B
bart
Registrierter Benutzer
- 07.10.26
- 20.12.03
- 259
- 200
- HH
Leider(?) kann ich dem lesenden individuum freilich keine demonstration anbieten
Nur ne unfertige geschichte erzählen.
Ich hatte/habe eine demo.
Nebenbei: zum Vocals Treff 2026 bin ich nun endgültig abgesagt.
Wie das universum das so macht, nach anderen geschichten im HNO-umfeld der letzten jahre, musste es mir wieder unnötigen müll in den weg werfen.
Seit letzter woche: eine einseitige gesichtslähmung unbekannter ursache (fazialis-parese, keine infektion).
Das mag mit guten chancen in "wochen bis monaten" heilen, und therapeutische übung erfordern.
So richtig optimiert kriegt man alle vokale in allen lagen freilich mit nur einem halben kooperativen mund nicht, auch wenn das noch halbwegs ginge.
Viel nerviger, dämmerte es mir dann beim ersten vokalisierungs-versuch nach diagnose, was hier los ist:
Nach den ersten 2 skalen fand ich meinen klang unerträglich - nun mag mancher einwenden, das sei ja geschmackssache - aber nicht doch, ich meine, die lautstärke!
Aber... nur auf dem ohr der betroffenen seite. Kurz getestet - nein, von innen kam es nicht, das "ventil" ist dicht. Finger aufs ohr - viel besser.
Dann erinnerte ich mich an tage vorher, als ich aus der neurologie de KH herauslatschte, vor der bushaltestelle stand, und ein RTW aus den toren des KH auf die straße kam, und (ohne direkt sichtbaren grund) erstmal die sirene anstellte:
"AUA! Endlich?! Der tag des jüngsten gerichts?! Das müssen sie sein - die Trompeten von Jericho! [oder werden das dann Posaunen, ich habs vergessen, ob die da recyceln wollen]"
Aber sie waren nur auf einem ohr. Da ich mir reflexartig die ohren zuhielt, wie ich das normaler weise schon bei bloßem erspähen eines krankenwagen tue, da ich deren sirene mindestens an der grenze zur körperverletzung empfinde, auch im gesunden zustand, und das ding von der betroffenen seite kam, dachte ich nicht weiter drüber nacht.
Aber beim singen war es dann klar - der akustische reflex ist beeinträchtigt.
https://flexikon.doccheck.com/de/Stapediusreflexprüfung
Also kurz: Ein schutzreflex, der bei sehr lautem schall muskeln versteift, die somit die schallübertragung dämpfen, sodass die sinneszellen im innenohr weniger behämmert werden.
Wie man im o.g. artikel auch findet, hängt der muskel am Nervus Facialis - eben jener, welcher hier grad keinen bock hat (weil aus unbekannten gründen entzündet, damit geschwollen und in seinem knochenkanal gequetscht. "Intelligent Design" - my ass.)
(Das wurde, vllt weil es nicht gut geht, nicht getestet / diagnostiziert, und habe noch dazu auch nichts weiter bekommen, was diagnose und ggf therapiemögklichkeiten/bedarf betrifft - der teil ist noch etwas komisch gerade... HNO-termine sind schwierig zu bekommen, aber die fühlten sich prinzipiell angesprochen.)
Man kann darüber lesen - aber so ein direkter A/B-Vergleich mit/ohne zwischen den ohren ist schon interessant!
(Danke, gott, für das berücksichtigen meines technischen interesses! Aber, jetzt kannst es schon wieder einschalten, gell?! GELL?! .... *zirp zirp zirp zirp...*)
Also ich kann sagen: wenn wir das nicht hätten, wären wir sowas von soviel schneller so viel tauber - alter schwede.
ACHTUNG: wer davon noch nie hörte, sollte jetzt nicht davon ausgehen, eine wunderwaffe zu besitzen und auf seine ohren bedenkenlos eindreschen zu können. Die etablierten rahmendaten zu gehörschädigungen basieren natürlich auf voll funktionierenden gehören. (Eigentlich offensichtlich - aber trocknet keine hunde in der mikrowelle!)
Was für sängervolk vielleicht besonders interessant ist an diesem effekt, ist der unterschied zwischen inneren und äußeren schallquellen:
Von außen, wie etwa die sirene, kriegen die ohren natürlich erst mal "eins drauf", weil es ja nur, nachdem der schall ankam, darauf reagieren kann - mit einer gewissen verzögerung.
Hat man jedoch die intention, gleich laut zu phonieren, antizipiert das system den schall-ausstoß und aktiviert diesen mechanismus _vor_ dem ersten lautausstoß.
Deswegen kriegt man da auch kein umschalten und "erst kurz zu laut, dann ok" oderso mit.
Das fügt der verfälschung des von sich selbst gehörten tones, die schon durch (freq.-abh. phasenverschobene) mischung von außen/innen-klang entsteht, eine weitere vielen nicht bewusste verfälschung hinzu: So bald du laut singst, wird der von außen von sich selbst gehörte raumschall auch noch mal in der frequenzübertragungskurve verfälscht, gegenüber zuhören aufgenommenen klangs bei moderater lautstärke, weil dieser mechanismus eine wahrscheinlich nicht frequenz-lineare dämpfung durchführt.
Und ja, links/rechts hörte sich auch da gravierend unterschiedlich an - normalerweise ist mein ohr der nicht betroffenen seite leicht klarer (auch durch HNO-hörtest nachvollziehbar), aber in diesem fall klingt das nicht durch den reflex geschützte ohr klarer.
Das war noch mal ne gute erinnerung daran, dass, wenn grad kein lehrer vorhanden, das beurteilen des eigenen gesangs via klanglicher hinweise als diagnosemittel, nur mit von außen aufgenommenem schall überhaupt sinnvoll sein kann (und effektiver weise eher sofort nach der phonation - später aufnahmen anhören & notizen machen hat einiges an hilfspotential, aber kein vergleich zu "wenns grad frisch im sinn ist", d.h. was man gerade gefühlt hat etc.) - nicht _während_ man gerade trötet, bis auf tonhöhe ^^.
Naja, man darf gespannt sein, wie das hier so wird. Mit einem zugehaltenen ohr zu üben ist schon irgendwie reichlich verwirrend, ich halt den ball erst mal flach
Nur ne unfertige geschichte erzählen.Ich hatte/habe eine demo.
Nebenbei: zum Vocals Treff 2026 bin ich nun endgültig abgesagt.
Wie das universum das so macht, nach anderen geschichten im HNO-umfeld der letzten jahre, musste es mir wieder unnötigen müll in den weg werfen.
Seit letzter woche: eine einseitige gesichtslähmung unbekannter ursache (fazialis-parese, keine infektion).
Das mag mit guten chancen in "wochen bis monaten" heilen, und therapeutische übung erfordern.
So richtig optimiert kriegt man alle vokale in allen lagen freilich mit nur einem halben kooperativen mund nicht, auch wenn das noch halbwegs ginge.
Viel nerviger, dämmerte es mir dann beim ersten vokalisierungs-versuch nach diagnose, was hier los ist:
Nach den ersten 2 skalen fand ich meinen klang unerträglich - nun mag mancher einwenden, das sei ja geschmackssache - aber nicht doch, ich meine, die lautstärke!
Aber... nur auf dem ohr der betroffenen seite. Kurz getestet - nein, von innen kam es nicht, das "ventil" ist dicht. Finger aufs ohr - viel besser.
Dann erinnerte ich mich an tage vorher, als ich aus der neurologie de KH herauslatschte, vor der bushaltestelle stand, und ein RTW aus den toren des KH auf die straße kam, und (ohne direkt sichtbaren grund) erstmal die sirene anstellte:
"AUA! Endlich?! Der tag des jüngsten gerichts?! Das müssen sie sein - die Trompeten von Jericho! [oder werden das dann Posaunen, ich habs vergessen, ob die da recyceln wollen]"
Aber sie waren nur auf einem ohr. Da ich mir reflexartig die ohren zuhielt, wie ich das normaler weise schon bei bloßem erspähen eines krankenwagen tue, da ich deren sirene mindestens an der grenze zur körperverletzung empfinde, auch im gesunden zustand, und das ding von der betroffenen seite kam, dachte ich nicht weiter drüber nacht.
Aber beim singen war es dann klar - der akustische reflex ist beeinträchtigt.
https://flexikon.doccheck.com/de/Stapediusreflexprüfung
Also kurz: Ein schutzreflex, der bei sehr lautem schall muskeln versteift, die somit die schallübertragung dämpfen, sodass die sinneszellen im innenohr weniger behämmert werden.
Wie man im o.g. artikel auch findet, hängt der muskel am Nervus Facialis - eben jener, welcher hier grad keinen bock hat (weil aus unbekannten gründen entzündet, damit geschwollen und in seinem knochenkanal gequetscht. "Intelligent Design" - my ass.)
(Das wurde, vllt weil es nicht gut geht, nicht getestet / diagnostiziert, und habe noch dazu auch nichts weiter bekommen, was diagnose und ggf therapiemögklichkeiten/bedarf betrifft - der teil ist noch etwas komisch gerade... HNO-termine sind schwierig zu bekommen, aber die fühlten sich prinzipiell angesprochen.)
Man kann darüber lesen - aber so ein direkter A/B-Vergleich mit/ohne zwischen den ohren ist schon interessant!
(Danke, gott, für das berücksichtigen meines technischen interesses! Aber, jetzt kannst es schon wieder einschalten, gell?! GELL?! .... *zirp zirp zirp zirp...*)
Also ich kann sagen: wenn wir das nicht hätten, wären wir sowas von soviel schneller so viel tauber - alter schwede.
ACHTUNG: wer davon noch nie hörte, sollte jetzt nicht davon ausgehen, eine wunderwaffe zu besitzen und auf seine ohren bedenkenlos eindreschen zu können. Die etablierten rahmendaten zu gehörschädigungen basieren natürlich auf voll funktionierenden gehören. (Eigentlich offensichtlich - aber trocknet keine hunde in der mikrowelle!)
Was für sängervolk vielleicht besonders interessant ist an diesem effekt, ist der unterschied zwischen inneren und äußeren schallquellen:
Von außen, wie etwa die sirene, kriegen die ohren natürlich erst mal "eins drauf", weil es ja nur, nachdem der schall ankam, darauf reagieren kann - mit einer gewissen verzögerung.
Hat man jedoch die intention, gleich laut zu phonieren, antizipiert das system den schall-ausstoß und aktiviert diesen mechanismus _vor_ dem ersten lautausstoß.
Deswegen kriegt man da auch kein umschalten und "erst kurz zu laut, dann ok" oderso mit.
Das fügt der verfälschung des von sich selbst gehörten tones, die schon durch (freq.-abh. phasenverschobene) mischung von außen/innen-klang entsteht, eine weitere vielen nicht bewusste verfälschung hinzu: So bald du laut singst, wird der von außen von sich selbst gehörte raumschall auch noch mal in der frequenzübertragungskurve verfälscht, gegenüber zuhören aufgenommenen klangs bei moderater lautstärke, weil dieser mechanismus eine wahrscheinlich nicht frequenz-lineare dämpfung durchführt.
Und ja, links/rechts hörte sich auch da gravierend unterschiedlich an - normalerweise ist mein ohr der nicht betroffenen seite leicht klarer (auch durch HNO-hörtest nachvollziehbar), aber in diesem fall klingt das nicht durch den reflex geschützte ohr klarer.
Das war noch mal ne gute erinnerung daran, dass, wenn grad kein lehrer vorhanden, das beurteilen des eigenen gesangs via klanglicher hinweise als diagnosemittel, nur mit von außen aufgenommenem schall überhaupt sinnvoll sein kann (und effektiver weise eher sofort nach der phonation - später aufnahmen anhören & notizen machen hat einiges an hilfspotential, aber kein vergleich zu "wenns grad frisch im sinn ist", d.h. was man gerade gefühlt hat etc.) - nicht _während_ man gerade trötet, bis auf tonhöhe ^^.
Naja, man darf gespannt sein, wie das hier so wird. Mit einem zugehaltenen ohr zu üben ist schon irgendwie reichlich verwirrend, ich halt den ball erst mal flach

Kam mir bisher nicht so vor. Meine güte, womöglich warste vorher Einstein! 