Tiefen trainieren?

von Lenz, 17.11.05.

  1. Lenz

    Lenz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.05   #1
    Hi;
    ich bin männlich, 17 und hab jetzt seit diesem Jahr Gesangsunterricht.
    Jetzt ist es so, dass ich, wenn ich wirklich gut drauf bin, am Anfang von meinen ganzen Übungen bis zum D# runterkomm. Aber eben nicht immer, oder eigentlich so gut wie nie. Jetzt die Frage:
    Kann man die Tiefen genauso trainieren, wie die Höhen, weil da komm ich relativ schnell voran. es wäre halt schön, wenn ich sicher sein kann, dass ich bis zum D/E runterkomm, ohne dass es von meiner Verfassung abhängig ist. Gibt's da irgendwelche Übungen, etc. um das zu trainieren? Bzw., wird sich das mit der Zeit noch ändern, weil ich bin ja mit 17 noch nicht ausgewachsen.

    Danke schon mal;
     
  2. maddze

    maddze Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.11.05   #2
    Hmm wieso willst du überhaupt deine Tiefen so dringend trainieren? Ich habe auch Probleme in den tiefen Tonlagen, aber dafür kann ich um so besser in den höheren Lagen singen... mach lieber was aus dem was du kannst und trainiere nur nebenbei tiefer zu kommen :) Bringt ja nichts wenn du nacher zwar tiefer kommst aber dich abquälst :)
     
  3. Elisa Day

    Elisa Day Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 18.11.05   #3
    Hi Lenz!

    Tiefe Töne haben viel mit "Weite" und auch in gewisser Weise mit Entspannung zu tun (nicht in der Stütze des Tons, sondern im Halsbereich). Ich kann Dir das sehr gut nachempfinden; die tiefen Töne kommen bei mir auch mal gut mal weniger. Man darf sie nicht "runterdrücken", sondern muß versuchen, sie mit Leichtigkeit zu Singen (klingt unmöglich, wenn man sich gerade damit abmüht, aber je leichter Du den Ton nimmst, desto besser wird er).
    Ansonsten ist das beste Training immer wieder an Deine Grenze sanft ran zu gehen (Betonung auf SANFT, nie erzwingen wollen). Ob sich Dein Tonumfang dann ausbauen läßt wirst Du sehen. Irgendwann erreicht man eine Grenze, die von der Natur gegeben ist. Dann hilft auch Üben nichts mehr.

    LG
    Elisa
     
  4. Lenz

    Lenz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.11.05   #4
    Hm, danke.. ich denke, ein bisschen wird schon noch gehen und vor allem will ich ja die kräftiger bekommen, die ich schon so ein bisschen andeuten kann.

    Und warum ich sie brauche ist eigentlich ich auch schnell gesagt. In der Rockmusik stehen ja viele Lieder in D/D# und E, daher wär es praktisch, das E noch schön singen zu können, wenn das Lied in E steht, weil sich somit mein verfügbarer tonumfang noch mal (sinnvoll) um eine Terz von G nach E erweitert.

    Aber danke für die Antworten.
     
  5. Timothy Sideburns

    Timothy Sideburns Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.05   #5
    Kann ich so nur unterschreiben, ist für meinen Geschmack absolut treffend erkannt und formuliert. Die Frage ist nicht, ob und wie tief zu kommst (natürlich gibt es da Übungen), sondern ob es Sinn macht. Zuerst einmal müsstest du feststellen, wo dein Bereich ist, was du kannst, wo deine Stärken liegen. Dann müsste man sich überlegen, wie man das sinnvoll ausbaut und nutzbar für dich und das Publikum macht. Keinem Menschen nützt ein Tenor, der sich in irgendwelchen Tiefen abquält, die nicht seiner Stimme entsprechend sind. Und niemand will einen Bass hören, der sich als leichter Bariton oder gar Tenor versucht.

    Nebenbei: Sprichst du im Eingangsposting vom Dis Kontraoktave oder der großen Oktave?
     
  6. Lenz

    Lenz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.05   #6
    Hm.. da fragst du mich was.. also von der Gitarre das tiefe E/D#.. da bin ich dann, glaub ich, tenor.
     
  7. Elisa Day

    Elisa Day Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 23.11.05   #7
    @Timothy
    @maddze
    Was habt ihr denn gegen ein Training der Tiefen? Laut Thread erreicht er die Töne manchmal, aber nicht konstant. Das kann man doch ausbauen wollen. :confused: Wenn mir einer sagt "ich will eine Oktave tiefer singen als ich es jetzt schaffe" wäre das was anderes, aber hier scheint das Ziel nun wirklich erreichbar. Entmutigt den jungen Mann doch nicht gleich. ;)
     
  8. Whych

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    Erstellt: 24.11.05   #8
    Durch Uebung bekommt man auf alle Faelle noch ein paar Toene in der Tiefe. Wie Elisa schon gesagt hat ist es wichtig die Toene richtig anzusetzen. Es ist doch noch ein Unterschied zwischen 'normaler Tenor-Stimme' und Bass. Vom Ansatz her sitzt Bass-Stimme bei mir noch einwenig weiter hinten im Gaumen wie Bruststimme.
     
  9. maddze

    maddze Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.11.05   #9
    Es geht ja nicht darum ihn zu entmutigen, nur wenn es ihm wirklich schwer fällt, dann sollte er lieber das ausbauen was er am besten kann, finde ich! :)
     
  10. ibkoeppen

    ibkoeppen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.11.05   #10
    Hi -
    also ich glaub, das ist bei jedem so, daß man bei guter "Verfassung" tiefer kommt, d.h.
    - wenn man ausgeruht ist
    - wenn man ausgeschlafen ist
    - wenn man entspannt, sportlich und "gedehnt" ist
    Natürlich kann man die Tiefen auch trainieren, aber man braucht nicht verzweifeln, wenn man eben 20.00 Uhr nach einem stressigen Tag nicht mehr so geschmeidig brummen kann wie Sonntags 10.00 nach dem Frühstücksei.

    Die Bedingungen muß man eben auch schaffen (Stichwort: Schlaf, gesunde Lebensweise usw., jaja .....)

    Michael Koeppen
     
  11. asphoenix

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    Erstellt: 03.12.05   #11
    Da du da grad so ne schöne Gitarre in der Sig. hast.
    Hast du dir immer gesagt:" Ich übe immer weiter pentatoniken weil ich die schon so schön kann! Ich würd zwar auch gern Kirchentonarten lernen, aber das fällt mir so schwer:confused: ."
    Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, wär ja auch kompletter unfug.
    Ist nicht gegen dich gemeint, aber hier wird oft gesagt, das man eine Stimme wie jedes andere Instrument auch lernen muss. Mit dem Tonumfang arbeiten gehört sicher auch dazu.
     
  12. Rebellin

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    Erstellt: 03.12.05   #12

    Hallo mickoep ,
    da muss ich klar widersprechen , denn das genaue gegenteil ist meistens der fall, wenn man wenig schlaf hatte , geraucht hat und eventuell noch gesumpft kann man am nächsten Tag besser Tief singen . Dafür ist aber die Höhe hops ...



    "Zitat von maddze
    Es geht ja nicht darum ihn zu entmutigen, nur wenn es ihm wirklich schwer fällt, dann sollte er lieber das ausbauen was er am besten kann, finde ich! "

    Ich muss maddze da tendenziell zustimmen , wenn man beim gesang anfängt seine guten Seiten auszubauen , verfeinert man seine Technik und die tiefe kommt so meist automatisch dazu .
    Wobei es trotzdem möglich ist, dass der Stimmumfang gewisse Wunschtöne einfach nicht hergibt .


    Gruß Rebellin
     
  13. Whych

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    Erstellt: 06.12.05   #13
    Klar du kommst ansich tiefer nach einer durchzechten Nacht. Alleine deshalb weil deine Stimem ansich tiefer ist auch beim Sprechen aber von der Sauberkeit des Tons her laesst da einiges zu Wuenschen uebrig und ja die Hoehen kannste da sowieso vergessen. Ohne langes Einsingen geht da gar nichts.
    Mich hat ein Produzent auch mal meine tiefen Choere ( War noch eien andere Band damals ) gleich morgends einsingen lassen weil ich da eben noch die typisch grummelige Morgenstimme hatte. Aber wie gesagt war das vom Ton her nicht wirklich der Reisser. Fuer die Hintergrund-Choere hats damals gereicht.

    Also lieber nicht anfangen nun die Naechte durchzuzechen nur weil man einen af HIM machen will ;)
     
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