Tipps zu 7-Saiter HH/HSH (splitbar!) vorzugsweise S-Style für zuhause max. 900€

von CamelOne, 22.06.18.

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  1. CamelOne

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    Erstellt: 22.06.18   #1
    Hallo,

    ich bin ambitionierter Anfänger und spiele Metal. Hardcore, Metalcore, Thrash und ähnliches. Spiele aber auch gerne clean zB das Intro von Metallica One. Weil ich von standard E bis drop B runterdreh inkl. Hals darauf einzustellen, bin ich auf die Idee gekommen eine 7 Saiter zu nehmen und dort maximal zwischen standard B auf drop A hin und her zu wechseln. Momentan habe ich eine günstige noname Set Gitarre mit vielen Unzulänglichkeiten.
    Verstärker habe ich den Set-Verstärker gegen einen Fender Mustang GT40 getauscht (ich weiß da kriegen Puristen sicher ne Krise).
    Ich suche eine neue im Preissegment von ca 300 bis 900€ füsrs zuhause Spielen und will sie lange verwenden. Aussehen ist mir ziemlich egal, der Sound ist wichtig. Eine Strat wäre praktisch, damit sie in den Koffer, den ich vor einem Jahr gekauft habe, passt.
    HH oder HSH? Wobei ich glaube, dass HH reichen würde? Die verbauten will ich nicht gegen bessere tauschen. Ob 3 oder 5 Wechsler bin ich mir unsicher? Splitbar wegen clean sollte schon sein.
    Aktiv oder passiv? Vor allem zuhause spielen in Kombination mit dem Mustang kann es sein, dass passiv ausreichend ist. Ich weiß aber auch nicht, ob ich in ein paar Jahren nicht doch mal auf einer Bühne stehe.
    Ich habe im Internet schon viele Modelle von Tests lesen bis Videos angesehen, kann aber nicht Abschätzen wie relevant die negativen Details sind (zB Tonabnehmer nicht gut und deshalb gegen besser getauscht). Dass Markenprodukte innen rosten schockiert mich schon ziemlich eindeutig.
    Ich würde sie bestellen, weil ich keinen größeren Musikhändler in der Nähe habe. Mein Befürchtung bei kleinen bis mittelgroßen Händlern ist, dass die Auswahl von probierbaren 7-Saitern recht gering sein wird und probieren und dannn doch im Internet kaufen mag ich auch nicht.

    Ich bin dankbar für allgemeine Tipps und auch für konkrete Vorschläge von einzelnen Modellen.

    LG CamelOne
     
  2. crazy-iwan

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    Erstellt: 22.06.18   #2
    Was für eine Gitarre ist das, und welche Unzulänglichkeiten sind das denn? Daraus kann man uU schließen, was Dir gefällt oder nicht.
    Brauchst Du Singlecoil-Sounds, oder gute Clean-Sounds? Letzteres hängt, grad bei Verwendung mit einem Modeller, nicht von der Splittbarkeit der Tonabnehmer ab.
    Aktiv oder Passiv ist kein Qualitätsmerkmal, sondern eine Vorliebe des Spielers. Klanglich wirds am Ende keinen Unterschied machen, da es mittlerweile auf beiden Seiten Tonabnehmer gibt, die das jeweils andere klanglich erreichen.
    Bei 300€ wahrscheinlicher, als bei 900€. Kann aber auch später Geschmacksbedingt geschehen.
    Wo hast das denn gelesen?
    Rost dürfte eigentlich nur bei massiv falscher Lagerung entstehen... auch bei günstigsten Gitarren.


    Wenn Du jetzt nach Deinen Kriterien suchst, kommt schon einiges an guten Tipps bei raus. Wirklich scheiße ist keine von denen, vieles ist Geschmacksabhängig.
    Für mich z.B. sind LTDs haptisch unsympathisch, Jackson zu schlank, Schecter etwas zu klobig, und Ibanez charakterlich etwas unentschlossen. Aber alles sind gute Gitarre, die man je nach Geschmack und Vorlieben, alle sehr gut für Heavy-Stuff nutzen kann.

    Hier zeichnet sich aber schon ab, dass nahe den 900€ die Gitarren schon alle gute Markentonabnehmer verbaut haben, und je weiter man runter geht, desto weiter auch die Qualität der Bauteile sinkt.
    Obs Dir an einer Stelle ausreicht, oder Du das Upgrade brauchst, kannst nur Du beantworten :)
     
  3. vegan

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    Erstellt: 22.06.18   #3
    Ich kann mich bei vielem von meinem Vorredner anschließen, möchte aber noch um ein paar Denkanstöße ergänzen.
    Es ist ja unter Gitarristen eine lange, sehr subjektiv und fast schon philosophisch geführte Diskussion welcher Teil der Kette am wichtigsten ist.
    Meiner Meinung spielt die Gitarre im Sound die untergeordnetste Rolle. Ich denke der Sound kommt am meisten aus dem Amp und den Speakern, dann aus dem Spieler selbst und dann kommen die Pickups und die Gitarre selbst ist hauptsäclich für das Spielgefühl wichtig. Und nach dieser Reihenfolge würde ich auch meine Käufe planen.
    Dem Link von @crazy-iwan folgen und da eine Gitarre raus suchen die dir vom Spielgefühl zusagt, sprich Form (kann entscheident sein wenn es um spätere Bühnenauftritte geht, wegen im Stehen spielen und Kopflastigkeit und so), Halsprofil wie dick oder dünn der Hals ist, Griffbrettradius, Höhe der Saitenlage/Brücke, usw. Ich betone das Spielgefühl deshalb so sehr weil es das einzige Kriterium an einer Gitarre ist dass man später nicht mehr groß ändern kann. Pickups, Amps, Boxen, Effektpedale ist alles variabel aber wenn man nen zu dicken Hals hat, hat man nunmal einen zu dicken Hals.
    Es gibt dort wirklich gute Gitarren schon zu günstigen Preisen und meine Philosophie wäre eher die, an der Gitarre zu sparen und das gesparte Geld in einen passenden Amp zu stecken. Gerade mit deinen Vorstellungen kann das Angebot schnell dünn werden. Die Pickups sollen wohl idealer Weise HH sein, dann gut genug um sie nicht wechseln zu müssen und splittbar sollen sie auch ab Werk sein. Und dann müssen diese Gitarrenn auch noch deinem Spielgefühl entsprechen. Ich sage nicht dass es diese Gitarren nicht gibt aber dass schränkt das Angebot schon sehr ein. Ich denke da ist es wirtschaflicher und viel flexibler wenn du einfach im günstigen Segment nach Spielgefühl aussuchst und dann die entsprechenden Features nachrüstest, nach Bedarf. Wir leben in Zeiten wo du für sehr wenig Geld, sehr gute Gitarren bekommst, bei Verstärkern und Boxen sieht dass noch ein bischen anders aus. Deshalb würde ich wie gesagt in deinem recht breiten Budget von 300 - 900€ eher bei 300€ für die Gitarre bleiben und die restlichen 0 - 600€ in einen Amp stecken.
     
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  4. crazy-iwan

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    Erstellt: 22.06.18   #4
    Für daheim würde ich sogar auf Software setzen, das kann bei 200-300 anfangen, und den Rest nach wie vor in die Gitarre stecken.
    Amp für 600, mit Box, ist bei tiefgestimmten doch wieder ne Zwischenlösung...
     
  5. CamelOne

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    Erstellt: 22.06.18   #5
    Noname. Hauptstörpunkt ist der höhere Saitenabstand, damit die Saiten (E, A) auf den danebenliegenden Steg weniger kleppern. Das Kleppern bekomme ich aber auch mit hohem Abstand nie ganz weg.
    Beim down oder up tuning verzieht sich der Hals in allen Richtungen und man benötigt mehrere Durchläufe aller Saiten bis alle stimmen und dann beim Spielen ein zwei Mal Nachstimme, dann bleibt sie ziemlich stabil.
    Die e Saite ist nicht ganz oktavenrein, weil ich schon anstehe.
    Sonst sind nur Kleinigkeiten zum Nörgeln (zB Stege lösen sich und muss man halt reinklopfen)
    Singelcoil hat mM einen klareren/feineren Sound der gut zu clean passt.
    Welche Vorlieben sind das? Ich habe immer geglaubt, dass aktiv vor allem auf der Bühne ein Muss ist, wegen Einstreuungen vom ganzen Equippment (Angeblich auch von der Beleuchtung). Zusätzlich habe ich von klarerem weniger wummerndem Sound von Musikern erzählt bekommen. Ich weiß aber nicht, was sonstige Vor- oder Nachteile sind. Dass die Gitarre eine Batterie braucht ist mir als kleiner Nachteil klar.
    Ja, das ist mir klar, aber fraglich ist, ob ich die Unterschiede überhaupt bemerke, oder umgekehrt immer was stark Negatives bei eriner um 400€ finde und dann doch später eine um 900€ kaufe?
    Welche weiß ich nicht mehr, aber war eine günstigere um ca 350, wo der Käufer geschrieben hat, dass er den Deckel hinten abgenommen hat und dann gesehen hat, dass die Bleche und Schrauben innen rostig waren.
    Ja, die Seite hab ich auch schon durchgesehen und auch die 3Hörproben angehört. Aber gerade bei den Hörproben hatten nicht immer die teureren einen defineirteren Sound. Deshalb glaube ich das hängt dann von vielen Parametern ab (von Einstellung der Gitarre über den Verstärker bis hin zur Tagesverfassung des Spielers) und hilft deshalb auch nicht viel weiter.
    Bin ich der selben Meinung, dass man bei 900€ was Gutes bekommt.
    Die Frage ist eher, wodurch unterscheidet sich eine konkret von einer anderen
    zB. https://www.thomann.de/de/jackson_pro_misha_mansoor_ht7_fmcb.htm hat schon Grafitverstärkung
    diese https://www.thomann.de/at/jackson_pro_ht7_chris_broderick_mbk.htm anderen und nehme an bessere Tonabnehmer und eingebauten Killswitch
    oder diese https://www.thomann.de/de/ibanez_rgaix7fm_tgf_iron_label.htm
    Sollte ich mir da mehrere youtube Videos anhören um Unterschiede herauszuhören, oder ist da für einen Profi Sonnenklar, dass Jackson MM1 ok, aber nicht gut sind?
    Oder wäre ich vielleicht mit dieser auch glücklich https://www.thomann.de/at/dean_guitars_mab_7x_michael_angelo_batio_cb.htm?
     
  6. vegan

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    Erstellt: 22.06.18   #6
    Haha, unter diesen Umständen rate ich dir von der Dean ab. Saitenwechsel und Stimmen mit nem Floyd Rose ist echt kein Spaß. Wenn du so nen Jammerhaken nicht unbedingt willst/brauchst dann nimm lieber ne andere. :D
     
  7. CamelOne

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    Erstellt: 22.06.18   #7
    Danke für die Tipps. Amp habe ich den Fender Mustang (das ist schon der Gute im Vergleich zum Set-Verstärker von davor). Bedeutet das, dass es sowieso wenig Sinn macht bei einem 200€ Verstärker mehr als zB 350€ für die Gitarre auszugeben?
    Ist der Saitenabstand bei günstigeren schon viel geringer einstellbar als bei meiner NoName (Thema S-Verbiegung vom Hals), oder geht das erst bei teureren?
    Das mit den Splitbaren habe ich bei Hörproben im youtube als starken Unterschied herausgehört.
    Später Umbauen bedeutet, dass ich zwar später aber insgesamt mehr Geld ausgeben muss.
     
  8. crazy-iwan

    crazy-iwan Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 22.06.18   #8
    Ja, auch Belichtung. Im Prinzip kann alles, was mit Strom läuft, Strahlung produzieren, die von den Tonabnehmern aufgefangen werden kann. Aktive Tonabnehmer sind gegen sowas deutlich besser gerüstet, allerdings sind moderne passive Tonabnehmer auch sehr fest gebaut. Ich habe auch bei schlimmsten Gainorgien wenig Probleme mit Feedback.
    Frequenzverlauf. Die klassischen EMGs (60, 81, 85) sind untenrum eher schlank gehalten, was einen tighten und in den Mitten fokussierten Sound erzeugt.
    Das können passive heutzutage genauso, und genauso gibt es aktive Tonabnehmer, die deutlich wuchtiger daher kommen.
    Das war in den 80ern der Klangunterschied, aber schau Dir an, was Dimarzio und Seymour Duncan alleine im Angebot haben, da gibt es genug passive und aktive Alternativen.

    Weiterer Unterschied ist, dass aktive Tonabnehmer ein gepuffertes Signal ausgeben, das heißt, Du hast bei langen Kabeln keine Höhendämpfung wie bei passiven, und die Gitarre "spricht" anders mit dem darauffolgenden Teil der Kette.
    Manchen ist das dadurch nicht warm genug, und einem kann das dadurch entstehende dynamische Spiel nicht gefallen.
    Manche, nicht alle aktiven Tonabnehmer, haben einen sehr starken eigenen Charakter. Dadurch kann der Eigenklang der Gitarre, mit all seinen Vor- und Nachteilen, in den Hintergrund geraten.

    Mein persönliches Problem bei aktiven Tonabnehmern ist, dass sie mit meinen Pedalen nicht besonders gut klingen, was aber eher an der modernen Klangauslegung liegt, als an der Technologie.

    Das Thema wird imho aber auch höher aufgehängt, als nötig, so groß ist der Unterschied nicht zwischen aktiv und passiv.
    Im Metal ists eigentlich sehr egal aus heutiger Sicht.
    Meiner Erfahrung nach gibt es ab 600€ die Gitarren, die einen sehr lange ohne Modifikationen glücklich machen können.
    Da drunter gibt es auch schon gute, die werden aber auf lange Sicht meistens eher modifiziert Spaß machen, als im Urzustand.
    Bei 900€ kommt mMn. der Bereich, wo es Qualitativ schon oberste Sahne ist, und wo man fantastische Arbeitsgeräte findet. Darüber hinaus kosten Unterschiede auch deutlich mehr, teilweise für leicht andere Hölzer oder Lackierungen schon.
    Abgesehen davon, dass Du bei regelmäßigem Wechsel von Stimmungen (also Dropped auf Standard) kein Locking Tremolo haben willst, finde ich Deans wirklich gut, aber oft mit schlechten Tonabnehmern gesegnet. Hier würde ich persönlich sofort austauschen.
     
  9. CamelOne

    CamelOne Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.06.18   #9
    Ja, das ist auch so ein Punkt. Bis jetzt hab ich den noch nie gebraucht bzw. nur bei einem Solo wo man ihn kurz mal braucht und es ohne nicht geht.
     
  10. crazy-iwan

    crazy-iwan Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 22.06.18   #10
    Nein, pauschal kann man sowas nie sagen.
    Aber: Ein Upgrade des Verstärkers bringt fast immer mehr, als ein Upgrade der Gitarre.

    Der Mustang ist ein guter Amp, zeigt seine Schwächen imho aber grad im modernen Highgain Bereich. Hier würde ich als Amp auf einen Yamaha THR oder auf Software+Interface+Kopfhörer setzen, das gehört aber in einen separaten Thread im Amp-Sub.
    Pauschal kann man das nicht sagen.
    Es gibt konstruktive Faktoren, die eine Flache Saitenlage eher begünstigen als andere, aber grundsätzlich lässt sich mit jeder Konstruktion, egal welcher Art, eine flache Saitenlage einstellen.

    Wenns bei Deiner nicht klappt, halte ich die Bauqualität für ausschlaggebend.
    Meine Frau hat eine Harley Benton 7-Saiter, die ist sehr flach einstellbar.
    Ja, auf nem Direktvergleich hört mans auch, aber das heißt nicht, dass man den Sound nicht anders einstellen kann.
    Grad beim Fender Mustang wirste auch einen klaren und feinen Cleansound mit Humbuckern produzieren können, aber Tonabnehmer, bei denen eine Spule alleine nicht klingt, werden nicht immer gut Clean klingen.
     
  11. vegan

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    Erstellt: 22.06.18   #11
    Wie ich schon gesagt habe, das ist eine schwierige Diskussion unter Gitarristen.
    Ich behaupte ja. Du könntest ne 3000€ Gitarre haben und würdest wahrscheinlich nicht dahin kommen, wo du auf lange sicht willst.
    Mal als lustiges Gedankenspiel:
    Super Mega Rockstar XY muss heute sein neues Album aufnehmen, ein Werk von dem er weiß dass es für die Ewigkeit digital archiviert wird und schon millionen Fans drauf warten. Dummerweise wurde grade sein gesamtes Equipment gestohlen und er hat nur 1000$ in der Tasche im sich neues Equipment zu kaufen. Ich denke für die bloße Klangqualität die dieser Aufnahmen wäre es wahrscheinlich weiser sich eine 200$ Gitarre zu holen und einen 800$ Amp, als anders rum. aber das nur am Rande. ;-)
    Als schnell überflogene Empfehlung würde ich mal den Randal RG80 oder den Boss Katana ins Rennen schicken. Da du dich ja als ambitioniert bezeichnest würde ich halt auch immer in die Zukunft gucken.
    Mit 12" Speakern hast du mehr Druck und bessere Bässe als mit 6,5" Speakern von dem Mustang, möchte ich meinen. Darüber hinaus haben sie Send und Return Wege die du später vielleicht als positiv für dich entdecken könntest.
    Ich hab selbst den Randall RG 100H also das Head Model, nicht die Kombo und mag ihn sehr. Den Boss Katana kenn ich nicht hab aber schon gutes darüber gehört. Das sind jetzt keine konkreten Kaufempfehlungen, informier dich und entscheide selbst wenn du interessiert bist aber unterm Strich wollte ich nur Alternativen aufweisen die dich wahrscheinlich auf lange Sicht glücklicher machen. Sie sind auch günstig genug dass du in deinem Budget sogar noch Geld fürn gutes Delay oder Reverb hast. Wenn du sagst das du gerne auch clean spielen willst können dass wunderbare Features sein. Und ganz unter uns, ich habe schon vieles in dem Bereich durch, Multieffektpedale, Modelingamps mit Effekten so wie deiner und so gut und schön diese Spielerein auch sein mögen aber keiner dieser Effekte kann von der Qualität mit einem dezidierten Pedaleffekt mithalten.

    Das ist natürlich schwer zu beantworten, da ich deine Gitarre nicht kenne.
    Grundsätzlich sage ich ja. Es gibt immer wieder Reviews über Harley Benton wo du kaum ein schlechtes Wort hörst. Der gute EytschPi hat fast seinen ganzen Kanal Harley Benton gewidmet. Er ist ein lange erfahrener Musiker und Produzent (korrigiert mich wenn ich falsch liege) und er hat entsprechend viele Reviews zu Halrey Benton Gear. Wie schon gesagt, wir leben in Zeiten wo du nicht mehr unmengen an Geld ausgeben musst um eine gute Gitarre zu bekommen und Dinge wie Saitenlage etc sind auch keine Raketenwissenschaft, das kriegen die Hersteller auch für wenig Geld hin.

    Kann ich bestätigen, ich habe selbst an all meinen Gits immer entweder einen Splitter für den Halspickup oder den Halspickup hart verlötet gesplittet. Aber dass sind Sachen die ich nachträglich mache, ich suche meine Gitarre nicht danach aus. Ich zum Beispiel benötige den Tone Poti nie deshalb nehm ich den raus und nutze das freie Loch für einen kleinen Kippschalter und splitte damit den Hals PU.

    Das muss nicht sein. Gerade als Anfänger müssen sich Vorlieben erstmal ausbilden. Dabei kann man als Anfänger aber seine haptischen und spielgefühltechnischen Vorlieben besser einschätzen als die technischen. Solltest du jetz nach technischen Maßstäben kaufen und später feststellen dass sich z.B. der Hals doch blöd anfühlt ist es aufwendiger und teurer einen neuen Hals zu kaufen oder wahrscheinlich eher eine neue Gitarre, als nach Spielgefühl auszusuchen und später dann die Pickups auszutasuchen wenn sie zu weging Biss haben. Ich kenne deine handwerklichen Tendenzen nicht aber wenn man vom Löten ein bischen versteht kann man sowas locker selber machen. Hals selber zu bearbeiten sieht schwieriger aus.
     
  12. crazy-iwan

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    Erstellt: 22.06.18   #12
    Die sollte man aber auch etwas vorsichtig betrachten.
    Die, die ich in der Hand hatte, waren oft sehr solide, aber das gewisse etwas hatten sie meistens nicht. Teilweise lohnte dann schon das Upgrade zu Squier/Epiphone für eine ganz andere Welt an haptischer Qualität.

    Die 7-Saiter meiner Frau z.B. ist super zu bespielen, und man kann mit ihr arbeiten, aber es ist eben auch kein Trauminstrument.
     
  13. vegan

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    Erstellt: 22.06.18   #13
    Du bist ja auch bei der Diskussion Hier im Biergarten über gute und schlechte Gitarren dabei gewesen und kennst meinen Standpunkt: Was ist schon eine "Traumgitarre"?
    Kann sein dass der eine diese Gitarre nicht mag und der andere jene...alles subjektiv.
    Als ich als kleines Kiddy vor fast 15 Jahren angefangen hab, da saß ich mit meinem 100€ Starterset von Conrad zu Hause und habe schmachtend davon geträumt mal einen Warlock zu haben. Dieser Warlock für ungefähr 150€ war damals meine "Traumgitarre". Ich hab sie dann im Laufe der Zeit etwas modifiziert, neue PUs und Optik gepimpt und abgesehen davon dass ich heute nurnoch 7-Saiter spiele und meine alten 6-Saiter damit teilweise ausgemustert sind, liebe ich dieses alte Ding bis heute. :love:
     
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  14. crazy-iwan

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    Erstellt: 22.06.18   #14
    Ich habe auch gute Erfahrungen mit günstigen gemacht, aber nicht genug, um pauschal günstige Gitarren einem scheinbar nicht bastelfreudigen Kameraden zu empfehlen ;)
     
  15. ChP

    ChP Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.06.18   #15
    Meiner Meinung nach ist "Bestellen" bei dir der falsche Ansatz. Du musst dich einfach quer durch den Laden durchprobieren um zu wissen was du willst. Und auch ruhig mal eine Stunde sinnlos auf einer 7Saiter dudeln um sich an des Spielgefühl zu gewöhnen.
    Ich hatte mal so eine Shecter in der Hand. Die sah super aus und der Klang war unheimlich brutal. Aber es hat mir einfach keinen Spaß gemacht darauf zu spielen. Und einem anderen geht es genau so wenn er so einen dünnen Ibanez-Hals in der Hand hat, während ich diese Teile hervorragend finde.

    Das gleiche gilt für die Tonabnehmer. Dem einen gefallen EMGs, dem anderen DiMarzios und manchmal sind sogar die Stock-PUs bei günstigen Gitarren besser als gedacht.
    Und auch wenn das nichts für Puristen ist. Der Cleansound eines EMG60 oder 85 am Hals passt wunderbar, wenn danach "losgemetalt" wird.

    Ab 700€ bekommst du mit Modellen von Ibanez oder Solar(oder früher Washburn Solar) meiner Meinung nach schon richtig coole Instrumente. Die bieten eine gute Bespielbarkeit, gute Brücken, gute Tonabnehmer,einen Graphit-Sattel, Locking-Mechaniken, ein hübsches und pflegeleichtes Ebenholz Griffbrett.

    (Der Killswitch bei den Ibanez-Iron Labels ist aber nicht so toll. Ich habe eine mit EMGs, da ist das super damit die Batterie geschont wird. Um ihn beim Solo als Effekt einzusetzen finde ich den zu schwergängig. Da sollte man sich lieber einen Killswitch-Poti reinbauen.)

    Wenn du in eine 300€ Gitarre nochmal 300€ reinsteckst hast du vielleicht auch ein cooles Instrument. Aber das macht man eher weil man Lust an so kleinen Bastelarbeiten hat und nicht um zu sparen.

    Viel Erfolg bei der Gitarrenwahl
     
  16. CamelOne

    CamelOne Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.07.18   #16
    Danke, mit eurer Hilfe. Habe ich mir die Jackson Pro Misha Mansoor HT7 zugelegt und bin begeistert.

    Meine Eindrücke, die für andere Anfänger beim Gitarre-suchen vielleicht interessant sein könnten:
    • Umstieg von 6 auf 7 Saiten war kein Problem. Beim Spielen habe ich nur bei den mittleren Saiten das Kopfproblem welche Saite jetzt auf die Schnelle die richtige ist. Das Greifen trotz breiterem Hals ist kein Problem, der Saitenabstand ist ähnlich. 8 Saiten, nehme ich an, wären mir zu breit oder umgekehrt der Abstand zu gering.
    • Alles ist feiner als bei der Set-Gitarre. Das beginnt beim Einstellen das man feiner und schneller machen kann. Beim Spielen antworten die Saiten bei leichter Berührung und schwingen ewig weiter! Man kann das Spielen entspannter angehen während ich bei der Vorgängergitarre so manches richtig herausquetschen musste. Die gebe ich aber auch nicht her, weil es trotzdem lustig ist auf ihr zu spielen, ich sie für ein paar Lieder jetzt fix auf D-tuning lasse (anstatt rauf und runterdrehe) und ich wenig für sie bekommen würde.
    • Initiales Ein-/Umstellen (Saitenlage und Oktavenreinheit) sollte man schon ein paarmal gemacht haben, oder man benötigt Hilfe von Experten. Die Gitarre kam ohne jegliche Einstellung und es war auch keinerlei Anleitung dabei (Nur die Gitarre gut verpackt in Schachtel und Gurtschlösser ohne Gurt).
    • Die mitgelieferten Saiten waren 9-52. Hätte ich nicht sofort gewechselt, aber die 52er kann man mit Drop A durch die lange Mensur fast nicht spielen, weil sie extrem wabbelt. Klanglich undefiniert und kleppert an den Nebensteg, rutscht weg oder ist für mich schwierig in Bewegung zu treffen. Das bedeutet, dass ich mich mit gleichmäßiger Saitenspannung auseinandergesetzt habe und weil es wenige 7er Stets gibt (wusste ich vorher auch nicht) habe ich mir ein 6er Set mit 10-46 balanced tension und eine Einzelsaite 64 bestellt. Das hat von d'addario zusammen nur 9€ gekostet und war damit auch billiger als die 7er Sets. Damit ist die Saitenspannung ziemlich gleichmäßig.
    • Einstellen und Saiten nachkaufen benötigt ein bisschen Geduld weil man nicht gleich das WWWOOOOWWWW Erlebnis hat, sondern sich darauf hinarbeitet.
    • Habe auch an andere Verstärker angeschlossen und wie oben schon als Tipp gegeben wurde verändert das am Meisten den Klang. Aber gut ist, dass auch für meinen Verstärker ein hörbare Verbesserung durch die Gitarre gekommen ist und zusätzlich seltsame Krächz und Klirrgeräusche weg sind.
    LG CamelOne
     
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  17. C_Lenny

    C_Lenny Moderator Moderator HFU

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    Zentrales Münsterland
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    Erstellt: 16.07.18   #17
    Danke für Deine Rückmeldung :). Viel Spass mit Deiner Errungenschaft :great:.

    LG Lenny
     
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