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Spenden, aber wem? Zuverlässige, unabhängige Organisation gesucht.

von Gitarrenknecht, 03.08.16.

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  1. Gitarrenknecht

    Gitarrenknecht Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.16   #1
    Salü mitanand,
    aus grundsätzlichen Überlegungen, die hier nichts zur Sache tun, werde ich aus der Kirche austreten. Den nicht unerklecklichen Betrag, den ich bisher als Kirchensteuer abführen musste, möchte ich dann an eine Organisation spenden.

    Ich möchte mit meinem Geld weltweite Katsatrophenhilfe und langfristige Hilfe zur Selbsthilfe bzw. Bildungsarbeit unterstützen. Wichtig ist mir, dass weder weltanschauliche noch politische Richtlinien die Arbeitsgebiete steuern. Das DZI-Spendensiegel ist absolute Voraussetzung, weil ich selbst solche Organisationen unmöglich überprüfen kann.
    Nach gründlicher Durchsicht der DZI-Liste bleiben drei Organiastionen, die ich in die engere Auswahl nehme:

    Welthungerhilfe: +: groß und effizient/ -: Institutionelle Geldgeber (Ministerien etc.) sind die größten Geldgeber
    Help - Hilfe zur Selbsthilfe e. V.: +: Neben Akuthilfe sind auch langfristige Projekte zentrales Aktionsfeld/ -: Anteil institutioneller Geldgeber ist nicht klar ersichtlich
    Solitaritätsdienst international (SODI): +: Entwicklungs-Selbsthilfeprojekte weltweit werden unterstützt/ -: Der Jahresbericht ist noch intransparenter als bei Help (s.o.)

    Und jetzt zur Frage: Kennt jemand von Euch eine, zwei oder gar alle drei der Organisationen und kann mir bei einer Entscheidung weiterhelfen? Kennt jemand eine andere Organisation, die meine Kriterien erfüllt und spendenwürdig wäre? Ich möchte grundsätzlich nur eine Organisation unterstützen, weils mir sonst zu unübersichtlich wird.

    Dank im Voraus!
    Gitarrenknecht
     
  2. Bassyst

    Bassyst Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.16   #2
    Ich hab einige Bekannte, die Ärzte sind. Die haben mir "Ärzte ohne Grenzen" und "Deutsches Rotes Kreuz" empfohlen. Beide haben ebenfalls DZI-Siegel. Außerdem setzen sie sich meiner Meinung nach einigermaßen politisch neutral und weltweit mutig für Menschen ein. Vielleicht wär das ja was für dich?

    Grüße
     
  3. MichaHH

    MichaHH Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.16   #3
    ... kenn ich, obwohl ich weiter meine Kirchensteuer zahle. Das Problem liegt wohl im weltweit. Da lässt es sich kaum vermeiden, ungewollt Sozialindustrien und "aufgehaltene Hände" bis zur eigentlichen Hilfe zu finanzieren.

    Folgendes: ich spende für direkte Projekte bei denen ich Macher und Empfänger persönlich kenne. Beispiel: Auf einer Kinderstation ein Elternbett finanzieren. Jedes Jahr was Anderes. Das machen wir über einen Verein aus unserem "Motorradumfeld", um etwaige gewünschte Absetzbarkeit per Spendenquittung zu ermöglichen. Alles Ehrenamtlich und die Cola zur Jahresversammlung kann ich selber zahlen. Keine Nebenkosten außer Kontoführung und fertig. So können wir uns auch sparen, aus Spendengeldern für die Nutzungslizenz von Gütesiegeln zu sammeln.

    Vielleicht findest Du Macher, für das was Dir wichtig ist, auch in Deinem persönlichen Umfeld?

    Uneingeschränkt empfehlenswert, weil nicht politisch motiviert und seit Gründung Spendenfinanziert, sind für mich persönlich die Seenotretter. http://www.seenotretter.de/wer-wir-sind/kurzportrait/

    Das Ganze ist aber immer ein sehr persönliches Thema.

    Micha
     
  4. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 03.08.16   #4
    Sehe ich auch so. Es gibt viele sinnvolle und gute Ansätze, die sich meines Erachtens nicht wirklich gegeneinander aufstellen lassen - eine persönliche Entscheidung finde ich von daher auch vertretbar.

    Ich persönlich finde den fair trade - Ansatz sehr spannend, weil er nachhaltig ist, den Produzenten direkt und dem Dorf oder einer Region mittelbar zu Gute kommt, auf eine solidarische Ökonomie setzt und je nach Organisation auch ökologische Kriterien erfüllt.

    Es gibt dabei größere Organisationen, beispielsweise GEPA, als auch viele mittlere und kleine Organisationen, die noch mal eine engere Auswahl zulassen.

    Den Ansatz von MichaHH finde ich ebenfalls gut, setzt aber voraus, dass man solche Leute bzw. Projekte kennt und etwas am Ball bleibt. Hier gibt es beispielsweise von der Uni, Ausbildungsgang Architektur, einem Professor und etlichen Studenten und Angestellten ein Projekt in einer Region in Afrika, bei dem zuerst im Rahmen eines Studienprojektes ein Brunnen, danach ein Schule, danach weitere Gebäude mit den Bewohnern zusammen errichtet wurden - das Projekt hat mittlerweile eine Stetigkeit und seine eigene Dynamik entwickelt und bewirkt auch bei den hiesigen Studenten ein enormes Umdenken und ist praktisch-tätige Hilfe, die sich an konkreten Bedürfnissen ausrichtet.

    Herzliche Grüße - und ein sehr sympathisches Anliegen bzw. Vorhaben, was Du da hast!

    x-Riff
     
  5. Williamsbirne

    Williamsbirne Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.16   #5
  6. Gitarrenknecht

    Gitarrenknecht Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.16   #6
    Danke für eure Beiträge. Zu euren Vorschlägen:

    Ärzte ihne Grenzen bzw. DRK sind mir zu "katastrophenorientiert", will sagen, mir fehlt die Balance im Sinne von Entwicklungsarbeit. Grundsätzlich sind die aber auch heiße Kandidaten.

    Einzelne Projekte sind mir zuviel Arbeit, mir schwebt eher ein Dauerauftrag vor... außerdem gehts mir wirklich um weltweite Arbeit und nicht so sehr um soziale Projekte in Deutschland. Stell dir vor, wir würden den Menschen in Nepal etwas von Elternbetten in Krankenhäusern erzählen... selbiges gilt auch für Pfadfinder. Wir haben damals drei Jahre lang Buttons verkauft, bis wir uns die Kohte leisten konnten.

    Wort und Tat ist mir zum einen zu nah an Persönlichkeiten, zum anderen zu nah am Christentum.

    Fair Trade und Gepa unterstütze ich durch meinen täglichen Einkauf.
     
  7. GEH

    GEH MOD A-Saiteninstrumente Moderator

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    Erstellt: 03.08.16   #7
    Meine Empfehlung wäre auch, eher ein kleinere, eventuelle sogar lokale Organisation oder Einrichtung mit privaten Kontakten zu unterstützen.
    Dann bekommst du vielleicht mal mit, was überhaupt mit deinem Geld passiert.

    Bei den großen internationalen Organisationen versickert zu viel Geld im Wasserkopf und du weißt nie, was von deinem Geld ankommt.
    Die Infos habe ich nicht aus der Presse sondern von Leuten, die schon in Afrika gearbeitet haben - nur Frust, da kommt nichts an.
     
  8. Williamsbirne

    Williamsbirne Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.16   #8
    Die Wort-und-Tat-Sachen laufen schon viele Jahre. Das ist langfristig.
     
  9. govnor

    govnor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.16   #9
    Hi, schau mal hier nach: Eine Projekt zur nachhaltigen Entwicklung in einer Region in Westkenia.
    Praktisch alle Spenden kommen dort direkt an. Dafür muss man sich aber die Mühe machen und per mail Kontakt aufnehmen, um über die Spendenmöglichkeiten informiert zu werden; aber das finde ich persönlich eher gut; ich möchte ja wissen, mit wem ich es zu tun habe.
    Mehr Infos gerne per PN.
     
  10. Gitarrenknecht

    Gitarrenknecht Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.16   #10
    @GEH : Klar, dass große Organisationen andere Verwaltungs- und Organisationskosten haben als lokale Projekte. Dafür haben sie aber auch den Überblick, wo gerade was am dringendsten ist. Ich maße mir nicht an, mich da wirklich auszukennen, bin aber durchaus gewillt, hier die Expertise anderer anzuerkennen. Direkte Verwaltungskosten bei den von mir ausgekuckten Organisationen sind jeweils unter 10 % (laut Geschäftsbericht).

    @govnor : Einzelne Regionen zu fördern ist gut und schön. Ich mus aber zum einen aufs DZI-Siegel bestehen und zum anderen möchte ich definitiv keine Einzelmaßnahme fördern.

    Kann jemand von Euch die Arbeit der Welthungerhilfe bzw. Help oder SODI einschätzen?
     
  11. GEH

    GEH MOD A-Saiteninstrumente Moderator

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    Erstellt: 03.08.16   #11
    Ein bisschen ist auch die Frage, wo und wie sich jemand engagiert.
    Es gibt Regionen wie im Sudan, da gibst du Unsummen dafür aus, die paar Ärzte, die dort überhaupt hinwollen, militärisch zu schützen.
    Für die Leute direkt bleibt nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein übrig.
    Ganz, ganz schwierig, ob irre viel Geld dafür ausgegeben werden soll, ein paar Ärzte aufwendig gegen Kriegsparteien zu schützen.
     
  12. Bass Fan

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    Erstellt: 03.08.16   #12
    Einfach mal in Deiner oder der nächsten größeren Stadt einen der Rotary oder Lions-Clubs kontaktieren, die haben immer einige lokale und internationale Hilfsprojekte, für Verwaltung geht kein Geld verloren, da die Mitglieder dies ehrenamtlich verwalten. Ich habe auf diese Weise schon für Kindergärten in Peru, Wasserversorgung eines Krankenhauses in Nepal, Heizung für Krankenhaus in der Mongolei etc. gespendet.
     
  13. LoboMix

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    Erstellt: 03.08.16   #13
    Die "Welthungerhilfe" kann ich uneingeschränkt empfehlen. Eine Kusine von mir arbeitet seit etlichen Jahren dort, sowohl in Projekten vor Ort (Tadschikistan, Peru u.a.) als auch in der Zentrale in Bonn. Es geht dieser Institution primär um Hilfe zur Selbsthilfe, also z.B. Lebensmittelanbau, landwirtschaftliche Methoden usw. Lebensmittellieferungen (also sozusagen "Pflaster kleben") sind die Ausnahme.
    Eine weitere Organisation, die ich sehr empfehlen kann ist "action medeor e.V." [https://medeor.de/de/], die sind auch DZI-zertifiziert. Deren Zentrale liegt in meiner Region und mit Ensembles meiner Musikschule haben wir schon auf Benefiz-Konzerten für sie gespielt.
     
  14. Blumi_guitar

    Blumi_guitar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.16   #14
    Ich spende seit dem Kirchenaustritt überwiegend an ChildFund . Die Organisation ist weltweit tätig und hat das DZI-Siegel. Mir wurde sie damals von Arbeitskollegen empfohlen. Die kleine deutsche Niederlassung ist in Süddeutschland und jederzeit auch telefonisch erreichbar für Fragen, Anliegen etc. - das ist mir sehr sympatisch.

    Typischerweise bekommst Du eine Patenschaft für ein Kind in einem Projekt/Land Deiner Wahl, damit wird aber letztlich die ganze Familie und indirekt auch das Projekt gefördert. Es gibt auch verschiedene andere Möglichkeiten wie Zustiftung, eigene Stiftung, projektbezogene Spenden usw. - je nach Budget.
    Bei der Patenschaft schreibt man halt typischerweise zu Weihnachten und zum Geburtstag einen Brief an das Patenkind. Kleiner Aufwand, dafür ist es nicht so anonym wie einfach nur das Geld abbuchen zu lassen.
     
  15. Marc02

    Marc02 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.16   #15
    Blut oder dessen Bestandteile spenden ist auch immer so sinnvoll wie banal, gerade in der Motorradsaison. Kein Witz. Bittere Realität. Und das ganz ohne Siegel.