Speaker dopen...? Erfahrungen und Tipps?

von zwiefldraader, 14.02.16.

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  1. zwiefldraader

    zwiefldraader Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.16   #1
    Hallo,

    ich habe hier ein Pärchen G12C von WGS. Die Speaker gefallen mir eingentlich ganz gut, weil dynamisch, resonant, sensitiv... aber sie spielen auch nicht gut zusammen.
    In einer 212 wird der Bass schnell etwas undefiniert und unkontrolliert und der Treblebereich auch etwas zu bissig.

    Jetzt überlege ich, ob es einen Versuch wert wäre, mal einen davon zu "dopen", wie es ja bei den meisten Celestions in unterschiedlicher Stärke von Hause aus gemacht wird.
    Hier gibt es ein schönes Video, wie sich das auswirkt.


    Ich finde die Idee interessant, auch wenn es seinen Preis haben wird, was die Reagibilität und Offenheit des Speakers angeht.
    Dafür könnte der Klang etwas kontrollierter werden und die Bässe werden wohl auch tighter dadurch.

    Würde mir wünschen, hier unsere Erfahrungen und Geheimtipps zusammenzutragen.
    Wer hat damit schon experimentiert, kennt die geheime Zusammensetzung des Überdopings?

    Grüßlé
    s´Zwieberl
     
  2. Mariboom

    Mariboom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.16   #2
    Aha, ist das jetzt die nächste Stufe nach Cryo-Tuning? :D
    Also ich bin ja immer noch nicht 100%ig sicher ob das ganze nicht nur eine Art Aprilscherz ist..
    Zumal der "ungedopte" Speaker (mMn!) viel besser klingt!
    Auch scheint der Klang durch das Doping gerade so zu verändern, wie Du ihn NICHT haben willst (höre über AKG K77-Kopfhörer, übrigens ungedoped)!
    Naja, bin gespannt was die anderen schreiben...
     
  3. zwiefldraader

    zwiefldraader Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.02.16   #3
    Hi @Mariboom

    es zwingt einen ja niemand, jeden Voodoo gleich mitzumachen. Ich finde aber, dass beispielsweise das Video schon sehr klar die Unterschiede abbildet. Meiner Meinung nach auch genau das, wie Speaker Doping beschrieben wird, wenn man etwas recherchiert.
    Die Höhen werden gemildert bis beschnitten, die Bässe etwas stabiler, das gesamte Frequenzspektrum zieht ein bissl zur Mitte hin.
    Zum Preis von weniger touch-sensitivity und Charakter.

    Klar - das ist nicht mein absolutes Nirvana, aber ich meine in meinem Post oben beschrieben zu haben, dass mich genau dieser Effekt interessiert in dem Fall:
    und deswegen:
    ...und Obenrum wirds eben auch milder...

    Also nach schon mal gar nicht.
    Ich hab hier nen nicht unerheblich gedopeten Speaker. Ist ein Pre-Rola G12H30 55Hz. Ist gerade 47 oder 48 Jahre alt. Und das Doping war von Werks her angebracht. Wie bei allen alten Greenbacks. Ich weiss auch nicht, ob Celestion früher überhaupt Speaker ohne Doping auf den Markt gebracht haben.
    Ist also NICHT NEU.
    Und ist auch kein Voodoo. Man hört es nicht nur, wenn man es hören will. Und man fühlt es auch nicht nur.
    Ach ja - auch wenn das auf einigen Sites verwechselt oder arglistig so verkauft wird. Doping ist NICHT aging! Es geht nicht darum, den Lautsprecher künstlich zu altern, sondern darum, dass es anders reagiert und dass sich das Frequenzband verändert.

    Jetzt reagieren aber unterschiedliche Papiere und Bauweisen offenbar etwas verschieden auf Speakerdoping.

    Daher würde ich gerne ein paar Erfahrunge hier einsammeln. Ich glaube, dass ich nicht der erste hier im Board wäre, der auf die Idee kommt, Speakerdoping im Selbstversuch zu applizieren.

    Grüßlé
    s´Zwieberl
    --- Beiträge zusammengefasst, 15.02.16 ---
    PS - ach ja, der von Dir an dieser Stelle durchaus wohlwollend besprochene 10" Greenback hat auf seinem Cone einen recht dunkel abgesetzten Rand.
    Den nennt man landläufig "Speakerdoping" oder Dope.
    Weiss nicht, ob er dafür vorher tiefgekühlt wurde (vgl. Cryo), vermute aber nicht...
     
  4. zwiefldraader

    zwiefldraader Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.02.16   #4
    Hier sieht man es eigentlich ziemlich gut, an welcher Stelle sich das Doping am Rand gegenüber dem unbehandelten Cone absetzt
    G12M Doping Nah2.JPG
     
  5. Smoke165

    Smoke165 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.02.16   #5
    Hab erlich gesagt keine Erfahrung mit vor/nach dopen, mir war der Begriff so nichtmal bekannt :D Dieses klebrige Zeug kenn ich aber immerhin :D

    Aber ma ne ganz andere Idee: hast du schon mit rumgespielt, wie die Speaker unterschiedlich zusammengeschaltet klingen? Sprich seriell im Vergleich zu parallel? Das kann (ungleich muss) wohl vor allem bei unterschiedlichen Soeakern großen Einfluss haben und doch recht unterschiedlich klingen. Ich hab hier 2 selbstgebaute 112 mit unterschiedlichen Speakern und der Soundunterschied, ob in Reihe oder Parallel zusammengeschlossen ist immens. Und da untertreibe ich nicht. Das hört wirklich jeder sofort, auch nicht-Gitareros. (eine der Boxen hat entsprechende Buchsen-Ausstattung fuer beide Anschlussmöglichkeiten fuer eine zweiten Box)

    Will dich gar nicht von dem Doping-Spielereien abbringen, aber wär ja nebenbei ma 'n Test wert, wie viel das bei den beiden Speakern ausmacht. Nur ma so eingeworfen :)
     
  6. rock4life81

    rock4life81 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.02.16   #6
    Ich empfinde Doping eher als unnütz wenn es nicht schon im vornherein bei 'nem Stock-Speaker dazu gehört ... Eine Mischbestückung bringt meines Erachtens deutlich mehr als zwei gleiche Speaker von denen einer gedoped wurde. Das Beispielvideo zeigt auch, dass ein Unterschied zwar hörbar ist, jedoch nicht so dermaßen immens, dass ich mir vorstellen könnte, dass bei einer 212er sich mit einem Speaker mit Dope sich der Sound so krass positiv verändert, dass ich die empfundenen Unzulänglichkeiten im Gesamtsound ausmerzen kann.

    Dafür gibt es ja auch mittlerweile (Vorsicht Übertreibung) 100erte Hersteller von (noch mehr Übertreibung) 1000ende verschiedenen Speakern ...
    Wenn ich genau weiß, was mich am Sound von zwei gleichen Speakern stört und was ich gut finde, dann versuche ich eben den störenden Teil durch einen anderen Speaker auszugleichen um ein tolles Gesamtsoundbild zu bekommen ...

    Aber das ist nur meine Meinung :D
     
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  7. zwiefldraader

    zwiefldraader Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.02.16   #7
    Hi Smoke, probiere ich, sobald ich den OT mit 8Ohm-Ausgang gegen nen 32Ohm getauscht hab. ;)

    Vielen Dank @rock4life81
    mir ist schon klar, dass der Unterschied begrenzt sein wird, und dass es noch weitere Methoden gibt. Allerdings finde ich mit meinen Ohren den Unterschied schon mehr als relevant.
    Zum zweiten geht es mir nicht nur darum die Speaker in einer 212 zu betreiben (was ich vermutlich aus ganz anderen Gründen nicht mehr tun werde), sondern um Erfahrungen mit Speakerdoping.
    Ich bin passionierter Mischbestücker und habe mit Sicherheit allein in der vergangenen Woche, ohne Übertreibung, mindestens sechs oder acht verschiedene Kombis aus Celestion G12-65, Pre-Rola G12H30, WGS G12C, Black´n´Blue, Reaper, ET65, Reaper55, G12Q, G10C... gefahren.
    Richtig funzen tut für mich da nur die G12H30/G12Q Mischung, G12C/G10C, G12C/Blue Kombis... Der Rest war nix für Papas Jüngsten...

    Also, auch wenn meine Überschrift missverständlich ist - ich bin eigentlich gar nicht soooo scharf auf einen "noch besseren Tipp als dopen", sondern auf Erfahrungen mit Doping.

    Ist für mich bissl wie wenn ich ne Frage stelle, nach nem Fuzz und als Antwort kriege, dass ein TS eh besser ist.
    Vielleicht stimmt das - aber mich interessiert gerade Doping.

    Übrigens finde ich den Unterschied zwischen 2x 112 und 1x212 auch riesig - bei selber Speakerbestückung und immer parallel.
    Bei 2x 112 finde ich die Mischung G10C/ET65 sehr cool, bei ner 212 finde ich G10C/G12C deutlich besser.

    nix für ungut,
    s´Zwieberl
     
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  8. Smoke165

    Smoke165 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.02.16   #8
    Jo klar, in einer 112 entfaltet sich der genutzte Speaker ja auch anders in der 212. Für meine Idee ist das nur nicht so sehr relevant :) Bei 16 Ohmer natürlich so eine Sache, na gut :D Aber wopllts nur ma erwähnt haben. Das kann (wie in meinem Fall) wirklich enorme Unterschiede mit sich bringen. Hängt wohl mit den Widerstandsverläufen der Speaker (sind ja Frequenzabhängig alles andere als Linear) zusammen, welche sich in Reihe deutlich stärker beeinflussen als parallel.
    just my 2 Cents.

    Bin ansonsten auch recht gepannt auf Infos bezüglich Doping. Plane da zwar nichts, aber interessant isset :)
     
  9. rock4life81

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    Erstellt: 16.02.16   #9
    @zwiefldraader dann kam vlt dein Thread oder die Intention dahinter wirklich etwas missveständlich bei mir an ...

    Ich habe schon Speaker gesehen und gehört die nachträglich von "Laien" ein Dope bekommen haben ... In den meisten Fällen klang das Ergebnis meist eher beschi...eiden, bzw. in meinen Ohren wesentlich schlechter als der "unbehandelte" Speaker ...
    Man nimmt dabei eben einem Speaker schon etwas von seiner gewohnten klanglichen Charakteristik ... Die Tondesigner eines Speakers haben sich ja auch etwas dabei gedacht, den Speaker so wie er ist auf den markt zu bringen ...Sicher gibt es da auch die produkte der Kategorie "der klingt so, weil wir es nicht besser wussten" oder "uns eigentlich nur Absatzzahlen interessieren, bzw. wir wollen einen teureren Speaker im Verkauf pushen und haben deswegen absichtlich einen günstigen shice klingenden gebaut"...
    Aber normalerweise entstehen eben Speaker nicht über Nacht bei Neuheiten, sondern da steckt ein mehr oder weniger langer Entwicklungsprozess dahinter ....
    Und man reduziert natürlich den Wert des Speakers (wenn Wiederverkauf auch ein interessanter Gesichtspunkt sein sollte) drastisch, wenn nicht nahzu gegen Null ....

    Von daher ...
     
  10. Mariboom

    Mariboom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.02.16   #10
    Hallo,
    also ich hoffe das Augenzwinkern in meinem Beitrag kam deutlich rüber. Ich wollte dich auf gar keinen Fall irgendwie angreifen oder so. Wenn das so rüberkam entschuldige ich mich dafür!
    Mich wundert nur immer wieder, auf was für Mittel die Gitarrenbastler zurückgreifen und welche Klangvollen Namen das Ganze dann hat. Und ich selbst bin schon sehr erfahren, was Equipmentoptimierung angeht!
    Ist es nicht einfacher, sich einen Speaker zu kaufen, der den gewünschten Klang schon.. ach nee die Frage ist müßig, merk ich grad selbst!;)

    Aber ganz im Ernst: Klingt nicht der ungedopete Speaker in den Video viel eher so, wie du es Dir wünschst? Also der gedopte klingt eher sägig und pisselig...

    Also nochmal, ich wollte niemanden angreifen oder als lächerlich machen. Viel Erfolg noch beim modifizieren!
     
  11. taurui

    taurui Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.17   #11
    Hat sich schonmal jemand die Mühe gemacht, die TSP eines "gedopeten" Chassis gegen ein unbehandeltes Chassis zu messen und zu vergleichen?
    Wahrscheinlich geht nur die Resonanzfrequenz ein wenig tiefer, die Güte könnte sich leicht ändern... kein Voodoo, aber auch nichts, was nicht eh schon beim Design eines Chassis beachtet werden würde.
     
  12. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.17   #12
    Das empfinde ich genauso. Der "gedopete" Speaker klingt nicht etwa ein bisschen schlechter sondern total grottig / defekt.

    Sieht für mich aus wie der Kleber mit dem der Pappkonus befestigt wurde. Doping müsste doch eigentlich sein, eine partiell zu schwache Membran zu stärken, eben partiell zu stabilisieren und damit auch ihre Schwingungscharakteristik zum positiven zu verändern, oder verstehe ich da etwas falsch???
     
  13. zwiefldraader

    zwiefldraader Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.03.17   #13
    Das mag man für dieses Beispiel so hören... der Rockdriver war ja auch nicht der einsame Gipfel der Lautsprecherhistorie.
    Andererseits ist der G12H30 seit frühesten Tagen gedopt, und zwar satt... der G12M wurde mit seinem Doping zur Referenz eiines Rochlautsprechers. Ich denke beides Beispiele, bei denen niemand NOCH MEHR Höhen haben will.

    Mir wird erst mal deutlich, dass der Treblebereich gedämpft wird und sich der Resonanzpeak verschiebt. Für mich hier ein Treble-Roll-off (aka weniger "offen) aber aggressivere Hochmitten. Könnte auch sagen, dass sich der Gesamteindruck abdunkelt.
    Beim G12C von WGS wäre genau das meine Absicht.
    Der Speaker ist MEGAOFFEN und reagibel, für mein Ohr etwas zu hell in upper mids. Den Bererich würde ich gerne etwas absenken. Und natürlich ist eseinfach auch Neugier...

    Daher wäre ich interessiert an Beiträgen von Menschen, die tatsächlich schon mal damit experimentiert haben.

    Grüßlé
    s´Zwieberl
     
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