Suche Hilfe--> Verbraucherschutz??

von jojo_pr, 14.06.05.

  1. jojo_pr

    jojo_pr Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    07.06.05
    Zuletzt hier:
    7.11.06
    Beiträge:
    4
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 14.06.05   #1
    Hi Leute!

    Brauche mal eure hilfe...

    unserem bassmann ist sein bassamp kaputtgegangen... scheint wohl der lautsprecher zu sein...
    naja. das ding hat 2 jahre garantie und er hat das ding seit 1,5 jahren...

    er hat das teil zum händler zurückgebracht, die wollen ihm das ding jetzt aber nicht ersetzen bzw. das gratis reparieren....

    kann das sein? kennt sich jemand mit der gesetzeslage gut aus??

    meiner meinung nach müßte er das ding doch ersetz/ reperiert bekommen, oder? er hat das teil eigentlich nie voll aufgedreht, ist immer gut mit dem teil umgegangen usw.usw. ist einfach nur kaputtgegangen....

    über hilfe von euch wäre ich sehr dankbar!!!

    p.s.
    gruß an alle von euch. bin zwar schon ne woche hier registriert, sschreib aber heute das erst mal was....
     
  2. niethitwo

    niethitwo Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    17.10.03
    Zuletzt hier:
    17.12.12
    Beiträge:
    6.269
    Zustimmungen:
    8
    Kekse:
    1.976
    Erstellt: 14.06.05   #2
    also rechtsauskunft im inet is so ne sache, jeder weiß was, alle anderen besser....etc.

    naja, n speaker geht aber auch net einfach so drauf ;)
     
  3. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    29.10.03
    Zuletzt hier:
    5.12.16
    Beiträge:
    4.667
    Ort:
    München
    Zustimmungen:
    181
    Kekse:
    7.137
    Erstellt: 14.06.05   #3
    Garantie oder Gewährleistung? Man beachte den feinen Unterschied, dass du bei "Gewährleistung" nachweisen musst, dass der Fehler schon beim Kauf vorhanden war bzw. aus Material-/Herstellungsunzulänglichkeiten entstanden ist.

    Aus eigener Erfahrung: Du hast keine Chance! Bzw. lohnt der Einsatz von Rechtsmitteln einfach nicht, weils in keinem Verhältnis zum Wert steht. Auch aus eigener Erfahrung: Gerichtsverfahren sind äußerst kostspielig, und auch wenn man das Geld u.U. wiederbekommt, Anwalt usw. müssen vorneweg bezahlt werden. Seid froh, wenn ihr das Ding für ein paar Euro repariert bekommt. Mir ist letztens was richtig teures (nichtmusikalisches) kaputtgegangen, von dem ich auch dachte, dass da noch Garantie drauf wäre. Nix da ...

    Gruß,
    Jay
     
  4. wary

    wary Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.10.03
    Zuletzt hier:
    21.04.13
    Beiträge:
    4.877
    Ort:
    Jena
    Zustimmungen:
    8
    Kekse:
    19.066
    Erstellt: 14.06.05   #4
    wie niethiwo schon sagte, das mit der Rechtsberatung im Internet ist so eine Sache

    unverbindlich mal meine Anmerkung dazu

    aber Grundsätzlich gilt nach der Schuldrechtreform für die gesetzliche Gewährleistung:

    in den ersten 6 Monaten nach dem Kauf hat man nun nach der Reform eine Umkehr der Beweislast, demnach muss der Verkäufer beweisen das der Fehler nicht beim Verkauf bereits vorlag (nach §924 BGB)

    das heist nach Ablauf dieser 6 Monate gilt wieder die alte Regelung nach der der Käufer nachweisen muss, dass der Fehler nicht erst nach dem Kauf entstanden ist.

    bei freiwillig eingeräumter Garantie ist das natürlich wieder was anderes

    also wenn im Geschäft nicht per AGB oder im Kaufvertrag eine Garantie für den fraglichen Zeitraum gegeben wurde, wirst du da schlechte Karten haben
     
  5. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

    Im Board seit:
    09.11.03
    Beiträge:
    16.143
    Zustimmungen:
    1.121
    Kekse:
    49.592
    Erstellt: 15.06.05   #5
    Haben Jay und wary genau richtig beschrieben. Sofern nur Gewährleistungsrecht und nicht separate Garantie vorhanden ist, sehe ich in diesem Falle schwarz. Zumal der Speaker ja
    1 1/2 Jahre funktioniert hat - ein klarer Produktionsmangel im Sinne des Gesetzes wäre nämlich schon früher aufgetreten.

    Die einzige Chance in solchen Fällen ist ein Kulanzantrag. Den müsste der Händler für seinen Kunden bzw. der Kunde selbst an den Vertrieb bzw. Hersteller stellen. Sowas hat allerdings auch nur in Einzelfällen Erfolg, weil man auf "Goodwill" natürlich kein Anrecht hat.

    Günstiger steht man sicherlich, wenn nicht der Speaker schlapp macht, sondern der Amp nach dem Anschalten einfach abfackelt. Da ist der Sachmangel schon eher im System und nicht im Verschleiß zu suchen.

    Eine noch anderer Fall ist es, wenn man nachweisen kann, dass bestimmte Schäden massenhaft bei allen Produkten dieser Serie auftreten. Das erlebt man immer mal wieder bei Rückrufaktionen von Autoherstellern (z.B. "bei jedem 2. Modell Bremsschläuche nach 18 Monaten lebensgefährlich durchgescheuert").





    .