Ton Poti - überflüssig, sinnvoll, unentbehrlich?

vidus
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Naja die frage ist wohl etwas provokant,
ich weiß auch nicht ob ich im richtigen Unterforum bin,wenn nicht bitte verschieben.
Ich besitze inzwischen selbs 5 E Gitarren, und habe über die Jahre verteilt schon über 100 verschiede Gitarren in der Hand gehabt.
Und fast alle haben einen oder sogar zwei Ton Potis.
Ich hab es aber noch nie ernsthaft benutzt.
Wieso auch mein verstärkter hat doch eine Klangregelung.
Ist das gemeine Ton Poti einfach nur ein Relikt alter Zeit in der Verstärker noch keine große Klangregelung hatten, oder hat es auch heute noch seine Berechtigung.

Was sagt ihr
Benutzt ihr es und wenn ja wann und wie

Bin schon mal gespannt.
Schönen Gruß
Vidus
 
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Das Ton Poti hat man schon im direkteren Zugriff und es gibt einfach Sounds die verlangen einen abgeregelten Ton.
Hängt vlt. auch stark vom Amp ab, wenn der schon muffelt regelt man auch nichts mehr an der Gitarre.
Und es ist eben auch die Frage in welcher Musikrichtung man unterwegs ist.
Ich jedenfalls nutze es schon regelmäßig.
 
Warum soll ich zum Verstärker rennen um die Höhen zurückzunehmen? :confused:
Ich stelle einmal den Verstärker auf den gewünschten Grundton ein und den Rest regle ich dann durch Pedale und Tone- und Volumepoti an der Gitarre. So kann ich am besten hin- und herschalten und habe mehrere Sounds "griffbereit".
Bei Modelling Presets ist es vielleicht nicht nötig da man sich ja jeden Sound so programmiert wie man ihn braucht.
Bei eher klassischen Verstärker (insbesondere Einkanaler oder Mehrkanaler mit nur einer EQ-Sektion) kommt es schon vor, dass bei Pickups-Umschaltungen der Ton zu grell wird, auch bei Zuschaltung von Pedalen denkbar.
Auch bei Looper-Einsatz kommt es vor, dass man eine Begleitung mit weniger Höhen einspielt um dann mehr Raum für den Lead-Part zu lassen.
Generell wenn man viel mit Anschlagsdynamik spielt und variiert ist ein Tonepoti eine feine Sache, gekonnt genutzt erweitert er den Dynamikumfang des eigenen Spiels.
 
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oder hat es auch heute noch seine Berechtigung
Es hat ;) Zumindest bei mir ...

Da ich auch sehr viel cleanen Jazz & Blues spiele, regle ich ich an meinen Gitarren (sowohl bei Humbuckern/P90ern - Les Pauls als auch bei Singlecoils - Strat, Tele) immer mal wieder das Tonepoti etwas runter um einen etwas weicheren Klang zu erhalten.

Ja, das könnte man auch am Amp machen ... aber wozu zum Amp laufen und im Zweifel bücken, wenn ich das "am Mann" machen kann? ;)
 
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Wieso auch mein verstärkter hat doch eine Klangregelung.
Ist das gemeine Ton Poti einfach nur ein Relikt alter Zeit in der Verstärker noch keine große Klangregelung hatten, oder hat es auch heute noch seine Berechtigung.

Naja dein Verstärker hat doch sicherlich auch Volume und Gain Regler... ist somit auch das Volume Poti an der Gitarre überflüssig?:weird::D

Ansonsten stimme HD600 und peter55 zu. Warum zum Verstärker gehen um den Sound anzupassen wenn man es auch einfach haben kann? Möchte man bei jedem Umschalten zwischen Hals und Neck den Sound am Verstärker anpassen? Hier beantwortet sich dann auch die Frage "Warum eigentlich 2 Tonepotis?
 
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Ich spiele seit 37 Jahren Gitarre und habe in den ersten 30 Jahren das Tone-Poti wenig bis gar nicht benutzt (mal abgesehen von Mark Knopflers "Money for nothing"). Der verstärkte Einsatz des Tone-Potis kam bei mir erst in den letzten ca. fünf Jahren. Inzwischen habe ich mir bei einer Gitarre (ES-335-Style) sogar das Tone-Poti des Neck-PUs durch ein Push-Pull ersetzen lassen, damit ich unterschiedliche Tonkondensatoren nutzen kann: Im Original macht das Poti den Sound kaum dumpfer, eher mittiger. Gefällt mir, ich wollte aber zusätzlich einen weiteren Kondensator, mit dem ich den Sound so richtig dumpf regeln kann - anscheinend erwacht der Jazzer in mir altem Rocker!
 
Tonepoti ist auch für mich ein nützliches Feature. Es wurde schon einiges genannt und darüber hinaus kann man auch Wah- und Fuzzartige Sounds gut mit dem Tonepoti faken.
 
Soweit ich weiß, hat man früher, als es die ganzen Booster Pedale noch nicht gab, es so gemacht, dass ein stark zurückgenommener Tone Poti die Grundeinstellung war und man den Verstärker so eingestellt hat, dass es für den Rythmus gut klang. Kam man dann ins Solo, hat man den Tone aufgedreht, um mehr Durchsetzung zu haben.
 
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Eine Les Paul und ein Einkanalamp mit einem TS davor. Zusammen mit Tone und Volumepoti kannst Du damit Dutzende von Sounds erzeugen, ohne auch nur einmal die Gitarre zu wechseln, oder zum Amp zu gehen.

Ich sag nur Woman Ton;)

Schau mal auf YouTube nach dem Video von Bonamassa über Tone, fand das superinteressant.
 
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Gibt es da nicht ein schönes Video von Joe Bonamassa, wo er das demonstriert?
 
Es gibt halt solche und solche Gitarristen.

Ist wohl ähnlich wie alles auf 12 beim Pedal oder Amp. Ich kenne auch einige die niemals eine andere Einstellung wagen, sich aber oft über schlechten Sound beschweren.

Ich nutze die Tonepotis bei Les Paul und Strat vor allem für die Bridge PUs. Die sind mir sonst einfach zu schrill. Standard ist bei mir etwa zur Hälfte zu.
 
Ich nutze die Tonepotis bei Les Paul und Strat vor allem für die Bridge PUs. Die sind mir sonst einfach zu schrill. Standard ist bei mir etwa zur Hälfte zu.
Schräg, ich würd dann den Sound anders einstellen oder so.

Ich nutze Ton-Potis nie, weils mir viel zu fummelig ist für nebenbei schnell machen.
Ich hab aber die Erfahrung gemacht, dass es bei schwächeren Tonabnehmern sehr viel macht, bei keramischen oft nur negativ abdumpft.
Je nach dem, was für ein Equipment man sucht, kanns sich so oder so aufbauen :)
 
Bei zuvielen Höhen wird am Tonepot gedreht, bei zuviel LS oder Zerre am Volumepot, wo ist das Problem? Ist doch praktisch, wenn man es beherrscht ;) Da muss man sich nicht zum Effektpedal herunterbücken oder am Amp herumfummeln.

Wer das Tonepoti gar nicht benutzt und benutzen will, kann es mit dem Kondensator auch gleich aus dem Signalweg entfernen.
 
Ja, das könnte man auch am Amp machen ... (...) ;)
Ganz sicher sogar. Man sollte aber auch bedenken, dass die TONE Potis eine etwas andere Wirkungsweise haben, als die EQ Regler am Verstärker (und auch da gibt es dutzende Schaltungsvarianten die den Klang unterschiedlich beeinflussen). Nur so als Ergänzung.
 
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Anfang der 80er fing Charvel mal damit an, die Gitarren ohne Tone-Poti herzustellen. Gedanke war damals aber, den puren Ton ohne zusätzliche Bauteile in der Schaltung zu haben. Hat sich aber nicht durchgesetzt.
Ich persönlich mag speziell bei Les Paul-artigen Gitarren bei viel Gain den Hals-PU mit zurückgedrehtem Tone-Poti in den hohen Lagen, da singen diese Gitarren herrlich.
 
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Früher habe ich mir darüber kaum Gedanken gemacht. Jetzt, wo ich nach einem Neustart nach sehr langer Pause wieder spiele, gehe ich anders an die Sache ran und spiele auch andere Musik, darunter einige Jazz Standards. Ohne Tone Poti geht da gar nichts und auch das Volume Poti setzte ich jetzt bewusst zur Klangformung ein. Vor 30 Jahren war das immer auf 10, jetzt hat das durchaus seine Nuancen.
In den Amp geht mal das, was aus der Gitarre rauskommt und da passiert schon mal viel vorweg, das dann am Verstärker sein Finish erhält.
 
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Es gibt unzählige sounds die sich nur durch Tone-potis erreichen lassen und nicht durch die Klangregelung am amp imitieren lassen. Habe ich komischerweise auch erst spät entdeckt.
 
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Ich nutze Ton-Potis nie, weils mir viel zu fummelig ist für nebenbei schnell machen.
ist bei mir genauso, bei solidbodys. einfach aufgedreht, und fertig.
Ohne Tone Poti geht da gar nichts und auch das Volume Poti setzte ich jetzt bewusst zur Klangformung ein. Vor 30 Jahren war das immer auf 10, jetzt hat das durchaus seine Nuancen.
bei meinen halbakustischen benutze ich auch öfter das ton-poti, allerdings nur beim einzelgeschalteten steg-pu, kommt mir halt so vor, daß er mit etwas mehr tiefen besser klingt.
 
seit ich eine alte Teisco aus den Sechzigern hab, mit nur einem Tonabnehmer, ist mir die Möglichkeit der Soundvariantion mithilfe des Tonepotis nochmal bewusster geworden, obwohl ich es schon vorher für eine sinnvolle Einrichtung gehalten habe und auch benutzt habe
 
Vielleicht haben diejenigen die ihr Ton-poti nie nutzen auch einfach nur das falsche Kabel...das klaut schon so viel Ton da braucht man das Poti nicht :evil:
Ne Spass beiseite, ich nehme es auch nur sehr selten, früher garnicht. Ich denke ob man es braucht/nutzt hängt stark von der Musikrichtung und auch dem Equipment ab.
Und vor allem dauert es bis man damit lernt umzugehen...und wann was wie passt. Ich nutze es manchmal bei meiner Semi bei Rhythmussachen für den Looper,damit die Rhythmus etwas in den Hintergrund rückt wenn ich dazu übe.
Anfang der 80er fing Charvel mal damit an, die Gitarren ohne Tone-Poti herzustellen.
Von Hamer gab es doch auch welche ohne Tonpoti...glaube ich zumindest. Glenn Tipton hatte glaub auch nru PU Wahlschalter und Volume. Manchen reicht das einfach. Das ist ja weder verwerflich noch sonst irgendwas.
 
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