Tonzungen die 2te

von Ippenstein, 21.06.08.

  1. Ippenstein

    Ippenstein Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.08   #1
    Ja wie geht denn das? Spiele ich einen gewissen Ton mit der Schwebung leise, tremuliert der stärker als wenn ich laut spiele. Dementsprechend (ver)stimmt sich eine der beiden Zungen von leise zu laut. Wie geht das den physikalisch?
     
  2. Musikatz

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    Erstellt: 22.06.08   #2
    Mit zunehmendem Spieldruck verändert sich der Ton - er wird leicht tiefer.

    Bei Deinem Instrument ist vermutlich diese Änderung beim Schwebeton stärker als beim Grundton.

    Bei mehr Spieldruck „kommt“ somit der hohe Schwebeton dem Grundton näher, die Differenz der Frequenzen wird also kleiner. Das Resultat ist eine weniger ausgeprägte, langsamere Schwebung.

    Übrigens: Je höher die Stimmplattenqulität desto weniger Tonveränderung beim Spieldruck.


    Gruß von Musikatz
     
  3. t-tris

    t-tris Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.08   #3
    Ist er stark verstimmt, hängt das Ventil bei zuwenig Spieldruck...
     
  4. Ippenstein

    Ippenstein Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.08   #4
    Naja, nachdem alles gerade erst neu gemacht worden ist und ansonsten die Stimmung recht gut hält, gehe ich mal davon aus, daß da noch ein wenig Einspielen und ev. mal Nachstimmen Not tut. Es sind zwar nicht italienische Stimmzungen, aber besonders schlecht sind sie auch nicht ;)

    --- So... liegt tatsächlich alles am Einspielen... hat wohl tatsächlich das Ventil noch nicht so gewollt als wie es gesollt... ---
     
  5. Musikatz

    Musikatz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.06.08   #5
    Betrifft das sog. „Einspielen“

    Aus meiner Erfahrung kann es geschehen dass:

    - Einzelne Stimmzungen am Plattenkanal leicht streifen
    - Dies klingt dann etwas „scheppernd“
    - Möglich vor allem bei hoher Stimmzungenqualität (weil Spalt sehr eng)
    - Temperaturwechsel und langes Lagern ohne Spielen beeinflusst dies auch

    Abhilfe 1 = Einspielen = Zunge wird sich befreien
    - Nach ca. 10 Min. Spiel ist nichts mehr hörbar - kann aber anderntags wieder auftreten
    - Langes Einspielen wird hier sicher helfen (ältere Akkordeons sind meist „befreit“)
    Abhilfe 2 = Akkordeon öffnen und Kanalrand (nicht Zunge) leicht nachschleifen (feines Schleiftuch)

    Beim Öffnen entdeckt:

    a) Neue (natürlich auch ältere) Akkordeons sind innen nicht perfekt sauber
    - Einzelne Staubkörner und Holzreste (vom Bau her) lagern überall
    - Im Extremfall klemmen sich diese Dinger zwischen Zunge und Kanal ein .....
    - Oder beeinträchtigen die Ventile .....

    b) Ventile sind nicht immer perfekt eingeleimt
    - Kleine Leimtropfen „am falschen Ort“ und schon klemmt ein Ventil oder gar eine Stimmzunge

    c) Kleine Wachsreste „am falschen Ort“ und Stimmzunge / Ventil sind beeinträchtigt.

    Solche Kleinigkeiten beeinflussen das Ansprechen der Töne und die Freude am Spiel.
    Dies kann durch viel Spielen „deblockiert“ werden oder eben durch Öffnen + Reinigen.

    Tägliches Spielen ist sicher die „beste Medizin“ gegen alle „Krankheiten des Akkordeons“.
    Ich frage Euch, ob je ein Akkordeon wegen „zuviel Benutzung“ ausgefallen ist ....

    Gruß von Musikatz
     
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