Tank (passiver Spring Reverb) mit Cab akustisch koppeln (anregen)?

MaestroStoiberich

MaestroStoiberich

Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
28.07.26
Registriert
10.07.22
Beiträge
63
Ort
Bochum
Hallo Leute,

die Tage kam mir die Idee oder vielmehr das Gedanlenexperiment für ein Passives Reverb System in den Sinn:
wie wäre es, oder wäre es möglich, einen Reverb-Tank passiv über die mechanische Energie einer z.B. 1x12-Gitarrenbox anzuregen, also ohne Eingangsspule und Treiberschaltung. Die Idee ist, den Tank möglichst effektiv mit dem Lautsprecher bzw. dem Gehäuse zu koppeln, sodass die Vibrationen der Box die Federn in Bewegung versetzen. Die Ausgangsspule des Tanks würde dann das entstehende Signal abnehmen und in den FX Return eines Preamps führen. Die entscheidenden Fragen sind hier wohl, ob die durch den Lautsprecher erzeugte mechanische Energie ausreicht, um die Federn stark genug anzuregen, und ob das daraus entstehende Signal ohne zusätzliche Verstärkung noch wahrnehmbar wäre.

Was haltet ihr davon?
 
  • Interessant
Reaktionen: 1 Benutzer

Da erinnere ich mich an das Rumpeln, wenn ein Verstärker mit Hallspirale angerempelt wurde. Also so viel Bewegung werden die Vibrationen der Box nicht in die Hallspirale einkoppeln. Ich nehme außerdem an, dass nicht der Tank die Bewegungsenergie der Box abbekommen sollte, sondern die Hallspirale direkt (z.B. Zuleitung per geeignetem Körperschall-Übertragungsweg) und der Tank müsste dabei fest stehen (mechanisch von der Box entkoppelt). Außerdem wird das wenig Höhen haben, schon allein weil die Box zu träge ist, um hochfrequent zu schwingen.

Also ich würd' mal sagen: Versuch macht kluch, falls es denn sein muss?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Wenn Du eine Strat spielst ... klebe mal eine Piezo-Scheibe auf die Tremfedern oder die Federkralle ... das Ausgangssignal hängst Du parallel zu den Pickups ... wir wohl ähnlich funktionieren. Versuch macht klug ...
 
  • Interessant
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer

  • Ersteller
  • #4
Wenn Du eine Strat spielst ... klebe mal eine Piezo-Scheibe auf die Tremfedern oder die Federkralle ... das Ausgangssignal hängst Du parallel zu den Pickups ... wir wohl ähnlich funktionieren. Versuch macht klug ...
Das geht, klar, klingt aber so lala. Jedenfalls für meinen Geschmack.
 
Ich vermute, dass Dein Lautsprecherhall wahrscheinlich aus so lala klingen wird. 😉. Der hat dann auch noch den Nachteil, dass Du zusätzliche Elektronik zum lautmachen benötigst.
 
  • Ersteller
  • #6
Da wirst du wahrscheinlich Recht mit behalten... oder auch nicht. =)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Im Prinzip ist die Hallspirale nix anderes als ein Lautsprecher ohne Membran, der die Federn direkt anregt .
Und ein Lautsprecher der da als Microphone dient.
Das man als Lautsprecher / Microphone Freischwinger benutzt , ist Konstruktionsbedingt von Vorteil.
(Die werden auch als Luftpumpe für Aquarien genutzt. Und die Luftpumpe als Lautsprecher im Flugzeug)
Die Spirale indirekt mit Schall zu befeuern ist möglich , aber ineffektiv.
Mit Plattenhall gab's auch "normale" Lautsprecher als Antrieb.(Sehr sperrig das Gerät)
Aber leichter nach zu bauen, wenn man viel Platz hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Problem, das noch nicht bedacht wurde ist Rückkopplung.
Du hast noch nicht genau beschrieben, wo dein Signal hin soll, wenn es also wieder zu dem Signal gemischt wird, das der Lautsprecher selbst ausgibt, hast du ein Feedback.
Als weiteres hast du auch einen miserablen Frequenzgang, das heißt, du musst das Signal durch einen speziellen PreAmp mit Klangregler schicken.
Dein Lausprecher selbst hat dort, wo du den Federhall ankoppelst, ja auch keinen geraden Frequenzgang.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
  • Ersteller
  • #9
Um passiv zu bleiben, könnte man vielleicht Kondensatoren und/ode Widerstände nutzen, um den Frequenzgang zu formen.
 
  • #10
Um passiv zu bleiben
Ich hatte meinen uralten Verstärker, der einen Federhall enthält, vor ein paar Wochen überholt. Beispielsweise rauschärmere Transistoren eingesetzt und Elkos gewechselt. Wie auch immer, den Hall und seinen Vor- und Nachverstärker hatte ich mir auch betrachtet. Das Teil bringt so viel Rauschen mit in das Signal, dass man das heutzutage nicht mehr ertragen kann. Und jede Störung, meist vom Handy, dringt direkt in die Hallspulen ein. Ich habe alle möglichen Abschirmungen versucht, und habe es aufgegeben. Jetzt habe ich den Hall ausgebaut und dafür einen digital Hall, den ich noch hatte, zwischen Vor- und Endstufe eingeschleift. Das ist um Welten weniger Rauschen und Störungen. Auch die schon erwähnte Trittschallempfindlichkeit ist jetzt weg. Wenn man auf einem LKW-Anhänger spielt, und jeder Stoß vom Drummer kommt als Hall wieder zum Lautsprecher raus, der ist froh, wenn der Federhall endlich weg ist.

Das was dir vorschwebt gab es, so weit ich mich erinnere, mal als Spielzeugmikrophon, kann das sein?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
  • Ersteller
  • #11
Das mit den Spielzeugmikrophon ist ein echt guter Hinweis, danke! Dem werde ich mal nachgehen.
 
  • #12
Um passiv zu bleiben, könnte man vielleicht Kondensatoren und/ode Widerstände nutzen, um den Frequenzgang zu formen.
Das wird den Pegel zusätzlich etwas senken, das macht man nach der Abnahme der Spirale.

Das hörbar machen auf diesem Wege kenne ich vom Lautsprecher testen, so das Vitrine und Türen vibrieren.
Und so müsste eventuell ein Klangkörper an den Federn angebracht werden, bei sehr laut funktioniert das wahrscheinlich Hallspirale bleibt ohne Strom.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
×
Dir gefällt Musiker-Board.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!
Affiliate/Werbung
Harley Benton
GPA-100
79 €
Jetzt kaufen
Zurück
Oben