Textausschnitt - Feuer; zu stumpf?

von Floh, 08.06.07.

  1. Floh

    Floh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.06.07   #1
    Habe gestern abend, ich gebe zu ich war auch ein bisschen betrunken, einen Text geschrieben, und ich weiß nicht so recht was ich von ihm halten soll...
    Bin 3 1/2 Strophen weit gekommen und dann stagnierte es, aber hatte schon vor ihn weiter zu schreiben, ich poste hier jetzt mal die 3 ganzen Strophen.

    Bitte einfach anmerken, ob er euch zu stumpf/dumm erscheint.
    Danke

    Feuer

    Der Sommer ist da und der Sommerhit ist’s auch
    Im Radio, im Fernsehen,
    Die Sonne, auf dem Bierbauch
    Es werden Menschen verschlagen
    Die für den Frieden demonstrieren
    Wie können sie es wagen
    Wie konnte das passieren
    Dass auf einmal jemand seine Rechte gebraucht
    das Feuer nicht nur still raucht
    Dass es lodert und brennt
    Es lodert und brennt

    Der Sommer ist da und mit ihm der Schweiß
    Und die kühlen Coladosen die man hinter sich schmeißt
    Ein paar mahnen zum Umdenken
    Doch das ist einfach zu viel Stress
    In die Gegenrichtung lenken
    Obwohl sich die Welt Untertan machen lässt
    Und sich doch gar nicht wehrt
    Wenn man so mit ihr verfährt
    Doch das Feuer lodert und brennt
    Es lodert und brennt

    Der Herbst beginnt und den Blumen geht es schlecht
    Und wie ihnen vielen ohne Bleiberecht
    Die in Gefängnissen warten
    Voller Angst vor dem Zurück
    Hofften in Deutschland neu zu starten
    Hofften auf ein neues Glück
    Dabei würden sie hier niemanden stören
    Wahrscheinlich sogar hierhin gehören
    Und das Feuer das brennt
    Es lodert und brennt

    :great: oder :screwy:?
     
  2. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 10.06.07   #2
    Weder Top noch Flop meiner Ansicht nach.

    Du baust über drei Strophen Gegensätze auf, die ja auch bestehen.
    Ein bißchen allgemein vielleicht, aber stimmig, wenn auch sprachlich manchmal etwas schwammig, was bei einer ersten Fassung normal ist.

    Andererseits ist es nicht peinlich, nicht so einer der üblichen holzschnitzartigen Gegenüberstellungen von hier ist das wahre und gute - dort ist das falsche und böse. Vor allem verzichtet es auch auf eine oberlehrerhafte Attitüde.

    Zum dritten ist es halt noch nicht fertig - das zentrale Motiv des lodernden, brennenden Feuers verweist auf einen Refrain, der dieses Motiv aufnimmt und die Gegensätze weiter führt, aufhebt, ihnen mehr Sinn verleiht als deren bloßes Dasein, der dem Publikum eine Orientierung, Lösung oder vielleicht einfach eine Entwicklung gibt oder ein Nachdenken verlangt.

    Damit steht und fällt meines Erachtens der Text und da solltest Du dran weiter machen.

    Ist Dir denn schon klar, was der Text soll? Aufrütteln, Auffordern, nachdenklich machen, Protest sein, Darstellung dessen was ist sein, vielleicht sogar Parodie sein?

    Das wird den Refrain wesentlich beeinflussen.

    Lohne meiner Ansicht nach, weiter zu machen.

    x-Riff
     
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