Synthie über Gitarren-Amp?

von Royaliste, 18.04.07.

  1. Royaliste

    Royaliste Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.04.07   #1
    Hallo lieber Tastenfreunde,

    als ich vor einiger Zeit mit dem Synthiespielen anfing, spielte ich, aufgrund mangelnder Lautsprecher mit Kopfhörern. Irgendwann kramte ich dann mal den Amp meiner E-Gitarre hervor (nix besonderes, nur ein Roland Micro Cube [​IMG]).

    Jedenfalls stellte ich fest, dass der Micro Cube die Töne meines Roland Juno-D vollkommen clean und ordentlich ausspuckte. Überraschte mich, weil ich dachte dass das nicht so klappen würde. Ich hab hier schließlich vor einiger Zeit auch ein paar Links zu Synthie-Amps gesehen (die aber ziemlich teuer waren).

    Meine Frage: Konnte man Synthies schon immer über Gitarrenamps laufen lassen, oder liegt das daran, dass meine beiden Produkte von Roland sind, oder ist der Micro Cube ein Allarounder-Amp oder wie oder wo? (Ihr merkt sicher schon: ich bin technisch sehr bewandert. [​IMG])

    Normalerweise werden Keyboards in Bands ja über die PA abgenommen, könnte man denn in Proben und Gigs auch mit nem ordentlichen Gitarrenamp mitmachen?


    Gruß,
    Royaliste
     
  2. lenin01

    lenin01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.04.07   #2
    Naja, wenn du die Sounds über den Amp spielst, sind sie in Mono. Bei einem Synthlead kann das je nach Effekt-Wahl stören, bei einem Stereo-Piano auch.

    Außerdem verändern Gitarren-Amps den Sounds drastisch. Gitarristen betrachten Amps als Teil ihres Instrumentes. Amps charakterisieren den Sound mit. Also verändern sie auch deine Synthie-Sounds. Eine PA dagegen soll das ganze so neutral wie möglich wiedergeben.

    Es ist also stark zu empfehlen eine PA zu benutzen. Alternativ kannst du natürlich (zwei) möglichst neutral klingende Amps benutzen. Als Monitor geht das sowieso klar.
     
  3. TritonFreak

    TritonFreak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.04.07   #3
    Hm ...
    wenn es um Tasteninstrumente wie Rhodes, Hammonds, Wurlis, Clavinets usw. geht, spricht nichts dagegen, einen Gitarren-Amp zu nehmen. Im Gegenteil, ein Rhodes ohne Twin Reverb oder Jazz Chorus ist wie Pizza ohne Käse ... :screwy:

    Bei nem Synthi sehe ich das allerdings anders:
    1. genau das was lenin01 sagt, ein Amp hat einen eigenen Charakter, der zum Gesamtsound beiträgt
    2. kann es je Leistung des Amps sein, dass der Ausgangspegel des Synths zu hoch und du dir den Amp zerschießt, was auch nicht im Sinne des Erfinders ist.

    Ich hab mal irgendwann bei nem Gig weil ich meine InEar-Hörer vergessen habe und es, wie es auch bei uns im Stage-Rider steht, natürlich keine Monitore mehr gab, meinen Monitorsound über den TWIN Reverb des Vorband-Gitaristen laufen lassen.
    Hab zwar versucht den Amp möglichst neutral einzustellen, hat aber irgendwie nichts genutzt. Hab selten so einen grottenschlechten Sound gehabt
    [​IMG]:rolleyes: ;) :D

    BEATZ,

    Miguel
     
  4. InfiniteDarkness

    InfiniteDarkness Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.04.07   #4
    spiele zu hause über ne kleine crate-gitarrencombo und bin ebenfalls mit dem klang sehr zufrieden.


    ich denke allerdings ebenfalls, dass größere gitarrenamps den klang zu sehr verfälschen, um damit live oder bei proben zu spielen.
     
  5. rocking-xmas-man

    rocking-xmas-man Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.04.07   #5
    also der micro cube ist ein relativ wenig verfälschender amp.
    bei gitarrenamps ist aber vorsicht geboten, weil die speaker auf gitarrige frequenzen abgestimmt sind - spielste nen ziemlich bassigen synth zerschießte dir das teil ganz schnell.
    Bassamps eignen sich besser - oder ganz alte gitarrenamps von vox - da gabs mal richtige allrounder.
    bei bass-amps wird auch der micro cube (nur eben die bass version) wegen ziemlich unverfälschtem sound gelobt.
    ansonsten wär aber vielleicht irgendeine aktive Box noch ratsamer, weil gar nicht auf irgendein instrument spezialisiert
     
  6. Deltafox

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    Erstellt: 19.04.07   #6
    jap, der Micro Cube hat einen recht linearen Speaker, meiner Vermutung nach is das kein Gitarrenspeaker, sondern der wird vor Ausgeben durch den Speaker je nach Amp-Auswahl simuliert

    und da vermute ich, dass bei den Clean Amps die 'Korrektur' recht gering ausfällt, also sollte das gut gehn - eben bis auf die Bass-Sache, die rocking x-mas-man schon angesprochen hat
     
  7. Langfingerli

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    Erstellt: 19.04.07   #7
    Ich spiele mein Rhodes über einen Jazzchorus und meistens dazu einen Microkorg. Und ich finde es schon ziemlich amtlich. Ein Jazzchorus ist ja auch endlos clean und ich mag es so. Und zerschossen habe ich auch noch nie was;)
     
  8. FantomXR

    FantomXR Keyboardmanufaktur Berlin

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    Erstellt: 19.04.07   #8
    Dagegegn sagt ja auch keiner was. Ich spiele mein Rhodes ebenfalls über einen JazzChorus, weil das halt so dafür gedacht ist. Ein Rhodes hat ja schließlich einen ganz anderen Klangcharakter als ein Bass oder ein richtiges Piano zum Beispiel...

    Wie schon oben erwähnt: Rhodes ohne JC oder Fender Twin ist scheiße :)

    PS: Obwohl, wenn ihr mal bei youtube nach Rhodes sucht, findet ihr nen Amp test. Da wird der KC-350 getestet. und ich muss sagen: Erstens ist der günstiger als ein Fender Twin und zweitens klingt der auch sehr gut :D
     
  9. TritonFreak

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    Erstellt: 19.04.07   #9
    der Ausgangspegel von nem Rhodes ist auch so gering dass die Wahrscheinlichkeit nen Amp damit zu zerschießen relativ gering sein dürfte ... :rolleyes:
     
  10. Langfingerli

    Langfingerli Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.04.07   #10
    Ähm, Jungs und Mädels, es geht um Synthesizer und daß sich das mit'm Zerschießen jetzt auf meinen Microkorg bezogen hat, ist ja wohl überflüssig zu erwähnen...
     
  11. TritonFreak

    TritonFreak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.04.07   #11
    :o
    ich sollte weniger drogen nehmen ......

    paracetamol, wick daymed und so'n zeug:D
     
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