Songtexte schreiben - mit Riff(bzw. ganzem instrumentalen Rahmen) oder ohne?

von Invaders, 23.07.08.

  1. Invaders

    Invaders Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.08   #1
    Heyho Leutchens,
    Meine Frage heute ist, ob man seine Songtexte lieber mit einem vorher festgelegten Riff schreiben sollte oder nach dem Schreiben der Song auf den Text angepasst werden sollte.
    Ich als Schlagzeuger habe da ja eh eher eine schlechte Ausgangsposition, da ich auch mit Gitarre und Klavier so viel zu tun habe wie ein Schneeball mit der Hoelle, aber unser Gitarrist schreibt immer lieber mit einem Riff, unser Saenger aber lieber ohne...Ich muss zu unserer Schande zugeben das alles was wir bis jetzt so gebracht haben nicht gerade gut geworden ist und da dachte ich mir ich frag mal nach was erfahrene Songwriter denn so dazu sagen.
    Vielen Dank schon mal im Vorraus.
    Invaders
     
  2. craiven

    craiven Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.08   #2
    Ich selber bin Gitarrist und wenn wir uns bequemen nen neuen Song auf die Beine zu stellen siehts meist so aus, dass wir uns ein Instrumental überlegen und dementsprechend wie extrem das ausfällt dedn Text anpassen, so macht es meiner Meinung nach wenige Sinn bei nem absoluten Mosh-Lied von Gott und der Welt zu singen, wenn du verstehst was ich damit sagen will ;) Meiner Meinung nach ist es einfacher die Riffs an den Songtext so anzupassen, weil man wenn man den Text in den jeweiligen Passagen nicht unterbringen kann, man diese Passage verlängern oder verkürzen kann. Andersrum siehts da schon anders aus, beim Text mit gescheitem Inhalt kann man nicht einfach was weglassen, nur damit der Riff passt!

    Gruß, craiven
     
  3. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 23.07.08   #3
    Das kannst Du machen, wie Du lustig bist...

    Schau ansonsten in den Workshop Lyrics.... da steht ALLES!!!
     
  4. restricted

    restricted Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.08   #4
    ich schreibe texte, maine instrumentalisten schreiben ihre lines und was zusammenpasst wird einander angepasst. ein lied macht grundsätzlich immer eine entwicklung durch. so kann ein riff, welches vorher unter einem ruhigen lied lag mit etwas distortion und tempo zu einem drecksau-song (ich find das wort so toll :p ) werden. abfolge von riffs kann man ändern, genauso wie die tonlage. texte können gekürzt und umgeschrieben werden. das wichtigste ist dass du dich nicht auf einen song versteifst von dem du denkst "jez schreib ich ein text und dann ein riff und dann die bass line und dann die drum-patterns" - so wird nie ein schuh draus
     
  5. daenni

    daenni Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.08.08   #5
    Meinem Vorredner kann ich nur zustimmen: Erst die einzelnen Schritte zu planen und dann genau so durchzugehen bringt einem echt wenig. Jeder hat seine eigene Art, Songs zu schreiben.

    Bei mir ist es meistens so, dass ich im Laufe des Tages oft über vieles nachdenke, was mich so umgibt und was mich beschäftigt. Dann habe ich auf einmal einen Satz in meinem Kopf, der perfekt in ein Lied passen würde und das Lied baut sich quasi in meinen Gedanken auf und ich kann es sozusagen schon hören. In solchen Situationen laufe ich dann schnellstens zur nächsten Aufnahmemöglichkeit und nehm die Idee auf. : ) Sowas kann echt in wenigen Minuten wieder verschwinden, wenn man kurz an etwas anderes denkt...

    Manchmal ist es aber auch so, dass ich beim Gitarrespielen plötzlich einen völlig neuen Akkord entdecke (passiert mir bei meiner Spielweise ehrlich gesagt oft^^). Als nächstes überlege ich mir mehrere Rhytmen, Akkordfolgen usw. bis ich einen guten Riff zusammen habe. Dann kann ich mir überlegen, was für eine Laune das Lied rüberbringt, stelle mir ein Musikvideo dazu vor und so weiter... man kann echt vieles machen. ;)
     
  6. Der D?nsch

    Der D?nsch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.08.08   #6
    Da musst du deinen eigenen Weg finden. Einfach beides ausprobieren und das für dich beste rauspicken. Bei dem Problem kann dir in einem Forum niemand helfen...

    Viel Erfolg
     
  7. DemonSeed

    DemonSeed Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.08.08   #7
    Ach, die alte Frage...

    Wie schon meine Vorredner korrekt ausführten: Solange man nicht in die geistlose Massenproduktion abrutschen will, sollte das Schreiben von Texten eine sehr subjektive und persönliche Sache sein; von daher kann es einen Universalweg nicht geben.

    Dennoch, ich persönlich bevorzuge es, erst das geschriebene Wort zu haben und dann anhand der Grundstimmung und Ausrichtung desselben die Melodie zu entwerfen. Umstellen, rearrangieren und wiederholen (im Sinne von Refrain etc.) kann man dann immer noch.
    Man sollte nur erstmal wissen, wo man hinwill. ;)
     
  8. x-Riff

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    Erstellt: 13.08.08   #8
    Interessantes Thema und es gibt viele Wege nach Rom.

    Die grundsätzlichen Wege und Wegmarken sind, wie antipasti gepostet hat, im workshop lyrics beschrieben (link in meiner Signatur).

    Allerdings folgt schon mal eins aus diesem Bild mit den verschiedenen Wegen nach Rom: es liegt nicht daran, wie Ihr vorgeht. Denn beide Wege sind möglich.

    Also wäre ein Weg, dass Du mal näher beschreibst, woran es genau liegt.
    Ein anderer Weg wäre, dass Euer Texter mal ein paar Texte hier reinstellt.
    Im Forum Texte könnte man ihn auch unterstützen, einen Text zu einem vorgegebenen Riff zu schreiben.

    Bzw. - es scheinen ja bei Euch einerseits der Gitarrist Texte zu schreiben, mit denen der Sänger nicht viel anfangen kann und der Sänger Texte zu schreiben, mit denen der Gitarrist nicht viel anfangen kann.
    Das kann an einer gewissen gegenseitigen Unbeweglichkeit liegen, aber auch an grundsätzlich verschiedenen Vorstellungen, wie ein song funktioniert oder sich anzuhören hat. Und auch daran, dass vielleicht schlicht das Handwerkszeug nicht reicht, um beide zufrieden zu stellen.

    Ich sehe auch ehrlich gesagt, Deine Möglichkeiten als drummer, der eigentlich weder mit den Riffs noch mit den Texten noch mit dem Gesang im engeren Sinne zu tun hat, sondern nur unter der Situation leidet, etwas begrenzt. Letztlich geht es um den Gitarristen und den Sänger.

    x-Riff
     
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