Suche trauriges Gedicht

von Aufkleber27, 11.12.07.

  1. Aufkleber27

    Aufkleber27 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.12.07   #1
    Hi,

    ich muss nächste Woche in der Schule ein Gedicht vortragen. Ich dachte da eher an ein trauriges Gedicht, bei dem man Teelichter oder so anzünden kann um die Stimmung im Raum ein wenig in die Richtung des Gedichtes zubringen. Ihr fragt euch warum unbedingt ein Trauriges? Nun gut, ich bin nunmal immer etwas depri/traurig drauf (zumindest in der Schule) und deswegen dachte ich, dass das passt.

    Kennt ihr da Gedichte? Wenn möglich von einem etwas bekannterem Dichter, da ich über ihn etwas sagen muss. Das Gedicht sollte mindestens 4Verse mit jeweils 4Zeilen haben. Aber auch nicht viel mehr :p

    Danke schon einmal.

    LG
    Aufkleber
     
  2. Houellebecq!

    Houellebecq! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.12.07   #2
    wo wir hier schonmal im musiker-board sind, schau dir mal die gedichte aus der winterreise (schubert) oder pierrot lunaire (schönberg) an
     
  3. Sticks

    Sticks Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 17.12.07   #3
    Na, da bietet sich doch Goethes Erlkönig an (auch wenns "8 x 4" sind) ;)

    Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
    Es ist der Vater mit seinem Kind.
    Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
    Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.

    Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?
    Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht!
    Den Erlenkönig mit Kron' und Schweif?
    Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.

    Du liebes Kind, komm geh' mit mir!
    Gar schöne Spiele, spiel ich mit dir,
    manch bunte Blumen sind an dem Strand,
    meine Mutter hat manch gülden Gewand.

    Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
    was Erlenkönig mir leise verspricht?
    Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind,
    in dürren Blättern säuselt der Wind.

    Willst feiner Knabe du mit mir geh'n?
    Meine Töchter sollen dich warten schön,
    meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
    und wiegen und tanzen und singen dich ein.

    Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
    Erlkönigs Töchter am düsteren Ort?
    Mein Sohn, mein Sohn, ich seh'es genau:
    ss scheinen die alten Weiden so grau.

    Ich lieb dich, mich reizt deine schöne Gestalt,
    und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!
    Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an,
    Erlkönig hat mir ein Leids getan.

    Dem Vater grauset's, er reitet geschwind,
    er hält in den Armen das ächzende Kind,
    erreicht den Hof mit Mühe und Not,
    in seinen Armen das Kind war tot.