Synthie mit Looper

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Guten Tag Zusammen,
ich komme bei einer Suche einfach nicht ans Ziel und befürchte, dass es an Sprachvewirrung und Unkenntnis verschiedener Begriffe liegt. Daher beschreibe ich jetzt mal nicht, was ich suche, sondern wie meine Vorstellung eines bestimmten Ablaufes ist:

Ich möchte einen Synthie mit Presetsounds spielen und diese Sounds live beeinflussen können. Zu irgendeinem Zeitpunkt möchte ich dann einen Knopf drücken, was ich gerade spiele wird aufgenommen und nach vier Takten (oder wenn ich nochmal drücke, oder nach einem Takt, oder was weiß ich) soll das gespielte aufgenommen und in einer Schleife wiedergegeben werden.

Stelle ich mir das als mir bekannte Einzelgeräte vor, dann sind das ein Synthesizer, ein Controller-Keyboard und ein "Tret"-Looper oder eine iPad-Looper App. Aber gibt es das auch in einem Gerät?

Schonmal Danke für Hinweise und Ideen!
 

Hallo Jens,

ich verwende das Akai MPC Key 61, das sollte das (im gewissen Rahmen) können (ist nicht so ganz mein Anwendungsfall, daher auch nur die vage Angabe).

Leider ist die Produktion des Key 61 mittlerweile eingestellt, es gibt aber neu noch das Key 37, das sollte das in ähnlicher Form bewerkstelligen können.

Ansonsten hat das Roland VR09-B einen Looper an Bord, dieses hat aber lediglich Preset-Klänge und keine Synthesizer Engine.

Gruß

Michael
 
  • Ersteller
  • #3
Hallo Michael,
MPC Key ist hochinteressant, allerdings sieht es mir beim Looper erstmal wenig intuitiv aus. Theoretisch kann mein Korg* Kross auch loopen - aber eben nicht so nebenbei aus dem Ärmel... :unsure:. Das soll wirklich ohne Vorbereitung zwischendurch mit einem Knopfdruck gehen. Oder anders gesagt: ein Sequenzer ist schon zuviel.
 

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Das soll wirklich ohne Vorbereitung zwischendurch mit einem Knopfdruck gehen.
Das Akai MPC erfordert generell eine gewisse Einarbeitungszeit, auf den ersten Blick ist alles sehr komplex.
Auch benötigt es in Sachen Loopen eine entsprechende Vorbereitung. Mal so eben spontan "aus der Hüfte schießen" (oder loopen 😉) ist da leider auch nicht.
 
Dafür gibt es z.B. "Bodentreter", also Effektgeräte hauptsächlich für Gitarre entwickelt: Keyboard -> Looper -> Mixer/Amp. Durch Knopfdruck wird der Aufnahmemodus gestartet und auch wieder gestoppt, wobei dann (manchmal einstellbar) automatisch die Wiedergabe startet. Was man während der Wiedergabe der Aufzeichnung selbst dazu live spielt, wird einfach durchgeleitet.

Ein gewisser Lester Paulfuss (bekannter als Les Paul) hat diese Technik entwickelt und auch auf der Bühne eingesetzt:


View: https://www.youtube.com/watch?v=uYXpzw2QWDY

Sicherheitshalber sollte geklärt werden, ob das Effektgerät auch für niederohmige Signale eines Keyboards geeignet ist (zum technischen Hintergrund vgl. z.B. https://www.musiker-board.de/threads/volume-pedals-niederohmig-und-hochohmig.152791/ anhand der Thematik Volumenpedal). Manchmal wird das direkt angegeben; ansonsten sollte man vorher nachfragen. Die Ausführung der Geräte für Keyboard oder Gitarre beeinflusst den "hinten" rauskommenden Frequenzbereich und das entsprechende Verhalten und damit den Klang (in wie weit man das hört, hängt von vielem ab).

Das Angebot an Loopern ist sehr groß und man muss halt schauen, welche Eigenschaften für einen selbst ein Muss oder vorteilhaft oder egal sind. Jetzt musst Du Dir halt einen Überblick über mögliche Features verschaffen (vgl. auch youtubes zu einzelnen Geräten) und Dich dann durch das Angebot arbeiten und Dir eine Entscheidung abringen. :prost:

PS: Der Vollständigkeit halber ist noch zu sagen, dass es durchaus auch Keyboards mit eingebauten Loopern gibt, was aber jedenfalls soweit mir bekannt so eine Art "Alleinunterhalter"-Maschinen sind. Bei den üblichen Geräten für Bandkontext ist mir nichts bekannt, und bei den leistungsfähigen Geräten gibt es so etwas meines Wissens nach gar nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
übliche Gitarren-Effektpedale haben eine Ausgangsimpedanz von um die 10kOhm, während eine Gitarre eine Ausgangsimpedanz von 250kOhm bis evtl. auch 500kOhm hat.

Looper für Gitarren sind normalerweise geeignet für Direktanschluss an Gitarre (Ausgangsimpedanz ca. 250kOhm, "High-Z") als auch dazu geeignet, nach weiteren "Stompboxen" / Effektpedalen (Ausgangsimpedanz ca. 10kOhm, "Line-Z") angeschlossen zu werden.
Von der Impedanz her, sind eher keine Probleme beim Anschluss von Gitarren-Loopern an Keyboards oder Synthis zu befürchten.

Den Pegel allerdings müsste man evtl. schon an Gitarren-Looper anpassen:
Gitarren-Tonabnehmer geben ca. 200mV Signalspannung ab, Keyboards oder Synthis könnten um die 2V abgeben. Da müsste man also den Pegel am Keyboard / Synthi evtl. etwas reduzieren, falls der Looper übersteuert wird und Verzerrungen auftreten.

Grüße
 
  • Ersteller
  • #8
Hi,

mir fällt dazu noch die Kiste ein https://sonicware.jp/pages/elz_1-play
Wobei "Keyboard" da schon etwas weiter hergeholt ist, wie ich finde

Gruß
Der Looper scheint genau so zu sein, wie ich mir das wünsche. Die "Tasten" wären mir nicht ganz so wichtig - Aber gibt es diese Loop-Funktion nicht auch bei anderen?
Beitrag automatisch zusammengefügt:

@Burkie + @soundmunich

Euer Einsatz freut mich sehr - Aber das ist nicht was ich suche. Ich spiele selbst Gitarre mit Looper Pedal und nutze ihn auch für Vocals. Dieses intuitive (oder auch nur für mich bekannte) Vorgehen möchte ich auf Midi übertragen.

Danke trotzdem 🙏
 
Zuletzt bearbeitet:
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Ach so,
du suchst eine Art "Midi-Looper"?
Damit kenne ich mich gar nicht aus.

Ich finde es sehr freundlich, dass du dich bedankst, obwohl dir unsere Tipps oder Ideen nicht weiter geholfen haben.
Das ist sehr freundlich und kollegial.

Grüße
 
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  • #10
Via Midi spielst Du ein Instrument, mit dem Du dann gleichzeitig i.d.R. nicht nochmal etwas anderes spielen kannst. Eine Midi-Aufzeichnung ist meiner Meinung nach nur relevant, wenn ich die Melodie oder was auch immer mit verschiedenen Sounds ausprobieren will.

Natürlich kann man Midi aufzeichnen, aber Keyboards sind meiner Kenntnis nach nicht dafür ausgestattet. Also müsste man das am Rechner machen und dann aber halt auch das Abspielen am Rechner starten. Vermutlich kann man das auch automatisieren, aber dann müsste man wahrscheinlich die "ganze Anlage" über den Rechner steuern. Es gibt Leute (Keyboarder), die solche Technik einsetzen, wie z.B. Schiller (ich konnte mir die Live-Anlage auch schon aus der Nähe anschauen). Im Prinzip sind da halt die Songs komplett gespeichert und werden halt Passagen mit programmiert eingestellten Sounds live gespielt, während andere quasi "vom Band" kommen.

Hast Du denn mal ein konkretes Beispiel, um welche Art Musik/Songs es geht und welche Passagen Du hier live speichern (warum muss das live sein?) und als Loop dann eine bestimmte Anzahl lang abspielen willst. Mir fehlt da echt die Vorstellung. Vielleicht denkt auch der eine oder andere zu kompliziert?
 
  • Ersteller
  • #11
...Vielleicht denkt auch der eine oder andere zu kompliziert?
Ja, das fürchte ich auch.
Midi aufzeichnen macht ja jedes Keyboard mit Sequenzer. Der Weg ist mir nur zu umständlich.
Das Ziel ist grundsätzlich ein geloopter Basslauf, den ich dann Drum spielend ergänze. Und live, weil das eben das Ziel ist: es live zu spielen 😇
 
  • #12
So, jetzt kommen wir langsam dazu, worum es wirklich geht ;)

Erst schreibst Du
Ich möchte einen Synthie mit Presetsounds spielen und diese Sounds live beeinflussen können.
Aber jetzt schreibst Du
Das Ziel ist grundsätzlich ein geloopter Basslauf, den ich dann Drum spielend ergänze. Und live, weil das eben das Ziel ist: es live zu spielen 😇

Ich verstehe das so, dass Du an den Drums sitzt und spielst und währenddessen einen gespeicherten Basslauf von einem Synth starten willst, den Du als Midi aufgezeichnet hast und wobei Du mit der gestarteten Midi-Aufzeichnung nun wieder den Synth steuern willst. Das klingt sehr nach "von hinten durch die Brust ins Auge" :rofl:.

Warum muss die Aufzeichnung Midi sein und einen Synth (zur Umsetzung live zwei Geräte erforderlich) ansteuern, statt als Aufnahme (zur Umsetzung live ein Gerät erforderlich) von einem Synth abgespielt zu werden. Eine Aufnahme ist und bleibt es immer.

Wieso musst Du als Drummer das Ganze veranstalten? Welchen Aufwand hältst Du für so eine kleine Stelle und Anwendung für angemessen?

Hast Du schon mal an eine Drum-Pad-Einheit gedacht, wie etwa

*

Da kannst Du Töne mit Sounds für einzelne Pads speichern und dann einfach live spielen. Vielleicht kann man da auch Sequenzen/Läufe auf einzelne Pads legen.

So etwas böte Dir an den Drums insgesamt sehr viele und vielfältige Anwendungen.
 
  • Ersteller
  • #13
@soundmunich
Ach, tut mir leid: ich dachte, mit einer gezielt zusammengekürzten Frage, finde ich eine Lösung schneller. Ohne die Frage nach dem Warum.

Die Situation:
Ich spiele Akustik-Drums plus Pads (DTX Multi). Der Song beginnt mit sphärischem Gedöns (z.Z. iPad), geht in rhythmisches Synthie-Gerödel über und endet in einem Synthie Basslauf (z.Z. K4) der geloopt (iPad) wird, damit ich dann mit den akustischen Drums starte. Der Basslauf wird dann über den DTX im Song transponiert.

Und was ich nun suche, ist grob ein Ersatz für iPad und K4 mit Tasten, Sounds, die Zugriff ermöglichen und intuitivem Loopeinsatz.

Was ich nicht suche, ist ein anderer Workaround.
 
  • #14
Die Situation:
Ich spiele Akustik-Drums plus Pads (DTX Multi). Der Song beginnt mit sphärischem Gedöns (z.Z. iPad), geht in rhythmisches Synthie-Gerödel über und endet in einem Synthie Basslauf (z.Z. K4) der geloopt (iPad) wird, damit ich dann mit den akustischen Drums starte. Der Basslauf wird dann über den DTX im Song transponiert.
Das ist doch genau der Ansatz für eine MPC?

Der Looper an Board der MPC ist nicht nur ein kleines Mitbringsel, sondern recht leistungsfähig:

View: https://www.youtube.com/watch?v=F3k7QYypYPs

Er kann Signale am Input der MPC aufnehmen, als auch interne Signale am Ausgang (resampeln).

So könnte man den den Bass mit einem der internen Plug-Ins und einem angeschlossenen MIDI-Keyboard oder mit den Key-Versionen der MPC "live" einspielen und diesen dann loopen und zu den Drums gehen. Das Geraschel vom iPad könnte als Tempo-Quelle vorher als Audio-Clip in die MPC importiert werden und im Hintergrund spielen, so lange wie man das denn braucht.

Der andere Ansatz wäre ein Rechner mit Audio-Interface, Ableton* Live und einem Push-Controller.
 
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  • #15
Ich spiele Akustik-Drums plus Pads (DTX Multi). Der Song beginnt mit sphärischem Gedöns (z.Z. iPad), geht in rhythmisches Synthie-Gerödel über und endet in einem Synthie Basslauf (z.Z. K4) der geloopt (iPad) wird, damit ich dann mit den akustischen Drums starte. Der Basslauf wird dann über den DTX im Song transponiert.
Irgendwie verstehst Du es, die wesentlichen Sachen auszulassen:

Wer spielt denn oder woher kommt das "sphärische Gedöns" und das "rhythmische Synthie-Gerödel" (zu diesen Formulierungen werden sich einige Keyboarder sicher ihre Gedanken machen ...), während Du die Drums spielst? Oder spielst Du erst die genannten Teile "sphärisches Gedöns" und "rhythmisches Synthie-Gerödel" und rennst dann zum Drum-Kit, um mit den akustischen Drums zu starten, wobei fraglich ist, was von mit den Synts passiert, während Du zwischen den Instrumenten rennst? Startet der Bsslauf, wenn Du von den Synths weggehst oder wenn Du an den Drums sitzt? Für mich unklar, verwirrend und vermutlich eben deinerseits furchtbar kompliziert gedacht.
 
  • Ersteller
  • #16
MPC schau ich mir auf jeden Fall genauer an - ich habe deren Entwicklung mangels Interesse nicht verfolgt und daher ist mir Teil fremd. Rechner, Ableton* Live usw. will ich aber nicht. Ebenso wenig möchte ich fertige Audioclips abspielen.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

@soundmunich
Na, ich spiele das - die ganze Frage wäre doch sonst Unsinn. Ich renne auch nirgendwo hin - ich sitze auf meinem Platz und spiele halt erst Synthie und dann loope ich was und dann trommel ich...

Aber was spielt das eigentlich für eine Rolle: ich suche doch ein Gerät mit bestimmten Funktionen - wofür, ist doch egal. Brauche auch gar keine Tipps, wie ich es anders machen soll. Mir ist der K4 zu eingeschränkt, das iPad zu unsicher und jeder Sequenzer zu umfangreich.

Ich teste jetzt einen Arturia pro mit einem Behringer* Pro800.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #17
Mir sind eben das Gerät und die Funktionen nicht klar. Aber ich klinke mich dann lieber aus.
 
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  • #18
Der Basslauf wird dann über den DTX im Song transponiert
Nimmst du denn jetzt schon im iPad MIDI-Daten auf? Benutzt du einen Klicktrack?


Ich teste jetzt einen Arturia pro mit einem Behringer Pro800.
Meinst du ein Arturia Keystep pro?

*

Was mich wirklich interessiert ist, wie machst du das mit dem Zeitbezug bei MIDI-Aufnahmen.

Der große Unterschied zu einem Audiolooper ist ja, dass hier im grunde ja kein fester Zeitbezug ist, wie bei MIDI. Spiele ich hier mit Gitarre eine Phrase ein, ist der Zeitbezug mein eigner Groove und die länger der Phrase. Der Audiolooper benutzt als Zeitbezug z.B. das Treten des Looperpedals.

Ein MIDI-Looper ist ja nichts anderes als ein Pattern-Sequenzer und dieser läuft nun mal in festen Takten ab.
 
  • Ersteller
  • #19
Ja, den meine ich. Die Frage verstehe ich evtl. nach meinen Versuchen. Ich berichte dann...

Und die erste Frage: ja ich nehme im iPad mit einem Software Midilooper auf. Ich lege die Länge der Phrase fest und geb ihm das Tempo vor. Dad Tempo schicke ich auch zu meinem Click.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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  • #20
Jetzt ergibt sich ein Gesamtbild 😃

Nein alles super und ich glaube das Keystep könnte sogar die bessere Wahl sein als eine MPC. Man kann das auch alles mit einer MPC machen, keine Frage aber man bekommt halt immer das komplexe MPC-Konzept mit dazu.

Das Keystep ist da etwas einfacher gehalten, was für dein Vorhaben vermutlich viel besser ist.

Ich war etwas verwirrt wegen der Begrifflichkeiten aber jetzt mit deinen Erklärungen ergibt sich das Gesamtbild und das finde ich durchaus spannend und nachvollziehbar. Ich würde es eher Live-Sequenzing nennen als Looping aber das ist auch eigentlich gar nicht wichtig. Wichtig das es für dich am besten passt und du das Umsetzen kannst, was du dir vorstellst. 😃
 
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