Tonleitern: welche töne skalentöne als grundtöne aufgefasst werden?

von zet, 26.08.04.

  1. zet

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    Erstellt: 26.08.04   #1
    hi, hoffe dass ich euch nicht zu sehr löchere mit fragen, aber ich stoß immer auf neue unklarheiten. :o
    das heutige problem: nehmen wir mal an ich hab die normale A dur tonleiter mit der intervallstruktur 1 2 3 4 5 6 maj7. das A ist also der grundton. aber was genau heisst das? dass es einigermaßen konsonant zu allen anderen toenen der tonleiter ist, also das keine all zu starken dissonanzen auftreten?
    wie verhaelt es sich denn jetzt wen ich im phrygischen mode bin? die kleine sekunde ist doch im hoechsten maß dissonant?
    achja, wurde schon oefters mal gesagt, aber wann ist nochmal der startton auch der grundton?? bei dur leitern oder sowas?? :confused:
     
  2. Hans_3

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    Erstellt: 26.08.04   #2
    Diese Dissonanz (Tension Note) macht ja den phrygischen Modus erst aus. ;) Sonst wäre es ja normales Moll.

    Siehe auch hier

    https://www.musiker-board.de/vb/article.php?a=18
     
  3. zet

    zet Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.08.04   #3
    ah! :) jaja, das hab ich schon seit einigen tagen ausgedruckt in meinem zimmer liegen :great:
    ok, aber wie ist denn das mit den grundtönen der tonleiter? jeder ton kann grunton sein? ( was uns zu den modes führt? )
     
  4. Hans_3

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    Erstellt: 27.08.04   #4
    Wenn man das ausschließlich von der Tonleiter-Seite sieht, dann hat jeder Mode seinen Grundton, dorisch Dm also D E F G A H C D. DAs ist auf jeden Fall das theoretische Konstrukt. In der Praxis jedoch werden ja nicht einfach Tonleitern als Melodien hoch- und runtergespielt.

    Bleiben wir bei DM dorisch. Wenn eine Melodie (ohne Akkorde dahinter) entsprechende Intervallsprünge enthält (z.B. d f a für Dmoll), dann entsteht im Emfinden des Hörers natürlich ein ein Dm-Feeling, was durch das dorische H (statt B) durchaus dorisch "besetzt" werden kann - auch wenn es sich bei den Tönen eigentlich um diejenigen der C-Leiter handelt.

    Man kann das ganz gut bei Solowerken für Violine beobachten. Trotzdem "nur" einzelne Töne kommen, entstehen im Kopf des Hörers (vor allem durch Arpeggien) bestimmte Harmonie- und Tongeschlechtseindrücke.
     
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