Tips für schwierige Berufswahl

von summer_camp[er], 07.11.05.

  1. summer_camp[er]

    summer_camp[er] Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.11.05   #1
    hallo zusammen

    zuerst: ich hab mir echt gedanken gemacht wo ich dieses threat hinschreiben soll, aber da ich rat von möglichst vielen leuten suchen und es mir allgemein um das thema musik geht, dachte ich mir, dass ich das thema mal in "allgemein" packe.

    ich bin grad 18 geworden geh aufs gymnasium und frage mich tag für tag wofür überhaupt noch... im klartext ich hab keine ahnung was ich mal berufliche machen will (so wie die meisten jugendlichen).

    ich weiß nur eins:musik ist alles für mich.
    nicht nur musik machen, auch das hören und sich generell mit musik und deren wirkung zu beschäftigen.


    ich bin drummer und hab auch ne band und alles, kann aber nicht von mir sagen, dass musikalisch höchst talentiert wäre. ich kann drum"noten" lesen und was man so braucht, mehr hab ich aber noch nicht für mich entdecken können.
    ich interessiere mich einfach extrem für musik und musik erfüllt mich einfach voll und ganz. nur da ist das problem, warum ich net einfach musik studieren kann, weil man da das musik-machen in den vordergrund setzt und nicht das arbeiten mit musik allgemein. vielleicht ist es auch naiv zu denken, dass man nen job machen kann der musik zum thema hat und selber kaum instrumente spielen kann.

    hat hier irgendwer eine idee oder selbst einen beruf, der sein leben auf musik richtet, aber nicht unbedingt musik spielen beinhaltet? vielleicht einen studiengang kennt? oder freunde hat die sowas kennen.

    klar "musikladenangestellter" und so fällt mir auch ein, aber ich wollte mal ideen sammeln
    so jemand der zb eventmanagement betreibt in richtung konzerte organisieren und mal ein bischen über seinen beruf erzählt.

    wäre voll nett wenn jemand das hier alles liest und auch noch antwortet :great:

    thx & rock on
    summer*
     
  2. reteep

    reteep Web Geek

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    Erstellt: 07.11.05   #2
    Sorry, das gehört definitiv ins Off-Topic ;)
     
  3. clemens

    clemens Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.11.05   #3
    Toningenieur?
     
  4. Mighty Scoop

    Mighty Scoop Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.11.05   #4
    Wenn man Musik studiert ( z.B. Jazz-und Popularmusik ), studiert man auch Fächer wie Produktion oder Tontechnik, soviel ich weiß.
    Ein Musik Studium hat also nicht nur mit Musik machen zu tun, ich denke da kann man wie in jedem Studium seinen individuellen Schwerpunkt setzen.

    Ausserdem bist Du ja noch jung und hsat noch genug Zeit, deine Fähigkeiten am Instrument zu verbessern, wobei ein Studium sicherlich sehr hilfreich sein kann.

    Also kurz gesagt würd ich an deiner Stelle Musik studieren, wenn du Musik über alles liebst.
     
  5. almost Drummer

    almost Drummer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.11.05   #5
    Hi,

    vielleicht wär ja "Drummers-Focus" was für dich. Mein Schlagzeuglehrer macht das und das ist auf jeden fall eine super ausbildung, ausserdem ein anerkannntes Berufsbild. Du kannst alles auf der Seite nachlesen, ist extrem Interessant.

    Das ganze ist für mich persönlich auch extrem reizvoll und erstrebenswert, aber Ok ich bin noch 15 ich darf noch träumen :D .

    www.drummers-focus.de
     
  6. summer_camp[er]

    summer_camp[er] Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.11.05   #6
    @reteep
    sry

    @ SaitenSchamane
    ja maybe sollte ich da ma mehr an neuen instrumenten rumprobieren.
    ich stell mir halt nur vor, dass in so nem studiengang so diese ganzen jazz-virtuosen sitzen und einfach diese IchKannEinfachAllesWasMitMusikZuTunHat-Gene haben. und der bin ich definitiv net, obwohl ich mir auch scheißen mühe geben würd.

    vielleicht doch was mehr in sachen toningenieur (thx clemens) oder einfach berufe die an sich nicht viel mit musik zu tun haben(nicht auf den toningenieur bezogen), aber dann sich auf die musikbranche spezialisieren.

    bin für die ideen echt dankbar
     
  7. zion

    zion Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.11.05   #7
    wenn du technik interessiert bist dan ist halt toningenieur, oder instrumente bauen was fuer dich.
    wenn du mehr in den wirtschaftlichen Bereich also musiklabel, musikverlag willst dann soltest du ein wirtschaftstudium anstreben sonst hast du da keine chance.
     
  8. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.11.05   #8
    lies dir mal diesen thread durch... das wäre doch eine idee

    ich mache zur zeit ein Praktikum (vielleicht bald ausbildung?) als Fachkraft für Veranstaltungstechnik. ich hab nun schon 4 oder 5 mal mit Bühne auf und abgebaut. das eine mal hatte ich über mehrere tage von morgens bis morgens (!) gearbeitet und ein kollege meinte dass das noch gar nix wäre. als ich die tage mitgemacht habe war nur ein truck dabei der die bühne und zubehör transportierte. bei Rammstein waren es dann (nach aussage des kollegen) 10 trucks. hab mich jedesmal an händen und beinen verletzt (keine handschuhe getragen ;) ) und da es enge zeitpläne gibt muss man ganz schön knüppeln... für nicht grade viel geld. "Los Los in einer stunde wollen die abfahren, bis dahin müssen die 6 tonnen teppich auf den palletten sein."... dann läuft einem das wasser den arsch runter ;). und dann passiert es in der hitze des gefechtes auch mal dass ein 200kg case anfängt das rollen zu kriegen und man sich heldenhaft beim festhalten die haut vom halben daumen abzieht (warum lern ich das mit den handschuhen nicht?). an freizeit ist bei arbeitszeiten von 9:00 uhr morgens bis 3 uhr morgens auch nicht zu denken. dafür hab ich jetzt z.B. 4 tage komplett frei. man hat also so spitzenbelastungen und man schläft da während des konzertes hinter der bühne ein... während die Bassamps immer wieder "AUFWACHEN" brüllen ... und dann ertönt das horrorgeräusch: "ZUGABE! ZUGABE! ZUGABE!"... und man guckt auf die uhr und denkt "NEEEEEEEIIIIIIIN"... denn man muss noch 2 stunden bühne abbauen und dann 2 stunden nach hause fahren. frisst schnell was und fällt ins bett. nächsten morgen gehts gleich nach dem aufstehen wieder ins auto ab zur nächsten show.

    und doch macht es spaß :o
    man lernt alle kennen, sitzt (zugegebenermaßen nur da wo es sich nicht verhindern lässt) mit den stars an einem tisch und sieht einfach sachen die man die sich ein normalsterblicher nicht vorstellen kann. :D
    seien es 10 meter lange PA Ketten sie sie langsam hochgezogen werden oder diese mischpulte die so groß sind wie ein kleines zimmer ... oder der gesichtsausdruck eines Bühnenbauers der grade in der pause vor den boxen steht und gemütlich eine raucht während sich der drummer heimlich ans schlagzeug zum soundcheck geschlichen hat... ja so eine basedrum kann in die eingeweide gehen :D

    falls du mehr darüber wissen willst musst bescheid sagen :)
     
  9. summer_camp[er]

    summer_camp[er] Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.11.05   #9
    @ zion

    ja ich denke dann eher de sowas wie bei nem label, also instrumentebauer eher net

    @ fastel

    danke für den langen beitrag. hört sich für mich echt nach ne coolen job an, also auch unter beachtung der zeiten usw.
    meine frage wäre nun: ist das mehr ein rowdy leben und bleibt man so mehr rowdy mit aufbaun oder hat man auch chancen irgendwie in organisation von konzerten und so ner mischung zwischen aufbaun und organisieren kommen? also hat man aufstiegschancen? wie würden aufstiegschancen oder spezialisierungen aussehen?
    weil wäre schon cool wenn das auch ein job zum drin altwerden sein könnte und net nur wenn man noch jung und ultra fit ist, und wenn ma auch gut verdienen könnte. ist die bezahlung in der branche gut? (sry für die eindringlichen fragen, aber interesiert mich echt)

    kann man auch was da studieren in der richtung? weil ich könnte mir auch son studium mit sowas vorstellen
     
  10. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.11.05   #10
    bitte :)
    im moment ist es wohl eher rowdy aber ich muss dazu sagen dass mein praktikum nicht repräsentativ für diesen beruf im speziellen ist
    ich bin bei einer firma die subunternehmer "anheuert" und denen die aufträge beschafft beim auf und abbau, sowie teilweise auch bei der ausführung der veranstaltung zu helfen. also mal in der pause mit umbauen, mal spot fahren. mal vorhang oder hebebühnen während des auftrittes bedienen usw.

    Es gibt noch den beruf des Event Managers. das wird aber von der fachkraft für veranstaltungstechnik getrennt.
    Man kann auch "veranstaltungskaufmann" lernen. das ist dann eher so büroarbeit (was mir nicht besonders viel spaß macht - würde aber besser bezahlt)
    mit aufstiegschancen sieht es meiner ansicht nach nicht sonderlich gut aus. es gibt eigentlich nur ein paar leute die was zu sagen haben und dann hunderte von den kleinen leuten. sicherlich kann man sich hocharbeiten. wenn man was im kopf hat dann kann das klappen aber leicht kann ich mir das nicht vorstellen da es wie gesagt meines erachtens nach wenig führungspersonal gibt. noch dazu sind die meisten bühnenbauer selbständig (also subunternehmer) die praktisch gar keine angestellten sind.
    Spezialisierungen sind eigentlich absolut normal. die 2 wichtigsten wären Tontechnik und Beleuchtungstechnik. wie das speziell aussieht kann ich dir (noch) nicht sagen aber zumindest bei den beleuchtern wird man sich mit stromversorgung, positionierung von lampen, spot fahren, bedienung vom "lichtmischpult" und so weiter auskennen müssen wenn man seine lehre abgeschlossen hat.

    nochwas zu den aufstiegschancen: andere möglichkeit wäre es noch, es bei den ganz großen zu versuchen und über beziehungen und glück (und nicht zuletzt auch zuverlässige, ausdauernde und kompetente arbeit) bei ner band unterzukommen.
    in der firma wo ich momentan bin waren auch leute die jetzt schon öfters mit den stones und AC/DC auf tour waren.
    allerdings ist es auch so dass eine band ihr eingespieltes team immer halten will. jeder weiß was er zu tun hat und der aufbau geht gleich doppelt so schnell. normalerweise wird ein posten also erst frei wenn der entsprechende einfach nicht mehr kann.
    bei dem letzten gig sagte man mir auch dass die typen in der (4 mann) besetzung schon seit vielen jahren immer gleich geblieben sind. da irgendwo in ne bekannte band reinzukommen ist sehr sehr schwer.

    wenn du zur crew einer band gehörst brauchst du bei guter arbeit eigentlich keine angst haben.
    was die normale fachkraft betrifft kann ich dir das nicht sagen... ich glaube aber du hast den falschen eindruck erhalten. wie schon oben gesagt, ist der auf und abbau nicht unbedingt gebiet dieser fachkraft sondern eher die reibungslose durchführung der geschichte. ich kann mich da auch täuschen... bin ja auch noch nicht so lange dabei :)

    wie gesagt den eventmanager. ruf am besten mal beim arbeitsamt an und lass dir eine berufsberatung geben... ach nein vergiss das mit der berufsberatung die konnte ich bisher immer in die tonne kloppen.
    schau dich hier um
    Berufe Net
    da gibst du suchbegriffe ein z.B. "event" oder "beleuchtung" oder "Tontechnik" ... dann werden berufe mit detaillierter beschreibung aufgelistet.

    falls du noch fragen hast, nur zu :)
     
  11. summer_camp[er]

    summer_camp[er] Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.11.05   #11
    ja ich werd mich dann erstmal weiter in der richtung umhören und ma die genannte seite durchforsten. dickes dankeschön erstma. bin jetzt schon ne ganze ecke informierter als vorher :)
     
  12. summer_camp[er]

    summer_camp[er] Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.11.05   #12
    ich hab nochmal rumgesurft und einen studiengang zum musik und kulturmanagement gefunden. ( infos auf der seite http://www.hs-bremen.de/Deutsch/Seiten.asp?SeitenID=10134 )

    ich hab mal so weiterübelegt, mit den vielen ideen die ihr hattet, und könnte mir vorstellen
    bei einem label oder einer eventmanagement-agentur oder sowas angestellt zu sein.( also net selbstständig machen fürs erste)

    meint ihr mit so einem studium, hätte man gute chancen bei so leuten(s.o) angenommen zu werden? kennt einer mögliche anlaufstellen?

    (ich würde nach so einem studium oder dabei auch ein umfangreiches praktikum anstreben.)
     
  13. rockforce

    rockforce Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.11.05   #13
    jo ich will ma musik studieren. vll fragst du dich einfach mal was dir spaß macht. so würds ich machen. ;)
     
  14. scabdooBA

    scabdooBA Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.11.05   #14
    Hi
    sehr schöner Thread. hab mir da auch schon ewigst gedanken gemacht.
    ein Job der mich sehr reizen würde ist der "Kulturagent"
    Ein Kulturagent ist eine Person die nach talentierten Musikern, Schauspieler.....-auf was man hald gerade spezialisiert ist- schaun. dafür muss mich aber dann auch in dem bestimmten themenbereich gut auskennen, sprich es studiert haben...


    was mich auch reizen würde, v.a. jetzt so alsübergangslösung, wär hald Mischer (=Tontechniker?)
    man sieht absolut auf jeder niveauebene Mischer. Seis für Zeltdiscos, unbekannte Festivals, usw.....

    nur wie werde ich ein "Mischer"?
    weil ich glaube tontechniker ist dann schon wieder umfangreicher usw...
    ich suche praktisch nur den mischer-job, bei den ma so jede woche ma irgendjemanden mischt.
     
  15. Bleecker Street Boogie

    Bleecker Street Boogie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.05   #15
    Du weißt, daß die Luft dort oben sehr dünn ist? Daß es immer welche geben wird die mehr können und besser motiviert sind als du? Du könntest dir vorstellen, daß selbst wenn dein Musikberufsleben zwar der weltweit beste, perfekt geformte, leckerstschmeckende Apfel sein könnte, aber wenn du diesen Apfel nur genügend oft, nämlich täglich, essen müsstest, daß du dann überhaupt keinen Bock mehr auf Apfel haben würdest?

    Die meisten Jugendlichen haben irgendwann keinen Bock mehr auf Schule. Das liegt daran, daß sie keinen Plan haben wie das Leben funktioniert. Wie denn auch, schmarotzen sich bei Mami und Papi durch und müssen sich selbst gerademal selbst den Arsch abwischen, der Rest wird gemacht. Wer nicht weiß, was Hunger ist, stellt so unsinnige Fragen nach Berufen wie Musiker und so, also solche Berufe, die auf der maslowschen Bedürfnispyramide die Bedürfnisse an der Spitze, nämlich nach Selbstverwirklichung bedienen, OHNE sich um die Bedürfnisse darunter zu kümmern. Nämlich die Basisgeschäfte des Lebens: Nahrung, Wohnraum, Schlaf, Wärme (und zwar die durch Heizung!), Sicherheit, Bla... Bevor du dich als Musikmensch, in welcher Sparte auch immer, versuchst, solltest du "etwas Vernünftiges" lernen und als Profession haben. Denn wenn du dich nichteinmal dazu motivieren kannst die Schule richtig fertigzumachen, dann erkennst du einfach nicht, was es dazu braucht um im Leben fortzukommen. Natürlich, Schule und Musik hätten nicht miteinander zu tun, blabla, aber es gibt nur sehr selten Menschen, die nur in einem Ding exzellent sind und sonst nichts anderes können. Die meisten sind in so ziemlich allem gut - denn sie haben erkannt, daß es für das Erreichen eines Zieles nicht nur die Fixierung auf ein Subjekt braucht, sondern daß man alles, ALLES gut machen muss, was man anfängt. nur mit dieser Selbstdisziplin erreicht man etwas. Ansonsten gilt: es gibt immer jemanden, der etwas besser kann und besser motiviert ist als du. Was soviel heißt wie: du hast keine Chance.

    Mein Rat: lerne was Vernünftiges und mach Musik als Hobby. Trenne dich von Luftschlößern, beiß dir in den Arsch und mach Schule gut fertig. Schule ist in Deutschland ein Witz (braucht man Japan oder Südkorea als Beispiel dafür, was eine richtige Schule ist, anzubringen?...) und selbst mittelmäßige Lerner, so wie du, können mit relativ wenig Aufwand Erfolge erzielen. Geschweige denn, wenn man richtig lernt. Und wenn du das so machst, bist du unabhängig und musst nicht jedem Scheiß-Musikjob hinterherrennen um deine Brötchen zu verdienen sondern brauchst dir nur die Perlen herauszupicken. Schließlich hast du ein festes, berufliches Standbein.

    Außerdem verschiebt sich eines Tages dein Kopf. Irgendwann wird es wichtiger eine Frau und Heim und Haus und Kinder zu haben als Musik zu machen. Und die kann man wesentlich besser als Vorstandsvorsitzender der DaimlerChrysler AG versorgen als als drittklassiger Tonmischer in einer viertklassigen Location. Ist so, nie anders gewesen.

    Wünsche dir, daß du schnell erwachsen wirst. Und viel Glück!
     
  16. zion

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    Erstellt: 09.11.05   #16
    ein normales wirtschaftsstudium und darueber hinaus grosses musikinteresse, banderfahrung wird normalerweise fuer so einen job schon reichen.

    Das wuerde ich deshalb eher empfehlen weil es dann leichter ist etwas anderes zu machen wenn man im musikbusiness nix findet. Die branche ist extrem schwierig derzeit und es werden kaum leute eingestellt. Ich weiss das recht gut weil ich selber in diesen Bereich tendiere.
     
  17. scabdooBA

    scabdooBA Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.05   #17
    mh
    echt schwieriges thema.....aber deswegen die schule abbrechen würde ich auf keinen fall. weil falls du mit der musik auf die schnauze fällts, was ja garnicht so schwierig ist (besonders wenn du davon leben willst und einen gewissen lebensstandart halten willst), hättest du noch immer nen schulabschluß in der hintertasche und könntest von vorne beginnen.

    ein freund von mir hatte genau dieselbe idee wie du. er ist auch drummer und spielt seit er 8 ist schalgzeug. spielt in ner bekannten band und in einer bigband. letztes jahr wollte er dann schalgzeug in wien(oder war es alszburg..ka) studieren, und hat sich also beworben. Ist hald dann leider (glücklicherweise?!) an der Prüfung gescheitert und ist jetzt somit "gezwungen" das abi ersteinmal fertig zu machen....

    ich könnt mir hald vorstellen dass man zb neben dem studium die musik als gute einnahmequelle betrachten kann. es macht spaß, du bekommst geld und musst keine klos ect sauber machen.....
    aba hauptberuflich?!
    würd ich dir abraten....klar kannst es ma versuchen. aber auf keinen fall dafür ersteinmal die schule schmeissen.
     
  18. summer_camp[er]

    summer_camp[er] Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.05   #18
    @ hrrrrrrr
    also ich hatte net vor die schule zu schmeißen und will auch abi haben, nur wenn man ein ziel hat, dann geht man lieber zur schule und bringt mehr leistung, als jetzt, wo man nur rumgurckt und nur weiß:"toll irgendwann hab ich abi, damit ich ma irgendwas werden kann.
    also wenn man ein ziel für die zukunft hat weiß man halt wöfür man tag für tag in die schule geht

    @Bleecker Street Boogie

    ich respektiere deine meinung, aber ich glaube du hast net verstanden, um was es mir geht.
    ich will einen beruf der was mit musik zu tun hat und mich dadurch erfüllt, weil musik mich erfüllt. ich hab auch net die vorstellung mal pro musiker oder der beste toningeneur zu sein. nur ich glaube wenn jeder so denken würde wie du, also " ich kann eh net der beste sein, weil es tausend leute gibt die besser sind", dann wären die atm Besten oder Guten auch net da wo sie sind und du kannst dich ja ma fragen ob du glücklich bist es net probiert zu haben oder deine jugendlichen werte, die du träumereien nennst, gegen eher konventionelle getauscht zu haben
    ich denke auch, dass man ab einem gewissen alter andere dinge für die zukunft plant (eben die, die du nennst), aber ich habe diese werte eben noch und fänds schade diese vorzeitig, gegen deine, die du als "erwachsen" bezeichnest, zu tauschen.
    und wenn ich auf die fresse falle und alle ideen hier nix werden, dann werf ich mir, wenn ich mal alt bin, wenigstens net vor: "hätteste doch" und "vielleicht wäre es ja anders gekommen".
    (ich hab diese vorstellungen sogar, obwohl ich kein kind bin, dass in seinem leben alles von mama und papa bekommen hat, weiß gott nicht)


    und trotzdem könnte ich mir so nen job gut vorstellen und auch das er möglich ist.
    eine bekannte ist kulturmanagerin am theater aachen. leider ist theater net ganz wie musik für mich und doch hat sie einen soliden job und sowas in der richtung suche ich eben für den bereich musik.
    zb arbeit bei einem label
    angestellter in einer eventagentur

    @zion

    ich denke das wäre gut, weil man dann echt net so festgelegt ist auf der ganzen kultur/musik schiene und man im notfall auf andere jobs (solche jobs wie Bleecker Street Boogie meint) ausweichen könnte .


    falls ihr noch ideen habt, fänd ichs cool wenn ihr uns sie wissen lasst :great:
     
  19. d'Averc

    d'Averc Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 09.11.05   #19
    Wenn ich persönlich heute noch ´mal in der Situation wäre (als Gegensatz zu den praktischen guten Vorschlägen): Musikwissenschaft und während des Studiums fleißig praktisch üben.
    Hört sich spontan nach brotloser Kunst an, aber während der Studienzeit kannst Du noch auf ganz neue Sachen kommen, die vielleicht gefallen, z. B. Tätigkeit bei Verlagen, Lehrtätigkeit ...
     
  20. Bleecker Street Boogie

    Bleecker Street Boogie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.05   #20
    Doch, schon klar was dich treibt. Das Selbe, was die 248 Musik-als-Beruf-Threaderöffner vor dir getrieben hat und auch mal mich. Und ich war selbst Tontechniker und habe damit so nebenbei ein paar Döner verdient - eh-eh, mach' ich nich' nochmal und empfehle ich keinem. Erst recht nicht als Hauptberuf.

    Meine dick unterstrichene Empfehlung ist: a) Schule, b)vorm Zivi/Wehrdienst drücken, c) sofort anne Uni und so schnell wie möglich hervorragend abschließen. Dann, und eigentlich nur dann, eröffnen sich dir Möglichkeiten wie beim Lottogewinn. Und das ist einer "Erfüllung im ersten, Schock im zweiten Moment" definitiv vorzuziehen.