Soll Wolfgang Clement die SPD verlassen?

von Mr. Mojo Paule, 02.08.08.

  1. Mr. Mojo Paule

    Mr. Mojo Paule Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.08   #1
    Vorgeschichte:
    Mitten im hessischen Landtagswahlkampf greift Clement die SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti wegen ihres energiepolitischen Kurses an. „Deshalb wäge und wähle genau, wer Verantwortung für das Land zu vergeben hat, wem er sie anvertrauen kann – und wem nicht“, schreibt der Ex-Minister in einer Kolumne für die „Welt am Sonntag“. Zahlreiche SPD-Politiker werfen Clement unsolidarisches Verhalten vor. Clement, der im Aufsichtsrat des Stromkonzerns RWE Power sitzt, wird als Lobbyist der Atomwirtschaft kritisiert. RWE betreibt in Hessen das Atomkraftwerk Biblis. Dieses will die hessische SPD abschalten.

    http://www.shn.ch/index.html?http://www.shn.ch/pages/artikel.cfm?id=222204

    Meiner Meinung nach ist es unerheblich ob Herr Clement in der Partei Mitglied ist oder nicht. Das Problem ist doch, dass die meisten Politiker in der SPD (nicht nur dort) nur an die Macht wollen, egal mit welcher Partei und damit beliebig werden. Man kann es auch anders ausdrücken, diese Parteien missachten seit Jahrzehnten den Wählerwillen.Warum soll man auch eine Partei wählen, die für nichts mehr steht. Zitat Müntefering, man kann eine Partei nicht an Ihren Wahlaussagen messen.

    Soll Wolfgang Clement, der Ex-Superminister aus Schröders "Agenda 2010"- Regierung die SPD verlassen oder doch lieber nicht?
     
  2. Blackdog1989

    Blackdog1989 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.08   #2
    Lol der Vorwurf war doch parteischädigendes Verhalten...also wenn ich mir so die Umfragewerte und die Entwicklung der SPD angucke müssten sie eher ihren Vorsitzenden Beck rauswerfen:D
     
  3. Samuel_Groth

    Samuel_Groth Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 02.08.08   #3
    Wenn "solidarisches Verhalten" auch bedeutet, dass man aus einem Gruppenzwang heraus mit seiner Meinung hinter dem Berg hält, sogar halten muss um nicht ausgestossen zu werden, dann möchte ich nicht in einer solchen "Solidargemeinschaft" leben bzw. Mitglied sein.


    "Deshalb wäge und wähle genau, wer Verantwortung für das Land zu vergeben hat, wem er sie anvertrauen kann – und wem nicht“.

    Das kann ich nur unterschreiben, sollten wir alle....und auch danach handeln.

    Soll also Clement die SPD verlassen? Ja....und zwar am besten in Eigeninitiative, basierend auf der Erkenntnis, dass "SPD" zwar die Abkürzung für Sozialdemokratische Partei Deutschlands ist, das demokratische aber sowohl in der Abkürzung als auch in der Parteipolitik unter den Tisch fallen gelassen worden ist.
     
  4. Mr. Mojo Paule

    Mr. Mojo Paule Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.08   #4
    Es hat nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun, auf die sich Clement beruft, wenn er im selben Atemzug als Lobbyist die Interessen der Atomwirtschaft vertritt!
     
  5. EDE-WOLF

    EDE-WOLF HCA Bass/PA/Boxenbau HCA

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    Erstellt: 02.08.08   #5
    leider ists ja bei der SPD (eigentlich ja DIE arbeiter/arbeitnehmer partei) inzwischen üblich dass sich deren spitzen in irgendwelchen duetschen konzernen wiederfinden...

    das an sich ist imho schon grund genug für das glaubwürdigkeitsproblem dieser partei!

    Ich finde es ist an der zeit dass sich die SPD, um auch einfach mal wieder bei der so genannten "Basis" eine gewisse glaubwürdigkeit zu erlangen, in dieser hinsicht mal die eigenen reihen aufräumt...

    Es kann mir absolut KEINER erzählen dass man neutral und parteiinteressenvertend bleibt, wenn man in einem konzern sitzt dem es von der politik an den kragen gehen soll...

    in der hinsicht bin ich absolut FÜR einen rauswurf von clement.... usw...
    Schön Agenda 2010 ist auch das werk clements und hat ja angeblich super funktioniert... leider merken das die SPD mitglieder nicht!

    Ich glaube am stärksten kam die agenda dem CDU handwerksklein/mittelstand zu gute...
    (was per se auch nix schlechtes sein muss)

    aber bei den eigenen wählern kams nicht so wirklich an....
     
  6. oldboy

    oldboy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.08   #6
    Nein, die SPD sollte sich als Partei komplett auflösen und neu formieren.

    Lobbyismus oder unsolidarisches Verhalten (Ypsilanti in sich und an sich ist schon ein Fehler (und hat die SPD noch ein wenig lächerlicher darstehen lassen, als sie es bis dahin eh schon tat) mal ganz ab von der vorgeschobenen Energiedebatte samt Wölfis Lobbyarbeit (Lobbyarbeit ist doch eh ein Volkssport und netter Nebenverdienst unter Herrschenden) seitens Clement hin oder her, die SPD ist insgesamt zu tief gespalten, um noch glaubhaft arbeiten zu können.
     
  7. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 02.08.08   #7
    was sich den da so "Basis" nennt.

    Die SPD ist ein Konglomerat. Wirft man die Leute um Steinmeier, Clement & Co raus, dann verliert man logischer Weise auch deren Wähler. Der beste Weg, die Linken schachmatt zu machen ist, die SPD zu spalten. Die Partei der Linken ergeben mit den Parlamentarischen Linken und dem Netzwerk Berlin aus der SPD maximal mal 20-25% der Bevölkerung. Macht zusammen mit den Grünen (die auch nicht unbedingt Links sind) maximal ca 35%. Der Rest wählt CDU, FDP und eben den Seeheimer Kreis.

    Die SPD konnte immer nur dann Wahlen gewinnen, wenn sie an ihrem rechten Rand Wähler von der Union aquirierte. Nahles, Ypsilanti & Co werden diese Wäher verlieren und daher auf Bundesebene niemals merheitsfähig ohne Leute wie Clement. Steinmeier weiß das.
     
  8. oldboy

    oldboy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.08   #8
    Das ist nicht (mehr) das erklärte Ziel der SPD, eher ein Wunschtraum der linkspanischen Konservativen.

    Hm, also durch Spaltung der SPD in zwei Flügel die Linken niedrig halten? Auch eine Taktik.

    Das könnte jetzt und in Zukunft anders aussehen, die SPD könnte wieder stark werden, wenn sie sich auf ihre eher linken Roots besinnt und nicht mehr so viel mit der Wirtschaft kuschelt und sich nicht mehr bei der (ehemals) von den Wählern verhassten konservativen Mitte anbiedert, denn immerhin ziehen sie damit die rechts-mittig veranlagte CSU mit durch.

    Das politische Stimmungsbarometer schwankt im Moment ja sehr stark, zufrieden ist mit der großen Koalition auch niemand wirklich.
     
  9. armyclonk

    armyclonk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.08   #9
    doch, irgendwie schon :p.
     
  10. G:O:T:B

    G:O:T:B Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.08   #10
    Meiner Meinung nach sollte Clement der SPD in Zukunft fernbleiben (obwohl er ja schon Einspruch gegen den Parteiausschluss eingelegt hat, oder?).
    Denn es sieht so aus, als ob "parteischädigendes Verhalten" zum Unwort des Jahres 2010 gekührt werden wird. Ich persönlich sehe nichts schädigendes in Clements Position zu Ypsilantis offensichtlich unsinnigen Positionen à la "Die Energieversorgung in Deutschland ist auch ohne Großkraftwerke zu bewerkstelligen".
    Sowieso halte ich diese Diskussion um Kernkraft ja oder nein für absolut sinnlos: Es kann nur mit Kernkraft funktionieren (und das es funktioniert kann man an unseren europäischen Nachbarn sehen), selbst wenn diese nur als oft zitierte "Übergangstechnologie" gelten sollte, bis regenerative Energiequellen einen entsprechenden Wirkungsgrad aufweisen (obwohl dies aufgrund der sehr unstrukturierten Forschung wohl noch entsprechend lange dauern dürfte). Die Technologie an sich ist sicher, die Schwachstelle ist wohl wie so oft der Mensch...
     
  11. Haianson

    Haianson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.08   #11
    Das der Mensch die Schwachstelle ist macht es aber nicht besser. :rolleyes: Nunja dass es (irgendwie) Funktioniert is klar. Aber ob das alles so Reibungslos läuft und ob da nicht EINIGES unter den Tisch fallen gelassen wird?

    Herr Clement hat in der SPD nichts mehr zu suchen. Meine Meinung. Er hat mit seinem Verhalten nicht nur die SPD in Hessen untergraben sondern die SPD bundesweit. Das Herr Clement dabei nicht das Wohle des Volkes im Kopf hatte... sondern das Wohl seines offensichtlich besser zahlenden "Arbeitgebers"...macht ihn nur noch untragbarer.
     
  12. G:O:T:B

    G:O:T:B Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.08   #12
    Aba prinzipiell ist es so dass Kernkraft nicht unsicherer oder sicherer ist, als andere Technologien, wenn sie richtig eingesetzt wird. Klar ist ein Zwischenfall in einem KKW schwerwiegender, als in zB einem Braunkohlekraftwerk, aber dass ein handelsübliches Kohlekraftwerk ein Vielfaches der abgegebenen radioaktiven Strahlung eines KKWs abgibt, wird anscheinend in den Debatten oft vergessen, oder eben auch "unter den Tisch fallen gelassen":rolleyes:

    Mal ehrlich...welcher Politiker hat WIRKLICH das Wohl des Volkes im Kopf. Jeder versucht die besten Vorteile für sich zu sichern. Fakt ist aber, dass Ypsilanti mit ihrer Energiepolitik wohl eher ein rot-grünes Wunschdenken verkörpert, welches sich in den nächsten...sagen wir mal 50 Jahren nicht umsetzen lassen würde. Die Rot-Grüne Regierung hat aus Deutschland während deren Amtszeit eine energiepolitische "Zeitbombe" gemacht; jeder weiß, wie begrenzt die Ressourcen sind und das kein Weg an Energiequellen wie der Kernkraft vorbeiführt, bis "grüne" Energie nicht nur salonfähig, sondern auch wirtschaftlich gemacht worden ist.
     
  13. Haianson

    Haianson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.08   #13
    Dessen bin ich mir schon bewusst. Ein Traumtänzer bin ich auch nicht. Schlimm genug dass es so ist. Seiner Basis (wo der Lobbyismus VIELLEICHT nocht nich so ausgeprägt ist) aber so der dermaßen und noch dazu so offensichtlich in den Rücken zu fallen. Das ist an Dreistigkeit kaum mehr zu überbieten.

    Auch hier gebe ich dir zum Teil recht. Natürlich entsteht Energie in Form von elektrischem Strom nicht einfach so (Zumindest nicht in der Menge wie wir ihn "brauchen"). Nur Frage ich mich ob man in besagten Konzernen großartig an neuen Entwicklungen interessiert ist.
    DIe Modernisierung des Strommarktes und der Energieerzeugen führt auch zwangsläufig eine "Dezentralisierung" der Stromerzeugung mit sich.




    Meinst du wirtschaftlich im Sinne von "mehr Leistung erzeugen" oder im Sinne von "größere Gewinnspanne" ?
     
  14. Master001

    Master001 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.08   #14
    Von mir aus kann er gehen...mich wunderts, dass das hier so viele interessiert!
     
  15. MAI

    MAI HCA Gitarren/Amps HCA

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    Erstellt: 02.08.08   #15
    Und Schröder sitzt bei Gazprom.... :rolleyes:

    Wenn wir mit Bereinigung anfangen, wo sollen wir anfangen?
     
  16. Haianson

    Haianson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.08   #16
    Nunja als Polizist darf ich nebenbei auch nicht bei einem privaten Sicherheitsunternehmen arbeiten geschweigedenn "Geschenke" annehmen....
     
  17. 250GT

    250GT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.08   #17
    das sehe ich genauso

    Nachdem Schröder ja schon die Seele der Partei verraten hat, wirken Beck, Clement, Nahles, Ypsilanti etc nur noch wie graue Schatten ihrer selbst

    echt traurig was aus der SPD heuer geworden ist

    da wünsche ich mir fast, man können Steinmeier klonen um alle wichtigen Positionen vernünftigt besetzen zu können

    Falls Clement noch einen Funken Anstand hat, sollte er sich rasch verziehen. Um seine Altersversorgung braucht er sich eh keine Gedanken mehr zu machen, die dummen Steuerzahler werden dafür bluten.
     
  18. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 02.08.08   #18
    Das kann man so sehen. Auf die Frage nach der Motivation, warum sie überhaupt in die Politik gingen, antworteten zwar viele, sie wollten was gestalten, aber an brillanten einzigartigen Beiträgen von Individuen sieht man eher wenig. Dafür kriegt man in Gesprächen mit Politikern mit steter Regelmäßigkeit Vorschläge mit dem Totschlagargument abgewürgt, das sei wahrscheinlich nicht mehrheitsfähig. Vielleicht ist Demokratie so eher die Diktatur des Mittelmaßes :eek:

    Was anderes sind völlig bescheuerte aber erst recht alternativlos aufgeherrschte Modetrends wie der sogenannte Neoliberalismus. Von mir aus sollen doch SPD, FDP, Grüne & CDU/CSU zur NEP (Neoliberalen Einheitspartei Deutschlands) fusionieren, wirklich was zur Wahl steht da doch eh' nicht mehr.

    Was heißt verlassen? Natürlich sollten die den achtkantig 'rausschmeißen, die machen sich nur zum Affen, wenn sie das als inhaltliche Kontroverse durchgehen lassen. Wozu ist einer in einer Partei, wenn er Propaganda macht, die nicht zu wählen? Unter dem seligen Zuchtmeister Herbert Wehner hätten sie dem die Haut abgezogen und ihn in Salzlake eingelegt :mad:

    Und wenn doch Inhalte: Das größte Problem bei Verbrennungskraftwerken ist sicherlich, daß Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen, aber bei AKWs hat man Restmüll, der noch sehr viel länger unmittelbar tödlich sein wird als es diese Zivilisation überhaupt erst gibt. Wer dieses Risiko zu kontrollieren können glaubt... :screwy:

    Ansonsten sieht man da das komplette Versagen der Politik, die seit ca. 35 Jahren kaum mal je Hausaufgaben zu machen geruht hat. Nicht daß die alle von Energiekonzernen alimentiert würden, die lieber verkaufen was sie haben als was sie erst zu entwickeln hätten, aber vielleicht ist das sogar eine Krankheit des Systems, das gegen jegliche Einsicht zu belassen versucht wird, statt unausweichliche Änderungen vorzunehmen. Anstatt zu bremsen knallt man den Karren lieber irgendwann möglichst spät, aber dafür mit höchster je erreichbarer Geschwindigkeit an die Wand, damit es möglichst viel Matsch gibt :screwy:

    Klar, auf Energiesparlampen kann man sich inzwischen schonmal verständigen. Aber noch wird man z.B. bei der Pflegeversucherung dafür abgestraft, wenn man keine Kinder in diese eh' hoffnungslos übervölkerte Welt setzt (übrigens auch dafür, wenn man nicht kann, selbst wenn man wollte :screwy: Und keiner hat je dagegen geklagt :confused:). Wenn ich bedenke, daß Kinderlosigkeit meine Umweltbilanz so herausreißt, daß ich dafür 620 mal von London nach New York fliegen könnte :eek: (Optimum Population Trust).
     
  19. G:O:T:B

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    Erstellt: 02.08.08   #19
    Das hab ich auch niemals damit ausdrücken wollen;)...und ich stimme dir voll zu, dass Clement seiner Basis schon relativ arg in den Rücken gefallen ist (bin ja selber SPD-Wähler:rolleyes:). Aber persönlich finde ich die Einstellung Ypsilantis bedeutend schlimmer und deshalb wieder positiv, dass Clement sich dagegen gestellt hat. Über die Art und Weise (da es ja politisch nicht gerade die feine englische gewesen ist) lässt sich bekanntlich trefflich streiten.


    Absolut richtig...deshalb bin ich ja der Meinung, dass eine gezielte Förderung der Forschung durch staatliche Hand diese divergente Forschung der Energiemultis in eine gebündelte Bahn bringen würde. Dass man die von dir angesprochene Dezentralisierung des Strommarktes nicht großartig eindämmen können wird (schließlich haben wir Marktwirtschaft), ist wohl nicht all zu leicht zu ändern.


    Gewissermaßen beides. Hauptsächlich meine ich damit, bis der Ertrag auf ein ausreichendes Maß gesteigert wurde. Allerdings muss die Rentabilität da gleichfalls eine Rolle spielen (was nützen uns Energien, die zwar Ertrag bringen, aber völlig unwirtschaftlich sind)
     
  20. Mr. Mojo Paule

    Mr. Mojo Paule Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.08   #20
    Schröder hat sich aus dem Hessen Wahlkampf raus gehalten und nicht indirekt dazu aufgerufen „Atomreaktoren-Befürworter“ zu wählen, wie es Clement getan hat.

    Ist Clement der liebe Gott, weil er mal Super Minister war? Als Parteigenosse hat er sich nicht in den Wahlkampf einzumischen. Und erst recht nicht, wenn er in Hessen nicht regiert! Jedes kleine Parteimitglied würde bei so einem unsolidarischen Verhalten sofort zurück gepfiffen werden.

    In der SPD muss gründlich aufgeräumt werden, auch auf die Gefahr hin, dass sie mehrere Jahre in der Opposition regiert. Sie hat meiner Meinung nach nichts zu verlieren.