"Sonnenakkorde" in der Orgelmusik

von electronicnature, 28.01.08.

  1. electronicnature

    electronicnature Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.08   #1
    Hallo.

    Ich habe vor einigen Jahren ein Orgelstück gehört, das einen ganz besonderen Schlussakkord hatte, der mich total, wie sagt man, "geflasht" hat. Es war kein gewöhnlicher (Dur-) Akkord, er klang irgendwie anders. Offen, euphorisch, lebendig, sprudelnd vor Glück und Lebensfreude, als ob die Sonne aufgeht. Deshalb habe ich diese Art von Akkorden „Sonnenakkorde“ genannt. Später entdeckte ich noch zwei weitere Stücke mit solchen Schlussakkorden.

    Als Klangbeispiel hier eine MP3-Datei, 1min 51sec, mit den drei Schlussakkorden. Damit die Akkorde nicht ganz aus dem Zusammenhang gerissen sind, habe ich jeweils ein paar Takte davor dabeigelassen.

    http://www.datenklo.net/dl-IyvkL



    Weil ich so begeistert war, setzte ich mich ans Klavier und versuchte (als musikalischer Laie), das Geheimnis dieser Akkorde zu ergründen. Ich suchte mir einfach die Tasten, bis es so klang wie bei den Orgelakkorden. Das Ergebnis:

    Ein gewöhnlicher Dur-Akkord:

    [​IMG]


    Beim Sonnenakkord kommt einfach nur die sechste weiße Taste dazu:


    [​IMG]



    Beim Hören von Jazz-Musik kam mir der Gedanke, dass diese Art von Akkorden scheinbar aus dem Jazz kommt und es womöglich sogar eine eigene Bezeichnung dafür gibt.


    Meine Frage ist nun: Gibt es für das, was ich „Sonnenakkord“ nenne, einen Fachbegriff? Was sind das für Akkorde? Und stammen sie wirklich aus dem Jazz?



    Viele Grüße,
    electronicnature
     
  2. Hans_3

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    Erstellt: 28.01.08   #2
    1. Deine Links sind eine Zumutung. Werbung und Cookieabfragen ohne Ende.

    2. Dein "Sonnenakkord" ist nichts weiter, als eine Ergänzung um eine Sexte. Selbsverständlich kannst Du jeden Dur- oder Mollakkord mit einem oder mehreren Tönen erweitern. Es gibt kein Gesetz, das Dir das verbietet.

    Schau mal hier rein:

    http://msjipde.uteedgar-lins.de/index2.html
     
  3. Powder

    Powder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.08   #3
  4. electronicnature

    electronicnature Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.01.08   #4
    Vielen Dank für den Link :great:. Ich weiß, für euch Experten klingt das alles lächerlich, aber meine Begeisterung über diese unscheinbare Sexte ich unendlich groß. Sowas habe ich zuvor noch nie gehört!
     
  5. Orgeltier

    Orgeltier Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.01.08   #5
    dann pass mal auf was passiert, wenn du das erste mal einen Dur 7,#9,b13 hörst ;-)
     
  6. guitar_franzl

    guitar_franzl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.01.08   #6
    Quinte weglassen - None hinzufügen und oben drauf noch das "fis" ergibt somit c-e-a-d-fis
    als unkonventionellen Tonika Akkord ...
     
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