Training der Stütze

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Nachtfluegel

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Ei Guuude :D

War ja lange nicht mehr hier. Zu mir, hat sich viel verändert - kurzum: spiele Bass in der Band und soll Linkin Park Numb als Mädel jetzt singen (ausnahmsweiße) und ggf dazu Bass spielen. Melodie und Bass kriege ich prinzipiell zusammen, braucht aber noch bissl Übung im Chorusbasslauf bzw generell. Sollte drin sein.

Jetzt habe ich allerdings das Problem, dass ich das Ganze größtenteils Clean und an den Stellen, in denen Chester "geschriehen" hat mit Belting singen will. Die Höhe und der eigentliche Beltansatz ist weniger das Problem. Ich hatte gut 7 Jahre Gesangsunterricht und hab lange in Chören gesungen. Mein Problem ist eher die Stütze, bzw diese fürs Belting wieder fit zu bekommen, der letzte Gesangsunterricht ist 10 Jahre her.

Ich habe in der letzten Bandprobe drauf geachtet, dass im Halsbereich alles locker und eher im Zwerchfellbereich/oberer Bauchbereich unter der Lunge eine gewisse Spannung ist (bzw das hat sich irgendwie noch von selbst eingestellt), die zumindest ein wenig tragen kann und viel Kopfstimme beigemischt, da einfach Übung/Ausdauer und ev auch Kraft fehlt. Gibt es denn gute YT-Tutorials mit ein paar gut durchführbaren und einfachen Übungen für die Stütze? Ich hatte früher zb ein gutes Körpergefühl und auch Muskelgedächtnis, was mir letzte Woche in der Probe vielleicht nochmal geholfen hat, aber ich würde dann schon gern bissl besser vorbereitet sein... 😕 Das heißt auch, dass ich die Stütze wieder mehr trainieren will :)

Hat von euch denn da jemand Ideen, was man denn so machen könnte? Mir fällt da leider nur noch sehr wenig ein... :(


Achja: Ziel bleibt in der Band eher Bass spielen, aber für Backgroundgesang/Bass lass ich mich gern überreden. Das Problem ist nur, dass der männliche Kollege bei diesem Lied einfach nicht so hoch kommt. Als Mädel ist der Song machbar.
 
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Der Begriff "Stütze" bedeutet Atemverbindung. Das fühlt sich an wie seufzen oder lachen. Was du trainieren kannst ist einerseits die Zwischenrippenmuskulatur auf Kraft und andererseits das Zwerchfell auf Flexibilität. Und natürlich auch Atemverlängerung und Atemdynamik. Einfach sind diese Übungen eigentlich alle in dem Sinne dass sie nicht komplex sind 😁 Kennst du die "Zugfahrübung", also s sch s sch... Das kannst du auf Kraft üben oder auf Flexibilität. Die Bewegung geht dabei immer nach oben/aufwärts für die Ausatmung (das spürst du im oberen Bauchbereich genau wie du es schon andeutest), die Einatmung erfolgt durch abspannen passiv/reflektorisch.

Beim Belting ist auch wichtig, dass du Übergänge kannst, sprich die Kopfstimmvokale i, u und ü als solche beachtest bzw wenn erwünscht nach a oder ä überformst. Die Kopfstimmvokale können nur in der Überformung gebeltet werden. Wenn du das nicht beachtest entsteht sehr leicht Druck durch den falschen Vokalraum.
 
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  • #3
Mhmm ich glaube die Zugfahrübungen kenne ich zt mit anderen Buchstaben, geht ja darum, den Impuls zu steuern. Glaube da konnte man auch T, F, S, Sch und K einsetzen? Da spürt man auch den Impuls nach oben im unteren Brustbereich. Ansonsten kann ich mich noch an solche Lippenflatterübungen erinnern, weiß aber nicht ob das "nur" die Stütze bzw Atmung trainiert sondern auch so bissl Geläufigkeit...


Mhmm bzg Belting muss ich mal schauen, den Ansatz des gestützten Rufens kriege ich noch ganz gut hin. Ich weiß was du bzg der Vokale meinst, je nach A oder U schließt man glaube ich anders. Helene Fischer hat das zb auch in Atemlos durch die Nacht gut drauf, als sie da die lange Passage mit dem Wechsel von U nach A (oder umgekehrt) gesungen hat. Sollte gefühlt das selbe bzg der Stimmöffnung sein? Der Vokal I macht glaube ich eher den Ton im Belt enger, zumindest hat sich das im Belt immer so angefühlt, als würde es eng werden.

Harr ich probiere mal das mit den Vokalen bzw diese Zugfahrübung denke ich. Das kenn ich zt noch, weiß aber jetzt die Buchstaben von damals nicht mehr genau. Das war nicht nur S und sch, könnte auch p t k gewesen sein oder sowas. Auf jeden Fall wurde es sehr schnell hintereinander gesungen.
 

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  • #6
Bei uns kommt noch das "f" aus dem Video dazu Also p t k f im Loop. Das Video werde ich mir genauer zu Gemüte führen.

Gruß hermanson

Das probiere ich mal aus, vielleicht fühlt es sich ja gut an mit dem F am Schluss :)
 
Der Chor existiert seit 22 Jahren und ich kann mich an kein WarmUp der CLin ohne diese Übung erinnern. Irgendwas muss dran sein.
 
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  • #8
Gut,

Da gibts ja auch verschiedene Übungen. F S Sch ginge auch


Nja muss ma schauen, der Song ist eigentlich nicht so leicht.
 
Hallo! Kannst du sagen, welche Stellen im Song du meinst? Interessant zu gucken wie es Emily Armstrong an den Stellen macht, die dürfte wahrscheinlich näher an deiner Range sein?
Ist das Problem, dass du die Töne nicht halten kannst? Numb hat ja viele lang gehaltene Töne und weniger Screaming. Hörprobe wär natürlich ideal.

Wenn es eher um Töne halten geht, müsstest du ja eher Übungen machen für die Atemdosierung. Also Lippenblubbern, Luftblasen mitm Strohhalm blubbern, auf f, s oder sch langsam ausatmen ohne dass eine Kerze vorm Mund flackert und so.

Oder geht es eher darum, dass du den Belt nicht aktiviert bekommst, in die Kopfstimme umjodelst?
 
  • #10
Als Training bin ich ein großer Fan der typischen Appoggio-Übung:

Einatmen (durch die Nase; Finde ich für die isolierte Tiefenatmung selbst angenehmer) - 5 Sekunden
Halten - 5 Sekunden
Auf F/S/V gleichmäßig rausströmen lassen - 5 Sekunden
repeat...

Je nach Situation auch gerne viel länger bzw. aktiver Druck beim (stimmhaften) Konsonanten.
Lässt sich auch gut mit anderen isolierten Konzepten (z.B. ausgebreitete Rippen) vereinen.
Rundum einfach eine cooles und vielseitiges Ding.
 
  • #11
Man kann es auch anders erreichen ...
Als ich junger Chorsänger und Gesangsschüler war, war mein Chorleiter so alt wie ich jetzt bin (so um die 80). Er sagte einmal: "Wenn zu meiner Jugendzeit ein junger Mann zum Gesangslehrer ging, um ein richtiger Sänger zu werden, sagte der Gesagslehrer, der sollte zwei Jahre in der Landwirtschaft arbeiten und dann wiederkommen. Dann hätte er die nötige Physis."
Damals (anfang des 20. Jhdts.) wurde Feldarbeit nicht vom Traktorsitz aus erledigt. Es wurden Mist und Heu gegabelt, Sensen geschwungen, Säcke gewuchtet. Und dabei frische Luft ein- und ausgeatmet. Das stärkte!
Als Student in den 1960er-Jahre hatte ich diese Möglichkeiten nicht - aber ich habe parallel zum GU leistungsmäßig gerudert. Sechs Tage die Woche 2 Stunden auf dem Wasser, die Lunge etwa 40 mal die Minute gefüllt und geleert, Muskeln aufgebaut. Und meine Gesangslehrerin hat bei mir nie das Thema "Stütze" ansprechen müssen!:opa:
Cheers,
Jed
 
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  • #12
Als Student in den 1960er-Jahre hatte ich diese Möglichkeiten nicht - aber ich habe parallel zum GU leistungsmäßig gerudert. Sechs Tage die Woche 2 Stunden auf dem Wasser

Ja, die 60erjahre. Damals hatte ich auch noch jede Menge Zeit.

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  • #14
Wie bei uns. Zum Glück hatten wir damals aber auch noch die Nacht. Sonst wäre das alles nicht zu schaffen gewesen. Gute alte Zeit.

Gruß hermanson
 
  • #15
Man kann es auch anders erreichen ...
Als ich junger Chorsänger und Gesangsschüler war, war mein Chorleiter so alt wie ich jetzt bin (so um die 80). Er sagte einmal: "Wenn zu meiner Jugendzeit ein junger Mann zum Gesangslehrer ging, um ein richtiger Sänger zu werden, sagte der Gesagslehrer, der sollte zwei Jahre in der Landwirtschaft arbeiten und dann wiederkommen. Dann hätte er die nötige Physis."
Damals (anfang des 20. Jhdts.) wurde Feldarbeit nicht vom Traktorsitz aus erledigt. Es wurden Mist und Heu gegabelt, Sensen geschwungen, Säcke gewuchtet. Und dabei frische Luft ein- und ausgeatmet. Das stärkte!
Als Student in den 1960er-Jahre hatte ich diese Möglichkeiten nicht - aber ich habe parallel zum GU leistungsmäßig gerudert. Sechs Tage die Woche 2 Stunden auf dem Wasser, die Lunge etwa 40 mal die Minute gefüllt und geleert, Muskeln aufgebaut. Und meine Gesangslehrerin hat bei mir nie das Thema "Stütze" ansprechen müssen!:opa:
Cheers,
Jed
Na da ist es ja super, dass ich so viel Hof,- und Stallarbeit mache.. Pferdeäpfel aus dem Gras oder Schlamm ziehen, je nach Jahreszeit, Jakobskreuzkraut ausgraben, Wasser schleppen, schwere Schubkarren den Berg hochschieben... Und immer dabei schön atmen 😁😁

Aber im Ernst.. Bewegung und frische Luft ist natürlich immer super, aber Gesangsatmung ist trotzdem speziell und baut sich nicht von alleine auf.
 
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  • #16
Bei uns hatte der Tag auch damals nur 24 Stunden ...

Als Null- bis Vierjähriger musste ich zwar früher ins Bett, aber den Rest des Tages durfte ich rudern, rudern, nichts als rudern...

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  • #17
Da lob ich mir dann doch die Folk-, Rock-, Blues- und Popsänger die einfach individuell singen und gut is'.
 
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  • #18
Da lob ich mir dann doch die Rock- und Popsänger die einfach individuell singen und gut is'.
Individuell ist immer gut. Aber um den Atem, die Atemverbindung und die Atemverstärkung kommt niemand herum, der ein gewisses Level im Gesang erreichen möchte. Das haben die wenigsten von alleine drauf. Manche machen es von Natur aus schon gut und man braucht nur noch ein paar Schräubchen drehen und erklären wie man es trainiert. Aber die meisten Naturtalente sind mit dem Atem am Anfang genauso schwach wie die nicht Naturtalente. Guter Gesang braucht vom Atem her auch einen Lautstärke,-bzw Dynamikregler um es mal ein bisschen technisch auszudrücken. Ohne das sind die anspruchsvolleren Stücke nicht umsetzbar. Wie wir schon in dem anderen thread besprochen haben wo es um den Gesangslehrer ging... Man kann technisches nicht Können durchaus mit viel Kreativität wettmachen, ich selber bin darin ziemlich gut, was Gitarre angeht und malen z.B. die Frage ist immer was man können möchte und wie weit man damit kommen möchte.
 
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  • #19
Wie hält ein Bryan Adams die Konzertlänge in der Tonlage mit Rocksound durch?

Es gibt wohl ein Asthmamittel das da helfen kann.
 
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  • #20
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