Throwdown / Vendetta / 2005 / CD

von Iron*Cobra, 12.11.05.

  1. Iron*Cobra

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    Erstellt: 12.11.05   #1
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    Artist: Throwdown
    Album: Vendetta
    Label: Trustkill
    V.Ö.: 2005
    Genre: Metalcore

    Tracklist:
    1. We Will Rise
    2. Speak The Truth
    3. Vendetta
    4. Burn
    5. Discipline
    6. To Live Is To Sacrifice
    7. Give My Life
    8. The World Behind
    9. Shut You Down
    10. Annihilation (N.W.D)
    11. This Is Where It Ends


    Vendetta, zu deutsch: Rache
    An dieser Stelle möchte ich gern ein Merchandising Mailorder zitieren. „Man fragt sich schon, wie tief sich jemand die Finger in den Hals rammen muss, um diese erdballgroßen Hassbatzen auszukotzen“
    Hier stelle ich nun das neue Album der Orange County Hardcore Jungs Throwdown vor. Ein passenderer Name, ist schier unmöglich. Dieses Album beinhaltet soviel Hass, dass es schon aus der Box trieft. Wenn da mal nicht jemand schlechte Laune hat. Sicherlich hat man sich weiter entwickelt und findet nun, nach dem Hardcore Kracher „Haymaker“ (2003), ein würdigen Nachfolger mit mehr Metalcore Additionen und rutscht teilweise auch mal in die klassische Metal Ecke ab. Das der „Gesang“ noch einmal aggressiver gestaltet wurde, gleicht einem Weltwunder. Schon hat man gedacht auf Haymaker befindet sich der pure Hass, so schafft Dave Peters dies noch einmal zu steigern. Zuweilen seine Stimme auch mal an Phil Anselmo klingen mag. Die absolute Krone setzen sich Throwdown selber mit ihrem Titel Track „Vendetta“ auf! Wer hier nicht mosht, ist selbst dran schuld!

    Das Prachtalbum fängt gleich mit einem sehr schnellen Track („We will rise“) an, der den neuen Hörern zeigen soll, wer und was Throwdown sind und machen. Ein gut produzierter Metalcore-Sound kommt mit typischer Throwdown Stimme zum einklang bis gegen Ende des Liedes Metal Riffs zu verzeichnen sind. Weiter im Programm geht’s mit „Speak the truth“. Hier gibt’s groovende Riffs der Marke Orange County. Das Album scheint bis dato eher ein Standart Metalcorealbum zu werden, bis nach knapp 5 Minuten die Kehrtwende kommt. Es erklingt der Titeltrack des Albums:

    Vendetta
    Gleich zu Beginn stellt Dave die Seiten klar: „This is your vendetta“ und los geht´s. Schnelle Riffs untermalen die Shouts und auch das Schlagzeug hält ordentlich mit. Man möchte sehr gerne wissen, was hier gesungen wird, denn von der ganzen Aggressivität mitgezogen baut sich das Lied emotional sehr auf. Die Riffs werden schneller, die Vocals härter und schließlich knallt es innerlich. Kurz die Ruhe vor dem Sturm, dann MOSHPART ALARM!!!!!!!!!!! Leute hört selbst! Throwdown zerlegen alles in Schutt und Asche! Der Part drückt dermaßen, dass sich mein Trommelfell versteckt. Nach ein paar Sekunden ist es endlich vorbei. Total erschöpft vom heimischen Luftmoshen kommen dann diese kleinen fiesen Wörter wieder ans Tageslicht: „This is your vendetta“. Knall, ein zweiter Moshpart! Mit letzter Kraft erledige ich auch diese große Aufgabe. Der Mosh ist vorbei. Mit ein paar Mini-Mosh-Riffs klingt es aus. Total erschöpft brauch ich jetzt eine Dusche!

    Burn
    Sofort nach Vendetta, gibt’s die nächste auf die zwölf. Ein tritt in die Weichteile tat noch nie so gut wie bei „Burn“. Ein technisch sehr einfaches, aber sau geiles Riff, beschallt meine Ohren. Shouteinlagen des Sängers passen, im wahrsten Sinne des Wortes, wie die Faust auf´s Auge. Sie kommen sehr hasserfüllt aus der Anlage, bewegen sich aber immer noch in bester Metalcore Manier. Nach dem Chorus „The Time has come for you to burn“, folgt rasant die 2. Strophe.
    “Bbbuuuuuuurrrrrrnnnnnnn” und noch ein letztes mal der Chorus und der Song ist vorbei.
    Zudem haben Throwdown mit „Burn“ ein Musikvideo heraus gebracht, welches auf ihrer Homepage www.throwdowngo.com zu sehen ist.

    Um wieder vom Boden zu kommen, gibt das Album nun eher eine Hardcore-Richtung vor. Mit „Discipline“, „To Live Is To Sacrifice” und “Give my life”, werden hier 3 Throwdown Klassiker abgeliefert. Wobei “To Live Is To Sacrifice”, als Bridge sehr stake Metaladditionen aufweist. Hier bekomme ich zum ersten male von Dave Peters und Co sehr melodische Riffs um die Ohren geklatscht.

    Als nächstes wäre da „The world behind“. Dieser Track ähnelt ein wenig „To Live Is To Sacrifice”, denn auch hier hört man klar typische Metal Charakterzüge. Throwdown müssen den Spaß an Melodien gefunden haben, denn schon wieder vernehme ich ein sehr gutes melodisches Riff, welches so gar nicht typisch für die Orange-County-Straight-Edge-Hardcore-Tough-Guys ist.

    Man bemerkt halt beim hören, dass sich Throwdown weiterentwickelt haben. Sound und Musik klingen etwas reifer. Denn mit nachfolgenden Liedern „Shut you down“ und „Annihilation (N.W.D)“, kann man gut hören wie sich Hardcore mit guter Produktion im Jahre 2005 anhört. Obwohl „Annihilation (N.W.D)“ ein nicht so typisches Throwdown Stück ist. Es ist sehr langsam gespielt und verkörpert meiner Meinung nach Throwdown nicht so ganz.

    Am Ende wird abgerechnet. Kurz und knapp lautet das letzte Lied „This is where it ends“.
    Auch textlich gibt’s ne klare Aussage: „This is where it fucking ends“. Der Track ist noch einmal sehr gelungen, da er kurz, schnell und auf den Punkt gebacht ist.

    Zitat: Mit Vendetta haben Throwdown gezeigt, dass auch sie als Underground-Band nun ganz oben an der Metalcorebewegung angekommen sind. Es gibt eine gute Produktion und qualitativen Sound im klassischen Metalcore Format. Und mit „Vendetta“ oder „Burn“ zeigen sie auch, dass sie alles in Sekunden klein hacken können. Nun dürften sie mit ihrem „neuen“ Album, nicht mehr zu den Under Dogs zählen, sondern gelegentlich auch mal als Headliner spielen. Wer die Krone des Metalcores erreichen will, muss erst mal an Throwdown vorbei. Dies dürfte jedoch eine sehr schwierige Aufgabe, wie das bilden einer Koalition, darstellen.
    Als Negativen Aspekt, fällt mir nur ein, wer Throwdown wegen ihrer Hardcore-Seite her mochte, wird nicht ganz so gut mit „Vendetta“ klar kommen. Typischer roher Hardcoresound ist nun etwas rar geworden.
    Am Ende bleibt zu sagen, dass „Vendetta“ ein sehr gutes Metalcore Album ist und bleibt. Jedoch für mich, nicht das beste Throwdown Album. Nur „Haymaker“ war besser.

    Bewertung: 8 von 10 Punkten
    Anspieltipps: VENDETTA!!! und Burn sind Pflicht!
     
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