Stellen streichungen: Beispiel BMW

von -Ape-, 21.12.07.

  1. -Ape-

    -Ape- Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.07   #1
    Hallo

    Ich habe grade eben Nachrichten gesehen und einen Bericht über BMW verfolgt. Demnach sollen 1000de Stellen gestrichen werden. Aber wo soll das hinführen? Denn die Stellen werden ja nicht irgendwo in der Verwaltung gestirchen, sondern mitten im Werk, in der Produktion. Ob Leiharbeiter oder nicht, ich frage mich wo das denn hinführen soll.

    Man hört es oft aus allen Teilen der Wirtschaft. Stellenstreichungen aufgrund der Wirtschaftlichkeit, für einen besseren Aktienkurs. Sobald Stellenstreichungen angekündigt werden, steigen die Aktienkurse. Ich finde das wirklich traurig.

    Zu dem braucht eine Firma, ein Betrieb ja auch Arbeiter um überhaupt prodzieren zu können! Man schiesst sich doch gewisser Maßen selber ins Bein mit so vielen Stellenstreichungen, den wenn Aufträge kommen, wer soll die Ausführen? Ohne Arbeiter keine Produkte - und ohne Produkte kein Umsatz, da kann der Börsenkurs noch so toll stehen. Die Qualität leidet doch auch unter Arbeitermangel. Denn die gleiche Arbeit muss ja immernoch von dann weniger Personal abgearbeitet werden.

    Ich bin wirklich empört und frage mich was dahinter steckt.
    Würde mich über eure Meinung zu diesem Thema freuen,

    Peter
     
  2. oldboy

    oldboy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.07   #2
    Habs auch gehört heute im Radio und da fiel mir wieder spontan der Satz der Kanzlerin ein:

    "Der Aufschwung ist endlich auch im Mittelstand angekommen".

    Auf die ein oder andere Art stimmt es ja auch :D

    Eine differenzierte Meinung zu solchen Stellenstreichungen fällt mir im Moment allerdings schwer.
     
  3. armyclonk

    armyclonk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.07   #3
    BMW ist kein mittelstand...

    die weltwirtschaft verliert an fahrt, da ist bmw ziemlich betroffen.
     
  4. Crestfallen

    Crestfallen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.07   #4
    ich denke nicht dass bmw mit plötzlichen unvorhergesehenen auftragsstaus oder flauten rechnen muss, sondern recht konstant produziert, den absatzmarkt beobachten kann und prognosen für die zukunft errechnet. denkst du etwa irgendjemand gibt plötzlich 100000 7er bmws in auftrag? ich glaub kaum.
    es ist des weiteren völlig klar, dass mitarbeiter, die nicht mehr gebraucht werden, gekündigt werden müssen. das ist eine firma, kein wohlfahrtsverein. ich hab selbst beispielhaft einen firmenniedergang miterlebt, da mitarbeiter NICHT gekündigt wurden, wenn sie nicht mehr gebraucht wurden, da weniger aufträge da waren. dann sind gleich alle arbeitslos.
    das passt zwar jetzt nicht so direkt auf bmw, da die sehr wahrscheinlich nicht so schnell bankrott wären wenn sie zuviele mitarbeiter miterhalten, aber zeigt im wesentlichen ein prinzip der wirtschaft. würdest du etwa einen automechaniker noch zwei stunden länger an dienem auto rummachen lassen, obwohl es nichts mehr zu tun gibt, und ihm dann die zwei stunden extra bezahlen?

    kommen wir mal zur spekulation:
    wenn nun bmw gesehen hat, dass der absatz in zukunft sinken wird, muss man sich entsprechend darauf vorbereiten, indem man z.b. weniger produziert, und dafür dann natürlich weniger mitarbeiter braucht. die überschüssigen werden dann gekündigt, so hart es für jene auch sein mag.

    ich glaube jedenfalls nicht, dass bmw aus reiner bosheit ein paar tausend leute vor die tür setzt, obwohl sie dadurch die produktion für den absatz nicht mehr aufrecht erhalten können, oder dadurch die qualität sinkt.
    würden sie die mitarbeiter wirklich brauchen, würden sie sie nicht kündigen.
     
  5. Haianson

    Haianson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.07   #5
    ach das gabs doch schon so oft....das trotz extrem hoher gewinne mitarbeiter entlassen wurden nur damit die erfolgsquote der manager und damit auch die zuversicht bei aktionären ansteigt ....

    unternehmen in dieser größenordnung trau ich mittlerweile alles zu .....dass die qualität immer auf gleichen niveau bleibt..halt ich genauso für ein arges gerücht. stichwort: weniger personal muss u.U mehr arbeit leisten

    letzten endes fehlt in so mancher führungsetage (wohl auch weil die meisten "führungspersonen" nich ihr lebenlang im gleichen betrieb waren) der sinn dafür....wer denn besagte unternehmen groß gemacht hat.
     
  6. jimmypage_Rocks

    jimmypage_Rocks Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.07   #6
    da stimme ich weitestgehend zu.

    nur:

    die mitarbeiter können trotzdem entlassen werden, auch wenn die produktion (somit der absatz/verkauf) nicht sonderlich sinkt. mitarbeiter werden entlassen -> kosten werden gespart. soweit kann man das pauschal sagen. um aber die produktion trotzdem beizubehalten werden arbeitsschritte entsprechend ausgetaktet. dann kann der arbeiter sich nicht mehr mal eben die raucherpause leisten, und das bei gleichem gehalt.
    so wie ich das bisher mitbekommen habe werden aber nicht ausschließlich werksarbeiter entlassen, sondern es sollen auch arbeitskräfte aus verwaltung und management gestrichen werden.
    dies soll teilweise durch fluktuation (rentner, altersteilzeit, sterbefälle, etc) stattfinden, sodass sich der prozess wahrscheinlich über jahre hinweg zieht und die geplanten 8000 mitarbeiter (die zahl ist nicht fest, sondern wird grob angegeben) nicht von heut auf morgen aus dem werk ausscheiden. auf diese weise wird die eventuell daraus resultierende arbeitslosenzahl niedrig gehalten. was aber bleibt ist ein loch von 8000 arbeitsplätzen für die zukunft.
     
  7. Crestfallen

    Crestfallen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.07   #7
    das gab es also schon oft, dass für die aufrechterhaltung der firma benötigte mitarbeiter einfach rausgeworfen wurden? ich kenne kein beispiel ... denn durch so eine aktion wäre die firma so ziemlich den bach runter gegangen.
    sie wollen uns alle versklaven.
    ohne jetzt irgendwen persönlich angreifen zu wollen.... wer denn? die lagerarbeiter? die schrauben-zudreher?
    ein lagerarbeiter baut keinen bmw, genausowenig wie ein ingenieur ohne werksarbeiter, genausowenig wie der beste ingenieur mit den besten werksarbeitern ohne gutes management.
    das geht natürlich @rauchpause verweigern. solang sowas nicht gesetzlich vorgeschrieben ist (wie z.b. 10 min pause pro h bei mitarbeitern die vorm bildschirm sitzen, zumindest in österreich).
    wenn das stimmt wie du es beschreibst, dann sieht mir das nicht wirklich nach einer spontanen börsekurs-aktion aus, sondern eben eher nach nachhaltiger planung des unternehmens.
     
  8. Haianson

    Haianson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.07   #8
    das hab ich zwar so nich gesagt aber ok

    du willst ernsthafte antworten und kommst mir so dumm ?
     
  9. Crestfallen

    Crestfallen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.07   #9
    moment ... ich hab gesagt:
    "ich glaube jedenfalls nicht, dass bmw aus reiner bosheit ein paar tausend leute vor die tür setzt, obwohl sie dadurch die produktion für den absatz nicht mehr aufrecht erhalten können"
    und deine antwort drauf war
    "doch das gabs schon oft, ..."

    wie gesagt, nenn mir ein beispiel das eine (dadurch erfolgreiche) firma leute vor die tür setzt, die sie für die produktion / die dienstleistungen braucht.
    ich hab damit nur dargestellt wie sinnvoll deine aussage war.
     
  10. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.12.07   #10
    Ich finde es ziemlich krass wie man in dem Fall damit an die Medien ging, 3 Tage vor Weihnachten 8000 Leuten, wahrscheinlich sogar viel mehr die dazu gehören könnten, so etwas "reinzuknallen", die volle Ladung Zukunftsangst. Absolut Taktlos, das hätten sie vor 5 Wochen oder nach Neujahr tun können, aber wahrscheinlich wurde nur an ein Weihnachtsgeschenk für die Aktionäre gedacht. Ebenso taktlos: Zugleich publik zu machen in China Arbeitsplätze schaffen zu wollen, so schlecht kann es dem Unternehmen scheinbar nicht gehen wenn man für Expansion noch Geld hat. Noch geschmackloser war da nur die Aussage: Das ist doch nichts ungewöhnliches, dafür seie Zeitarbeit doch da.

    Genau das steckt dahinter, die liebe Zeitarbeit, uns jahrelang von den Regierungen als Jobmotor mit der Chance auf unbefristete Verträge verkauft, die es ohnehin bis heute kaum gab, entpuppt sie sich in dem Fall als das was sie wirklich ist: Wanderarbeitertum, im Gegensatz zu China bestehend aus oftmals hochqualifizierten Arbeitnehmern. Da fällt die Stellenstreichung gleich noch einmal leichter und geht schneller. Wir können uns darauf einstellen das solche Aktionen noch öfters kommen, Zeitarbeit soll generell weiter zunehmen, die Folgen sind bekannt. Ständig Arbeit zu haben wird heissen sich nirgendwo mehr binden zu können, ständig "umzugsbereit" zu sein und obendrein noch weniger zu verdienen.
     
  11. Günter Sch.

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    Erstellt: 22.12.07   #11
    Wenn ich leiharbeiter für das halbe geld haben kann, wann immer ich sie brauche, werde ich so wenig leute wie möglich fest anstellen mit allen "unnötigen" nebenabgaben, da genügt ein direktorium, und der börse tut es auch gut. So sind die zeichen der zeit, und man ist geneigt, sie für naturgesetzlich oder von gott bestimmt, nicht aber für menschenwerk zu erachten. Allein das wort "globalisierung" erklärt und entschuldigt alles, aber wer erklärt die grenzenlose raff- und habgier derer, der "leistungsträger", die auf dieser welle schwimmen, und warum müssen hochvermögende und -besoldete ihrem nicht immer verdienten glück oft noch nachhelfen ?
    Warum werden immer einschneidende gesetze gemacht von leuten, die davon nicht betroffen sind? Dienst- und firmenwagenfahrer lächeln nur über preissteigerungen bei fahrzeug und treibstoff, pendelnde hohe beamte brauchen keine "pauschale", überversorgte machen sich keine sorgen um gesundheitswesen, rente und pflege.
    "Kein geld" für subventionen großen stils (es gibt sie noch!), personenschutz, repräsentative großveranstaltungen (Heiligendamm, Papstbesuch), miltärische präsenz (har das kreuzen vor dem Horn von Afrika und in Nah-Ost irgendein ergebnis erbracht?), höhere "diäten" (auf die angabe der nebenverdienste werden wir noch lange warten müssen, sie scheinen nicht so appetitlich zu sein, dass man sie stolz auf die eigene tüchtigkeit vorweisen könnte), trotz höherer steuereinnahmen neue schulden ?
    Gute umfragewerte für die kanzlerin, die vieles schöne und gute sagt, was man gern hört, worauf aber keine taten folgen oder in ferne zeiten verlegt werden, in denen man sich dieser schönen worte gewiss nicht mehr erinnert. "Freie bahn den tüchtigen!", wer hätte da nicht Westerwelle und Niebel vor augen?
    Einstmals trieben die kirchen ihre gläubigen in die arme der sie liebenden, beschützenden und nebenbei etwas ausbeutenden feudalherren, heute ist die politik gehorsame dienerin der wirtschaft, alle profitier(t)en vom zusammenspiel, nur Michel reibt sich verwundert die augen, sie werden bald tränen.
     
  12. Fe7zn

    Fe7zn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.12.07   #12
    Komisch, vor ca. 2 Wochen hat BMW erst den Lohn der Zeitarbeiter angeglichen.
    Jetzt schmeißen sie sie der Kosten wegen raus.:confused:

    Typisches Beispiel für Hire&Fire . Gewinne eingesteckt und 8000 Menschen in die Obhut des Staates abgeschoben, die Gesellschaft darf jetzt für sie zahlen (Arbeitslosengeld)
     
  13. Crestfallen

    Crestfallen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.12.07   #13
    bitte informiert euch doch genauer.

    heute in der zeitung konnte man schon wieder lesen, dass es keine "normalen" kündigungen sein sollen, sondern dass man vorhat, erstens leiharbeiter abzubauen, und zweitens bei der stammbelegschaft einfach ausscheidende stellen nicht mehr nachbesetzen will. somit wird keiner der stammbelegschaft direkt vor weihnachten auf die straße gesetzt oder in obhut des staates abgeschoben mit arbeitslosengeld, das ist schlichtweg blödsinn.

    über die sinnhaftigkeit von leiharbeit bzw. zeitarbeit kann man wirklich diskutieren. das alles ist imho aber nur eine folge von versäumnissen von seite des staates, der arbeit mit unmengen an abgaben und unflexibilität (kündigungsschutz, etc.) unnötig belastet.
     
  14. Boerx

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    Erstellt: 22.12.07   #14
    Jetzt macht mal langsam.
    Das BMW stellen streicht heißt NICHT, dass jetzt auf einmal 8000 Leute ihren Arbeitsplatz verlieren. BMW verlängert bestehende Zeitverträge nicht mehr. Das sind keine Kündigungen.

    Jetzt können wir natürlich gern darüber diskutieren ob das legitim ist oder nicht.
    Auch geb ich gern zu, dass der Termin der Ankündigung ein bisschen nach Aktienkurspolitur zum Jahresende riecht. Aber letzten Endes hätte BMW auch einfach die Verträge nicht verlängern können ohne es an die große Glocke zu hängen und keiner würde sich drüber aufregen.

    Wichtig ist doch eigentlich nur, dass die betroffenen Personen schnell eine neue Stelle finden.
     
  15. oldboy

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    Erstellt: 22.12.07   #15
    Ach, echt?

    Dachte immer, das wäre ein kleines Familienunternehemen. So kann mensch sich täuschen.
     
  16. Fe7zn

    Fe7zn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.12.07   #16
    Ja und? Dann sind die Leiharbeiter arbeitslos, oder doch nicht? :D lol

    Wegen den "normalen Kündigungen", les mal hier
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,524891,00.html

    Da steht auch der Satz :"Betroffen sind vor allem Zeitarbeiter, allerdings sollen auch in der Stammbelegschaft mehrere tausend Stellen wegfallen."
     
  17. Günter Sch.

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    Erstellt: 22.12.07   #17
    Worum gehts? Um eine höhere rendite, für wen?
    Meine habenichtse-habewasse-theorie wird ständig bestätigt und untermauert. Aber da das ein "ganz normaler" vorgang ist und von vielen gebilligt wird, kann ich nur sagen:
    "den teufel spürt das völkchen nie, und wenn er sie beim kragen hätte".
    Es kommt natürlich immer darauf an, auf welcher seite man steht oder besser gesagt nach wieder erlaubtem sprachgebrauch, ob man der ober- oder der unterschicht angehört, denn was für wenige gut ist, ist es für viele andere nicht.
    Wie wäre es, wenn (volks-)parteien, die die eine schicht hofieren, sich ausschließlich von deren vertretern wählen ließen? Gäbe es nicht soviele gedankenlose mitläufer, sähe es schlecht aus mit deren mehrheiten.
     
  18. Crestfallen

    Crestfallen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.12.07   #18
    ja richtig. doch genau dazu ist zeitarbeit ja da, dass man schnell in spitzenzeiten leute kriegt, und wenn man sie nicht mehr braucht (siehe den spiegelartikel für gründe), sie nicht weiter beschäftigt. wie boerx bereits gesagt hat: "BMW verlängert bestehende Zeitverträge nicht mehr."
    zeitarbeiter haben nun mal keine festanstellungen, und wenn die zeitverträge nicht verlängert werden, ist das völlig normal.
    richtig. und im gleichen artikel steht auch, dass es aufgrund von bestehenden verträgen mit keinen normalen kündigungen gerechnet wird, sondern eher mit abfindungen, die ausbezahlt werden, wenn der mitarbeiter den betrieb verlässt.
    ausscheidende stellen werden dann halt auch nicht mehr nachbesetzt. es steht übrigens auch drin, dass bei bmw ein sehr gutes klima zwischen management und arbeitern herrscht, und dass alle mit einem einvernehmlichen stellenabbau rechnen werden.
    wieso liest du den artikel nicht mal genauer?
     
  19. Fe7zn

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    Erstellt: 22.12.07   #19
    Dann sind wir uns ja einig, das Zeitarbeitsplätze auch Arbeitsplätze sind, kam in deinem "bitte informiert euch doch genauer." Beitrag nicht so rüber

    Glaub du musst noch mal lesen. Die Aussagen das vielleicht Abfindung gezahlt werden und keine Stammbelegschaft gekündigt wird kommen von einem Gewerkschaftler und einem Vertreter des Instituts für Automobilwirtschaft und nicht von BMW. Also Spekulation. 8000 Stellen weniger sind Fakt

    Und das mit dem "ausscheidende Stellen werden dann halt auch nicht mehr nachbesetzt" steht da nirgends, oder ich habs übersehen.
     
  20. Crestfallen

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    Erstellt: 22.12.07   #20
    ja sicher, aber keine dauerhaften arbeitsplätze. daher ist das auslaufen eines solchen arbeitsplatzes nichts außergewöhnliches und im wesentlichen von vornherein klar. es ist ja schließlich kein fester arbeitsplatz, sondern, wie der name schon sagt, ein zeitarbeitsplatz.
    stimmt, eine abfindung ist nur eine möglichkeit der einvernehmlichen auflösung von arbeitsplätzen, die laut personalchef ernst baumann auf jeden fall in der form (also einvernehmlich) stattfinden wird. das nenne ich auch mal fakt. ob das nun abfindung oder ein anderes system ist, ist mir relativ gleich.
    das steht in diesem artikel in der tat nicht drin, aber in meiner heutigen zeitung.