Tipp für Sängersuche: Open Mic Session

von kuB, 07.02.08.

  1. kuB

    kuB Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #1
    Hi!

    vielleicht kennen einige leute den begriff bereits aus dem hip hop, ich jedenfalls hatte ihn noch von chaotischen punk und grindcore konzerten in erinnerung, wo jeder mal das micro in die hand gedrückt bekam...
    nun möchte ich bands der extremeren genres ( die verzweifelt auf sängersuche sind) dazu ermutigen, dieses prinzip ruhig auszuprobieren!

    folgendes war bei uns passiert:
    wir mussten uns beim letzten konzert für eine open mic session entscheiden, da unser alter sänger mal eben eine woche(!) vor dem konzert seinen ausstieg bekannt gab. headlinerposten adé!
    es lag bedrückte stimmung in der luft und es kamen frage auf wie " was machen wir jetzt? das ganze absagen? kann uns nicht jemand von der band xyz aushelfen?",
    nä, es war eben zu wenig zeit vorhanden. wir haben uns letztlich für diesen entschluss entschieden und dann den opener gemacht , bevor wir gar nicht (wegen dem ollen sänger) auftreten.

    von ca. 100 besuchern haben nach meiner schätzung gut ein dutzend zuschauer (mitunter 3 gleichzeitig mit sängern von anderen anwesenden bands) mitgemacht.
    nach dem konzert sprachen wir dann direkt ein paar leute an, ob sie nicht lust hätten bei uns einzusteigen. und wie es der zufall so will, so haben wir neben einer menge spass auch noch einen fast perfekten shouter an dem abend gefunden, der bei uns eingestiegen ist.

    hat das sonst jemand aus härteren gefilden (punk, rock, metal, DM) ausprobiert bzw. damit erfahrungen gemacht?

    egal, hoffe das klappt bei euch wie bei uns!

    gruß mit fuß,
    kub
     
  2. Der D?nsch

    Der D?nsch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.08   #2
    Also ich komm jetzt nicht aus dem Metal, hab aber in den letzten Wochen ziemlich viele Sängercastings für Bands gemacht. Und da waren unter anderm auch Metalbands dabei (eher progressive rock...). Und teilweise sind die echt so vorgegangen wie du gesagt hast. Mic in die Hand und wenns in den ersten Minuten nicht gepasst hat, dann biste raus gewesen.

    Sowas ist meiner Meinung nach bei der Sängersuche extrem dumm, denn du testest nicht die Möglichkeiten eines Sängers aus, sondern überprüfst nur, ob er gut improvisieren kann. Ich für meinen Teil kann extrem schlecht improvisieren und brauche ein bisschen Zeit zu Hause, bis mir die perfekte Melodie einfällt. Aber einfallen tut sie mir praktisch immer... Mit der Improvisations-Methode einen Sänger zu finden ist also absolute Glückssache. Wenn ihr das geschafft habt, herzlichen Glückwunsch. Aber es gibt wirklich bessere Methoden einen guten(!) Sänger zu casten (z.B. Songs schicken, zu Hause vorarbeiten lassen, dann casten. Da sieht man auch gleich, wieviel Einsatz er zeigt, etc.)...

    Das gilt übrigens auch für den Hip Hop!
     
  3. Gammelpeter

    Gammelpeter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.08   #3
    ja bei grind kann das durchaus funktionieren...
    erinnert mich ein bisschen ans nrw deathfest. das meinst du nicht zufällig oder?
     
  4. Xytras

    Xytras Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 08.02.08   #4
    naja - sowas kann schon klappen - zumindest die idee find ich lustig und wenn ich nen saenger suchen wuerde, dann wuerd ich mir evtl. (nach dem durchprobieren anderer moeglichkeiten) sowas glatt ueberlegen.
    Zum glueck bin ich aber in allen combos derzeit saengertechnisch voll ausgestattet... :)
     
  5. kuB

    kuB Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.08   #5
    Der Unterschied zu einem bandinternen Casting und so einer Mic Session, besteht, je nach Musikrichtung, eben in der Erwartung der Band und der Atmosphäre. So eine Session ist tatsächlich eher eine Gaudi. Um das ganze jedenfalls anzuheizen, haben Musiker von anwesenden und befreundeten Bands direkt Stimmung gemacht und Leute zum Mitmachen animiert. Der Rest kam wie von selbst und das Publikum hat sich später sogar gegenseitig angefeuert, wenn man sich nach kurzer guter Einlage gleich geziert hat. Uns hat es gut getan, trotz des blöden Ausstiegs des alten Sängers noch zu spielen und es haben sich einige nach dem Konzert (mit heiserer Lemmy Stimme, hehe) für das Mimachen bedankt.

    Ich hätte hinzufügen sollen, dass wir uns mit demjenigen kurz danach noch mal trafen, ausgetauschten und ihm in einer Probe später noch mal genauer "auf den Zahn" fühlten, um eben sicher zu gehen. Wir haben den Abend schon dafür genutzt, um Leute, sagen wir, "abzuchecken" und für ein weiteres "Casting" einzuladen. Und dabei fanden wir einen, den wir bei nur einer weiteren Treffen/Probe direkt in`s Boot holten.

    Ich glaube das Problem ist:
    Je feinfühliger und melodiöser der Gesang (z.B. Klassik, Soul, Chanson und vieles mehr), desto unsinniger wäre es eine Open Mic Session abzuhalten.... vorausgesetzt man würde die Texte/Melodie kennen.

    @peter: Nee, kannte ich jetzt eher von unbekannten chaotischen Clubsgig...naja, fast eher
    Jams.

    Hier mal ein kleines beklopptes Video mit ner Impro von den hiesigen Steel Death/Savagery Jungs:
    http://www.youtube.com/watch?v=gd4hfwtURKU
    Sry, für die Qualität!
     
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