Soundcheck als Solomusiker... mit Looper?

Gitarrenfanatiker

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Hallo zusammen,

Ich bin Singer-Songwriter und bereite mich gerade auf eine Hochzeit vor, auf der ich im August spielen werde. Es wird die erste Veranstaltung sein, in der meines neues PA-System zum Einsatz kommen wird, ein Yamaha* Stagepass 1k Mk2 Säulensystem. Natürlich habe ich die letzten Tage damit verbracht, mich bereits ein bisschen mit dem System warm zu machen und kann sagen, dass es mir bis jetzt sehr gut gefällt. Insbesondere die EQ-Möglichkeiten per App sind Gold wert.
Da ich solo auftrete, bin ich auch selbst für den Soundcheck verantwortlich, also suche ich immer nach Lösungen wie ich das selbst bestmöglichst bewerkstelligen kann. Die eleganteste Lösung wäre natürlich, wenn ich das Gespielte loopen und dann an der Location herumgehen und hören könnte, wie es an den verschiedenen Orten klingt. Testweise habe ich dafür jetzt mal meinen Boss RC-30 Looper verwendet und habe ihn wie folgt am integrierten Mixer dem Stagepas angeschlossen:

Stagepas Monitor Out --> Boss Looper Input --> Boss Looper Output --> Stagepas Channel 3 Input (Line)

Das Signal kommt grundsätzlich beim Stagepas an, jedoch werden bestimmte Frequenzen in sehr unschöner Weise verstärkt, so dass es für meinen Anwendungszweck zum Soundcheck leider komplett unbrauchbar wird. Ich habe bereits verschiedene Input-Möglichkeiten der Stagepas getestet (Channel 3 mit Hi-Z anstatt Line-Input, Stereo-Input), jedoch beides mit dem selben Resultat.

Ich habe eine kurze Aufnahme angefügt, um es besser zu illustrieren. Sorry, ist nur eine Handyaufnahme aber zu Demonstrationszwecken sollte's reichen. Es geht um die Frequenzen, die ein bisschen wie ein Phaser-Effekt klingen. Besonders hörbar bei 00:12 "Closing time".

Da diese unvorteilhafte Klangveränderung bloss auf den Loops des RC-30 auftreten, nehme ich an, das Problem liegt wahrscheinlich irgendwo in der Klangverarbeitung des RC-30, unabhängig des Stagepas.

Ich wäre dankbar, wenn mir vielleicht jemand sagen könnte, wo das Problem liegt und was es da für Lösungen gäbe... :unsure:

LIebe Grüsse und danke im Voraus

Noah

 
Grund: MP3 mit Player eingebunden
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Moin :-)

Hört sich so an, als ob das Signal 2mal vorliegt.

Kann es sein, dass das Signal von Kanal 3 auch auf dem Monitor out erscheint? Das müsstest Du dann irgendwie vermeiden.


Jenzz
 
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Glaube auch, dass du dir ne Schleife baust mit dem Setup. Ich hab die Stagepass nicht vor mir aber an sich geht's doch von Mischpult Main Out in den Looper und von dort Richtung PA oder? Vielleicht ist das in der Kombination von dir, Signalwegtechnisch, eher ungünstig.
 
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Du hast da eine Schleife gebaut, das Signa läuft mehrfach durch diese Schleife, jedesmal mit einer leichten Verzögerung, daher der Phasing-Effekt. Du musst den Looper VOR die Anlage schalten und darfst ihn nicht vom Stagepas aus füttern:
Deine Signale --> Looper --> Stagepas

So wird ein Schuh daraus.
 
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  • #5
Vielen Dank für die raschen Antworten. Ja, da habt ihr recht... Da habe ich wohl glatt das Signal gedoppelt...
Du hast da eine Schleife gebaut, das Signa läuft mehrfach durch diese Schleife, jedesmal mit einer leichten Verzögerung, daher der Phasing-Effekt. Du musst den Looper VOR die Anlage schalten und darfst ihn nicht vom Stagepas aus füttern:
Deine Signale --> Looper --> Stagepas
Hmm, ist das der einzige Weg? Die Lösung gefällt mir leider nicht wirklich, da ich den integrierten Mixer des Stagepas nutze. Wenn ich also die Signale erst zum Looper sende und erst dann als kombiniertes Signal an den Stagepas, kann ich sie natürlich nicht mehr separat abmischen... und das müsste ich absolut.

Was wäre die einfachste Alternativlösung?
 
Ich befürchte, dass lässt sich mit der Stagepas nicht darstellen.
Mixer ->Looper-> Stagepas wäre die saubere Lösung.
 
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Vielen Dank für die raschen Antworten. Ja, da habt ihr recht... Da habe ich wohl glatt das Signal gedoppelt...

Hmm, ist das der einzige Weg? Die Lösung gefällt mir leider nicht wirklich, da ich den integrierten Mixer des Stagepas nutze. ...

Ich verstehe, aber ich fürchte, das ist der einzige Weg. Du müsstest den Mix quasi über den Looper erstellen und dann danach nochmal mit dem Stagepas "nachbauen" - nicht sehr praktisch, aber (ich glaube) mit dem vorhandenen Equipment ist das die einzige Möglichkeit.
 
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  • #8
Alles klar, danke. Habt ihr demnach Tipps for kleine gute Mixer? Ich brauche nicht viel – bloss 2-3 Inputs für Vocals und Gitarre. Hall wäre schön, könnte ich aber auch erst bei der Stagepas dazumischen. Wichtig wäre mir vor allem ein wirksamer parametrischer EQ. Kriegt man sowas überhaupt in kleinen Mixern?
 
Ein Behringer* Flow 8, das hat gute Effekte und neben mehrbandigen vollparametrischen EQs in Kanälen und Summen auch Dynamics.
Oder ein Zoom* Livetrak L-6 vielleicht. Das kann von der Klangbearbeitung weniger, aber hat einen eingebauten Recorder.
Der proel Digipad 8 vielleicht auch noch, aber den kenne ich gar nicht.
Wenn Geld kein Thema ist, bietet sich, quasi als Luxuslösung, z.B ein A&H CQ12 an. Das istdann wirklich sehr gut geeignet für die Aufgabe. Kann auch aufnehmen, wodurch dein Vorhaben, einen virtuellen Soundcheck machen zu können, möglich wäre.
 
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  • #10
Vielen Dank, das sind echt gute Tipps. Einige der genannten Modelle hatte ich auch schon auf der Liste. Das A&H CQ12 scheint eigentlich perfekt für meinen Anwendungsfall zu sein... Preislich natürlich eine etwas andere Klasse, aber es wäre eine Investition für die Zukunft und ich könnte den Boss Looper demnach ja komplett weglassen. Ich werde noch etwas recherchieren und dann eine Entscheidung treffen. Vielen Dank euch allen für die Tipps!
 
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  • #11
Noch ein anderer Gedanke:
Sind denn nicht diese "Stäbchenanlagen" dafür gebaut, dass man sich hier das Monitoring sparen kann und das Soundsystem so aufbaut, dass man sich selber gut hören kann?
Damit hörst du ja auch im Prinzip das, was das Publikum hört.
 
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  • #12
Also direkt vor der Anlage klingt der Sound schon sehr anders als mit 10+ Metern Entfernung. Ich kann mich zwar gut hören und brauche keinen Monitor, aber die Höhen und Bässe "mischen" sich erst nach ein paar Metern.
 
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  • #13
Ich weiß nicht, ob es hilfreich ist, aber ich versuche es einfach mal ...
Die Idee mit dem Looper fand ich anfangs recht schick, aber nach den Antworten und dem zweiten Mal drüber nachdenken ... Meine Vorstellung von dem Setting wäre eher eine Aufnahme von - ich vermute mal Gitarre und Gesang - also so, wie Du es live vorträgst. Die Quelle dieser Aufnahme - das könnte ein Kassettenrecorder sein oder etwas ähnliches oder ein Boss BR 80 - ersetzt quasi das, was Du live einspielst. Das Signal kommt in die gleiche Signalkette wie live - da vermute ich mal: Signal > Mixer > PA

Dann gehst Du in den Raum, hörst, wie es klingt und regelst am Mixer nach, was Dir suboptimal vorkommt. Das müsste doch so funktionieren, oder?

Kleine Anmerkung: Du weißt ja, dass der Raumklang bei einem leeren Raum anders ist als bei einem Raum, der mit Menschen gefüllt ist? Insofern wäre das wahrscheinlich auch nur eine Grundaussteuerung, die man noch nachjustieren müsste. Ist jemand auf Deinem Gig zugegen, der Dir dementsprechend Zeichen geben könnte? Das wäre vermutlich das Einfachste ...

x-Riff
 
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  • #14
Das Problem an der Sache ist leider, dass ich mit einer Aufnahme im Mixing keine individuellen Änderungen der Spuren vornehmen kann – das wäre ja genau der Sinn eines Soundchecks. Da müsste ich die Spuren separat an den Mixer des Stagepas senden können.
 
  • #15
Ah - verstehe ... Du bräuchtest also entweder (bei Gesang und Gitarre) zwei unabhängige Signalquellen, die jeweils das spielen, was von Gesang und Gitarre kommen oder ein Gerät, über das beim Mixer zwei unabhängige Spuren eingespeist werden können ...

Ah - daher kommt die Idee mit dem Looper - weil der separate Tonquellen auswirft? Loop 1 = Stimme, Loop 2 = Gitarre? So etwa?

Wäre interessant, zu wissen, um wieviele Signalquellen es sich live handelt: Gitarre, Gesang ... und kommt dann noch was dazu? Wenn es nur zwei Quellen wären (oder die eben das Hauptproblem beim Mixen und dem Raumklang sind), dann könnte man ja Gesang nur links, Gitarre nur rechts aufnehmen und jeweils über einen Stereo-Kanal einspeisen und demnach hätte man im Mixer zwei (relativ cleane) einzelne Spuren ... oder liege ich da falsch?

Nehmen wir an, Du hättest den Mixer gekauft, den Du haben willst, dann wäre doch nach Klärung der Signalkette doch alles über den Looper zu realisieren? So viel wie ich mitbekommen habe, kann man bei einem Looper die Loops noch mit Effekten versehen, aber man muss es nicht ... und dann wäre doch:
Looper (Loop 1 Gesang; Loop 2 Gitarre) > Loop 1 in Kanal 1 beim Mixer; Loop 2 in Kanal 2 beim Mixer > im Mixer Verhältnisse der Kanäle und Effekte zumischen und an die PA geben > im Raum rumgehen und das Ergebnis (Raumklang) überprüfen > nachregeln > neu überprüfen ... etc. bis es stimmt ... Laut Bedienungsanleitung hat der Boss RC 30: Buchsen OUTPUT (L/MONO, R) (Klinke) - da müsste es doch gehen, Loop 1 nach ganz links auszugeben und Loop 2 ganz nach rechts ... oder?

Oder habe ich da einen Denk- bzw. Vorstellungsfehler?

x-Riff
 
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  • #16
Du könntest auch die Signale zum Soundcheck nacheinander durch den Looper schicken und dann einzeln einstellen.
Das Verhältnis von Gitarre und Gesang kannst du dann ja auch hinter den Lautsprechern live abstimmen.
Ansonsten könntest du auch mit entsprechend langen Kabeln (oder Funk) den Soundcheck vor den Lautsprechern im Publikum machen und dich dann an deinen Platz stellen.
...oder zum Soundcheck die Lautsprecher zu dir drehen...
 
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  • #17
Du könntest auch die Signale zum Soundcheck nacheinander durch den Looper schicken und dann einzeln einstellen...

Das kann schiefgehen. Signale, die einzeln durchaus gut klingen, können sich überlagern, so dass es "zuviel des Guten" werden kann. Typische Beispiele: Zwei Signale, die einzeln schön kräftig und fett klingen, können zusammengespielt matschig klingen. Oder zwei Signale, die einzeln genommen jeweils schön brillant klingen, können zusammengenommen scharf und schrill klingen.

Ich sage nicht, dass das zwangsläufig passiert. Aber das Risiko besteht.
 
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  • #18
Bei ähnlichen Signalen gebe ich dir da Recht, aber bei Gesang und A-Gitarre hatte ich da in der Praxis noch nie Probleme.
Ne ganze Band würde ich mit der Methode sicherlich nicht Abmischen, aber Singer-Songwriter geht gut und problemlos.
 
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  • #19
Ich habe nicht ohne Absicht den Vorschlag von Mischgeräten gebracht, die über eine interne Aufnahmemöglichkeit verfügen, wie das CQ12. Damit kann man sich auf die Schnelle mal eine Mehrspuraufnahme machen, und die dann für einen virtuellen Soundcheck auf die Original Kanäle einspielen. Dann kann man nach belieben im Raum mit einem Tablet rum gehen um die Feineinstellung vornehmen zu können.
 
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  • #20
Soundcraft Ui12 wäre eine günstigere Option mit Virtual Soundcheck. Aber braucht zwingend ein Tablet o. Ä. zur Steuerung. Falls du in die Richtung gehen willst, informier dich auch über die Problemchen von Ui12 und Ui16 (nicht zu verwechseln mit dem Ui24R, das anders konstruiert ist).

Aber allgemein, Virtual Soundcheck ist als Solo-Künstler oder auch als selbstmischende Band ein totaler Gamechanger. Vor allem die Möglichkeit, nicht nur zu hören, sondern auch in Echtzeit Änderungen machen zu können, ist wirklich der Hammer. Ich würde da nicht mehr drauf verzichten wollen.
 
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