Transistor-Leslie zerrt!! / Abnahme Leslie, wie?

von hattrick, 05.08.05.

  1. hattrick

    hattrick Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.05   #1
    Hallo Leute

    Ich glaub, ich hab ein Problem mit meinem 770er: Bei etwas grösseren Lautstärken zerrt das Teil, vor allem, wenn ich am Pre-Amp schraube! Das Zerren ist (logischerweise) nicht ein schönes "Röhrenzerren" sondern ziemlich heftig und unkontrollierbar. Woran kann das liegen? Falsche Einstellungen (habe das Volumen-Poti am Leslie etwa 5/6 offen, den Pre-Amp höchstens auf der Hälfte [dann fängts an] und die XK-3 fast ganz offen)? Endstufe kaputt? Wenn's leise ist, tönts wunderbar. Dann kann ich auch den MIG-Preamp zum Einsatz bringen und habe ein fast authentisches Röhrenzerren. Übrigens: Selbstverständlich habe ich den internen Röhrenpreamp der XK-3 ausgeschaltet.

    Zur zweiten Frage: Wie sollten die Mikros bei der Abnahme des Leslies positioniert sein?

    Danke und Gruss
    Hattrick
     
  2. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.05   #2
    Zwei oben ein Mikro unten...es gab mal eine Seite dazu im Netz, finde sie allerdings im Moment nicht!

    Die Mikros oben: eins vorne an der Front, das zweite seitlich, damit der Dopplereffekt auch hörbar wird.
    Unten an der Front, der Effekt ist in den Bassfrequenzen kaum wahrnehmbar.
    Am besten ein paar Zentimeter weg vom Leslie...
    So habe ich das immer gemacht, wird eigentlich überall so gemacht...schade, daß ich die Seite nicht finde...

    Zur Zerre: null Ahnung...
     
  3. hattrick

    hattrick Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.05   #3
    Danke. Ich habe leider auch keine Page gefunden, obwohl ich meine, mal über eine gestolpert zu sein...
     
  4. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.05   #4
    So war mir auch...sowas gab es mal...aber wie oben beschrieben geht es!!!
     
  5. m-brose

    m-brose Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.05   #5
    @Abnahme:

    Vorschläge dazu gibt es hier:
    http://theatreorgans.com/hammond/faq/hammond-faq.html#SEC30

    Aber wie auch da gesagt, alles Geschmacksache... kommt auch immer drauf an, wo Du spielst. Am besten vor Ort austesten. Wenn z.B. der Raum/Saal eher breit als lang ist und die PA-Boxen weit auseinander stehen, kann es evtl. auch Sinn machen, das Leslie nur mono abzunehmen...

    Habe bei Barbara Dennerlein gesehen, dass sie über ein Hohner Leslie (ich glaub ORT 100) spielt, das mit nur einem Mikro abgenommen wird (Selbst gesehen in Aachen im Jakobshof).


    @Zerren:

    Kann verschiedene Gründe haben. Kann sein, dass die Kalotte des Hochtöners aus der Position gerutscht ist. Dann tritt ein Verzerren meist nur bei bestimmten Frequenzen auf. Mit Hilfe dieser Anleitung, kann man sie neu zentrieren: http://www.fishorgans.com/lesliekits/V-20 Diaphragm Replacement.pdf
    Wenn Du die Möglichkeit hast, dann probier mal nen anderen Hochtöner - wenn's bei dem nicht zerrt, weisst Du, woran es liegt....

    Kann aber natürlich auch ein Fehler im amp sein:
    Ich hatte bei nem 770er auch mal ein fieses Zerren bei hohen Tönen und vor allem bei der percussion. Da war im Hochtonverstärker des 770ers ein Widerstand hin.

    Wenn Du die Möglichlkeit hast - sieh Dir das Signal mal mit nem Oszilloskop an, dann kannst Du eingrenzen, ob der Zerren aus der Frequenzweiche oder den jeweiligen Mainamps kommt.

    Schönen Gruß Martin
     
  6. dg-keys

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  7. Manned

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    Erstellt: 06.08.05   #7
    Servus Patrik,

    ich vermute mal folgendes bzgl. Deines Zerrproblemes: Der Output des Lineout der XK-3 ist irrsinnig hoch. Er reicht sogar aus, um mein 147er (das normalerweise einen Preamp benötigt der ein 10V pp Signal abgeben kann) ohne Preamp anzusteuern. Allerdiings bekommt man das 147er damit nicht in die Sättigung, ich vermute mal man erreicht so um die 6V pp - zum Vergleich: ein "normaler" Lineout hat 1-2V pp!

    Ich vermute nun, dass Du mit der ziemlich voll aufgedrehten XK-3 bereits den Eingang Deines Preamp übersteuerst !
    Probiers mal so: Volume XK-3 auf ca ein drittel (10 Uhr-Position), Preamp auf ca. 50-60% und Endstufe im Leslie volle Kanne !

    Wenn es dann immer noch zerrt, dürfte M-Brose Recht haben - und der Hochtöner einen Treffer haben !

    Zur Abnahme: Je nach gewünschtem Sound positionere ich zwei Kleinmembranmikros (Octava MC012) auf einer Stereoschiene in einem Winkel von etwa 100° vor dem Hochtonhorn. Bei mehr Abstand (ca. 1m) wird der Leliesound "weicher" - näher dran wird die Amplitubenmodulation deutlicher. Ob Du den Bass tatsächlich abnehmen mußt, hängt von den Hochtonmikros ab. Bei mir im Sudiobetrieb ist das in der Regel gar nicht nötig, da die Octava auch die tiefen Frequenzen des Bassrotors gut mitnehmen, vor allem dann, wenn der Mic-Abstand etwas größer ist.

    Im Lifebetrieb darfst Du allerdings nicht zuweit weg mit den Mikros, Da Du sonst das sonstige akustische Umfeld in der Umgebung (Drums !!!) mit aufzeichnest und nochmals mit verstärkst. Ich würde hier mit zwei Shure SM57 im 100° Winkel mit ca. 30-40cm Abstand arbeiten und zwar so, dass sie von der Bühnenmitte nach aussen zeigen ! Wenn Du den Bassrotor abnehmen möchtest, ist ein AKG D12 in 20-40cm Abstand sicher eine sehr gute Lösung !

    Manne



    Manne
     
  8. hattrick

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    Erstellt: 08.08.05   #8
    Ich hab's am Wochenende bei einem Gig ziemlich genauso probiert. Es ist etwas besser geworden, aber immer noch nicht ganz befriedigend. Muss es wohl mal zum Boxenstopp bringen....



    Habe bei eben diesem Gig das Leslie mit zwei SM 57 abgenommen (nur Hochtöner). War zuerst zu nahe (wow, die Motoren- und Windgeräusche tönen echt stark voll verstärkt :great: ), aber danach war's wohl ziemlich gut. Den Bass habe ich mangels 3. Mikro (der Gitarrist hatte sein SM 57 vergessen!!!!) diesmal nicht abgenommen. Ist es im Livebetrieb überhaupt angezeigt, den Bassrotor abzunehmen?

    Gruss
    Hattrick
     
  9. Manned

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    Erstellt: 08.08.05   #9
    Hi Patrik,


    ob Du den Bassrotor life abnehmen mußt oder nicht, mußt Du selbst entscheiden. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass das Gesamtergebnis (Bandsound) sogar davon profitiert, wenn Du auf die Abnahme verzichtest ! Du bewegst Dich frequenzmäßig ja eindeutig im Bereich Bass / Bassdrum (100-800Hz).
    Der FOH-Mischermann wird Dir dankbar sein ! ;)

    Du kannst es doch selbst beurteilen, ob der Sound im Bandgefüge zu dünn wird. Lass einen Kollegen spielen und höre Dir das Ergebnis im Saal selbst an ! Ich schätze, Du wirst gar keinen großen Unterschied zwischen Bass abgenommen und nicht abgenommen hören !

    Manne
     
  10. hattrick

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    Erstellt: 08.08.05   #10

    hmmm, ob das eine gute idee ist :confused: :confused: :confused: . ok, du hast ja nicht "band"kollegen geschrieben. das habe ich mir wirklich schon oft gewünscht, mein piano und meine hammond mit meinen einstellungen im bandgefüge zu hören. ich sollte wirklich mal einen kollegen mitnehmen, welcher beim soundcheck ein paar takte mitspielt, damit ich mir das anhören kann. hoffentlich erschreck ich mich nicht....:D :D . am samstag ist nach dem konzert einer gekommen und hat was im Sinne von "es klingt nach jon lord" gefaselt. ok, er hatte schon ein paar bier, aber trotzdem :great: .

    gruss
    hattrick
     
  11. m-brose

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    Erstellt: 08.08.05   #11

    Hm, wenn er den preamp mit dem Signal der XK-3 übersteuren würde, müsste der doch immer zerren, egal wie weit er das Poti am combo preamp aufdreht, oder nicht?

    Schönen Gruß Martin
     
  12. Manned

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    Erstellt: 08.08.05   #12
    So wie ich Hattrick verstanden habe, kontrolliert er mit dem Schweller die Lautstärke (bei fix eingesteklltem Orgelvolumen, Preamp und Leslieendstufe). Damit würde er natürlich bei zurückgenommenenm Schweller den Preamp nicht übersteuern ! Kann mich aber natürlich schon täuschen, dann hättest Du Recht, Martin !

    Gruß
    Manne
     
  13. m-brose

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    Erstellt: 08.08.05   #13
    Hmmmm, das ist natürlich richtig. Weiss auch nicht, warum ichs nicht so gesehen habe. Dann sollte Dein Tip eigentlich helfen - vielleicht muss Patrick sogar einfach mit noch weniger Volumen aus der XK-3 gehen.

    Bei meiner XM-1, combo preamp II und Leslie 770 Kombination gehe ich aus dem XM-1 auch mit wenig Laustärke raus, um eben nicht Gefahr zu laufen, die Eingangsstufe des preamp zu übersteuern, und drehe dann lieber das Poti am preamp weit auf.

    Die Eingangstufe des combo preamp muss ja recht empfindlich sein, da er ja auch unter anderem die relativ schwachen Signale von Gitarren verarbeiten können soll.
    (bei mir z.B. auch mal Westerngitarre mit passivem Piezo-pickup - und das geht auch!)

    Schönen Gruß Martin
     
  14. hattrick

    hattrick Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.08.05   #14
    Manned hat recht: Schlussendlich kontrolliere ich die Lautstärke mit dem Schweller. Ich werde auf jeden Fall mal das Signal der XK-3 extrem zurücknehmen und dann denn Pre-Amp etwas aufdrehen.... Leider komm ich erst beim nächsten Gig (am 19.8.) dazu.

    Gruss

    Hattrick
     
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