Sprechgesang aufnehmen...

von ThaRidaz, 05.10.04.

  1. ThaRidaz

    ThaRidaz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.10.04   #1
    Hallo,

    Ich mache rap musik und hab nur mein Zimmer zur verfügung. In einer Ecke steht mein Mic Ständer, wo ein Samson CO1, ohne spinne, drauf ist. Dann hab ich ein kleines Phoenic MM502 Mischpult. Ich weiß, beides nicht der oberkracher, aber es reicht mir. Nun möchte ich die ecke dämmen (oder dämpfen, kenn den unterschied nicht), wo mein Mikrophon steht. Ihr müsst euch das so vorstellen. Recht von meine Mikropfon ist ein regal. Vor meinem Mikropfon ist ein Regal. Hinter dem Mikropfon steh ich und hinter mir ist es frei. Rechts von meine Mikropfon ist mein Schreibstisch, wo mein PC Steht.
    Da ich nicht immer aufnehme, wäre etwas provesorisches am besten. Irgendeine Holzplatte, wo drauf styropor oder irgendwas drauf was, was alles abdämpft. Die platte kann ich nach dem aufnehmen, wieder irgendwo hinstellen. Sorry, kenn mich da wenig aus, deshalb auch dieser komische Vorschlag. Aber auf gar keinen fall darf ich was festes an die wände kleben. Dann wird mum sauer ;)
    Hier habe ich ein paar Bilder, so könnt ihr mir besser helfen.

    --->Gerade Aus<---
    --->Linke Seite<---
    --->Rechte Seite/Schräg<---
     
  2. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 05.10.04   #2
    Häng einfach erstmal Wolldecken oder was vergleichbares vor die Regale, bis gut über Kopfhöhe. Und dann solltest du dich und das Mikro "umdrehen" - so kommen die verbleibenden Raumreflexionen von "hinten" ins Mikro, wo es nicht so empfindlich ist.
    Also Regalecke -> Du -> Mikro -> freier Raum.

    Das sollte für den Anfang ganz passabel klingen, viel besser kriegt man es nur mit erheblichem Mehraufwand.
    Vor allem solltest du dir aber einen Poppschutz zulegen (oder basteln - geht mit einem Stickrahmen und einem Nylonstrumpf ganz easy) und dann ran an den Feind (äh, das Mike ;) ). So bekommst du deine Stimme im Vergleich zum Raumgeräusch lauter in den Vordergrund.

    Jens
     
  3. ThaRidaz

    ThaRidaz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.10.04   #3
    Vielen vielen Dank erstmal. Nun einer Frage. Was bringt es mir, wen hinter mir die wolldecke ist? Denn ich spreche nicht nach hinten, sondern gegen das Mikro, also "fliegt" meine stimme nicht nach hintern, sondern nach vorne. Sorry für die frage, aber ich hab halt wenig ahnung hier.
    Und nochwas. Wie sollte ich diese Wolldecke aufbauen? Hast du vieleicht Bilder für mich, wo man das sieht?
    Und nun zum Pop-schutz. So ein Teil kostet im laden so um die 20?. Wie du mir empholen hast, soll ich mir lieber eins Bauen. Kannst du das eventuell näher beschreiben, wie man das baut und dann ans Mikro ständer anrängt?

    Danke für alle weitern beiträge, ihr hilft mir sehr :great:
     
  4. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 05.10.04   #4
    Geh mal nicht so sehr von der Stimme aus, sondern davon, was das Mikro "hört". Ziel der Dämpfung ist ja, dass möglichst nur die Stimme und möglichst wenig anderes auf die Aufnahme kommt. So, wie das Mikro jetzt steht, "hört" es in Richtung des offenen Raums, da wo die unerwünschten Reflexionen und Nebengeräusche herkommen. Zeigt es in Richtung Decken, "hört" es nicht viel ausser der Stimme, weil alles andere von den Decken "geschluckt" wird. Nach hinten hin ist das Mikro unempfindlich.

    Häng sie einfach vor die Regale. Auf ca. 2m Höhe oder höher (Oberkante) mit ein paar Heftzwecken oder Nägeln an der Wand befestigen z.B.
    Da, wo sie vor den Regalfächern hängt, sorgt sogar die zwischen Wand und Tuch befindliche Luft für eine etwas bessere Dämpfung.
    Wohlgemerkt: Das ist keine perfekte Profilösung. Aber eine, die sich in tausenden Proberäumen bewährt hat und gemessen am Aufwand sehr gute Ergebnisse bringt.

    Du nimmst einfach einen alten Damenstrumpf und ziehst ihn mit etwas Spannung in einen Stickrahmen. Bei den etwas teureren Rahmen aus Holz kann man sogar mit etwas Geschick den Nylonstrumpf doppellagig (mit Luft dazwischen) einziehen, so wie die Profi-Poppschütze auch aufgebaut sind.
    So ein Stickrahmen besteht ja aus zwei Teilen: einem Innen- und einem Außenring. Den Innenring steckt man einfach in den "Fuß" des Strumpfs, zieht den überschüssigen Teil etwas stramm, so dass keine Falten mehr da sind und befestigt dann den Außenring wieder. Danach alles, was übersteht, abschneiden.
    Das einzig wirklich frickelige ist die Befestigung. Wir haben z.B. eine alte Fahhradspeiche genommen, die an der Schraube des Stickrahmens mit befestigt und etwas zurechtgebogen - und dann eifach mit Gaffa an den Mikroständer gedonnert. Ist zwar nicht sehr stabil, aber es muss ja nur halten und an Ort und Stelle bleiben, wenn man an den Ständer nicht drangeht.

    Jens
     
  5. ThaRidaz

    ThaRidaz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.10.04   #5
    --->Gerade Aus, mit Decke<---

    Hier hab ich mal eine decke hingelegt. Und das Mikro auf umgedreht, wenn es so richtig ist. Ist die decke richtig, oder soll ich da noch was machen?

    vieln dank!!
     
  6. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 06.10.04   #6
    Für den Anfang nicht schlecht - ich würd sie ganz auseinanderfalten und noch über den rechten Teil hängen. UNd das Mikro dann in die Ecke zeigen lassen. So, wie es jetzt ist, dürfte der Effekt minimal sein, die dämpfende Fläche ist ja sehr klein.
    Viel wichtiger als genaue Fotos usw. ist jetzt aber vor allem, dass du selbst probierst und mal hörst, ob dir die Aufnahmen klanglich gefallen.

    Jens
     
  7. ThaRidaz

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    Erstellt: 06.10.04   #7
    ok werde ich machen. Die Fotos habe ich geschossen, um mal von dir zu wissen, ob das so OK aussieht. Dann werde ich in kürze mal aufnehmen und dann sage ich auch hier bescheid.
     
  8. ThaRidaz

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    Erstellt: 09.10.04   #8
    Also gestern hab ich zum ersten mal mit der Wolldecke aufgenommen. Es war wie ein wunder. Klang alles sehr sauber und ich konnte enorme unterschiede hören!!! Alles war super und ich bedanke mich recht herzlich bei Jens.

    bye
     
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