Synthesizer Kaufberatung

von Prof.Reverb, 20.01.18.

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Casio
  1. Prof.Reverb

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    Erstellt: 20.01.18   #1
    Hallo in die Runde.
    Ich habe evtl. mal einen Exkurs in die Welt der Synthesizer vor. Kenne mich damit aber nicht wirklich aus. Daher bin ich schnell mit dem Angebot auf dem markt überfordert. Ich habe nun mal den Fragebogen ausgefühlt, der unten folgt. Da steht schon einiges drin. Nach meiner bisherigen Rescherche habe ich folgende Geräte in die engere Wahl genommne. Ob sie aber auch auf meine individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind, kann ich nicht wirklich beurteilen, da extrem viele Beispielvideos einfach für mich nicht brauchbar sind. Da die Geräte aber scheinbar sehr felxibel sind, heißt das ja nicht, nur weil Gerät XY in Beispielvideo Z nicht meinen Vorstellungen entspricht, dass der Synth grundsätzlich für mich unbrauchbar ist.
    In die engere Wahl habe ich dezeit genommen.
    1. Korg MS 20 mini
    2. Doepfer Dark Energy II
    3. Arturia Microbrute

    Weitere Einzelheiten könnt ihr dem Fragebogen entnehmen. Bin auf eure Anregungen und Ratschläge gespannt.
    (1) Welches Budget steht dir zur Verfügung? (Bitte unbedingt angeben!)
    bis 550 €
    [x] Gebrauchtkauf möglich, aber tendenziell eher ungern.

    (2) Ist bereits Equipment vorhanden, das weiterbenutzt werden soll?
    [x ] ja: __diverse Gitarrenpedale_________________________________ _______________
    [ ] nein

    (3) Wie schätzt du deine spieltechnische Erfahrung mit Tasteninstrumenten ein?
    [ x] Anfänger - Hatt aber früher mal Keyboardunterricht und bis vor ein paar jahren ein solides Stagepiano
    [ ] Fortgeschrittener
    [ ] ambitionierter Fortgeschrittener
    [ ] Profi (Berufsmusiker)

    (4a) Wo wirst du das Instrument bevorzugt einsetzen?
    [x ] Zuhause
    [ ] auf der Bühne
    [ ] im Proberaum
    [ ] im Studio

    (4b) Wie oft wirst du es bewegen?
    oft, zum Auftritt und proben

    (4c) Welches Gewicht willst du maximal schleppen?
    bis zu ___ ?? kg

    (5) Zu welchem Zweck benötigst du das Instrument (als Klavierersatz, in der Live-Band, als Soundlieferant im Studio, als Alleinunterhalter-Board, ...)
    Homerecording. Software steht nicht zur Debatte. Ich bin ein Hardware Typ

    (6) Welche Musik-Stile spielst du und in welchen Besetzungen?
    Indie, Avantgard, Experimentell

    (7) Welche Gerätetypen kommen für dich in Frage?
    [xx ] Klangerzeugung und Tastatur im selben Gerät (Standalone-Geräte)
    [] Computer + Soundkarte + MIDI-Masterkeyboard (Computer-Software plus separate Tastatur)
    [ ] Expander + MIDI-Masterkeyboard (Einzelgeräte jeweils für Klangerzeugung und Tastatur)
    [ ] Wie oben, aber Expander 19-Zoll-Rack geeignet

    (8) Welche Tastaturgrößen kommen für dich infrage?
    [x ] 25
    [x] 37
    [ ] 49
    [ ] 61 (Standardgröße Keyboards/Orgeln)
    [ ] 73/76
    [ ] 88 (Standardgröße Klavier)

    (9) Welche Tastaturtypen kommen für dich infrage?
    [x ] leicht- bzw. ungewichtet (Standard Keyboards/Orgeln/Synthesizer)
    [x ] Hammermechanik (wie beim Klavier)

    (10) Soll dein Instrument "Spezialist" auf einem bestimmten Soundgebiet sein?
    [ ] ja: ___________________________________ _______________
    [ ] nein, lieber ein Allrounder

    (11) Welche Funktionen sind dir besonders wichtig?
    [ ] Standard-Sounds (Piano, E-Piano, Orgeln, Streicher, Bläser etc.)
    [ ] Synthese (Sounds mit subtraktiver Synthese, FM, DSP u.ä. erstellen)
    [ ] Sampling (Sounds und Geräusche aufnehmen und triggern)
    [ ] Sequenzer/Midi-Recorder (Songs/Performances/Backings aufnehmen und abspielen)
    [ ] Audio-Recorder (Audio aufnehmen/laden und abspielen)
    [ ] Begleitautomatik / Rhythmusgerät
    [ ] Masterkeyboardeigenschaften (zum Ansteuern anderer Geräte)
    [ ] Eingebaute Lautsprecher
    [ ] Eingebaute Effekte (falls gewünscht, konkret: __________)
    [ ] sonstiges:

    (12) Hast du bestimmte Ansprüche an die Optik? (klavierähnliches Aussehen, wohnzimmertauglich etc.)
    Ja! Korg MS 20 mini und/oder Doepfer Dark Energy II finde ich persönlich sehr schick.

    (13) Sonst noch was? Extrawünsche, Hinweise oder Anmerkungen?
    Ich habe keine Vorstellung davon, welches Geär für was so wirklich am besten geeigent ist. Ich suche etwas, dass meine Expermentierfreude befriedigt. Mir schweben in etwa so Klangexperimente in Richtung The Notwist vor. Was ich auf gar keinen Fall brauche und möchte ist ein Speziallist für so kitschige Newage-Dubsteb-Clubsounds.
     
  2. synthos

    synthos Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 20.01.18   #2
    Hi,

    Also der Dark Energy II hat überhaupt keine Tasten und passt von daher nicht zu deiner Antwort bei Frage 7, und MS-20 mini sowie Microbrute haben nur Minitasten. Das muss nicht unbedingt ein Problem für dich sein, ist aber auf jeden Fall anders als bei dem Keyboard und Stage Piano, die du kennst.

    Alle drei ausgewählten Synthesizer sind auch nur einstimmig, d. h. ein mehrstimmiges Spiel ist nicht möglich.

    Grüsse,
    synthos
     
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  3. Prof.Reverb

    Prof.Reverb Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.01.18   #3
    Ja beim doepfer könnte ich aber eine Tastatur anschließen.
    Minitasten stellen kein Problem dar.

    Was genau heißt denn Mehrstimmigkeit? Polyphony, ha den Begriff jenbe ich. Also mehrere Töne gleichzeitig. Heißt im Umkehrschluss das ich meine Akkorde spielen kann. Richtig? Wäre jetzt auch nicht wirklich wichtig. Unter dem Ausschluss der von dir genannten Kriterien... Welcher synth macht such da am besten. Also der korg MS 20 kommt ha eigentlich überall sehr gut weg und scheint sehr flexibel zu sein. Mit dem liebäugel ich am meisten
     
  4. synthos

    synthos Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 21.01.18   #4
    Ja, genau.

    OK, wenn das alles keine Rolle spielt, dann hast du natürlich die volle Auswahl. Dafür wird es vermutlich schwierig, den Besten zu finden.

    In der Kategorie "Synthesizer mit Steckfeld" würde ich in dieser Preisklasse jedenfalls noch den Dreadbox Erebus und den Behringer Model D genauer ansehen.

    Grüsse,
    synthos
     
  5. Prof.Reverb

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    Erstellt: 21.01.18   #5
    Okay, aber warum? Was genau spricht gegen den korg? Oder ist das einfach deine persönliche Präferenz aufgrund deines Geschmacks?
    --- Beiträge zusammengefasst, 21.01.18 ---
    Ach ich sehe gerade, dass du dich gar nicht wirklich gegen den korg ausgesprochen hast :-)
     
  6. synthos

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    Erstellt: 21.01.18   #6
    Für mich persönlich wären nur die Minitasten ein Problem, ansonsten ist der MS-20 mini bestimmt ein guter Synthesizer. Mit den anderen beiden Modellen wollte ich lediglich deine Auswahl noch ein bisschen vergrössern, damit du dir die vielleicht auch noch ansiehst.

    So wie ich das sehe, haben z. B. der Dark Energy II und der MicroBrute nur einen Oszillator, MS-20 mini und Erebus haben zwei, und der Model D hat sogar drei Oszillatoren. Das hat schon auch einen Einfluss auf die klanglichen Möglichkeiten.

    Grüsse,
    synthos
     
  7. Prof.Reverb

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    Erstellt: 21.01.18   #7
    Ah okay. Ja also die minitastatur stört mich nicht. Ich hab in mehreren älteren Rezensionen des korg gelesen, dass er zum rauschen neigt. Weist du ob das immer noch so ist, oder hat Roland da inzwischen was dran gemacht?

    Das einzige was mich am MS 20 mini auf den ersten Blick etwas stört, ist, dass er aufgrund der Kunststoffverkleidung nicht so wirklich wertig wirkt. Da macht der erebus oder doepfer schon einen besseren Eindruck. Da müsste man aber noch ne Tastatur zu kaufen u sue haben keinen Kopfhörer Anschluss
     
  8. synthos

    synthos Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 21.01.18   #8
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Korg (!) noch etwas am MS-20 mini verändert hat. Nach der Veröffentlichung dieses MS-20-Nachbaus im Jahr 2013 kamen ja die Neuentwicklungen von Korg: Minilogue, Monologue und jetzt der Prologue, sowie die Volca-Reihe. Damit waren die Ingenieure sicher gut beschäftigt.

    Grüsse,
    synthos
     
  9. egoldstein

    egoldstein HCA Synthesizer HCA

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    Erstellt: 21.01.18   #9
    Für einen Einsteiger würde ich schon einen etwas breiter aufgestellten Synth empfehlen. Und zwar…

    • …mit Polyphonie. Mehr spielbare Noten erweitern den Einsatzbereich eines Synthesizers noch mal deutlich. Akkorde, Harmonien, ausklingende Arpeggios…als Einsteiger mag man denken, das wäre unnötig. Aber wer schon mal einen polyphonen Synthesizer hatte, will sich nicht mehr nur auf monophon beschränken. Das Gute ist, dass man polyphone Synthesizer auch auf monophon umschalten kann. Andersrum geht es natürlich nicht.
    • …mit Presets. Gerade im Bandkontext ist es Gold wert, wenn man nicht jeden Sound für jeden Song erst neu programmieren muss, sondern seine Ergebnisse auch abspeichern und auf Knopfdruck wieder abrufen kann. Erst recht, wenn man noch andere Instrumente spielt. Bei MS-20 oder Dark Energy geht das nicht.

    Knapp über deinem Budget (598€) gäbe es den Korg Minilogue neu. Der ist vierfach polyphon, klingt ziemich gut, hat Presets und darüber hinaus noch einen Sequenzer (zum Aufnehmen/Abspielen von Noten und Klangveränderungen) und ein Oszilloskop (zum besseren Verständnis der Synthese) an Bord.
    Unter analogen Synthesizern für Einsteiger um die 500€ wäre das meine beste Empfehlung.

    Du kannst dir ja mal die 100 Presets durchhören, die von Anfang an auf dem Minilogue vorhanden sind:


    Sicherlich sind da auch ein paar dabei, die dir weniger gefallen, aber die kannst du dann einfach löschen. :)
     
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  10. Claus

    Claus MOD Brass&Keys HCA Tp Moderator HCA

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    Erstellt: 21.01.18   #10
    Richtig, Du spielst dabei praktisch immer nur die Melodie wie auf einer Flöte, aber im Gegensatz zur Flöte natürlich mit total veränderbaren Klängen, Tonfolgen des Arpeggiators und Rhythmen (soweit eingebaut).

    Im Weiteren kann ich mir nur dem Rat von @egoldstein anschließen.

    Ich möchte noch ein paar Geräte zum Antesten vorschlagen, die ich gerade für einen Einsteiger für vielseiseitiger halte als die drei Monophonen der Erstauswahl.

    Beim ersten Synthie würde ich immer einen Allrounder nehmen, das war bei mir vor über 30 Jahren ein DX-7. :D
    Soll heißen, es wäre ein mehrstimmiger Synthie mit möglichst 61 "normalen" anschlagdynamischen Tasten. Auch bei einem Wavetable kannst Du immer noch von "etwas" bis "genug" am Klang herumschrauben, wenn Du das magst. Für den Klangaufbau von Grund auf gibt es heute ziemlich gute Software-Synthies, teilweise sogar als Free-Ware.

    Mit einem Budget 500 EUR könnte z.B. der MX61 V2 als B-Stock noch knapp gehen.
    https://www.thomann.de/de/yamaha_mx61_v2_blue_b_stock.htm

    Mit zunehmend größerem Budget kommen drei m.E. weitere interessante Geräte ins Spiel
    https://www.thomann.de/de/roland_juno_ds_61.htm
    https://www.thomann.de/de/korg_kross_2_61_b_stock.htm
    https://www.thomann.de/de/behringer_deepmind12.htm

    Gruß Claus
     
  11. Prof.Reverb

    Prof.Reverb Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.01.18   #11
    Ich verstehe das Argument zwar, aber eigentlich finde ich das nicht so gut, weil einen die Möglichkeiten die man so hat, auch erschlagen können. Ich denke das schon ein MS 20 mini echt so viele Möglichkeiten bietet, dass man da erstmal überfordert ist. Der Synth soll in dem Sinne auch kein hauptinstrument sein, sondern eine klangliche Ergänzung.
    Eine band existiert zwar, aber ob wir je mal auftreten und einen Synth einsetzen ist nicht absehbar.
    Ja, verstehe das das praktisch ist. Aber mir gefällt der Gedanke, alle immer wieder von neu generieren zu müssen.
    Ich bin jetzt bei knapp der Hälfte des Videos angekommen. Es hat mir noch nicht eibn Sound wirklich gefallen.

    Versteht mich nicht falsch. Ich möchte eure Erfahrungswerte gar nicht in Zweifel ziehen, aber ich denke es ist auch entscheidend aus welcher musikalischen Ecke man kommt. Ich bin da schon etwas roher veranlagt. Und mein Gefühl sagt mir, dass ein Polyphoner Digitalsynth mir keine Freude bereiten wird. Ich habe mir gestern auch schon verschiedene Sachen angehört und ich lande immer wieder beim MS 20 mini oder dem Doepfer
     
  12. Claus

    Claus MOD Brass&Keys HCA Tp Moderator HCA

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    Erstellt: 21.01.18   #12
    Dann ist das doch schon eine Entscheidung und weitere Beiträge können sich auf Erfahrungen mit diesen beiden Synthies beschränken.

    Ideal wäre natürlich, wen Du selbst diese beiden Instrumente auszuprobierst und dich nach Bauchgefühl für den
    Korg MS-20 mini oder den Doepfer Dark Energy II entscheidest.

    Gruß Claus
     
  13. Prof.Reverb

    Prof.Reverb Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.01.18   #13
    `Ja da hast du recht. Mir wäre es lieb wenn man sich im weiteren bei der Beratung auf die von mir erwähnten Geräte beschränkt. Der Moog Sub Phatty käme, auch wenn er das Budget übersteigt evtl. auch noch in Frage.

    Vielleicht noch mal was ganz grundlegendes. Ich bin ein Harwaretyp und habe kein problem damit, über einen längeren Zeitraum hinweg, verschiedene geräte anzuschaffen. Sofern ich tatsächlich gefallen an der Sache finde. Daher wollte ich noch fragen, ob es grundsätzlich möglich ist, alle Synthesizer miteinader zu verbinden. Also als Besispiel... Angenommen ich würde einen Korg MS 20 mini anschaffen und in einem jahr den Dopefer Dark Energy. Dann kann ich die Geräte miteinander koppeln nehme ich an.
     
  14. egoldstein

    egoldstein HCA Synthesizer HCA

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    Erstellt: 21.01.18   #14
    Nun, das würde ich in dem Fall nicht sagen. Bei Polyphonie kannst du immer noch monophon spielen, indem du nur eine Taste gleichzeitig drückst und/oder den Synth auf monophon schaltest. Das ist recht überschaubar, gerade wenn man als Vergleich den MS-20 mit seiner Patchmatrix als Vergleich nimmt. Da würde ich den Minilogue doch als deutlich übersichtlicher bewerten. Aber wenn du dessen Klang nicht magst, ist die Entscheidung natürlich schon gefallen. :)

    Okay, nur zuhause fällt das erneute Einstellen natürlich weniger ins Gewicht. Fürs "Abspeichern" kann man dann auch die Einstellungen fotografieren und später rekonstruieren.

    Wenn der Klang des MS-20 (mini) genau das ist, was du willst, dann wird es wohl auch auf ihn hinauslaufen. Er hat einen recht eigenständigen Klang, den man entweder mag oder nicht. Abgesehen von ein paar Software-Emulationen oder seinen Verwandten (Alter MS-10, Alter MS-20, MS-20M, MS-20 als Bastelset) gibt es auch kaum andere Synthesizer, die wie er klingen.
    Aber Anspielen würde ich ihn dennoch mal. Seine Tastatur ist nicht Jedermanns Sache und das Rauschen, besonders bei geschlossenem Filter, hat ihn schon ein paar Mal wieder von meiner persönlichen Wunschliste entfernt.

    Der Dark Energy II klingt natürlich deutlich anders, ist aber auch keine schlechte Wahl. Ein Keyboard zum Ansteuern wäre dann natürlich auch fällig.
    Vor ein paar Tagen wurde auf der NAMM-Messe sein Nachfolger, der Dark Energy III angekündigt, der unter anderem die Wahl zwischen Sägezahn und Dreieck-Wellenform beim Oszillator erlaubt. Dadurch ist er ein bisschen flexibler.
    Ein Veröffentlichungsdatum ist noch nicht bekannt, aber falls es der Dark Energy werden soll, würde ich das noch abwarten. Und sei es nur, weil der IIer dann im Ausverkauf günstiger wird.

    Ja und Nein.

    Über MIDI können die meisten Synthesizer Befehle geben, um beispielweise Noten zu spielen. Bei den meisten Syntheiszern mit Tastatur kann man damit auch andere Synthesizer ohne Tastatur ansteuern. Allerdings hat der MS-20 Mini ausnahmsweise keinen MIDI-Ausgang, so dass er diese Funktion nicht erfüllt.

    Analoge Synthesizer können zudem über Kontrollspannungen (CV) miteinander kommunizieren, so dass man Elemente des einen Synthesizers durch einen anderen Synthesizer steuert. Allerdings nutzt der MS-20 mini dabei ein Hz/V-Signal, das ziemlich unüblich ist und bei Synthesizern, die ein V/Oct-Signal erwarten (wie der Dark Energy), zu falschen Ergebnissen führt. Möchte man damit Tonhöhen ansteuern, um einen Synthesizer melodisch zu spielen, kann das schon etwas schief klingen.

    Immerhin: das Ausgangssignal des Doepfer Dark Energy könntest du beispielsweise in den Audio-Eingang des MS-20 Mini einspeisen, um dessen Filter und Hüllkurven zu nutzen. Umgekehrt geht das auch mit dem Audio-Eingang des Dark Energy.
     
  15. Prof.Reverb

    Prof.Reverb Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.01.18   #15
    Okay vielen Dank.
    Also das mit dem Rauschen ist mir beim MS 20 auch ein wenig ein Dorn im Auge. Es wird gesagt, dass das im bandkontext nicht weiter in Gewicht fällt, aber beim recorden alleine zu hause schon. Und das ist ja das, was ich vornehmlich tun möchte. Was könnt ihr mir den über den Moog Sub Phatty sagen? Steht auch noch zur Debatte.
     
  16. egoldstein

    egoldstein HCA Synthesizer HCA

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    Erstellt: 21.01.18   #16
    Der Sub Phatty ist größtenteils ein ziemlich übersichtlicher und damit anfängerfreundlicher Synthesizer, der zudem etwas dreckiger klingt als manche andere Moog-Synths. Klanglich durchaus reizvoll, wenn auch deutlich anders als ein MS-20 mini.
    Allerdings sind manche wichtige Parameter (z.B. Flankensteilheit des Filters, LFO-Bereich) nur erreichbar, wenn man bestimmte Tastenkombinationen drückt, die alles andere als intuitiv sind und die Bedienbarkeit wieder einschränken. Zudem ist er mit fast 900€ auch kein Schnäppchen.

    Allerdings könnte ich mir noch etwas anderes vorstellen:

    Vor ein paar Tagen auf der NAMM wurde auch der Arturia Minibrute 2 angekündigt, der im März erscheinen und etwa 650€ kosten soll. Mit seiner 6*8-Matrix auf der rechten Seite hat er durchaus Ähnlichkeit mit dem MS-20 mini, sollte aber - wie andere Arturia-Synths - weitaus weniger rauschen. Die klangliche Vielseitigkeit dürfte mit dem MS-20 vergleichbar, wenn nicht sogar größer sein. Wenn dir schon der Microbrute gefällt, bietet der Minibrute 2 einen sehr ähnlichen Klang, aber mit mehr Features.

    Zudem sind seine CV-Signale kompatibel mit vielen anderen analogen und modularen Synths, viel mehr noch: Arturia hat auch den Rackbrute angekündigt, ein Rackgehäuse und Netzteil für Eurorack-Module.

    Eurorack-Module sind einzelne Elemente von Synthesizern (Oszillatoren, Filter, Hüllkurven…), die man beliebig in unzähligen Variationen miteinander kombinieren kann. Wenn du erwähnst, dass du dir über längere Zeit mehr Geräte anschaffen würdest, kann ich mir vorstellen, dass du auf lange Sicht mit dem Aufbau eines Eurorack-Modularsynths mehr Spaß haben wirst als mit einzelnen, kompletten Synthesizern.

    So könntest du mit dem Minibrute 2 anfangen und dich damit vertraut machen. Wenn du dann mehr willst, holst du dir das passende Rackbrute-Gestell und ein paar Eurorack-Module deiner Wahl. Die kannst du dann nach Belieben ergänzen und umstellen und erweiterst damit jedes Mal deine Möglichkeiten…

    Oder du könntest dir dann immer noch den Dark Energy dazukaufen und über den Minibrute 2 steuern. Das wäre auch kein Problem.
     
  17. Prof.Reverb

    Prof.Reverb Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.01.18   #17
    Okay, ja den dark energy kann ich aber auch über den MS 20 steuern oder hab ich das falsch verstanden?
     
  18. Prof.Reverb

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    Erstellt: 21.01.18   #18
    Ach ich sehe gerade, dass ich mich vertan gave. Du hast gesagt, das ich den doepfer in den Jörg einspeisen kann. Was wiederum zur Folge hat, dass ich den doepfer nicht durch den Jörg ansteuern kann. Klingt logisch.

    Ich hab auf dem Gebrauchtmarkt jetzt mehrere Angebote eines korg MS 20 iC entdeckt. Damit ich das richtig verstehe. Korg MS 20 mini und korg MS 20 iC sehen zwar gleich aus, sind aber nicht identisch, weil der iC ein Software Sequenzer ist, den man ohne Computer gar nicht spielen kann?

    Ich hab da Schwierigkeiten mit einigen begriffen. Sequenzer ist einer davon. Was genau bedeutet das. Von doepfer gibts da auch irgendwie so was wie dark red oder so. Soll auch "nur" ein Sequenzer sein. Verstehe nicht was es damit auf sich hat
     
  19. egoldstein

    egoldstein HCA Synthesizer HCA

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    Erstellt: 21.01.18   #19
    Wie schon erwähnt:

    In diesem Video wird es ab 9:58 kurz mal ausprobiert. Wie man hört, klingt es ziemlich verstimmt. So wird es auch beim Dark Energy II sein. Oder bei den meisten anderen Synthesizern, die kein MS-20 sind.

    Bei anderen Zielen als der Tonhöhe würde es wohl weniger stören und vielleicht zu interessanten Ergebnissen führen. Aber der hier wohl wichtigste Einsatzzweck, über die Tastatur des MS-20 mini den Dark Energy wie einen normalen Synthesizer zu spielen, fällt weg.

    Es gibt inzwischen extra für den MS-20 auch einen Converter, mit dem sich die Signale nach V/Oct umwandeln lassen. English Tear heißt er und kostet etwa 145-175€, Stromversorgung nicht mit einberechnet. Der Converter zielt aber mehr auf die User ab, die schon eine Eurorack-Sammlung haben und diese noch mit einem MS-20 ansteuern wollen. Für Einsteiger, die sich ihre Sammlung erst aufbauen, wäre ein MS-20 als Steuerzentrale eher umständlich.

    Genau, die Audiosignale lassen sich einspeisen. In dem Fall wird der Synth, in den das Signal geht, quasi zu einem Effektgerät.
    Dafür muss es natürlich auch erst ein Audiosignal geben. Und dafür müsste man dem Dark Energy erst einmal sagen, dass er eine Note spielen soll, was vom MS-20 aus eben nicht zufriedenstellend geht.

    Der MS-20 IC ist einfach nur ein Controller, mit dem man eine Software-Version des MS-20 bedienen kann. So dass zwar Software die Töne erzeugt, aber das Spielgefühl sich wie bei einem Hardware-Synthesizer anfühlt. Ohne Software ist der MS-20ic aber relativ nutzlos, also vergiss den lieber. ;)

    Ein Sequenzer kann einem Synthesizer die Befehle geben, dass er bestimmte Noten in einer bestimmten Reihenfolge spielen soll, die in der Regel wiederholt wird.
    Du könntest einen Sequenzer also so programmieren, dass er die Noten "C-C-E-G" abspielen soll. Wenn der Sequenzer dann an einen Synthesizer angeschlossen wird und läuft, spielt der Synthesizer genau diese vier Noten in einer endlosen Wiederholung. Das geht natürlich auch noch komplexer, aber das Prinzip bleibt das selbe.

    Vereinfacht gesagt: ein Sequenzer kann einem die Arbeit abnehmen, über eine Tastatur selbst zu spielen. Das ist für manche Genres sogar erwünscht.

    Aber für den Einstieg würde ich einen Sequenzer eher als Ergänzung und nicht als Ersatz für eine Tastatur sehen. Zumal die Programmierung von Sequenzern auch weniger intuitiv und direkt ist als das Spielen über eine Tastatur.
     
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  20. Prof.Reverb

    Prof.Reverb Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.01.18   #20
    Jap, um saubere Melodien zu spielen sicher unbraucbar. Aber man könnte den Effekt sicher auch gezielt und gewollt nutzen :-)
    Mach ich :-)
    Ah, ich hab micht schon gefragt... Denn bei vielen Demovideos spielen die User oft nur einen Ton auf der Tastatur, es läuft aber die ganze Zeit eine Endlosschleife mit mehreren Tönen, die sich eben verändert, wenn man eine taste auf der Tastatur drückt. Nur um das klar zu bekommen. Beim Korg ms 20 mini kann ich lediglich die Töne auf der Tastatur spielen, aber ich kann die Tonfolge nicht in eine Dauerschleife setzen um dann beide Hände frei zu haben um weiter am den Soundparametern zu schrauben?
     
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