Tracks auf CD

von rizz, 20.05.07.

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  1. rizz

    rizz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.07   #1
    Ich habe 2 mal deb DN S-1000 also Cd Player im Moment lege ich ganz normale Musik aus den Charts... auf! Meine Frage an euch. Es gibt ja viele Vynils mit Beats, Vocals... gibt es sowas auch auf CDs oder wie macht ihr das nehmt ihr Vynils auf CD auf?

    Gruß Rizz
     
  2. ehemaliger_005

    ehemaliger_005 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.07   #2
    Du kannst mal auf beatport gucken, da gibt es ein paar lustige beats und scratch samples - such' mal nach dem künstler "peabird". was Du damit auf einem dn-s1000 anstellen kannst, ist zwar fraglich, aber probieren kostet in dem fall nur ein paar EUR.

    was vocals betrifft, kannst Du im netz - z.b. auch auf beatport - nach dj-tools suchen. es gibt kaum brauchbare instrumentals / vocals aus dem chartbereich, aber im eher kommerziellen dance-sektor - z.b. house - jede menge.

    Du kannst natürlich auch vinyl rippen - allerdings brauchst Du dafür ein gutes turntable und ein gutes system, um eine gute aufnahmequalität zu erreichen. neben dieser investition wirst Du auch rund 10 EUR pro vinyl, also pro vocal, ausgeben. fragt sich, ob sich das lohnt...
     
  3. DJ Nameless

    DJ Nameless Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.07   #3
    Problematischer als der Preis ist wohl eher, dass man eben aus dem Chartbereich so etwas nicht (zumindest nicht legal) kriegt. Offensichtlich gibt es kaum DJ's, die sich wirklich ernsthaft intensiv mit Chartmucke beschäftigen - aber ich lege auch sehr viel Mainstream auf und bin immer mit Herzblut dabei. Aber es scheint sich wohl nicht zu lohnen - andernfalls bekäme man sicher auch A-cappellas von Hot Banditoz, Peter Wackel oder Mark Medlock zu kaufen...
     
  4. ehemaliger_005

    ehemaliger_005 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.07   #4
    warum sollte man sich auch popcorn-sound teuer kaufen, den in 2 wochen keiner mehr hören will?
     
  5. DJ Nameless

    DJ Nameless Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.07   #5
    Es ist aber so, dass das Publikum aber oftmals diese Sachen hören will. Ich habe vor Jahren mal eine interessanter Argumentation zu diesem Thema in einem anderen DJ-Forum gefunden und damals schon in ein Word-Dokument kopiert und auf meiner Festplatte abgespeichert, weil ich diese Meinung so interessant fand, dass ich sie aufheben wollte. Ich habe die DOC-Datei hier mal angehängt. In diesem Thread ging es eben genau darum, warum es keine Möglichkeit gibt, Chartmusik, die eh eine extrem kurze Halbwertszeit haben, nur zu leasen.

    Hier noch der Link zum Original-Thread.
     

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  6. ehemaliger_005

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    Erstellt: 04.08.07   #6
    weil dieser schrott dafür produziert wird, um gekauft, 2 wochen gehört und weggeworfen zu werden. alter. guten morgen!

    dafür gibt's chartcompilations auf cd. charts runternudeln kann auch 'ne jukebox, da geht der künstlerische aspekt des DJing flöten - vinyl dafür verschwenden? perlen vor die säue. und das sage ich als cd-user.
     
  7. DJ Nameless

    DJ Nameless Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.07   #7
    Ich weiß das natürlich schon. Aber ich sehe das genauso wie die Tageszeitung: Die will nach ein paar Tagen auch keiner mehr lesen. Und da funktionieren doch Abo-Modelle vorzüglich. Da bezahlt man 20 Euro im Monat und hat im Gegenzug jeden Morgen das Tageblatt im Haus. Warum klappt das nicht auch bei Musik, z. B. jeden Monat einen "Trend-Sampler" als Abo, der dann z. B. als CD ins Haus kommt, oder man (nach Eingabe seiner Kundennummer) einen MP3-Ordner einfach downloaden kann. Die Firmen für sowas wären doch schon da: Warum kann man nicht einfach z. B. bei Pool-Position die Bemusterung auch gegen Bezahlung bekommen, wenn man keinen Nachweis erbringt, regelmäßig aufzulegen?

    Ich für meinen Teil habe seit einigen Monaten eine Napster-Flat für 10 € im Monat und wandle das Zeug von da analog nach MP3. Das ist nach der aktuellen Gesetzeslage zumindest nicht offensichtlich illegal, und wenn die Disco zusätzlich noch den Gema-Aufschlag für gebrannte CD's abdrückt, kräht da sicher kein Hahn mehr nach, denke ich.

    Das ist immer noch Geschmackssache. Ich mag auch gerne sehr kommerziell orientierte DJ-Mixes. Um die Jahrtausendwende - da war ich noch gar nicht als DJ aktiv - habe ich oft den Eins-Live-Partyservice gehört. Der Piet Blank hatte es einfach drauf, auch Mainstream-Platten technisch perfekt zu mixen, und der hatte auch viel so Sachen wie Bellini, DJ's At Work oder ATB in seinen Sets. Leider wandte sich der Partyservice dann im Laufe der Zeit immer mehr vom Dance und Kírmestechno ab, das Programm wurde zunehmend House- und Electro-lastiger (nichts gegen diese Richtungen, gefällt mir auch) und wurde dann komplett eingestellt. Inzwischen höre ich öfters mal bei Sunshine Live - "Welcome To The Club" rein. Klubbingman, Rocco, Franky Tunes oder Aquagen liefern immer noch gute Kirmestechno-Mixe nach meinem Geschmack ab. Eine der besten Platten der letzten Monate ist m. E. "Bass Up" von The Hitmen.

    Wenn ich selber auflege (auch live), mixe ich am liebsten sehr vielseitig und stilübergreifend, und mixe auch gerne mal eine Trance-Platte in eine Schranz-Platte rein, wenn es passt. Aber prinzipiell bin ich für alle Musikrichtungen offen, auch Schlager oder Oldies. Und auch in dieser Musikrichtung kann man durchaus "innovativ" auflegen: Vor Jahren habe ich mal übers Internet als "Insider-Tipp" von einem spanischen Titel namens "Yo Tengo" erfahren, dann aber bei Kazaa (war damals noch nicht offiziell illegal) nur (und auch das nur mit viel Suchen) eine holländische Version davon gefunden und die immer wider mal gespielt. Jetzt kommt am Freitag die Nummer nun auch hier in Deutschland offiziell raus - Hörprobe hier. Auch wenn es eher "Ballermann-Musik" ist - auch da kann man der Zeit voraus sein, wenn man nur will. "Veo Veo" habe ich z. B. im Herbst 2003 in Mallorca auf einer Mini-Disco-CD gekauft (eine Dance-Version, aber noch mit den Kinderstimmen), weil ich fest daran geglaubt habe, dieser Titel MUSS ein Hit werden. Obwohl alle in meinem Bekanntenkreis mich für bekloppt hielten, habe ich nicht aufgegeben und die Nummer bei Polydor vorgeschlagen, zum "Sommerhit 2004" zu promoten. Die haben das gemacht - Platz 3 der Single-Charts war die Folge!

    Ich würde sagen, es ist einfach nur Geschmackssache. Wenn jemand nur Underground hören möchte, steht ihm das ja selbstverständlich frei. Es zwingt ihn ja keiner dazu, was anderes zu hören. Ich wollte nur ausdrücken: Wenn man auch ein Faible für reine Mainstream-Musik hat, einem diese Musik ebenso zusagt (ich höre halt beides - Mainstream UND Underground), kann man da durchaus "innovative" Sachen machen. Innovativ in dem Sinne, dass man einfach seiner Zeit voraus ist und z. B. einen Titel schon findet und in der Disco spielt, der erst ein halbes Jahr später am Ballermann für Furore sorgt.

    DJ Nameless
     
  8. ehemaliger_005

    ehemaliger_005 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 06.08.07   #8
    ich bin mir nicht sicher, aber es ist abrechnungstechnisch gesehen, zwischen labels und promopools, wohl zu kompliziert bzw. von vornherein vertragstechnisch andes geregelt. promopools sind an sich ja keine kommerziellen distributoren und dürfen das vermutlich einfach nicht machen.

    doch, ist es. Du darfst über die napster-flat erworbene titel nicht öffentlich aufführen, sonst wären sie nicht drm-geschützt. sollte eigentlich offensichtlich sein - die gema/gvl-gebühr hat damit nichts zu tun. wenn Du drm umgehst, kannst Du auch gleich emule anwerfen - es ist beides das gleiche, der zehner fällt da nicht wirklich ins gewicht.

    nein. denn ballermann-musik, wie Du sie nennst, ist keine musik, sondern ein musikalisches recyclingprodukt. alles, was Du da hörst - und ich meine ALLES - gab es in irgendeiner form schon mal. das schlimmste daran ist, dass sich dabei die 10.000 drecksschleudern, die allen ernstes die frechheit besitzen, sich als musikproduzenten zu bezeichnen, insgesamt vielleicht 20 syntesizerpresets und 16 verschiedene drumloops benutzen - dazu ein kleines notenheft. und das sind sogar noch recht positive zahlen.

    super. hast Du dafür weigstens geld bekommen?

    doch - und zwar das omnipräsente mtviva- und radiogedresche. einer der gründe, warum ich sogar den müll mit kopfhörern auf dem kopf raustrage.

    ...und vor 20 jahren schon in der originalversion für furore gesorgt hat. der zeit voraus? hmm.

    wie gesagt - ich bashe prinzipiell keinen dafür, dass er mainstream mag. soll jeder hören, was er will - aber mit musik hat das laut meiner definition dieses begriffs einfach nichts zu tun... maximal 5-6 verschiedene harmonische zusammenhänge mit möglichst langweiligen beats und bestenfalls vierzeiligen vocals, zu denen auch komplett besoffene bauern gröhlen und "tanzen" können - es funktioniert, weil die menschen keine ansprüche haben, aber es ist halt audibles fastfood und keine musik.
     
  9. DJ Nameless

    DJ Nameless Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.08.07   #9
    Ja ok, verstehe ich. Ansonsten frage ich mich wirklich, warum man nicht diese "Wegwerfmusik" als Abo-Sampler-CD vetreibt, zu vernünftigen Preisen, versteht sich. Eine TV-Programmzeitschrift, mit der man nach einer Woche nichts mehr anfangen kann, kostet ja auch nicht so viel wie etwa ein Harry Potter Roman. Mit Musik versucht man aber genau das: Das DJ-Ötzi-Album kostet genauso viel wie das Queen-Album, und das ist einfach nicht fair.

    Das Überspielen von kopiergeschützten CD's oder DRM-Dateien über den analogen Ausgang stellt m. W. nach keine Umgehung eines Kopierschutzes dar. Bei Napster lade ich die DRM's noch nicht mal mehr auf den Rechner runter, sondern greife direkt den Stream ab. Einen "wirksamen" Kopierschutz kann ich hier nicht erkennen. Eher illegal wäre allerdings der Einsatz eines Cracker-Programms, das aus den Originaldateien den Kopierschutz entfernt, und das mache ich ja nicht. Solange nicht eindeutig geklärt ist, was ein "wirksamer Kopierschutz" ist, sehe ich da kein Problem.

    Nein, ich mache das alles ohne Geld, weil ich hinter dieser Musik einfach voll stehe und mich da nicht in irgendeine Abhängigkeit bewegen will. Da es offensichtlich kaum Leute gibt, die sich wirklich gerne mit solch einer Musikrichtung intensiv beschäftigen, ist diese Richtung bei Indie- und Netlabels praktisch überhaupt nicht vertreten, was ich persönlich sehr schade finde, weil die Atmosphäre bei den Kleinen doch entspannter ist. Daher schicke ich Plattentipps aus dieser Ecke einfach per E-Mail an die zuständigen Unternehmen, und entweder die releasen es oder lassen es halt sein. Ich will mich nicht abhängig davon machen, wenn mal ein von mir rausgesuchter Titel floppt, was eben auch schon passiert ist.

    Ich habe halt im Publikum oft Leute, die eben auf sowas stehen. Gerade in den kleineren Städten funktioniert es nun mal nicht, ausschließlich Underground zu spielen. Ich habe dann ja auch kein Problem, Mainstream zu spielen, nur es fehlt einfach eine preislich vernünftige "legale" Bezugsquelle für "Wegwerfmusik". Ich verstehe das einfach nicht: Anderswo funktioniert es doch auch - die Bild-Zeitung kostet auch nur einen Bruchteil eines Bestseller-Romans, die Currywurst an der Pommesbude kostet einen Bruchteil des Essens im Feinschmecker-Restaurant, und der Fiat Seicento kostet auch nur einen kleinen Bruchteil von einem Schumacher-Ferrari. Warum geht das dann bei Musik nicht, warum kostet die DJ-Ötzi-CD genau so viel wie die von Energy 52 ???

    DJ Nameless
     
  10. ehemaliger_005

    ehemaliger_005 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 06.08.07   #10
    natürlich ist es nicht fair - aber die leute, die dieses audible verdauungsendprodukt vermarkten, wollen ja auch geld damit verdienen.

    wie kommst Du denn bitte auf so'nen quatsch? das ist so, als würdest Du sagen "hey, ich kann die CD brennen, dann ist kopieren also legal". Du machst Dich doppelt strafbar, wenn Du streams mitschneidest: einmal, weil es eben nicht als download vorgesehen ist - sonst würden sie es als solchen anbieten; und einmal, weil die soundqualität von streams auf clubanlagen sich so anfühlt, als würde Dich ein blinder grobmotoriker mit einem stumpfen, rostigen messer kastrieren.

    das ist rein menschlich gesehen eine gute einstellung, aber musikalisch gesehen verstehe ich Dich überhaupt nicht.

    im wesentlichen ja, aber wenn Du ihnen konsequent anderes material servierst, kannst Du sie umerziehen. woanders hingehen können sie ja oft nicht. hrhrhr :D

    weil energy52 genauso geld machen will wie die produzenten von dj ötzi? darum.

    IHR seid schuld. die MAINSTREAMKONSUMENTEN. denn IHR kauft den scheiß.
     
  11. Bene1984

    Bene1984 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.08.07   #11
    Thema DRM ist das ganz eindeutig geregelt.

    DRM Dateien, egal wo man sie herbekommt und in welcher Form auch immer sie dem Endnutzer bereitgestellt werden dürfen ausschließlich in privatem Rahmen genutzt werden. Man darf sie beispielsweise nicht in einem Club vom PC spielen, weil die Datei auf dem Rechner per DRM geschützt sind.

    Sobald sie auf der CD im cda Format gebrannt sind, darf man sie spielen, allerdings nur, wenn dann die 20% Mehrgebühr i.V. zu der normalen Gebühr gegenüber der Gema entrichtet wird.

    So wie du das machst, darf man das einfach nicht. Der Stream gibt eine DRM geschützte Datei wieder.

    So jedenfalls mein Kenntnissstand.
     
  12. ehemaliger_005

    ehemaliger_005 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 06.08.07   #12
    joar. richtig. wie gesagt, nur weil ich 'n auto klauen kann heisst es nicht dass ich das automatisch darf.
     
  13. DJ Nameless

    DJ Nameless Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.08.07   #13
    Wer überprüft aber, woher ich die Sachen denn konkret habe? Ich habe den ganz normalen Napster-Account, solange die mein Geld da sehen, sind die doch zufrieden.
    Die Disco bezahlt die Gema-Gebühr und die Mehrgebühr, damit ist das Thema Gema doch hier auch gegessen, oder nicht? Wer soll das konkret überprüfen?

    Mir liegt hier auch ein Zeitungsartikel im BVD-Magazin "Discjockey.de" (Ausgabe Februar/März 2007, Seite 15), also m. E. eine seriöse Quelle, vor, wo ein Wirtschaftsanwalt Fragen zum Urheberrecht beantwortet und der Meinung ist, dass sogar aus dem Webradio mitgeschnittene Songs im Club abgespielt werden dürfen, wenn der Veranstalter die Zusatzgebühr bezahlt. Und einen Napster-Stream ist technisch gesehen nichts anderes. Nur beim Webradio zahlt der Betreiber die Gebühren, bei Napster ich.
     
  14. DJ Nameless

    DJ Nameless Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.08.07   #14
    Richtig. Aber Tageszeitungen werden auch weggeworfen, und trotzdem funktioniert es da doch auch! Würde jede Tagesausgabe 15 Euro kosten, würde das auch keiner kaufen, aber für 70 Cent pro Ausgabe schließen viele gleich ein Jahresabo ab.

    Das wurde schon oft behauptet und ebenso oft schon widerlegt.

    Musik ist eben Geschmackssache.

    Wenn es nur einen Club in der Stadt gibt, der mir nicht zusagt, bleibe ich halt zu Hause. Im Internet gibt's genug Musik nach meinem Geschmack.

    Ich hasse wirklich die Politik der Major-Plattenfirmen. Das Problem ist aber, dass die Leute, die diese Musik wirklich gerne mögen und aktive Musiker sind, so wenige zu sein scheinen, dass es anscheinend kein Indie-Label gibt, dass diesen Style repräsentiert und auf das man dann ausweichen könnte. Oder kenne ich die nur einfach nicht? Kennt jemand ein Indie-Label für Partyschlager à la Wolfgang Petry oder Markus Becker? Oder für Latino-Dancepop à la Loona oder Las Ketchup? Bin da für jeden Tipp dankbar. Ich würde auch lieber die Indies kaufen, nur die bringen das Zeug einfach nicht raus ;-(

    EDIT: Hat eigentlich noch nie jemand in den DJ-Foren Erfahrung damit gemacht, wie das auf diesen ganzen Schlager- und Teenie-Partys abläuft? Schaffen das die DJ's denn, diese ganzen "Wegwerfsongs" alle zu KAUFEN, zumal der Konkurrenzdruck dort ja extrem groß ist (weil eben das bloße CD-Reinschieben prinzipiell reicht)? Wenn ja, wie finanzieren die das? Ich habe mal gelesen, dass DJ's oft nicht mehr als 100 Euro pro Abend verdienen. Da kriegt man gerade mal 7 CD's à 15 € für, und ein DJ spielt am Abend locker 100 Titel runter. Allein damit kommt man nicht aus, und der Rest des Lebensunterhaltes muss auch noch irgendwo her kommen. Wie machen die das da?
     
  15. ehemaliger_005

    ehemaliger_005 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 06.08.07   #15
    widerlegt? wann und von wem? ich möchte bitte die seriöse quelle lesen, die besagt, dass ein 128kbps-stream genausoviel dynamik aus einer clubanlage rausholt und genauso gut klingt, vor allem im mitten-/höhenbereich, wie eine WAV oder eine 320kbps CBR mp3. geschweige denn eine schwarze scheibe. ich weiss nicht, wo Du so auflegst, aber ich höre SOFORT einen DEUTLICHEN unterschied.

    selbst wenn das stimmt, was ich nicht glaube; streams haben eine so schlechte qualität, dass sich der aufwand nicht lohnt. sag' was Du willst, Du hast KEIN argument um das zu widerlegen.

    lass mich an dieser stelle nochmal das stichwort MUSIK hervorheben. musik ist kreative kunst - mainstream ist recycling.

    prinzipiell richtig - aber man geht auch aus anderen gründen in einen club ;)

    warum wohl? das konzept eines indielabels ist es nun mal, eben KEINEN mainstream-schrott rauszubringen. indie und diskothekenmukke ist wie steak und tofu.

    es läuft so lange, bis einer gepackt wird, und dann kann ihn der nächste direkt ersetzen. sind ja in dem sinne nur dienstleister, und bei dem geplänkel und dem musikalischen anspruch der konsumenten kannst Du auch einen laptop hinstellen. der dj ist da einzig und allein eine figur, die rumsteht und cds wechselt, damit es nach mehr aussieht als es ist.
     
  16. DJ Nameless

    DJ Nameless Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.08.07   #16
    Also bei mir hat sich noch keiner über schlechten Sound beschwert, jedoch haben schon mehrfach Leute zu mir gesagt, dass ich einen BESSEREN Sound hinbekäme als die meisten anderen DJ's ... Bei elektronischer Musik oder verzerrten E-Gitarren hört man es sowieso nicht, weil es eh ein künstlicher Sound ist und es keine akustische Referenz gibt. Bei einer Opern-Arie oder einem Violinkonzert merkt man es vielleicht noch eher. Hauptursache für schlechte Sounds sind meist zu hohe Lautstärken, über 90 dB versaut JEDE Anlage den Sound, JEDE. Guckst du auch hier!

    Wie gesagt, es steht in der besagten BVD-Magazin-Ausgabe so drin. Den Artikel hebe ich mir auch auf. Und zur Soundqualität: s. o.

    Das muss nicht zwangsläufig so sein. Bei weitem nicht alles sind Cover-Versionen. Als hier in Deutschland "Dragostea Din Tei" zum ersten Mal gelaufen ist, war das auch eine völlig neue Nummer. Rumänischen Dance-Pop gab es bis dato noch nicht bei uns. Oder schau dir Safri Duo an: Hands-Up-Beats mit Live-Percussion kombiniert - gab's auch vorher noch nicht. Und auch andere Bands wie z. B. die Kelly Family haben in den späten 80ern und frühen 90ern - vor ihrem ganz großen Durchbruch - einen völlig neuen Stil kreiert. Titel, die man noch nie vorher gehört hat in einer ungewöhnlichen Band-Besetzung, aber mit Melodien, die jeder sofort mitsingen konnte.

    Das denken viele auf Techno/Trance oder Hip Hop spezialisierte DJ's tatsächlich. Aber wer solche Partys regelmäßig beschallt, wird schnell feststellen, dass es eben nicht so einfach ist, wie es scheint. Das Publikum reagiert teilweise sehr sensibel auf bestimmte Tracks. Andererseits kann man mit Titeln, die zwar bekannt sind, mit denen aber keiner rechnet, die Tanzfläche zum Kochen bringen. Anfang des Jahres hatten wir z. B. "Papa Pinguin" von Pigloo in den Charts. Was habe ich gemacht: Das Original von Sophie & Magaly aus den 70ern gespielt, und die Leute haben gefeiert wie wild! Außerdem muss man akzeptieren, dass man mit passenden und unpassenden Plattenwünschen bombardiert wird. Das extremste was ich mal erlebt hatte - es lief gerade Rocco mit "Everybody" - seinerzeit ganz oben in den Charts, und da kam ein Junge und fragte mich, ob ich nicht mal was kommerzielleres spielen könnte :-) Naja, der hatte halt keine Ahnung, was solls... Aber ich bin sogar schon während eines Gigs gefragt worden, ob ich nicht auch was türkisches oder arabisches da hätte. Auch Mainstream-Platten aus dem Ausland gehen oft gut - z. B. aus Benelux die Girlband K3 mit "Wat Ik Wil" oder "Tele Romeo". Ich sehe mich in dem Zusammenhang auch nicht als "Mainstream-DJ", sondern vielmehr als "Allrounder". Ordentliches Mixing habe ich selbstverständlich drauf, und bei House/Dance/Trance/Techno etc. wende ich das selbstverständlich auch an. Aber wichtiger als perfektes Mixing ist hier, eine möglichst breit gefächterte Plattensammlung dabei zu haben, um auf alle möglichen Wünsche eingehen zu können. Ein Laptop, der einfach MP3's abspult, reicht da nicht. Als Party-DJ sehe ich mich mehr als "Entertainer", der in erster Linie die Leute zum Tanzen animieren muss.

    Ich habe anfangs tatsächlich versucht, ausschließlich Underground zu spielen. Es hat einfach nicht geklappt. Ich hatte damals angefangen, mit einem anderen DJ zusammen zu arbeiten, der aber rein Mainstream auflegte (wir haben uns dann alle paar Titel abgewechselt). Bei dem Kollegen waren fast immer mehr Leute auf dem Dancefloor wie bei mir. Dann habe ich angefangen, mir mehr Mainstream zu besorgen und überwiegend das zu spielen, und prompt gingen auch hier mehr Leute auf die Tanzfläche. Das mit dem "Umerziehen" klappt einfach nicht. Ich hatte mal in Mettmann einen DJ mehrmals beobachtet, der jedes Mal dieselben Platten gespielt hat, immer versucht hat, Titel die nicht zusammen passen ineinander zu mixen, das Ganze teilweise bei Lautstärken weit im gehörschädigenden Bereich, und zudem sehr arrogant war, wenn man ihn mal was fragen wollte (auch vor oder nach dem Set). Folge: Ich gehe nicht mehr hin, und einige andere die ich kenne, auch nicht mehr.
     
  17. Livedeath

    Livedeath Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.08.07   #17
    na ja ich mag auch 'mainstream', aber nicht alles. Zum Beispiel ist bei mir Handsup sehr unbeliebt geworden, weil sich inzwischen alles gleich anhört. Aber wenn ich an Shania Twain (geile frau und geile lieder) oder an David Bisbal (silencio) denke, dann höre ich das gerne und lege das auch auf. Klar lege ich das auf was die Gäste sich wünschen, aber eben nicht alles. Das Problem ist hier in Deutschland, das wir selber nur Recycling-Musik produzieren. DJ Ötzi - Ein Stern zb ist gecovert/geklaut von Nic P. Wenn man auf den Tanzflächen wirklich eine gute Stimmung haben will, muss man sich auf den ausländischen Märkten bedienen und da ist das Problem, das es keine Promo-Pools gibt, die nach D verschicken bzw ein Promo-Pool in D der hauptsächlich Ausländisches Material beliefert. Sollte ich mich hier irren, so stutzt mich zurecht :p
    Aber im Grunde hast du recht, den Gästen ist es egal welche Musik man spielt, hauptsache die können dazu mitsingen oder tanzen. Aber komischerweise reagieren alle gleich wenn ich/man ottomix - raggasex spiele/spielt.... ;);)
    Gruß lars
     
  18. ehemaliger_005

    ehemaliger_005 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 07.08.07   #18
    ich bin grad etwas zu müde, um eine ausführliche antwort zu geben, aber hier hast Du leider eindeutig bewiesen, dass Du noch nie in einem GUTEN club gespielt hast :) es kommt VOR ALLEM bei synthetischen klängen drauf an, dass das klangfeld so genau wie möglich wiedergegeben wird. warst Du mal im fabric?

    und mal ehrlich - den "berufsverband dj" als wissensquelle für irgendetwas CLUBrelevantes herzunehmen, ist wie stradivari nach klavieren zu fragen.
     
  19. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 07.08.07   #19
    moin,
    ich hab mich ja schon lange nicht mehr zu euch verirrt, es gibt ja jetzt topo ;)
    bin grad eher zufällig und nicht als grüner hier drüber gestolpert, und fands eigentlich recht spannend das hier mal so richitg diskutiert wird... und da ich ja meine tontechniker brötchen schon seit einer ganzen weile nicht nur mit r'n'r und industrie, sondern auch mit pop festivals und diversen tv chart festivals verdiene, hat mich das thema auch zumindest in bestimmten bereich interessiert.....
    aber es geht ja um dj dinge, da kann ich ja nix zu sagen. grund meines einmischens ist dieser part

    kann ich so natürlich nicht stehen lassen, das wäre als wenn ich hier her kommen würde um als tontech euch djs mal eben zu erklären, das crossfader wenn man sie auf variante XY bewegt immer kratzen, IMMER ;)

    sprich, es ist natürlich einfach nicht wahr, in keinster weise. und ohne djs in irgend einer weiße entwürdigen zu wollen, jemandem der nur dj ist (und kein ton im speziellen systemtech) traue ich auch nicht zu, das verhalten einer pa genau zu beurteilen. woher auch, ist auch nicht sein job, ich kann ja euren auch nicht. macht ja auch nix.

    WENN man denn nun solche gewagten aussagen bringt wie die oben genannten db grenze zum klingen eines systemes, dann aber auch bitte nur wenn man weiß worüber man spricht, und mit den entsprechenden infos. db was? db a bewertet? db c bewertet? max peak level? oder mit zeitelichem bezug? wenn ja welcher? oder eine laeq messung? wo genau auf dem platz gemessen? mit was gemessen? geeichtes messgerät? messprotokoll? wie sah das denn auf dem rta aus? system ordentlich eingemessen? bässe phasenrein? groupdelays alle sauber? etc etc etc....

    oder doch nur das conrad oder mükro pegelmässer schätzeisen aus dem pappkarton geholt, im ausliefereinstellung angeschaltet, irgendwo in die luft gehoben, und über die lustigen zahlen auf dem display gefreut? ;)

    für ein schlecht klingendes system gibt es viele verschiedene gründe. die häufigsten sind wohl immer noch
    - falsches material. sei es falsch dimensioniert, oder einfach die falsche art für die jeweilige veranstaltung und örtlichkeit
    - falscher aufbau des materials, egal ob es um stacks oder cluster oder arrays geht
    - der wohl häufigste faktor, der mensch. wo es ein professionelles, großes system gibt, gibt es auch einen systech. wenn der nix kann is klar was am ende bei rauskommt...

    mag sein das es bei der ein oder anderen hobbyanlage oder in eurer welt übertragen dann eben dorfdisse einen direkten zusammenhang zwischen klang und db gibt (wobei auch hier wohl wieder die 3 oben genannten punkte greifen...) über ein professionelles beschallungssystem auszusagen das bei 90 db JEDES anfängt unsauber zu klingen ist schlichtweg blödsinn....

    und ohne definierung der db macht es sowieso keinen sinn.... 90db laeq in einem homogen beschallten raum können über einen längeren zeitraum ja schonmal gar nciht so wenig zu sein. da wären ja auch schon einige ordentliche peaks im grünen, ums mal eben wummsen zu lassen. würde ich dagegen 90dba im fast modus max peak in einer disse mit 4 punkt beschallung an einem hotspot messen (und die gibt es bei solchen lokalitäten ja leider meistens zur genüge) und das mal so als limit für den abend vorgeben, würden vermutlich recht schnell die gäste ausbleiben da es ihnen schlichtweg viel zu leise wäre um zu tanzen ;)

    nix für ungut, harte diskussionen bei denen man jedes argument dankend benutzt sind ja ne nette geschichte, kann ja auch spaß machen. aber bitte nicht die fremdgwerke, in diesem fall uns tontechs, mit völlig haltlosen aussagen mit hineinziehen. wir machen euch auch nicht klar wann vinyl besser tut als cd und umgekehrt ;)
     
  20. ehemaliger_005

    ehemaliger_005 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 07.08.07   #20
    na also, sag' ich doch. danke für den input.

    man sollte an dieser stelle erwähnen, dass ein guter DJ auch ein gewisses audiotechnisches wissen mitbringen sollte. klar kann keiner erwarten, dass ein DJ sich komplettes tontechniker-know-how aneignet, das ist quatsch - aber basics muss man schon beherrschen, dann wirfst man auch nicht so übel mit halbwissen um sich :)

    ergänzung zum faktor mensch: leider sind die tontechs oft nicht schuld - es sind die DJs! weil das, was einige wenige, mich eingeschlossen, als grundvoraussetzung sehen, in 90% der fälle nicht erfüllt wird, gibt es überall deppen, die mixer permanent im roten bereich fahren. schlechte DJs können selbst die beste PA scheiße klingen lassen - und in dorf/mainstreamdissen ist das standard.

    wenn ich sowas sehe, freue ich mich über meine hs-er20, winke dem aufleger zu - leider ist das schon bei einigen top-acts passiert - zeige auf die pegel-LEDs und klopfe mir mit dem anderen finger auf die stirn. bei einigen macht's dann *klick* - die meisten sind zu breit... und machen das gehör der gäste kaputt.

    ach ja - noch was anderes. ich glaube kaum, dass bei mainstream-müll auch nur ein zehntel der liebe ins mastering gesteckt wird, wie bei undergroundsachen. aber das nur am rande.
     
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