicht hinter so einem Vorhaben, selbst wenn man genügend Leute finden sollte.

    Und dazu ist es einfach undurchführbar. Wir leben in einer globalen Welt, es gibt keine Produkte oberhalb eines gewissen Komplexitätslevel die in einem einzigen Land hergestellt wurden. Der Made in Germany-Amp hat ausschließlich Bauteile aus Fernorst verbaut, der Speaker wurde eigentlich auch von dort zugekauft. Jedes Auto, egal wo gefertigt hat Elektronik verbaut, benötigt hunderte von Zulieferteilen und Kleinteile, die alle irgendwo anders hergestellt werden. Wobei das Beispiel Auto schon fast zu hoch gegriffen ist, es fängt ja bei der Zahnbürste und dem Toaster an.
    Will man ein normales Leben führen ist es wohl nicht möglich China und ähnliche Produktionsstandorte zu boykotieren. Und selbst wenn, sehr sinnvoll fände ich das trotzdem nicht.
     
  3. Herr M aus K

    Herr M aus K Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.08   #3
    naja ich würde einfach nur die ware aus chine beukotieren weil das einfach nur fälscher sind naja der eine oder andere wird jetzt sagen ne sind se nicht aber ich meine die kopieren verdammt viel und desswegen sollte man sie kbeukotieren und alle anderne staaten auch
     
  4. walking gills

    walking gills Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.08   #4
    Ich kann diese "ganz oder gar nicht"-Haltung immer nicht so recht nachvollziehen. Natürlich ist es heutzutage nicht mehr möglich -vom Sinn mal ganz abgesehen-, alle Waren aus China zu boykottieren.
    Trotzdem kann man ja auf Sachen verzichten, die offensichtlich schädlich für die Umwelt (Apfelringe aus China oO) sind, auf extremer Ausbeutung beruhen oder mit anderen eigenen Wertvorstellungen kollidieren. Wie weit das reichen soll und was überhaupt möglich ist, muss natürlich jeder für sich selbst herausfinden, aber ich finde es auf jeden Fall wichtig, das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen.
     
  5. guinness

    guinness Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 13.04.08   #5
    Kann man, aber selbst wenn man es damit schaffen sollte eine Firma, die mit deinen Wertvrostellungen kollidiert etc aus dem Rennen zu schmeißen, so folgt doch sofort eine Andere, die nicht anders handelt als die erste. Das sind die Gesetze der freien Marktwirtschaft: die erste Firma hat Gewinn maximiert, die zweite wird es nicht anders tun.
    Ja, das ist definitiv wichtig. Aber den Schluss daraus ziehen irgendetwas zu boykottieren muss zwingend falsch sein, sonst wurde nicht richtig hinterfragt.
     
  6. walking gills

    walking gills Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.08   #6
    Ich glaube nicht, dass man damit überhaupt Firmen aus dem Rennen schmeißen kann, aber du sagst es ja selbst: freie Marktwirtschaft. Wenn eine Firma weniger verkauft, weil sich z.B. rumspricht, dass sie keine sozialen Standards einhält, dann wird sie das natürlich ändern (LIDL z.B. baut gerade vorsorglich seine Kameras ab).
    So ein "Boykott" hat ja immer zwei Seiten: zum einen kaufe ich nichts mehr bei Firma X, dafür aber bei Firma Y, die mit meiner Wertvorstellung z eher im Einklang ist. Sobald sich das wirtschaftlich bemerkbar macht, wird Wertvorstellung z zu einem Wettbewerbsvorteil und andere Firmen springen auf den Zug auf, um nicht ins Hintertreffen zu geraten (aktuelles Beispiel: Bio-Produkte).
     
  7. nightflight

    nightflight Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.08   #7
    Genau so ist es, außerdem gibt es ja mehrere Firmen, die Produkt X herstellen. Ich kann gleichzeitig nicht bei der Firma A einkaufen, weil sie z.b. nicht diese sozialen Standards einhält und dafür bei Firma B einkaufen, weil sie eben gerade dies Standards einhält. Vorausgesetzt es machen genug mit, wird Firma A ihr Konzept ändern müssen oder eben pleite gehen...das ist freie Marktwirtschaft! ;)

    Edit: hmm, ich glaub ich hab jetzt genau das selbe geschrieben wie du :D (srry)
     
  8. topo

    topo HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.04.08   #8
    Ich glaube man darf nicht denken, ich boykottiere etwas, indem ich es nicht kaufe oder medienwirksam nicht hin gehe - und in einem Monat hat man was bewirkt. Nein - das sind längere und komplexere Prozesse.

    Betrachtet man mal den Boykott 1980 von Olympia in Moskau durch die westliche Welt, dann haben 1983/1984 die ersten, im Sinne von Glasnost, Politiker in der UDSSR ihren Weg durch die Institutionen begonnen.
    Gorbatschow hat mal in einem Interview gesagt, das ihm und seinen Freunden der Boykott von Olympia zuerst unter nationalen und emotionalen Gesichtspunkten sehr weh getan hat - dann aber mit etwas Abstand hat er sich dauernt gefragt hat - was machen wir (UDSSR) da in Afganistan.................?
    Ich will nicht behaupten, dass der Boykott von Olympia die Ursache von Glasnost gewesen ist - aber er hat imho ein Stückchen geholfen, das mindsetting der Leute in der UDSSR zu ändern.

    Ich glaube, dass der/wir Verbraucher eine gewaltige Macht haben, da wir in Summe die Nachfrage nach Produkten steuern. Wenn viele Menschen nur noch "ethische Produkte" (mir fällt kein besseres Wort ein) kaufen, fallen die "NICHT ethischen Produkte" Stück für Stück nach den Gesetzen von Angebot und Nachfrage aus dem Markt.

    Das Internet gibt uns die Möglichkeit weltweit an Informationen über die Produkte heranzukommen.

    Aus Faulheit, Interessenlosigkeit (betrifft mich ja nicht), fehlendem Glauben (wenn ich alleine das mache, bringt das ja nichts) und einigen anderen Gründen mehr, wird das nicht leider von noch zu wenigen gemacht.

    Topo :cool:
     
  9. armyclonk

    armyclonk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.08   #9
    steht ganz oben auf meinem aktionsplan, direkt nach der umstellung auf deutsche bananen.
     
  10. topo

    topo HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.04.08   #10
    Es würde schon reichen, wenn du auf Chiquita Bananen verzichten würdest. Noch besser, wenn man dann den Obst-Händler fragt, ob er denn wissen würde, was die Firma in Kolumbien denn so mit den Menschen anstellt.

    Bei Kaffee (Fair Trade) scheint ja im größeren Stil was zu gehen. Sogar Starbucks zieht voll mit.

    Topo :cool:
     
  11. Pleasure Seeker

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    Erstellt: 13.04.08   #11
    Erst einmal US Waren/Unternehmen boykottieren, die haben nicht nur deutlich mehr Menschen in Gefängnissen sitzen als China, aus was für Gründen auch immer, sondern bringen in aktiven Kampfeinsätzen im Irak und Afghanistan auch deutlich mehr Frauen und Kinder tagtäglich um und bezeichnen das als Kollateralschäden, obendrein erleichtern sie uns auch deutlich mehr um teure Euros durch Spekulantengeschäfte als wir Aufbauhilfen nach China schicken.
    An deren Grenze zu Mexiko sterben jedes Jahr soviele dass dagegen die Grenze zu DDR wie ein schlechter Scherz der Geschichte erscheint..

    Warum also eigentlich immer China? Weil dort die Leute langsam aber spürbar zu mehr Wohlstand gelangen?
     
  12. MatthiasT

    MatthiasT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.08   #12
    Bei einigen Produkten weiß man ziemlich sicher dass diese unter nicht sonderlich korrekten Bediengungen hergestellt wurden. Die kann man boykotieren, um kein schlechtes Gewissen zu haben, ich tu das auch.

    Allerdings lässt sich ein Produkt schon lange nicht mehr einem Hersteller zuordnen. Da kauft man in Good old Germany ein, und sämtliche Zulieferteile kommen aus Fernost. Da kann ein Verstärker noch so sehr unter würdigen Bediengungen herstellt worden sein, die Widerstände, die Kondensatoren, die Potis, die Trafos, selbst der Bespannstoff für das Gehäuse - wo kommen die wohl her?

    Es gibt da einen Unterschied, ob man versucht ein Sportereignis oder ein Unternehmen zu ruinieren. Ersteres geht einfach viel einfacher. Auch weil man sich so einfach Feindbilder aufbauen kann, was in einem globalen Handel schon sehr viel komplexer ist.
     
  13. Drummer Ziesi

    Drummer Ziesi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.08   #13
    Ich glaube ja, dass es heutzutage einfach nicht mehr möglich ist, chinesische Ware, oder generell betrachtet, Waren aus Ländern, in denen Menschenrechtsverletzungen, Pressezensur, Einschränkung der persönlichen (Meinungs-)freiheit usw. nicht zu kaufen. Welches Massenprodukt kommt denn heute noch aus "zivilisierter" Welt? Und welche Produkte, die aus dieser zivilisierter Welt kommt, kann sich die Gesellschaft in anbetracht von Massenarbeitslosigkeit, steigender Armut (auch in Deutschland!!) und schleichender Inflation noch leisten?

    Wir müssen ja auf alle Fälle auch dran denken, dass aus China und Konsorten nicht nur die billigen Behringer-Mischer, die Millenium-Klampfe oder ein sssnake Kabel kommt, zu denen es sicherlich ethisch einwandfrei Alternativen gibt, sondern auch alltäglich essentielle Dinge, die jeder jeden Tag braucht. Von der Zahnbürste bis hin zum Kaffeefilter. Und dank der Medien und der Werbung, sieht es der Geiz-ist-geil-Konsument auch gar nicht ein, dafür mehr zu zahlen.

    Aber mal angenommen der Boykott funktioniert. Was ist dann? Die chinesischen Werke werden dicht machen und sämtliche Arbeiter entlassen, Millionen von Menschen würde damit die Lebensgrundlage genommen werden. Und selbst wenn die Regierung schnell handelt und etwas ändert, man nimmt als Komsument Abermillionen von Menschen ihre Existenz, im Idealfall nur vorübergehend, bis der Boykott sich wieder entspannt und die Werke wiedereröffnen. Vorübergehend kann aber auch schon viel zu lange sein.

    Ist das dann ethisch korrektes Verhalten?

    Klar, es muss sich in China etwas ändern, da ist sich jeder einig, aber mit einem Boykott - falls er denn funktionieren sollte, schadet man, meine Einschätzung nach, den Menschen in China eher, als dass man ihnen hilft.

    Gruß, Ziesi.
     
  14. topo

    topo HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.04.08   #14
    Würde dann der chinesische Staat kollabieren oder schon ggf. schon vorher?

    Aber mal anders herum gefragt, was ist mit den Menschen z.B. hier in Deutschland, die auf Grund chinesicher Billigproduktionen, ihren Job verlieren und ihnen hier millionenfach die Existensgrundlage entzogen wird?

    Topo :cool:
     
  15. SaintJack

    SaintJack Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.08   #15
    Ein Boykottbeispiel fällt mir gerade noch ein: Als Shell einen alten Öltank namens Brent Spar in der Nordsee verklappen wollte, da gabs nen Riesenaufstand, geschürt von Greenpeace. Und weil in der Folge ein paar Leute weniger bei Shell getankt haben, wurde das Ding dann nach Norwegen geschleppt und da zerlegt. Hinterher stellte sich raus, dass Greenpeace bei den Zahlen schwer geflunkert hatte, die haben sich dann tatsächlich bei Shell entschuldigt. Ich als mündiger Konsument habe mich damals schwer verarscht gefühlt und seitdem boykottiere ich Greenpeace :screwy: und kaufe mein Bier bei Shell. :D

    Erst wenn die letzte Ölplattform abgewrackt und die letzte Tankstelle geschlossen ist, werdet ihr feststellen, dass Greenpeace nachts kein Bier verkauft!

    Da kann man die Geschichte nachlesen:http://de.wikipedia.org/wiki/Brent_Spar
     
  16. MatthiasT

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    Erstellt: 13.04.08   #16
    Nochmal anderherum gefraft: Warum in aller Welt sollte man ein einem Land mit exorbitant hohem Lebensstandard Billigprodukte herstellen? Wenn jemand mehr verdient (verdienen muss, weil hier der Durchschnittlebensstadard hoch und teuer ist) als seine Arbeitsleistung einbringt, dann ist eine verlagerung zugunsten Ländern, in denen solche Jobs schlechter bezahlt sind nur logisch.
    Warum weinen alle den schlecht bezahlten Nichdrig-Qualitfikationssektor hinterher? Wir müssten unseren Lebensstandard schon massiv einschränken, um mit sowas konkurrenzfähig zu bleiben.
    Ich finde persöhnlich den hochbezahlten Arbeitsmarkt der Qualitfizierten viel interessanter.
     
  17. Paranoid

    Paranoid Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.08   #17
    Quelle? China hat mehr als vier mal so viele Einwohner, das kann ich mir kaum vorstellen. Mal ganz davon abgesehen, dass die Zahl der Einwohner, die im Gefängnis sitzen, für sich nun mal gar nichts aussagt.

    Und was sollen das für Standards sein?

    Äpfel und Birnen ... Ein Olympiaboykott ist eine politische Aktion und von einem dezentralen Mikroboykott von einigen Individuen doch recht weit entfernt.
     
  18. SaintJack

    SaintJack Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.08   #18
    Komisch ist ja auch, dass über die Globalisierung geschimpft wird und darüber, dass alles mögliche nicht mehr in Deutschland produziert wird und jedes Jahr jubeln dann alle, dass Deutschland wieder Exportweltmeister ist. Das heißt doch wohl, dass wir von unseren teuer produzierten Waren mehr in andere Länder verkaufen, als alle anderen. Wenn die auch nur noch lokale Produkte kaufen, dann ist es hier bald vorbei mit den schönen Jobs bei Mercedes, Siemens und Co.
     
  19. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.08   #19
    Wenn von 100 000 Einwohnern in den USA 751 hinter Gittern sitzen, in China aber "nur" 119, und man zudem vergleicht wie die Staaten politisch geführt werden Diktatur via Politbüro/"Demokratie" stellt sich nur die Frage warum das so ist. Wahrscheinlich hat man in den USA nur zuviele illegale Einwohner oder ein ziemlich gestörtes Rechtsempfinden. :rolleyes:
    Im Iran mit 212 Gefangenen auf 100 000 Einwohner scheint man auch nicht so hart durchzugreifen... Irgendwas stimmt mit den Bösewichten auf der Erde nicht, entweder die haben zu schlechte Polizei oder die haben ordentliche Einwohner die sich deutlich lieber an Gesetze halten.

    http://hrw.org/english/docs/2007/12/05/usdom17491.htm
     
  20. C. Nomicon

    C. Nomicon Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.08   #20
    Mein Tipp wäre: China lacht sich kaputt, wenn jemand wissen will, wieviele Leute bei ihnen im Gefängnis sitzen und würfelt dann einfach mal eine hübsch niedrige Zahl aus.