Töne löschen lassen / Nutzung entziehen

von buddyholgi, 12.09.06.

  1. buddyholgi

    buddyholgi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.06   #1
    Stellt euch vor nur ganz theoretisch

    ein Bandmitglied wird, warum auch immer
    aus einer band (mit der es 2 CDs aufgenommen hat) ausgeschlossen.
    Dieses Bandmitglied ist so sauer, das es der Band die Nutzung der von ihm nachweißlich auf Band gespielten Töne entziehen möchte, und alle Töne von ihm auf dem Basis Material der CD’s zu löschen sind. Die Musik der Band wird davon nicht komplett zerstört. Es müssen nur verschiedene Stimmen des Musikers von anderen Musikern neu eingespielt werden. Nur mal theoretisch angenommen ! Die Songs ansich sind vom Schreiber geschützt.
    wäre dieses Vorgehen Möglich ?

    Grüße Buddy
     
  2. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 12.09.06   #2
    Also ich glaube das ist ein Fall für Spezialisten.

    Ich kann allerdings mal im Vorfeld einige Fragen nennen, die vermutlich von Bedeutung sind:

    1. Sind die CD´s schon veröffentlicht/verteilt/verkauft worden - bevor dieses theoretisch angenommene Zerwürfnis geschah?

    2. Gab es eine Einigung (schriftlicher oder mündlicher Art - bei mündlich braucht Ihr Zeugen), dass er dies einspielt und war er zum Zeitpunkt des Einspielens mit dieser Einigung einverstanden?

    3. Wurde er in irgendeiner Form für das Einspielen bezahlt oder erhielt er eine Vergütung?

    4. Möglicherweise spielt die Art des theoretisch angenommenen Zerwürfnisses eine Rolle. Ich sage mal: Betrug oder sowas.

    Mal so in den Raum geschmissen:
    A. Wenn die CDs seit einiger Zeit im Umlauf sind und er schon anteilig dafür Geld kassiert hat und jetzt aus eher persönlichen Gründen nix mehr mit der Band zu tun haben will, stehen seine Karten, das zu verlangen, nicht sonderlich gut.

    B. Rein praktisch ist bei diesem angenommenen Fall eines Zerwürfnisses eine gütliche Einigung - möglicherweise mit jemand, der den Schlichter (sollte neutral/unparteiisch sein und eine Person, die von beiden Seiten akzeptiert wird) macht - immer noch die beste Variante. Denn es scheint doch so zu sein, dass das Ersetzen seiner eingespielten Töne nicht unmöglich ist - aber für Euch einen erneuten Aufwand, Zeit und Geld kostet. Also geht es ihm wohl eher darum, Euch vor den Karren zu fahren. Dafür muss es ja einen Grund oder zumindest einen Anlaß geben. Also eher mal die Deeskalations-Schiene fahren als offen auf dieses Zerwürfnis zusteuern.

    Wäre jetzt mal so meine Peilung.

    x-Riff
     
  3. buddyholgi

    buddyholgi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.06   #3
    hier ein paar theoretische Antworten
    1. Sind die CD´s schon veröffentlicht/verteilt/verkauft worden - bevor dieses theoretisch angenommene Zerwürfnis geschah?

    Antw. in diesem theor. Fall ja

    2. Gab es eine Einigung (schriftlicher oder mündlicher Art - bei mündlich braucht Ihr Zeugen), dass er dies einspielt und war er zum Zeitpunkt des Einspielens mit dieser Einigung einverstanden?

    Antw. in diesem theor. Fall ist der Musiker auf den CD's genannt und Zeugen gibt es auch

    3. Wurde er in irgendeiner Form für das Einspielen bezahlt oder erhielt er eine Vergütung?

    Antw. in diesem theor. Fall nein

    4. Möglicherweise spielt die Art des theoretisch angenommenen Zerwürfnisses eine Rolle. Ich sage mal: Betrug oder sowas. Mal so in den Raum geschmissen:

    Antw. in diesem theor. Fall persönliche differenzen mit Betrugsvorwurf

    B. Rein praktisch ist bei diesem angenommenen Fall eines Zerwürfnisses eine gütliche Einigung - möglicherweise mit jemand, der den Schlichter (sollte neutral/unparteiisch sein und eine Person, die von beiden Seiten akzeptiert wird) macht - immer noch die beste Variante. Denn es scheint doch so zu sein, dass das Ersetzen seiner eingespielten Töne nicht unmöglich ist - aber
    für Euch einen erneuten Aufwand, Zeit und Geld kostet. Also geht es ihm wohl eher darum, Euch vor den Karren zu fahren. Dafür muss es ja einen Grund oder zumindest einen Anlaß geben. Also eher mal die Deeskalations-Schiene fahren als offen auf dieses Zerwürfnis zusteuern.

    Antw. in diesem theor. Fall wurde eine einigung abgelehnt

    Gruß Buddy
     
  4. topo

    topo HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 12.09.06   #4
    Wie sähe denn die Einigung bzw. der Vertrag aus, der da theoretische geschlossen worden sein könnte??? Also der Vertrag unter den Musikern.
    Das könnte sehr wichtig sein!


    Topo :cool:
     
  5. buddyholgi

    buddyholgi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.06   #5
    in diesem theoretischen fall war der musiker 13 jahre mitglied
    in der band seit einigen jahre besteht ein gbr vertrag in der der musiker mitglied ist
    in diesem theoretischen fall war und ist der musiker vollmitglied der band band

    gruß buddy
     
  6. strassi

    strassi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.06   #6
    wozu einen Vertrag? Er war doch bis zu den CD-Aufnahmen bereit, auf diesen zu erscheinen. Er hat seine Stimme/Töne doch freiwillig aufnehmen lassen. Er hat vermutlich auch nie geäußert, dass er bei seinem Bandaustritt die weitere Veröffentlichung nicht mehr duldet.

    Meiner Meinung nach muss er die Kosten dafür tragen, wenn die bisherigen Aufnahmen geändert werden sollen.
     
  7. topo

    topo HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 12.09.06   #7
    Er ist ja in diesem Fallbeispiel ausgeschlossen worden. D.h. die Ursache für sein Handeln ist eine andere. Er ist, so habe ich das verstanden, nicht freiwillig gegangen. Fraglich ob der Ausschluss zu recht erfolgte oder nicht.
    Wenn er "gegangen worden ist", leiten sich daraus IMHO andere Rechte ab, als wenn er selbst geht.

    Um noch einmal die Fakten in diesem Fallbeispiel zu erfragen : gibt es eine vertragliche Regelung über den Ausstieg eines GbR Mitgliedes oder auch zur Auflösung der Band. Letztere mögliche Regelung könnte ggf. analog/hilfsweise angewendet werden.
    Denn............ohne Regelung kann ein GbR Mitglied nicht so ohne weiteres ausgeschlossen werden. In der Praxis ist das häufig sehr schwer durchzusetzen. Sehr schnell erwirkbare "einstweilige Verfügungen" können einen Ausschluß vorerst stoppen.

    Je nach dem, ob und wie ein Austiegsszenario in diesem Fallbeispiel vertraglich geregelt ist, würde ich z.B. mittels Verfügung den Vertrieb und die Verbreitung der beiden CD's einstweilig unter Strafandrohung untersagen lassen. Meistens bringt das die Parteien zurück an den Verhandlungstisch.
    Wichtig wäre auch noch zu wissen, wer der Schreiber der Musik genau ist - bzw. wer hat welche Rechte an den Songs ?
    Das ist mir im Moment noch nicht ganz klar.


    Aber eigentlich würde ich in diesem theoretischen Fall jedem raten, einen kompetenten Anwalt aufzusuchen, um sich dort beraten zu lassen.


    Topo :cool:
     
  8. strassi

    strassi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.06   #8

    Jetzt würde mich interessieren, was den im Vertrag über Austritt bzw. Auschluss eines Bandmitglieds steht. Wenn es schon einen Vertrag gibt, wäre sowas ja eigentlich einer der wichtigsten Punkte.

    @topo
    das mag natürlich sein, das bei einem sogenannten "Rauswurf" für den Ausgeschlossenen sich andere Rechte ableiten lassen.

    Dazu wäre der Vertragsinhalt dieses Fallbeispiels interessant.
     
  9. buddyholgi

    buddyholgi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.06   #9
    für dieses fallbeispiel werde ich mich um diesen theoretischen vertrag kümmern
    info folgt

    gruß buddy
     
  10. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 12.09.06   #10
    Alles was Du davor und danach schreibst finde ich sinnvoll und vollkommen richtig, Topo.

    Doch ich denke, so wie ich diesen höchst theoretischen Fall wahrgenommen habe, spielst du genau dadurch dem, der gegangen (worden) ist, in die Hände.

    Denn gerade der will ja, dass die CD aus dem Umlauf kommt und alles, was er dazu beigetragen hat, sozusagen im Nachhinein vernichtet und durch andere eingespielt wird.

    x-Riff
     
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