Stimme über 6 Oktaven?!?

von Dr. Ibanez, 23.08.07.

  1. Dr. Ibanez

    Dr. Ibanez Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.07   #1
    Hallo,

    So, das habe ich grad gelesen, da habe ich schon etwas geguckt (eine Mischung aus:er_what: und :eek: ). Entweder die lügen oder haben sich vertippt, eine Stimme über 6 Oktaven ist doch absolut unmöglich oder? Ich meine eine Gitarre hat ja gerade mal 4.

    Und wenn man sich das Video anschaut:
    http://www.youtube.com/watch?v=bH5gmbugmxM
    Da singt er ja auch "nur" über ca. 3 Oktaven, da nochmal 3 Oktaven drüber zu gehen halte ich für absolut unmöglich. Was soll man davon halten?:er_what:

    Gruß
    Adam
     
  2. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 24.08.07   #2
    Nüscht... die Diskussionen - auch über andere Hochton-Weltrekordler wie Adam Lopez - gibt es immer wieder. Dummerweise werden immer nur die hohen Töne angegeben und aufgenommen, nie die tiefen. Die würde ich dann mal gerne hören.

    Glaubwürdige Nachweise über alle Oktaven habe ich noch nicht gehört. Möglich, dass es eine Handvoll 4-5-OKtaven-Stimmen auf der Welt gibt. Aber was nützt uns das? Es gibt auch Leute, die können einen Fussball 4000 mal dem Fuß fangen, ohne dass er runter fällt. Sind sie deswegen gute Fussballer?
     
  3. Silverknight

    Silverknight Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.08.07   #3
    afaik gelten schon 4-5-Oktaven-Stimmen als bemerkenswert (Freddie Mercury lag da irgendwo, Maria Carey wohl auch)... 6 Oktaven sind extrem hoch (durch Einsatz des Pfeifregisters) aber hat Mr. Gillette deswegen mehr Erfolg?

    Aber das ist irgendwie wie mit dem IQ - über 130 haben nur ca. 2% der Menschen, das macht den einzelnen aber nicht "lebensfähiger" - es sind einige Massenmörder darunter.
     
  4. Dr. Ibanez

    Dr. Ibanez Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.08.07   #4
    Hi,

    danke für die Antworten, ihr habt natürlich beide absolut recht, der Mr. Gillette ist dadurch natürlich kein besserer Sänger. Mich wundert nur dass sowas anatomisch möglich wäre, selbst mit dem Pfeifstimmenregister, ich kann es mir einfach nicht vorstellen. Ich meine 4 Oktaven, ok, das kann ich mir noch vorstellen, aber 6 hat mich dann doch stutzig gemacht, deswegen wollte ich hier von den Profis auf dem Gebiet wissen, ob das anatomisch möglich ist. (Würde gerne mal ein Video oder so sehen)
    Dass das ganze nichts bringt und die Frage wer höher kommt nur ein blöder Schwanzvergleich ist, ist mir klar :D

    Habe grad nach Adam Lopez geyoutubet (wasn scheiss Wort :D:D ) und das is ja echt krass. Klingt nicht mehr menschlich, da kriegt man ja Angst.... Ok so kann man sich auch die 6 Oktaven erklären...
    http://www.youtube.com/watch?v=F_9J1teiRKw
     
  5. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 24.08.07   #5
    Bevor ich da nicht alle Oktaven im Zusammenhang gehört habe, bleibt es für mich auch ein Märchen. Zumal immer noch sehr viele Leute Oktaven immer noch falsch zählen. Sie zählen gerne die Töne (also wieviel mal das C zB vorkommt). sechs Cs sind aber nicht sechs Oktaven.
     
  6. alyssa

    alyssa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.08.07   #6

    Amen.......



    Würde auch gerne einmal mehr als nur eine handvoll Töne hören, dann reden wir weiter, ob das nicht doch möglich ist ;)

    alyssa
     
  7. Basselch

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    Erstellt: 24.08.07   #7
    Hallo,

    da könnte man noch am ehesten Maria Callas in den Raum werfen - ich denke, bei dem Stichwort "Opernsängerin" werden sich vielleicht einige schütteln. Sie gehörte wohl mit zu den genialsten klassischen Stimmen (zu ihrer besten Zeit, natürlich), und kam, soweit ich informiert bin, knapp an die fünf Oktaven 'ran. Wobei bei ihr neben der fantastischen Stimme auch noch eine unglaubliche Bühnenpräsenz hinzukam, so daß sie, sogar als sie ihren stimmlichen Zenit schon überschritten hatte, immer noch große Bühnenerfolge feiern konnte.

    Viele Grüße
    Klaus
     
  8. alyssa

    alyssa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.08.07   #8
    Hallo,

    da muß ich doch mal wieder ein paar Stücke der Dame anhören, bislang bin ich von weniger ausgegangen.

    Google wäre auch nicht hilfreich, dort wird mit Maria Callas meistens ~3 Oktaven erwähnt.

    Wie dem auch sei, gerade bei klassischen Sängern/innen kann man sich schnell täuschen, da hier viel mehr Kraft aus einem Ton herausgeholt werden kann.
    Ging mir anfangs immer so.

    grüße, alyssa
     
  9. Dr. Ibanez

    Dr. Ibanez Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.08.07   #9
    Entschuldige wenn das ne blöde Frage ist, aber warum sind 6 Cs nicht 6 Oktaven? Also 6 verschieden hohe Cs, verständlich. :confused:
     
  10. Moczoc

    Moczoc Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.08.07   #10
    Meine Milchmädchenrechnung: Da die Zwischenräume der Cs die Oktaven sind müssten es 5 Oktaven sein.
     
  11. peter55

    peter55 A-Gitarren, Off- & On-Topic Moderator HFU

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    Erstellt: 25.08.07   #11
    Hi alyssa,

    ja, Maria Callas habe ich auch erst recht spät vor ca. 6 Jahren für mich entdeckt. Ich hab mir dann mal eine CD mit ihren schönsten Arien gekauft, und muß sagen, bei einigen läuft es mir wirklich "kalt den Rücken runter", ihre Stimme hatte eine solche Intensität, das faszinierte und fasziniert mich immer wieder. Mein Anspieltipp: "Vissi d'arte, vissi d'amore" aus Puccinis "Tosca" ... trippeltrappel laufen die kleinen kalten Füßchen den Rücken rauf und runter ...

    Greetz :)
     
  12. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikros Moderator HCA

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    Erstellt: 25.08.07   #12
    Hallo, Peter,

    ich bin wie Du auch so ein Callas-Spätentdecker ;) Du meinst nicht zufällig diese CD hier? Damit bin ich nämlich auf den Geschmack gekommen...

    Viele Grüße
    Klaus
     
  13. Dr. Ibanez

    Dr. Ibanez Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.08.07   #13
    Oh ja, klar. Ach du scheisse *peinlich* Dabei habe ich Mathe LK :D:D
     
  14. peter55

    peter55 A-Gitarren, Off- & On-Topic Moderator HFU

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    Erstellt: 25.08.07   #14
    Hi Klaus,

    nein, ich habe diese hier:
    Aber deine Empfehlung klingt auch sehr interessant.

    Greetz :)
     
  15. holyman

    holyman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.08.07   #15
    Eine weitere Möglichkeit ist: Das untere Falsett ist gleichzeitig auch schon die obere Kopfstimme. Man kann ein und die selbe Note also entweder im Falsett singen oder in Kopfstimme... Es klingt zwar anders, ist aber dennoch der selbe Ton.
    Eine Stimme über 6 Oktaven ist bemerkenswert. Aber kann er auch jeden der Töne sauber und voll singen? Bei M.Carey und F.Mercury ist das - meines Erachtens nach - nicht der Fall. Auch wenn ich vor beiden den Hut ziehe, aber sie bilden bzw. bildeten sich teilweise zu viel auf ihr Gepiepse ein!

    Arien für Männer z.B. werden kaum über 2 Oktaven notiert. Nur wenig Männer können wirklich gescheit über 2 Oktaven hinaussingen... Ich z.B. komme als Bass noch bis ans Ende der Bariton Lage, wo ich die Kopfstimme noch mit genügend Brustanteil singen kann, ohne zu kippen. Dabei geht es um eine kleine Terz Unterschied, und das ist eigentlich schon überdurchschnittlich, wenn man meiner Lehrerin, die mich anfangs für einen Bariton hielt, glauben darf.
    Bei Frauen ist das anders, weil sich das Timbre im Falsett nicht so dramatisch ändert, wie bei einem Mann. Darum singen Frauen auch schon mal im Pfeifenregister...

    Apropos Maria Callas: Siehe auch Joan Sutherland und June Anderson! Gänsehaut extrem!!!
    Maria Callas: Ich empfehle: Aida live in Mexico aus dem Jahre 1952 (wenn ich mich nicht täusche!!!) oder unbedingt auch Lucia di Lammermoor!!!
     
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