Tuner Nadel vs. Stroboskop

von InTune, 31.08.16.

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  1. InTune

    InTune Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 31.08.16   #1
    Bisher habe ich als Tuner einen TC Ploytune Mini benutzt (wo ich den Poly Tune Modus nie wirklich verwendet habe...). Diese Gerät arbeitet mit einer stilisierten "Nadel Anzeige", womit ich so weit auch immer gut klar gekommen bin.
    Jetzt habe ich mir ein Wireless System von Shure besorgt, wo der Empfänger mit aufs Board kommt und da ist auch zusätzlich ein Tuner mit eingebaut. Wegen chronischem Platzmangel und da man kaum 2 Tuner braucht, flog das Polytune also...

    Nun hat diese Shure Kiste zum Stimmen sowohl einen "Nadel", als auch Stroboskop Modus. Ich finde den letztere Anzeigeoption sehr praktisch. So wirklich durchgesetzt hat sich diese Methode aber nicht.
    Gibt es da klare Vor-/Nachteile, die ich noch nicht gesehen habe?
     
  2. FullTilt

    FullTilt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.16   #2
    Ich komme einfach mit dem Strobo Mode nicht klar. Ist sicher Gewohnheitsfrage aber irgendwie fällt es mir schwer damit zu stimmen.

    Zu Grundsätzlichen Vor oder Nachteilen, hab ich nur mal gehört, dass die Stroboteile etwas genauer sein können.
     
  3. mjmueller

    mjmueller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.16   #3
    Hallo,
    die Stroboanzeige war mal analog und damals sehr innovativ und zeitgemäß. Ob eine (virtuelle) Nadel ein präziseres Stimmen erschwert? Wenn das Stimmgerät sehr präzise arbeitet und die Stroboanzeige wirklich 1:1 arbeitet (und nicht nur aus Designgründen Strobo ist) kannst Du damit tatsächlich einfacher sehr präzise stimmen. Das ist aber wie gesagt im Grunde nur von der Päzision des Tuner grundsätzlich abhängig.
    Bei Peterson vertritt man die Ansicht, eine Stroboanzeige ermögliche ein präziseres Stimmen - ich kann nur sagen: ich habe den Eindruck, genauer zu wissen, wo genau die richtige Stimmung liegt.
    Grüße
    Markus
     
  4. Beach

    Beach Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.16   #4
    Der Kemper hat seit kurzem ebenfalls ein Strobetuner enthalten. Es ist halt nur eine Simulation und hat ja mit der 'eigentlich ursprünglichen', wie von @mjmueller auch schon angesprochenen 'analogen' Arbeitsweise nicht viel gemeinsam. Unter dem Strobe stehen beim Kemper noch die Abweichungen in Cent und wenn ich ehrlich bin, dann schaue ich immer auf diese Werte und nicht auf das Strobe... aber so ein Strobetuner schaut schon sehr wichtig aus! :D :engel:

    LG Kay
     
  5. carangg

    carangg Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.16   #5
    Ein "analog anzeigendes" Gerät ist eines das jede Art von kleiner Differenz anzeigen könnte und nicht irgendwo der Entweder-Oder-Anzeige wegen eine Ja-Nein-Entscheidung hinterm Komma treffen muss.

    Sowas finde ich extrem praktisch weil ich auch kleine Differenzen sehen will. Ob ich dann nachstimme, kann ich selbst entscheiden aber anzeigen soll das Ding genau. Und da ist es möglich, den Stroboskop-Modus ab Werk definiert genauer einzustellen. Das kann einen auch zum Wahnsinn treiben weil z.B. so ein alter Peterson Tuner derart genau anzeigt, dass der eigentlich NIE still steht. Da kannst du dich schwindelig stimmen.

    Ich fand zum Beispiel den Polytune im Poly-Modus und komischerweise auch im Single Note Modus recht grob. Warum der so beliebt ist, ist mir nicht klar. Der Korg Pitchblack zeigt durch leichtes Aufglimmen der LEDs immer noch eine Tendenz an mit der man auch Oktavreinheit einstellen könnte. Mit dem Polytune kriegte ich immer nur eine Rückmeldung die mir sagte "Ja, ach, passt schon irgendwie".

    Welchen Modus man mag ist eine Frage optischer Gewohnheit. Aber man sollte jeden Modus bei allem was digital ist gegen den anderen testen daraufhin, welcher das letzten Bißchen Genauigkeit und Unterschied auch noch in der Anzeige abbilden kann. Das ist eher eine Frage der Programmierung, nicht des Anzeigemodusses selbst.
     
  6. InTune

    InTune Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 31.08.16   #6
    Hmm ja, Stroboskop Anzeige ist wahrscheinlich nicht gleich Stroboskop Anzeige.
    Bei diesem Tuner im Shure Empfänger haben die eine sehr ruhige Anzeige hinbekommen. Der Polytune zeigt da wesentlich "nervöser" an.
     
  7. mjmueller

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    Erstellt: 01.09.16   #7
    Hallo,
    Dann vermute ich, dass hier kein echter Strobe vorliegt. Der Clou ist ja, dass durch die Drehungen die "Entfernung" zur gewünschten Stimmung schnell zu erkennen ist. "Ruhig" heisst für mich: nicht so akurat (in diesem Kontext ;))
    Wie @carangg auch schrieb, die Peterson-Genauigkeit kann einen schon leicht verzweifeln lassen :D
    Ist aber bei meinem Strobo nicht so stark und die Anzeige steht wirklich und wahrhaftig irgendwann still :great: Glücksgefühl pur! Und belohnt wird das Ganze mit einer wunderbaren Stimmung (Sweeteners).:love:
    Grüße
    Markus
     
  8. FullTilt

    FullTilt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.09.16   #8
    Deshalb liebe ich den Boss TU-3. Der gibt mir immer das Gefühl schnell richtig stimmen zu können, weil die "Nadel" so überhaupt nicht unruhig ist.
    Ist vielleicht ungenauer aber mir lieber. Beim Strobo Modus werde ich dann immer leicht zwanghaft:stars:
     
  9. de_lang

    de_lang Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.09.16   #9
    Der TC Polytune 2, den ich seit einigen Monaten benutze, kann auch beide Modi. Ich benutze aus Gewohnheit den Nadelmodus, strobe wollte ich aber schon immer mal probieren.
    TC wirbt ja gerade im strobe mit der hohen Genauigkeit von 0,1 Cent, ich finde aber auch den klassischen Nadelmodus ausreichend genau.
     
  10. InTune

    InTune Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 01.09.16   #10
    @mjmueller

    Es ist wohl genau der Kompromiss der gefunden werden muss: Eine agile/schnelle (oder eben unruhigen) Anzeige scheint uns mehr Infos über den aktuellen Stimmzustand zu geben. Auf der anderen Seite schwankt eine Anzeige, die jede Saitenauslenkung und auch mal die Obertöne erkennt, immer um den gesuchten Ton herum....
    Ich nehme an, dass bei Tunern wie beim Boss TU-3 und auch diesem Shure-Tuner die Messwerte mehr "geglättet" werden. Die Anzeige ist dadurch zwar träger, sollte aber helfen, besser/genauer den Zielton anzuzeigen finden.
    Nachteil dabei ist, dass man bei Stimmen entsprechend "langsam" agieren muss, um nicht übers Ziel "hinaus zu schießen", weil die Anzeige da evtl. nicht mehr mit kommt.

    Der Strob-Mode beim Shure ist natürlich "nur" eine andere Anzeige Methode als der Nadel Mode. Die LED Anzeige bewegt sich halt im Kreis und je weiter man vom Zielton entfernt ist, um so schneller. Aber anders als im Nadel Mode wechselt die Richtung nicht ständig hin und her, sondern (so man, wie beschrieben, entsprechend langsam stimmt) kommt die Kreisbewegung am Zielton deutlicher zum Stillstand als im Nadel Mode.

    Ein weiterer Gesichtspunkt ist dann IMO noch die "Auflösung" der Displays. Beim Polytune oder Pitchblack sind da sehr viele kleine LEDs, die eine vergleichsweise hohe Auflösung ermöglichen. Bei dem Shureteil stehen da vielleicht 25 LEDs für die Anzeige zur Verfügung. Entsprechend "klein" ist auch die "Genauigkeit" mit der im Nadel Modus angezeigt werden kann (12 Skalenteile über und unter dem Zielton).
    Beim Strobe Modus wird das aber alles in eine mehr oder weniger schnelle Bewegung übersetzt und das stufenlos!


    ...btw. danke für die Diskussionsbeiträge. Auf die Gedanken der Messwertglättung, den daraus folgenden Konsequenzen und der Display Limitierungen war ohne die Diskussion noch nicht gekommen.
     
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