Studentenleben

von Dani85, 09.10.06.

  1. Dani85

    Dani85 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.06   #1
    Hallo zusammen

    Wollte mal in Erfahrung bringen wer hier von euch alles studiert?!

    Wie gefällt euch euer Studium, euer Studentenleben?

    Ist es ein ganz anderes Leben als auf dem Gymnasium?

    Hat man genug Freizeit?

    Wie macht ihr es mit Nebenjobs, eher ja oder nein, wenn ja, was? gibt es ideale Nebenjobs für Studenten?

    Fazit zum Studium, eher ja oder nein?


    Berichtet einfach mal ein bisschen..

    Thanks


    p.s

    Wichtig ist mir(damit jetztz keiner kommt, dafür gäbe es schon viele threads), dass ihr über das studentenleben berichtet, also nicht nur übers studiumfach und deren thematik.)

    Geld-Freunde-Parties usw..
     
  2. Guallamalla

    Guallamalla Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.06   #2
    Ja, es ist ein anderes Leben als auf dem Gymnasium, ich find es besser, da man selbstständiger ist und selbst entscheidet. Man wird nicht mehr bestraft, wenn man keine Hausaufgaben gemacht hat, zu spät kommt und man wird halt mal wie ein Erwachsener behandelt, was auf dem Gymnasium nicht immer der Fall war. Vor allem merken die meisten nicht einmal wenn man mal fehlt, weil es sie auch nicht kümmert. Man macht schliesslich aus eigenem Interesse ein Studium und wenn man halt fehlt muss man halt klar kommen, es ist ja unser Leben.
    Ich würde immer zu einem Studium raten, die Chancen auf eine besser bezahlte und interessantere Arbeit ist halt viel grösser, und die Arbeit ist meist viel sicherer, das heisst, man ist weniger von der Arbeitslosigkeit bedroht. Solange man noch kann, unbedingt lernen, es muss ja nicht ein Master sein, als Bachelor kann man auch schon einiges.
    Das "echte" Studentenleben werde ich wohl nur für ein Semester erleben, da ich noch bei meinen Eltern wohne, bin halt wegen den Freunden hier geblieben und ausserdem bin ich sehr knickerig! :D
    Unsere Uni hat halt den Nachteil, dass man gezwungen wird, von den ersten 6 Semester, mindestens eines im Ausland zu verbringen, wo man möglichst 30ECTS machen soll um nachher einen Bachelor-Diplom zu bekommen. Warum weiss keiner so Recht, alle Professoren und Schüler sind dagegen. Wir haben leute aus dem Kamarun oder was weiss ich in der Klasse, die ihr geld zusammenkratzen um hier studieren zu können, und die bekommen dann gesagt, dass man noch ein Semester woanders hin muss...

    Ich studiere übrigens Informatik, was ehrlich gesagt ein grosser Sprung war, den bei uns im Lande lernt man keine Info auf dem Gymnasium, nur auf den weniger qualifizierten Schulen wird ein bisschen programmiert, so dämlich das auch ist. Das einzige Wissen das ich bisher gebrauchen kann ist meine Mathe und mein Englisch, in allen anderen Fächern bin ich den anderen Schülern sogar gegenüber im Nachteil, obwohl mein Abi viel schwerer war als deren Abschlussarbeit, aber naja es sit halt eine ganz andere Sparte und irgendwie wirds schin gehen, bin ja nicht der einzige aus dem Gym bei uns.

    PS: Studentenleben... Du hast weniger Stunden zu absolvieren als im Gymnasium. Ich habe Momentan maximal 25Stunden in der Woche (Gymnasium waren 30). Also hättest du theoretisch mehr Freizeit, wenn du jedoch jeden Abend das Erlernte wiederholen willst, hast du weniger Freizeit als vorher, da pro Tag trotzdem viel mehr materie angesammelt wird als im Gym, obwohl es weniger Stunden sind. Es geht halt sehr zügig voran.
    Heute habe ich zum Beispiel ganz frei!! ^^
     
  3. Errraddicator

    Errraddicator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.06   #3
    Ich selbst studiere nich, kann nur von den Erzählungen von Bekannten und Freunden erzählen die studieren.

    Also es kommt natürlich erst mal darauf an was Du studierst, und dann noch wo.
    Wenn Du nich gerade ein hochkomplexes Fach studierst und das noch in Deiner Heimatstadt, sind die Vorraussetzungen schon mal ideal.

    Dann hast Du mal abgesehen von den größeren Klausuren genug Freizeit und kannst noch Zuhause wohnen, was einen Nebenjob nich unbedingt notwendig macht -> genug Freizeit.
    So siehts dann auch bei den studierenden Freunden von mir aus.

    Wenn Du natürlich in einer fremden Stadt ein zeitintensives Fach studierst, sieht die Welt natürlich gleich wieder ganz anders aus.
    Da is dann nich viel mit Freizeit, Geld oder Jux und Dollerei.
     
  4. Guallamalla

    Guallamalla Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.06   #4
    Genau, ich muss nur jeden Tag insgesammt 60km Autobahn fahren. das sind also zweimal 20min Fahrt. Mit dem Bus müsste ich zweimal pro Tag eine Stunde im Bus sitzen, ich gewinne mit dem Auto also 80 Minuten.
    Während der Schulzeit arbeiten will ich nicht, bin zu faul dafür, dafür suche ich mir jeden Sommer einen Ferienjob, der eigentlich ausreicht. Ich arbeite allerhöchstens mal für einen Kollegen während der Schulzeit.
     
  5. Dani85

    Dani85 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.06   #5
    Also, danke erstmal für die Antworten!

    Heimatstadt ist es nicht gerade, aber dennoch nur 30km entfernt!

    Studieren werde ich BWL, nicht aber weil ich einer von vielen war der nicht wusste was genau studieren, sondern weil mich im gymnasium dieses fach auch schon immer am meisten interessierte!

    studiere übrigens in der schweiz, Zürich, als0 wird partymässig sicher auch immer was los sein....
     
  6. Houellebecq!

    Houellebecq! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.06   #6
    ich glaube kaum, dass ich was für den thread-ersteller nützliches beitragen kann, aber bitte:
    ich studiere im 2. semester mathe und wohne noch zuhause (was auch wohl bis zum vordiplom so bleiben wird). insgesamt wird ein wenig mehr selbstständigkeit gefordert als etwa in der schulzeit, aber letztlich hat sich kaum etwas verändert. vom "studentenleben" kriege ich praktisch nichts mit, weil ich so oft es geht zuhause bin um meinen hobbies nachzugehen. am wochenende bin ich sowieso auch zuhause.
     
  7. Vali

    Vali Vocalmotz Moderator HFU

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    Erstellt: 09.10.06   #7
    Studentenleben? Ich bin Medizinstudentin, ich habe kein Studentenleben! :( ;)

    Ok, jetzt mal im ernst. Ich bin nun im 3ten Semester Humanmedizin. Ich bin heilfroh, dass ich aus der Schule raus bin. Natürlich hatte ich in der Schule mehr Freizeit, aber dank meines Wunschstudiums herrschte großer Leistungsdruck. Ich gehörte zwar zu denjenigen, die etwas lockerer waren, also mal zu spät kommen, die Hausaufgaben der unwichtigen Fächer nicht machen oder sie mal schwänzen. Für die Kurse die ins Abi eingingen habe ich jedoch mehr getan und zusammen mit meinen zeitintensiven Hobbies wie Musik habe ich mir einige schöne, stressige Jahre eingebrockt, die glücklicherweise mit einem guten Ergebnis belohnt wurden.
    Eigentlich wollte ich nach dem Abi nicht so weit weg. Ich konnte mir nicht vorstellen, ganz allein in einer großen, fremden Stadt zu leben. Gelandet bin ich jedoch weit weit weg von Zuhause in einer großen Stadt - München halt
    Ich habe mir erhofft, dass das Studium gechillter ist. Habe schon soviele Geschichten gehört, dass man jeden Tag Party machen kann, lang schlafen und nicht zu allen Vorlesungen muss.
    Tja, Fehlanzeige! Das erste Semester war Lernstress pur. Jeden Tag Pflichtkurse, alle drei Wochen Klausur und dann gleichzeitig auf eigenen Beinen stehen (für Essen sorgen, Wohnung suchen, Wohnung einrichten, teure Bücher kaufen, und und und). Dann hat man noch keinen Plan wie und wohin, hat Heimweh, noch keine Freunde, und dann noch die Konfrontation mit dem Tod (Präparierkurs) und wurde natürlich aus der Band rausgeworfen, was abzusehen war, aber doch sehr weh getan hat. Einige sind vor lauter Stress kollabiert und haben das Studium gleich geschmissen. Ich weiß, ich war in meinem Leben noch nie so frustriert.

    Doch ich habe durchgehalten und bin froh darüber es geschafft zu haben. Ich habe neue Menschen kennengelernt, echte Freunde mit denen man reden und vieles unternehmen kann, ich bin selbstständiger und viel selbstbewusster - einfach erwachsener geworden. Das darauffolgende Semester war dann so wie man sich das Studentenleben vorstellt. Nur zwei/dreimal die Woche Pflichtkurse und man kann deshalb Party bis zum abwinken feiern, mit Freunden die große, neue Stadt erkunden, in nen Biergarten und auf Schnäppchenjagd gehen und immer auf der Suche nach was essbarem.
    Was an der Uni auch besser ist als in der Schule ist, dass es reicht die Prüfungen zu bestehen und den Schein in die Hand gedrückt bekommt. Nicht mehr dieses höher, weiter, schneller mit den Punkten/Noten und keine nervigen Schleimer, die um Punkte buhlen. Einfach lockerer. Und ich muss nie wieder diese Visagen von den Leuten sehen, die ich in meiner Schulzeit so abgründig tief gehasst habe.

    Freizeit würde ich mir selbstverständlich mehr wünschen. Aber ich weiß, ich werde wohl nie wieder so viel Freizeit haben wie in der Schule, aber es reicht doch. Eigentlich hat man genug Zeit, wenn da nicht andauernd andere Sachen in die Quere kommen. Ich habe das Glück, dass meine Eltern mir das Studium finanzieren, aber andere müssen arbeiten gehen um über die Runden zu kommen. Da bleibt nicht mehr viel Freizeit übrig. Außerdem muss man noch diverse Praktika in den Semesterferien machen. Während des Semesters muss man oft für Prüfungen lernen, die je nach Fach und deinen Vorkenntnissen und Motivation entsprechend deine Freizeit verkürzen. Da fällt mir auch ein, dass bald das Staatsexamen vor der Tür steht und man die Freizeit wieder zum Lernen nutzen muss. Aber ich will mal nicht meckern, eigentlich bin ich doch zufrieden...

    Bin mal gespannt was die nächsten Jahre bringen!
    Ich bereue meine Wahl keine Sekunde. Ich mag mir gar nicht vorstellen wie ich heute leben würde, wenn ich den Studienplatz nicht bekommen hätte. Ich würde vielleicht noch bei meinen Bands sein :D aber hätte eine ganze Menge neuer Lebenserfahrungen verpasst, all die netten Leute nicht kennengelernt und mich sicher nicht so weiterentwickelt. Mein Traum vom medi Studium wäre auch geplatzt, was mich noch tiefer in die damalige Frustration gebracht hätte.
    Medizinstudium würde ich nur raten, wenn man es wirklich will. Dieses "Ich hab so ein tolles Abi und muss daher Medizin studieren, hab zwar keine Ahnung wie das alles läuft und mich bisher nie dafür interessiert, aber ich muss mein tolles Abi doch nutzen" find ich nur zum Kotzen, aber jedem das seine. Das Studium ist nicht ohne, man muss schon im Vergleich zu anderen Studiengängen sehr viel tun. Der anschließende Job - wenn man ihn in Deutschland macht - ist (vielleicht nur zu Anfang) Knochenarbeit die relativ schlecht bezahlt wird. Chefarzt und dank Praxis Millionär wird nicht jeder.
    Studium allgemein würde ich wie Guallamalla auch empfehlen
    Nun genug gelangweilt, lasst mal was von euch hören!
     
  8. Exciter

    Exciter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.06   #8
    @Vali
    Respekt! 9 von 10 meiner Bekannten, die Medizin angefangen haben, haben spätestens nach dem 2. Semester geschmissen. Ich hatte mal Einsicht in die Unterlagen... oha! :great:

    Sehr gut ;) es ist eine Umstellung, und das Grundstudium ist hart. Aber es lohnt sich! Viele neue Bekannte, viel Wissen und vor allem Selbstständigkeit! Und die Parties nicht vergessen ;) müsste ich nicht jeden Tag insgesamt 3 Stunden pendeln, wäre es natürlich noch angenehmer. Doch dafür hab ich nen Langschläfer-Stundenplan ;)

    Es ist anders als Schule allgemein, aber das wurde von den Vorrednern schon gut dargestellt :)

    Kommt auf den Studiengang und vor allem auch auf dich an, wie gut du das Wissen speicherst und wie dir das Fach liegt. Das Grundstudium ist oft ein Fulltimejob, aber wer sich Stundenplan und Lernzeit gut einteilt und auch einhält, der wird nicht dran kaputt gehen ;)

    Der Klassiker ist natürlich das Kellnern! Aber es gibt auch eine Menge Alternativen, wie z.B. Produktionsbetriebe, die Aushilfen am Wochenende suchen oder sonstiges. Einmal die Woche bin auch ich gerne bereit, 10 Stunden zu malochern :D Problematisch ists mit Studiengebühren. Wenn dir niemand finanziell unter die Arme greift und du alleine dafür aufkommen musst, dann kann das zu einer ganz schönen Hürde werden :mad:

    Ja, ich würds immer wieder tun ;)
     
  9. am_i_jesus?

    am_i_jesus? Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.06   #9
    "In Zürich muasst xsi sei" hat mir mal ein Schweizer gesagt. Hmm, wo war das...? Strassburg, glaub ich..
     
  10. Houellebecq!

    Houellebecq! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.06   #10
    gut, wieviel zeit das studium in anspruch nimmt, hängt natürlich wirklich vom studiengang ab. ich habe mal 1 semester chemie studiert und vom zeitaufwand her war es die hölle, 4mal die woche bis 17-18 uhr im labor stehen und einen großteil der zeit damit verbringen, darauf zu warten, bis irgendwelche geräte endlich nicht mehr in gebrauch sind, das wasser endlich anfängt zu sieden (über dem bunsenbrenner!) und sich regelmäßig vor irgendeinem uni-verantwortlichen für jedes fallen gelassene reagenzglas rechtfertigen (hallo? ich bezahl die doch sowieso selber!) und im winter zur uni fahren, wenn es draußen noch dunkel ist und nach hause kommen, wenn es schon wieder dunkel ist (sprich vom tag nichts mitzubekommen) - das ist nicht schön! ich bin nun wirklich jemand, der fleißig ist und bereit ist, sehr viel zeit ins studium zu investieren, aber mit solch sinnlosem schrott will ich mich dabei nicht rumärgern.:screwy:
    jetzt studiere ich mathe und bin fast jeden tag um spätestens 15 uhr zuhause. dafür wird auch jede sekunde meiner anwesenheit sinnvoll verplant.:great:
     
  11. Dani85

    Dani85 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.06   #11
    Habt ihr Infos, wie streng ungefähr BWL sein wird im Vergleich zu Medizin, Mathe, Physik usw..?

    Das Studium wird mir zu Glück im ersten Jahr finanziert, denke ist doch ein grosser Vorteil!

    So auch die Nähe der UNI (30km), so brauche ich nicht stundenlang hin und her zu pendeln!

    Und sind Vorlesungen eigentlich sehr wichtig, oder würde es reichen, nur anhand des Skripts zu arbeiten?!

    Habe erfahren, dass Wirtschaft in Zürich so überfüllt sein soll, dass man öfters in einem anderen Vorlesungsraum ist als der Prof selber, es also via Videoübertragung sehen muss, bringt denn so die Vorlesung überhaupt etwas?

    Wie sehen die Vorlesungen aus, einfach Frontalunterricht?

    THanks
     
  12. zion

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    Erstellt: 10.10.06   #12
    ich studiere Internationales Marketing in Venlo (NL) und muss sagen das das Leben an der Uni schon recht cool ist. Was mich allerdings nervt ist dass ich nun schon seit 3 1/2 Jahren ständig aufs Geld schauen muss. Ich halte mich mit Nebenjobs über Wasser und meine Eltern geben mir glücklicherweise auch noch einiges hinzu. Allerdings bin ich wirklich froh wenn es für mich im nächstren Sommer heisst: Hier hast du dein Diplom und jetzt verpiss dich :D
     
  13. Cynic

    Cynic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.06   #13
    Im Vergleich zu genannten? Eaaaasssyyyyy....

    Medizin is vom Umfang her sehr viel, und Mathe und Physik musste echt draufhaben, sonst kackste derb ab, da hilft dir keine Übungsserie der Welt (und trocken isses, bei meinen wenigen Mathe-VL wär ich des öfteren fast eingeschlafen... :rolleyes: wenn dir der alte Mann da vorne seine zwölfte Definition aufdrückt und von den 90 Minuten noch keine 30 vergangen sind... *g*)

    BWL musste nix begreifen...das bisschen Mathe kriegt man gebacken, sofern man in der Oberstufe seine Prioritäten nicht ohnehin schon verlagert hatte...und den Rest kannste auswendiglernen (du wirst dich noch des öfteren fragen warum du jetzt eigentlich wissen musst, was ne funktionale von ner objektorientierten Organisationsstruktur unterscheidet... von den sachen ausm Handelsrecht mal ganz zu schweigen :rolleyes: )

    Das musst du mit dir selbst ausmachen. Und das hängt auch stark von der Qualität des Skripts ab (wenn es denn überhaupt eines gibt...und auf Piratenskripte kannste nicht immmer hoffen) Stellenweise gibts auch Tipps für die Klausur...also ich hab noch immer jede Vorlesung besucht ;)

    Was glaubst du warum das Vorlesung herißt? ;)

    Das is nicht mal Frontalunterricht. Da steht einer vorne und rasselt seinen Stoff runter. Je nachdem wie motiviert der Dozent ist (und wie groß der Hörsaal) stellt er auch mal Zwischenfragen in die Runde, oder lässt Zwischenfragen stellen, aber erwarten darfste das nich.

    Aktiver wirste dann schon bei Seminaren, die im Prinzip Schulstunde-mit-aufjedenfalldrankommen sind. Ein Beitrag während der Seminarstunde is meist Pflicht. (und das ist stellenweise mehr als der Dozent im ganzen Semester macht...wenn das Seminar nur aus Vorträgen besteht, braucht man nicht mehr allzuviel zu lehren...) Und dann natürlich noch meist als Semesterarbeit ne Klausur, n Referat, n Stundenprotokoll und ne Hausarbeit (allerdings nicht immer alles zusammen)
    Und das in jedem Seminar. Ich kenn Leute, die müssen im Semester 4-7 Referate und Hausarbeiten schreiben...ok du hast dann weniger Pflichtveranstaltungen unter der Woche, aber die Zeit brauchste meist auch

    und je nachdem wo du deine BWL studierst kanns sein, dass die (wie bei uns) im Grundstudium nur VLen mit den dazugehörigen Übungen hast

    Überhaupt hab ich das Gefühl, dass Studieren von Hochschule zu Hochschule anders ist.

    *hüstel*

    Das zum Bleistift gilt bei uns nun auch nicht mehr. In jeder Klausur gibts ne Note, die gleich ins Vordiplom geht. Dafür sparste dir aber am Ende des Grundstudiums das hektische Aufarbeiten von 2 Jahren Stoff ;)
     
  14. Dani85

    Dani85 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.10.06   #14
    Danke für die bisherigen Tipps und Schilderungen euer Erfahrungen;)

    Wie ist das Zwischenmenschliche so an einer Uni?
    Lernt man viele neue Leute kennen?(mal angenommen, man ist ein offener und kontaktfreudiger Mensch)

    Wie ist so in der Regel der Frauenanteil im Wirtschaftsstudium?

    In E-Technik und Mathe soll der Grossteil männlich sein, hoffe dass ist im Wirtschaftsstudium etwas anders, ausgeglichener!
     
  15. Cynic

    Cynic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.10.06   #15
    Das kommt auf deinen Studiengang und deine Hochschule an. An großen Unis hab ich das Gefühl kannst das Grundstudium machen ohne auch mit nur einem geredet haben zu müssen.

    Je besser deine Richtung besucht ist desto größer die Hörsäle und desto größer die Anonymität. Wenn, gerade in nem gut besuchten Studiengang wie der BWL, da von dir nix kommt kannste in nem Hörsaal mit 800 Leuten sitzen und niemanden kennen.

    Bei weniger gefragten (oder besonders harten, ich sag nur Pharmazie) is dieses familiäre und das "sich um den anderen scheren" deutlich ausgeprägter

    Du bist dort um zu studieren und nicht um diversen Röcken hinterherzusehen!!

    Spaß. ;)

    Bei meinem Jahrgang etwa fifty-fifty, auch wenn ich gehört hab, dass normalerweise die Männer mit etwa 2/3 überwiegen. Wenn du viele Frauen willst musste ne Sprach- doer Kulturwissenschaft studieren. Sozialpädagogik, Germanistik, Orientalistik, Romanistik,...whatever ;)
     
  16. Nashrakh

    Nashrakh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.10.06   #16
    Ich persönlich habe auch vor, Mathe zu studieren... daher interessieren mich deine Beiträge sehr. Kannst du etwas mehr verraten zum Leben als Mathestudent, inwiefern der Stoff im Studium an den Kenntnisstand eines Abiturienten (->Analysis) anschließt und wieviel Zeit du für Übungen brauchst (Ich habe gehört, dass ein Mathematikstudent mitunter die meisten "Hausaufgaben" zu bewältigen hat)?
     
  17. Cynic

    Cynic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.10.06   #17
    Also...auch wenn das jetz nich an mich gerichtet is, aber ich hatte ja auch ein paar Mathe-VL. Bei uns wars so, dassim Prinzip von Klasse 10 angefangen nochmal alles wiederholt wurde (aber halt nur genau 1 mal und dann auch miest nur in Form einer mehr oder minder griffigen Definition) Das fing bei Zahlraumen an und steigerte sich über die Einführung komplexer Zahlen und linearer Algebra. Analysis hatten wir gar erst im 2. Semester (ok, wir hatten auch nur 1 VL Mathe im Semester, ich studier jetz ja nich Mathe) aber du kannst davon ausgehen, dass meist nochmal bei der ursuppe angefangen wird aber das ganze ziemlich schnell abgehandelt wird.

    Naja zu den Übungen kann ich jetz nu nix sagen, außer dass manche Serien schon mal 2 Stunden gedauert haben...und das war nur von einer VL.
     
  18. LukeSkywalker

    LukeSkywalker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.10.06   #18
    Vielleicht kann ich ja auch ein wenig dazu sagen (studiere auch Mathe, 3. Semester).



    Zum Inhalt:

    Analysis: Im Grunde geht es wirklich bei 0 wieder los (im wahrsten Sinne des Wortes - Stichwort Körper ;)), Schulkenntnisse sind nicht unbedingt notwendig. Anfangs wurden bei uns die reellen Zahlen eingeführt, dann ging es los mit Folgen, Funktionen, Stetigkeit, Differenzierbarkeit, Integration und ein wenig zu Fourierreihen, das alles im ersten Semester im Eindimensionalen. Es wurde also der gesamte Schulstoff nachgearbeitet, zwar in einer sehr viel formaleren Art und Weise, aber einen Teil von dem Zeug sollte man schon mal gehört haben. Im zweiten Semester haben wir dann Funktionen, Stetigkeit und Differenzierbarkeit ins Mehrdimensionale übertragen und noch was zu gewöhnlichen Differenzialgleichungen gemacht, das war also dann wirklich neu.

    Lineare Algebra: Hatte bei uns kaum was mit der (meiner) Schul-Linearen-Algebra zu tun. Im ersten Semester wurden Dinge wie Gruppen, Körper, Vektorräume und Lineare Abbildungen von VR eingeführt und letztere genauer untersucht. Insbesondere versucht man, diese durch Matrizen darzustellen und durch geschickte Basiswahl (der Vektorräume) eine "schöne" (Lieblingswort meines Profs... ;)) Form davon zu finden (z.B. Diagonalform). Im zweiten Semester geschah dann Ähnliches mit Bilinearformen.


    Das Wissen um den Schulstoff ist also nicht unbedingt nötig, zumindest aber in Analysis ganz hilfreich. Vor allem sollte man in der Lage sein, auf eine formellere Art und Weise zu "rechnen" als in der Schule. Zahlen werden dir kaum noch begegnen und auch die Beispiele sind abstrakter (da wird z.B. nicht erst f(x)=x zu Fuß differenziert und dann x^2 und dann x^3 bis auch dem letzten eine Regelmäßigkeit aufgefallen ist, sondern es ist direkt f(x)=x^n dran ;)).



    Zum Arbeitsaufwand:

    Neben den Vorlesungen sind die Übungen von zentraler Bedeutung (wenn nicht sogar wichtiger als die Vorlesungen...). Bei mir war es so, dass von Woche zu Woche in jeder Vorlesung ein Übungszettel à 4-5 Aufgaben (i.d.R. teils Beweis-, teils Rechenaufgaben (im Sinne von "Zeigen sie, dass folgende - z.B. stückweise definierte - Funktion in der kritischen Stelle differenzierbar, stetig, sonstwas ist.", oder aber auch einfach mal "Lösen sie folgende Differenzialgleichung.")) gestellt wurde, und man dort 50% der Punkte erreichen musste, um zur Klausur zugelassen zu werden. Je nachdem wie intensiv man sich um die Aufgaben kümmert, ob man sich die Arbeit in Arbeitsgruppen aufteilt (wollen die Tutoren meist sogar, damit sie weniger zu korrigieren haben...), ob man versucht, eine 50%-Punktlandung hinzulegen, ob man versucht, wirklich alles zu lösen, kann schon noch einiges an zusätzlicher Zeit benötigt werden. Zumal die Vorlesungen ja auch noch nachgearbeitet werden wollen.

    Aber irgendwie ist es auch schön, nachts um 2 noch die entscheidende Idee zur Lösung der Aufgabe zu haben, die am nächsten Morgen abgegeben werden muss... :D

    Ist nicht jede Woche so, aber diese Dinge bzw. einfach die Freude am Problemlösen und dem Begreifen von nicht immer trivialen Zusammenhängen, machen (zumindest bei mir) einen Großteil des Spaßes am Studium aus.

    Apropos Spaß - man sollte sich daran gewöhnen, dass die Vorlesungen in der Regel um 8 Uhr beginnen, also nichts für Langschläfer. ;)


    Insgesamt kam ich im ersten Semester mit drei Vorlesungen auf 22 Wochenstunden (SWS):
    Ana und LA: 4SWS Vorlesung+4SWS Übung, Info als Nebenfach: 4+2.

    Dazu kam dann halt noch die Zeit für Übungszettel usw. Wie viel das ist, lässt sich schwer sagen. Info ging meistens schnell, vielleicht in 1-2 Stunden, je nachdem wie viele Aufgaben man machen muss, aber für den Rest denkt man z.T. über eine Aufgabe so lang nach (oder auch nicht - es sind meistens genug leichte Aufgaben dabei, sodass nicht immer alles komplett lösen muss, und auch Teillösungen geben Punkte (für Klausuren wichtig!)).


    Aber alles in allem ist es wirklich eine schöne Sache. :)
     
  19. Hyper-Horst

    Hyper-Horst Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.10.06   #19
    Ich bin 15 und kann deshalb nicht direkt was zum Thema beitragen. Aber ich kenne jemanden (23), der Studiert Informatik. Er hat mir schon erzählt, dass er das total langweilig findet. Nebenbei muss er aber natürlich was fürs Geld tun. Er arbeitet deshalb (soweit ich weiß) in einer Software-Firma. Das ist für ihn sehr stressig und er hat auch kaum Zeit Freitags zur Probe zu kommen (-> Gitarrist).

    Wie sieht das bei euch aus? Arbeitet ihr auch nebenbei oder wohnt ihr noch bei den Eltern und bekommt es finanziert?
     
  20. Exciter

    Exciter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.10.06   #20
    Das kommt aber auch darauf an, wo man Informatik studiert und vor allem welchen Zweig. Auf der Uni ist Informatik auch meiner Meinung nach um einiges trockener als auf ner FH beispielsweise. Viele haben einfach ganz falsche Vorstellung von der Informatik. Da gibts tatsächlich einige, die Informatik studieren wollen, weil sie gerne am PC spielen. Das reine Codieren in ner Programmiersprache ist eigentlich nur ein kleiner Anteil dessen, was man da macht. Hauptsächlich gehts in der Informatik erstmal um eines: Mathematik!

    Ich wohne momentan noch zu Haus und nehme dafür jeden Tag insgesamt 3 Stunden pendeln in kauf. Nebenbei arbeiten tu ich auch noch.