[Suche] Stücke wie La Wally

von ChrisMS, 21.07.08.

  1. ChrisMS

    ChrisMS Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.08   #1
    Hallo,
    habe das Lied "La Wally" von Sarah Brightman gehört und bin hin und weg :) Leider kenne ich mich in dem Bereich nicht aus und ich würde es als Opernstück einstufen.
    Ich suche nun ähnliche Lieder, konnte aber bisher keine finden. Die meisten Opernstücke finde ich zu schrill oder zu hektisch. Das La Wally finde ich genau richtig um es im Hintergrund zum relaxen laufen zu lassen.

    Kann mir ein versierter Musikliebhaber vielleicht einfach ein paar Stück nennen, die mit ähnlich schöner Stimme vorgetragen sind?

    Danke und gruss
    chris
     
  2. Effjott

    Effjott Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 21.07.08   #2
    "La Wally" ist eine Oper von A. Catalani, die relativ selten zu hören ist. Ich nehme mal an, Du meinst daraus die Arie "...Ne andro lontana", die populär ist.
    Es gibt so viele Opernarien, die mit Genuss anzuhören sind, dass man sie gar nicht aufzählen kann.
    "Schöne" Stimmen gibt es reichlich, aber das ist ja nun mal dem subjektiven Geschmack des einzelnen unterworfen.
    Vielleicht geht sowas in Deine Richtung:

    http://www.zweitausendeins.de/suche/?q=Netrebko, Anna

    Auch Cecilia Bartoli, Edita Gruberova, Elly Ameling, Mirella Freni und natürlich die unvergessliche Maria Callas sind meiner Meinung nach außergewöhnliche Sängerinnen.
    Wenn Du diese Namen bei einer Suchmaschine eingibst, bekommst Du tausende von Vorschlägen.

    Beste Grüße
    Effjott
     
  3. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

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  4. ChrisMS

    ChrisMS Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.08   #4
    Hallo ihr beiden,

    danke für die Antworten. Leider bin ich neu in diesem Bereich,
    daher kenne ich keine der großen. Werde mir die Sänger/innen
    mal anschauen die ihr mir genannt habt.

    Ich mag Opernstücke nicht, wo zu hoch und langgezogen gesungen wird, wie teilweise in "The Flower Duet" das Fastel vorgeschlagen hat (so bei Spielzeit 2:58 min). Das wirkt auf mich nicht mehr entspannend. Höre mir die anderen Links noch an. Allerdings scheinen männliche Sänger (wie Pavarotti) auch nicht meins zu sein. Nimmt mich irgendwie nicht so mit, wie z.B. Frau Brigthman


    @Effjot
    Ich kenne es nur unter den Namen La Wally.
    http://youtube.com/watch?v=IMkqDW7OZ8c
    Ich weiß nicht ob es sich dabei um die besagte Arie handelt.


    Danke nochmal für die Hinweise :-)

    Danke und gruss
    chris
     
  5. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 22.07.08   #5
    Komponisten, sänger und musiker decken nicht alle bedürfnisse ab: die meisten wollen, dass man ihnen zuhört und denken weniger an therapeutische wirkung.
    Händel dachte gar, die menschen zu bessern mit seiner musik, Beethoven stellte sich vor, dass "die musik feuer schlagen müsse aus dem geiste eines mannes", Liszt hörte aus höflichkeit auf zu spielen, um das gespräch des zaren nicht zu stören.
    Und wie entspannt sich ein musiker, eine anstrengende probe hinter sich, eine aufführung, die all sein können beansprucht, vor sich? Durch absolute stille. Die ist nicht zu hoch, zu lang, zu laut, zu männlich, sie stört nicht: sehr empfehlenswert.
     
  6. ChrisMS

    ChrisMS Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.08   #6
    Hallo,
    habe mir die verschiedenen Intepreten nun angehört und Frau Netrebko scheint das zu sein was ich suche. Nochmals danke für den Tipp. "Meine Lippen küssen so heiß" ist total genial *smile*

    @Günter
    Jetzt weiß ich nicht ob Du mir damit sagen wolltest, das ich die Musik einfach genießen sollte anstatt rumzumosern oder etwas anderes, aber leider kann ich nichts konstruktives aus deiner Äußerung entnehmen. Bin halt ein einfaches Gemüt und kann halt nur in meiner primitiven Art und Weise beschreiben was mir gefällt und was net. Ob Kollege Händle der JVA nun ein Hilfsmittel zur Verfügung stellen wollte oder net, ist mir egal wenn ich in der Badewanne sitze und entspannde Musik hören möchte!

    regards
    chris
     
  7. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 24.07.08   #7
    Auf einem forum trifft man halt leute, denen man sonst selten begegnet, du jemanden, der sein leben lang musik gemacht hat und ich jemanden, der sich zu für ihn geeigneten weisen in der badewanne entspannt (pass auf, dass dir der player nicht ins wasser fällt!). Kein wunder, dass sich die beiden verwundert betrachten: mir erschien deine sichtweise grotesk, und du verstehst wahrscheinlich nicht, dass musik auch andere funktionen haben kann.
    Immerhin hat Anna Nebtrenko deine ansprüche erfüllt, und wenn du weiter suchst (etwas suchen, ist schon ein erster schritt), findest du auch noch mehr, was ich dir von herzen wünsche.
     
  8. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 29.07.08   #8
    Mal so gesagt: Es gibt (in jedem Musikstil!) wenige Werke, die einen sofort emotional "umhauen" und 99% andere, bei denen das nicht der Fall ist.

    Einerseits ist es legitim: Bitte welche Stücke für mein Ohr?

    Andereseits wird die Welt schnell langweilig, wenn man in der Consumer-Ecke verharrt, da ja nur wenige speziell für meine Ohren komponieren und komponiert haben. Das ist schade, weil es ja praktisch ein unendliches Angebot gibt - und deshalb für einen selbst ärgerlich, wenn man nicht nutzen kann, was zur Verfügung steht. Alternative deshalb: Eigenes Bewusstsein erweitern, dann steht einem automatisch auch ein größeres "Angebot" zur Verfügung.

    Speziell was Klassik angeht, sind die Werke immer eng mit dem Leben, Leiden und Zeitgeist ihrer Verfasser verwoben. Vieles, was einem zunächst fremd erscheint, wird persönlich emotional stärker, wenn man sich etwas intensiver mit deren Urhebern beschäftigt - alles Menschen wie du und ich, die ihr Leben und ihre Gefühle in der Musik auf unterschiedliche Weise abgebildet haben.

    Und speziell was Opern angeht: Einzelne Arien sind immer Bestandteil einer Handlung. Manche dieser "Lieder" "funktionieren" emotional allerdings auch losgelöst davon (m.E. besonders viele bei Puccini).

    Die Schönheit (oder Funktion) der meisten jedoch bleibt einem verborgen, wenn man den den Hintergrund der Handlung nicht kennt. Und der ist immer so alt wie die Menscheit - und meist nicht komplizierter als Lindenstraße, GZSZ und jedem Kinofilm:

    Es geht um Männer, Frauen, Macht, ums Gute und Böse. Frau zwischen 2 Männern, Herrscher werden attackiert, Intrigen gesponnnen, Fäden und Seilschaften gezogen, es wird erpresst, gemordet, spioniert, geliebt, verdammt, verachtet, geächtet, beschützt, befreit, gelitten, bestraft, triumphiert. All das steckt in der Musik, ihrer Harmonik, den Sängern, den Melodien und den Tonhöhen.

    Inwieweit man sich diese reichhaltigen musikalischen Möglichkeiten emotional zugänglich machen möchte, muss halt jeder selbst entscheiden.

    Für mich persönlich kann ich nur sagen, dass es nichts Schöneres gibt, als jederzeit die freie Wahl zwischen Mittelaltermöchsgesängen über Barock, Klassik, Romantik, 12Tonmusik, Blues, old & modern Jazz, Rock, Metal, Fusion, Folk, Country, Rap , House und Garagerock zu haben. Sofern es gut gespielt ist, Akzente setzt und nicht erkennnar als billige Kopie einer Modeerscheinung daherkommt. Sehr Vieles hat seinen Platz in der Musikgeschichte. Wenn heute oft beruflich "lebenslanges Lernen" gefordert wird - in Musik und Kunst ist das schon immer Standard - zumindest als "Hörer" hat man alle Möglichkeiten völlig risikolos zur Hand. Welch Reichtum!
     
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