Threshold / Hypothetical / 2001/ CD

von Jogi`s Rockfabrik, 14.04.05.

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    Erstellt: 14.04.05   #1
    Threshold - Hypothetical

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    2001


    Mit ihrem immerhin 5. offiziellen Album aus dem Jahr 2001 treten Threshold den Beweis an, dass ein geiler Prog.-Metal nicht nur aus den USA, sondern auch von der britischen Insel kommen kann. Bereits auf diesem Album handelt die Band mit absolutem Kalkül unverschämt abgedroschen, was aber unseren Ohren durchaus zu Gute kommt.

    Mit „Light and space“ startet die Band in gewohnter Manier, hart und treibend, absolut heavy mit diesem typisch eingängigen Refrain und absolut perfekt arrangiert. Beeindruckend sind die wechselnden Keyboards und Gitarren im Solopart. Threshold geling es bereits auf diesem Album, einen absolut eingängigen Opener hinzulegen.

    „Turn on tune in“ besteht aus harten und deftigen Riffs, keine Spur von guter Laune, dennoch eingängig. Die mittleren Parts bleiben dabei besonders im Ohr hängen.

    „The ravages of time“: Dieser über 10 minütige Track fängt spannend und dramatisch an, leichtes Gefrickel, straight und hart geht es ab. Beim Tempowechsel wird es zunächst entspannend, die Refrain-Passagen sind tragend.

    Sehr schöne Pianoharmonien leiten den Song „Shelteing sky“ ein, und nach alter Queensryche-Marnier neigt man dazu, die Augen zu schließen und den Song zu genießen. Allerdings singt hier nicht Geoff Tate, doch die Stimme von Threshold ist bekanntlich nicht schlechter.

    „Oceanbound“ ist sehr rockig, als die Synthies einsetzen geht es dann richtig los. Was nun erneut folgt sind absolut harte Riffs und eingängige Melodien.

    Gerade in der 2. Hälfte des Albums werden verstärkt sehr harmonische Melodien eingebaut. Gekonnt erscheinen mir die Verknüpfungen zwischen harten Metal und den seichten Gesangs-Passagen. Manchmal blitzen die neueren Yes auf um dann im gewohnten Stil fortzufahren.

    „Keep my head“ ist eine Ballade, die den ansonsten abgesteckten Rahmen sprengt und sehr locker abgespult wird. Immerhin der Beweis, wozu die Band noch im Stande ist. Allerdings, dass sei auch angemerkt, dieses Stück schert ein wenig aus.

    Der letzte Song des Albums „Narcissus“ bildet noch mal einen Höhepunkt und schließt mit über 11 Minuten Länge. Das Lied hält noch mal alle zuvor gehörten Überraschungen bereit. Hart und mit tollen Parts und so vergehen auch diese 11 Minuten wie im Fluge.

    Ein wirklich geiles Album….keine Ahnung ob nun besser als „Critical mass“ oder „Subsurface“. Ich würde sagen, klarer typischer Threshold-Stil, eines der härteren Alben dieser Band und im Jahr 2001 eines der besten Alben aus diesem Genre. Insofern auch hier eine Kaufempfehlung. Der Sound der CD ist überragend, alle Instrumente klingen für wie aus einem Guss.

    Nun, zur Bewertung….ich sagte schon einmal, dass ich ein Threshold-Fan bin….also setze ich die Brille wieder ab und um die Glaubwürdigkeit ein wenig zu behalten gibt es von mir…

    9/10

    Trackliste:

    1. Light and space 5.58 min
    2. Turn on tune in 6.12 min
    3. The ravages of time 10.17 min
    4. Sheltering sky 5.35 min
    5. Oceanbound 6.42 min
    6. Long way home 6.00 min
    7. Keep my head 4.01 min
    8. Narcissus 11.14 min

    Gesamtlänge: 56.03 min
     
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