Stromschlag durch Boxenkabel???

von bomberpilot, 12.06.07.

  1. bomberpilot

    bomberpilot Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.06.07   #1
    Servus!

    Bei der Probe am Sontag ist mein Amp von einem aufs andere Mal ausgefallen. Ich hab mir gedacht, dass sich evtl. ein Kabel gelöst hat, oder kaputt is. Also hab ich hinter meinen Amp geschaut und ans Kabel, das vom Amp zur Box geht gelangt. Da hab ich so einen Stromschlag bekommen, dass es mich fast umgehaut hätt.


    Wie kann das sein, dass da Strom drauf is?

    Danke schon mal für eure Hilfe!!!!
     
  2. Iggi

    Iggi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.06.07   #2
    War der Amp noch am Netz?
    Dann ist das doch kein Wunder, dass da noch Strom drauf ist.
    Hab aber auch gehört, dass von Verstärkern noch "Gefahr" ausgeht, wenn sie nciht mehr am Netz angeschlossen sind. Für ne bestimmte Zeit zumindest.
     
  3. bomberpilot

    bomberpilot Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.06.07   #3
    Der Amp war am Netz aber aus.

    Ich hab das Kabel ja nur außen angepackt, um zu schaun, ob es richtig in der Buchse der Box steckt.

    Da sollte sowas doch nicht passieren oder? :screwy:
     
  4. BackToThe80s

    BackToThe80s Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.06.07   #4
    Das muss ja eine grottenschlechte Isolierung sein! Da kannst du zuweilen von Glück reden dass dir nicht mehr passiert ist! Der Stromschlag rührt von den Netzteil-Kondensatoren die über eine längere Zeit noch geladen sind (vorallem wenn sie keine Entladewiderstände haben). Du musst unbedingt schauen, dass du das ganze besser isolieren kannst, stell dir vor jemand macht Kontakt während der Amp am laufen ist...
     
  5. Witchcraft

    Witchcraft Ex-Mod Ex-Moderator

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    Erstellt: 12.06.07   #5
    Nein, sowas darf nicht passieren.
    Bring' den Amp auf jeden Fall zu einem Spezialisten, mit Netzspannung
    ist nicht zu spaßen. Falls am Lautsprecherausgang eine hohe Spannung
    anliegt, obwohl der Amp aus ist, ist da etwas oberfaul. Hoffentlich hat es
    nicht schon deine Box zerschossen.

    @BackToThe80s: Sorry, aber das was du da schreibst ist gelinde gesagt
    Mumpitz. Selbst wenn die Kondensatoren noch aufgeladen sind, darf am
    Lautsprecherausgang keine nennenswerte Spannung anliegen.
    Und mit schlechter Isolierung hat das auch nichts zutun, sondern eher
    mit einem bösen Defekt.

    Also ab in die Werkstatt mit dem Teil.
     
  6. thejone

    thejone Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.06.07   #6
    was für ströme und spannungen dürfen denn da eigentlich auf dem boxenkabel sein???
    doch nich solche die gefährlich sein dürften oder???

    gruß, jonathan
     
  7. Witchcraft

    Witchcraft Ex-Mod Ex-Moderator

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    Erstellt: 12.06.07   #7
    Wenn der Amp eingeschaltet ist, aber nicht gespielt wird, liegen am Boxenkabel
    nur ein paar Millivolt an.
    Wenn der Amp aber ackern muß wirds deutlich mehr, kommt auf die Leistung
    des Amps an.
    Bei kräftigen PA-Verstärkern können es dann schonmal um die 100 Volt sein,
    auch kein Spaß mehr, wenn man diese abbekommt.
     
  8. thejone

    thejone Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.06.07   #8

    ja aber das kommt doch auf die stromstärke an.
    diese stromkugeln wo man anfassen kann und der blitz zum finger geht hat 10000V.
    es kommt auf den strom an.
    wie groß is der strom???kann das normalerweise auch gefährlich sein???

    gruß, Jonathan
     
  9. BackToThe80s

    BackToThe80s Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.06.07   #9
    Der AÜ überträgt keine Gleichspannung das ist klar, aber die grossen Siebelkos könnten genauso irgendwo ungewollt Kontakt machen. Es ist ohne genaue Angaben schwer zu sagen was es sein kann, die Möglichkeiten sind vielfältig. Zwischen nicht dürfen und erhaltenem Schlag besteht schon ein Unterschied, wie du sagst, ein Defekt. Aber schon nur dass er durch das Kabel berühren einen Schlag erhalten hat spricht für eine schlechte isolierung irgendwo resp. entstandener Kontakt.
     
  10. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 12.06.07   #10
    Den Strom berechnest du ganz fix über die Leistung...nehmen wir an 100W Endstufe; 100V am Ausgang; dann ist nach P = U x I der Strom 1A

    Wenn du da dran langst kann deine Freundin schonmal nen Holzkasten mit Deckel bereitstellen.

    PS: Die Werte sind fiktiv; kA was so´ne Endstufe leistet bzw wie hoch die Spannung ist etc.
     
  11. edeltoaster

    edeltoaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.06.07   #11
    da können 999999999999V dran sein und es wäre ungefährlich,es kommt auf die stärke des stromes an:rolleyes:
    mir klingt das nach grottengrottenschlechtem boxenkabel mit vll nem kurzen oder so!bring den amp auf jeden fall mal zu einem techniker und kauf dir bitte neues BOXENkabel!was für ein amp ist es denn?einem bandkollegen ging auch mal das boxenkabel kaputt und der amp ging danach noch (sofort ausgeschaltet),vertrauen kann man aber nicht darauf.
    box kannst du recht leicht überprüfen mit nem 9v block (an angecshlossenes boxenkabel---->schwingen alle membranen gleichzeitig alle rein und bei umgekehrter polung raus?) und einem multimeter (stimmt ohm-angabe noch?das schwankt aber gerne etwas,musste hand ruhig halten).fällt einer der tests negativ aus,versuch mal die einzelnen speaker etwas vorsichtig einzudrücken:ist bewegung möglich,hängen sie,hört man ein knarzen....

    so würde ich rangehen.

    edit:hui,hab zu lange getippt,die info mit dem strom is nimmer neu ^^
     
  12. BackToThe80s

    BackToThe80s Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.06.07   #12
    Der Strom variiert von Verstärker zu Verstärker, beträgt aber so um die 3-8Ampere, wobei bei 200mA (ca 12ms Kontakt) schon Herzkammerflimmern eintritt. Die Berührungsspannungen (Spannung, die zwischen gleichzeitig berührten Teilen während eines Isolationsfehlers auftreten können) sind international vereinbart und betragen etwa 50VAC und 120VDC, diese grenzwerte gelten als nicht Lebensbedrohlich.
     
  13. Witchcraft

    Witchcraft Ex-Mod Ex-Moderator

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    Erstellt: 12.06.07   #13
    Hier mal ein konkretes Beispiel anhand der Herstellerdaten
    einer Electro-Voice Q-66 Endstufe:
    Der Amp liefert 600 Watt an 4 Ohm pro Kanal.
    Die max. effektive Ausgangsspannung liegt bei 64 Volt.
    Daraus errechnet sich ein Strom von 9,375 Ampere.

    Bei Berührung ist das schon mehr als prikelnd :D

    Das hat aber alles nichts mit dem eigentlichen Problem von
    bomberpilot zu tun. Fakt ist, das bei ausgeschaltetem Amp
    dort keine Spannung anliegen darf.
    Ein defektes Boxenkabel ist es eher nicht.

    @edeltoaster: Schon mal dran gedacht, das es sich um einen
    Klinkenstecker mit Metalgehäuse handeln könnte ? ;)
     
  14. Killigrew

    Killigrew Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.07   #14
    Am Klinkenstecker darf NIE Spannung anliegen,
    Um dieses zu gewehrleisten liegt der PE auf dem Gehäuse und
    somit eigentlich auch auf dem Gehäuse des Klinkenstechers,
    Spannung hat wenn nur die Spitze die im Amp oder der Box steckt.

    Und es ist so, gefährlich ist zwar der Strom der durch den Körper fließt,
    der ist aber abhängig von der Spannung an die man anfingert
    da sich der Widerstand vom Körper nicht ändert.
    Wenn aber eine Quelle 10000V hat aber nur 0,000001 A liefern kann
    dann sind die 10000V nicht gefährlich.
    Ein Leistungsverstärker macht aber meist deutlich mehr,
    dafür ist die Spannung viel niedriger.
    Ne Transistor Endstufe mit 250W hat grad mal ne Versorgungsspannung von 60V
    Also noch nicht wriklich Lebengefährlich.
    Bei 1000W isses aber wieder was anderes, deshalb gibts da dann auch
    SpeakOn Stecker und keine billig Klinken Stecker mehr.

    Bring den Amp auf alle Fälle zu nem Techniker,
    die Leute hier ham meist nicht wirklich Ahnung.
    Wenns ums Leben geht sollte man nicht zu geizig sein.

    cu :)
     
  15. stonedrocker

    stonedrocker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.07   #15
    bullshit!

    am klinkenstecker MUSS spannung anliegen, wenn aus der box was rauskommen soll... wir erinnern uns... die lautsprecher werden durch wechselstrom "angetrieben"...

    wie das im ausgeschalteten zustand mit kondensatoren is, weiß ich nicht...

    aber 60V werden ab 50mA bei 0,2 sekunden schon gefährlich.... weil dann kann man unter umständen nicht mehr loslassen, weil die muskeln krampfen.... und nach 1 sekunde beginnt unter umständen das herzkammerflimmern!!!! und am ausgang eines amps ist das garantiert darüber!!!!

    also ampsofort zum doc!!!!!
     
  16. Crimsonsunrise

    Crimsonsunrise Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.07   #16
    Hi Bomberpilot,

    mich hat es vor einem Jahr an einer PA übers Mikro (Erdung über eine von mir berührte Metalltürklinke) erwischt. Ich hing über 30sec voll im Strom (mit beiden Armen) und konnte nichts mehr machen außer denken und mich vom Leben verabschieden (genauso war es). Zum Glück war ich nicht allein und die Stecker konnten von meiner Freundin noch gezogen werden. Gesundheitlich außer des Maximalpulses (zum Glück kein HKF) und der Brandblasen keine Beeinträchtigung. Also 2. Geburtstag! Der Defekt konnte nie aufgeklärt werden. Sicher nur ne Kleinigkeit. Habe mich aber von allen beteiligten Geräten getrennt.
    Fazit:
    Überprüft die so alltäglich gewordenen Gerätschaften regelmäßig.
    Benutzt KEIN UNBEKANNTEST Equipment. Auch nicht das 6,3er Kabel von der befreundeten Band, weil das eigene vergessen wurde.
    Und schafft euch portable FI-Schutzschalter für ALLE betriebenen Geräte an. Bei Fehlerströmen sollten die den Kontakt unterbrechen.
    Macht ALLEN Bandmitgliedern klar, wie die Stromkreise aufgebaut sind, um schnell an der richtigen Stelle eingreifen zu können.
    Infos an alle, wo der Sicherungskasten ist und welche Sicherungen euch betreffen.
    Neue Geräte und Verkabelungsvarinaten NIE alleine ausprobieren.
    Trotzdem nicht entmutigen lassen, aber sich des Problems bewusst werden, weil es einfach immer verschwiegen wird.

    Keep Groovin'
     
  17. stonedrocker

    stonedrocker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.07   #17
    da haste aba echt glück gehabt... das hätte ganz anders aussehen können.....
    das mit den fi's is eh ne gute idee...
     
  18. Eile

    Eile Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.07   #18
    Spannung liegt immer zwischen zwei Punkten an und er meint eine Spannung gegenüber der Erde. Diese sollte man z.B. durch Potentialausgleich vermeiden. Außerdem kann man einen Lautsprecher auch ohne Wechselstrom "antreiben":p
    In diesem Falle S = U x I ;)
     
  19. stonedrocker

    stonedrocker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.07   #19
    is schon klar, dass die spannung zwischen zwei punkten anliegt.... ich meinte halt zwischen den zwei adern....
    es war vorher halt einfach sehr missverständlich... ;)

    und das mit S is zwar richtig, aber in dem fall unerheblich.... oder?? grins... (is net böse gemeint)
     
  20. Herr_Mannelig

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    Erstellt: 13.06.07   #20
    Öhm, so ist das ganze nicht richtig.
    'Shield' (vom Klinkenstecker) muss wie beim Signalkabel mit Masse verbunden sein, sprich an der Gehäusemasse anliegen, da eine offenliegender stromführener Kontakt unzulässig ist, selbst bei technisch unzulänglichen Gitarrenverstärkern.
    Spannung bezeichnet ein Spannungspotential. In diesem Falle zwischen einem fixen Punkt (Masse) und der Phase des Signals. Masse des Lautsprecherkabels ist immer die Gehäusemasse (s.oben.)

    Wahrscheinlich ist die Gehäusemasse irgendwo zwischen Gehäuse und der Erdung des Hauses unterbrochen, da sonst der FI hätte schalten müssen, voraus gesetzt es gibt überhaupt einen. Früher soll das noch keine Vorschrift gewesen sein an jedem Stromkreis einen FI zu haben.
    Da kein FI geschaltet hat, konnte auf dem Stecker auch eine Spannung sein.
    Eine andere Möglichkeit ist, dass an dem Amp herum gebastelt wurde und die Phasen des Lautsprecherkabels vertauscht wurden, also, dass Phase außen und Masse innen am Stecker sind, so dass Phase auch im eingestecken Zustand berührt werden kann.
     
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