Threshold / Subsurface / 2004 / CD

von Jogi`s Rockfabrik, 03.04.05.

  1. Jogi`s Rockfabrik

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    Erstellt: 03.04.05   #1
    Threshold - Subsurface
    2004

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    Threshold nehmen inzwischen im Prog.-Metal-Bereich eine der vorderen Listenplätze ein. Ich meine, seit ihrem Album „Hypothetical“ gibt es kaum noch etwas, was man an ihren Songs und ihren Produktionen verbessern könnte. Ich gebe zu, dass ich eine Threshold-Brille aufsitzen habe, dennoch handelt es sich bei „Subsurface“ um ein fantastisches Album. Und es ist anders als die Alben „Hypothetical“ und „Critical mass“, was einige Fans dazu veranlasst, dieses Album zwar stark, aber nicht zu 100 % gelungen einzustufen. Die Band ist mit diesem Album noch einen Schritt weiter gegangen. Es ist in Teilbereichen kommerzieller und somit glatter, die Produktion ist absolute Spitzenklasse.

    Der Opener „Mission Profile“ treibt voran, mich begeistern die Drums und vor allen Dingen der wunderschöne Chorgesang um Sänger Andrew McDermott. Bei „Ground control“ werden harte Gritarrenriffs mit verspielten Keyboards vermischt, der ruhige Solo-Teil lässt die Saiten und die Röhren klingen. „Opium“, eine Midtempo-Nummer, die aber auch ins balladeske übergeht, stampft ansonsten durch alle Speaker und versteht es immer wieder, echten Ohrwurmcharakter hervorzurufen. Das über 10-minütige „The art of reason“ beginnt etwas depressiv, was folgt, sind ständige Tempowechsel, Übergänge vom harten Gitarrenriff in melancholisch weiche Passagen, die dann wieder in einem Ohrwurmrefrain enden.

    Für mich am progressivsten veranlagt ist der Song „Pressure“, der wohl auch ohne weiteres gut auf einem der beiden Vorgängeralben untergebracht gewesen wäre. Tränendrücker und eine tolle Ballade ist „Flags and footprints“, das Gesamtgebilde der Sounds ist unnachahmlich. Vielleicht etwas durchschnittlich ist „Static“, zwar eingängig jedoch abgegriffen. Das Album schließt auf hohem Niveau mit dem Song „The destruction of words“.

    Was ist noch anders auf diesem Album? Jon Jeary hat die Band verlassen, neu am Bass spielt Steve Anderson. „Subsurface“ bietet deswegen Abwechslung, weil es harte Metalriffs mit absolut lieblichen Tönen vereint, so dass es hier die Mischung macht. Das Threshold hier die Gebilde der Songs augenscheinlich etwas einfacher strickt, liegt an der inzwischen vollkommenen Professionalität, man reicht die Hände auch in andere Fansektoren, und davon lebt man ja als Musiker nicht unbedingt schlechter. Wer unter Prog.-Metal immer nur Gefrickel versteht und deswegen sich abwendet, sollte hier unbedingt mal reinhören.


    Trackliste:

    Mission profile 8.15 min
    Ground control 7.13 min
    Opium 6.48 min
    Stop dead 4.21 min
    The art of reason 10.20 min
    Pressure 5.17 min
    Flags and footprints 4.54 min
    Static 5.07 min
    The destruction of words 6.14 min

    Auf der Limited Edition:
    What about me (Bonus) 4.19 min

    9/10
     
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