übereinanderliegende Keyboards

jimi77
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Hallo erstmal :)

Ich spiele erst seit kurzem Keyboard und ich sehe immer wieder z.B Fernsehen das dort mit zwei übereinanderliegenden Keyboards oder wie man die dann nennt gespielt wird. Ich wollt euch fragen wie die heißen und wofür man die braucht und falls euch noch etwas dazu einfällt dann.

Danke :great:
 
Eigenschaft
 
Also eigentlich spielt fast jeder Bandkeyboarder mehr als ein Board - mehr ist das aber auch nicht: Einfach zwei statt einem, und dann eben übereinander auf dem Stativ, weil sich das sehr angenehm spielen lässt (geht aber genauso gut über Eck, wenn man das bevorzugt, oder es noch mehr Boards werden ;))

Die Gründe dafür sind vielfältig, aber die wichtigsten sind wohl:
- verschiedene Fähigkeiten der Boards: Manche Boards sind Allrounder, die von allem ein Bisschen können, andere sind Spezialisten, die nur einen sehr kleinen Bereich abdecken, dafür aber in sehr hoher Qualität. Wenn man dann die Vorteile verschiedener Geräte ausnutzen will, muss man eben auch mehrere mit auf die Bühne nehmen ;)
- verschiedene Tastaturen: Hammermechanik-Tastaturen eignen sich, wenn man Klaviersounds oder E-Pianos spielt, aber darauf vernünftig Orgel zu spielen, ist kaum möglich, usw...
- Backup: Wenn eines aus irgendeinem Grunde ausfällt (da kann es die unterschiedlichsten Gründe geben, von echten Hardwaredefekten über versehentliche Resets auf Werkseinstellungen bis zu zuhause vergessenen Netzteilen kann alles passieren ;)), kann man immer noch auf dem anderen weiterspielen

Ich hoffe das beantwortet deine Frage ;)
 
ich sehe immer wieder z.B Fernsehen das dort mit zwei übereinanderliegenden Keyboards oder wie man die dann nennt gespielt wird. Ich wollt euch fragen wie die heißen und wofür man die braucht

Das sind im Regelfall zwei einzelne Keyboards, die auf einem Doppel-Keyboardständer übereinander montiert sind:

Ultimate-APEX-Keyboardstaender-.jpg

Keyboarder in Livebands spielen häufig mehrere Sounds gleichzeitig. Obwohl man Soundkombinationen auf jedem modernen Gerät programmieren kann, ist man mit zwei Keyboards flexibler. Die Verwendung von zwei Tastaturen kommt aus der Tradition der Organisten, die auch mit zwei oder mehr Manualen spielen.

Alleinunterhalter verwenden manchmal zwei Instrumente, um (MIDI-)Playbacks ineinander übergehen zu lassen: das eine Instrument beendet den einen Song, während das andere den nächsten Song startet. Dadurch werden Pausen zwischen den Stücken vermieden, in denen die Stimmung auf der Tanzfläche runtergehen könnte.

Bandkeyboarder verwenden oft mehrere Instrumente, weil die Instrumente dann verschiedene Dinge gut können: z.B. eine Workstation und einen virtuell-analogen Synthesizer. Allerdings sollte man eher dann zwei Tastaturen verwenden, wenn man sie auch sinnvol einsetzen kann - mit zwei Instrumenten wächst der Organisations-, Transport- und Verkablungsaufwand.

Harald
 
@leef das meine ich nicht, ich meine das Bild von HaraldS

danke

Noch eine Frage kann man da irgendwelche keyboards benutzen (Masterkeyboards, Homekeyboards, Synthesizer) ? :great:
 
Jap,

kannst du!
Ich hab zum Beispiel unten nen Stagepiano und obendrüber nen Synthi/Workstation.
Da kann drauf was du haben willst. Einige haben nen Masterkeyboard dabei, womit dann ein Racksynthi gesteuert wird. Also, so wie du möchtest!

LG Cuthbad
 
Tja, das ist halt der Vorteil bei Keyboardern. Die stellen sich einfach alles hin, was sie brauchen, und decken damit alles ab.

Geht zum Beispiel nicht bei Gitarristen. Stell Dir mal vor, der braucht bei einem Song ne E-Gitarre, muss aber auch mal einen kurzen Part Westerngitarre spielen, oder womöglich noch ne Mandolinie oder n Banjo parat haben. Das haut dann rein logistisch nicht hin, wenn er es auch theoretisch hinbekäme, sich das alles auf einmal umzuhängen. Die haben dafür seit einiger Zeit mit einem Line 6 ne Lösung gefunden, dass man mit einer Gitarre alle anderen Typen von Saiteninstrumenten simulieren kann und on-the-fly soundmäßig per Klick umstellen kann.

Zurück bei den Keyboardern: Da gibt's natürlich schon viel länger die Allrounder, die ja so ziemlich jedes auch tasten-untypische Instrument simulieren können. Allerdings auch nur mit Einschränkungen. Ein Klavier kann man im Grunde nur mit gewichteter Klaviertastaur richtig spielen, sowie man für eine Orgel eine Waterfall-Tastatur braucht, und wenn man einen Analogsound spielen, muss man schon ein paar Regler parat haben, um den Sound direkt während des Spielens beeinflussen zu können. Daher - lange Rede, kurzer Sinn, zurück zum Thema - haben viele Keyboarder z. B. unten eine gewichtete Klaviertastatur - mal ganz abgesehen von den Sounds -, darüber vielleicht eine Waterfall-Tastur und/oder eine ungewichtete Keyboardtastatur, und ganz oben für die netten Leadsounds einen kleineren Synth mit den netten Reglern für die Sounds. Die einen haben auf der einen Seite ein Rhodes, darüber einen Synthi, und rechts daneben eine Orgel und darüber wieder einen Synthi ... Variationen gibt's hier endlos. Da, wie hoffentlich rübergekommen sit, die Anforderung oftmals an die unterschiedlichen Typen von Tastatur gestellt sind, muss nicht jedes Board zwingend über eigene Sounds verfügen. Die kann man sich über ein mehr oder weniger aufwendiges MIDI-Setup entweder von anderen Keyboards oder von Expandern aus dem Rack holen.

Die Möglichkeiten für den Keyboarder sind im Grunde grenzenlos, werden oftmals nur durch zur Verfügung stehende Budget und die Muße, das alles auch immer zu transportieren und aufzubauen begrenzt.

Ich für meinen Teil bin eigentlich mit zwei Boards auf der Bühne zufrieden, unten eine Klaviertastatur, darüber eine ungewichtete Tastatur, Sounds haben beide für sich so ziemlich alles, was man braucht. Ich kämpfe höchstens ab und zu mit mir, dazwischen noch meine geliebete VK1000 als Orgel zu stellen, um auch hier keine Einschränkungen hinnehmen zu müssen.
Der Clou wäre noch was ganz anderes, nämlich ein Umhängekeyboard, mit dem ich mich dann frei auf der Bühne bewegen kann, und dabei auf alle Sounds meines sonst feststehenden Equipments zugreifen kann.

KEEP ON ROCKIN!!!
 
...und wofür man die braucht und falls euch noch etwas dazu einfällt dann.

Ich nehm immer eines für die guten und eines für die bösen Sounds.
;)
Die Keyboards aus dem Fernsehen sind auch was ganz besonderes, die benötigen nämlich meistens überhaupt keinen Strom und haben auch keine Audio- oder Midi-Kabel. Da gibt es sogar spezielle Keyboards, die immer alles richtig spielen, egal welche Tasten der Keyboarder gerade drückt.
 
danke :great:

wenn ich mir welche besorgen wollte, rein hypotetisch (schreibt man das so :confused: ), wie viel würde das ungefähr kosten mittelmäßige (schon gute aber keine für professionelle) Austattung zu kaufen. Welche zwei Typen müsste ich mir besorgen um einen Allrounder zu haben ?
 
Die Typen wirst du daran merken, was dir später persönlich beim Spiel fehlt!

Ich denke du brauchst ersteinmal EIN solides Instrument mit dem du arbeiten kannst, ob und wenn ja welches Zweitinstrument in Frage kommt ist dann sicherlich viel klarer zu beantworten. :great:

Einige Beispiele wurden ja bereits genannt, eine Workstation und ein VA Synth, oder einfach als zweites eine gewichtete Tastatur für Klavierparts etc.
 
Ich denke, dass gehört demnächst mehr in die Kaufberatung. Falls du das nicht schon gemacht hast, dann würd ich da mal einfach nen Thread aufmachen.

Ansonsten stimme ich hier Leef zu. Erstmal EIN Keyboard haben und sich mit dem ordenltich auskennen. Damit kann man schon jede Menge machen. Lass dich nicht von denen täuschen, die ihre 8 Keyboards auf der Bühne haben :) Ich würde ja sagen, sie versuchen ihr "Nichtkönnen" mit Masse zu kompensieren......leider trifft das meist NICHT zu :)
 
danke :great:

wenn ich mir welche besorgen wollte, rein hypotetisch (schreibt man das so :confused: ), wie viel würde das ungefähr kosten mittelmäßige (schon gute aber keine für professionelle) Austattung zu kaufen. Welche zwei Typen müsste ich mir besorgen um einen Allrounder zu haben ?

Ganz einfach: Du gibt etwa 50.000,-€ aus und kaufst die eine Emporio von Böhm oder eine Louvre von Wersi. Dann hast Du alles, was Du brauchst in einem Gerät mit 3 Manualen plus Vollpedal.
:p



boehm_emporio3.jpg
 
Ein Vorteil zweier Keys der nicht genannt wurde ist die Moeglichkeit des schnellen unproblematischen Soundwechsels. Die Tastatur zu wechseln ist immer schneller als
einen Knopf zu druecken.
Auch wenn an dieser Empirio vielerlei Knopfe zu Auswahl stehen, kommt es dennoch auch darauf an den richtigen Knopf zu treffen.
Keytranspose statt Soundbank A waere zum Beispiel meist falsch ! :D

Es macht daher auch durchaus einen Sinn zwei identische Keys zu benutzen.
Man drueckt die wichtigen Knoepfe bevor man das Lied beginnt.

Wenn du im Bierzelt spielst kann es auch mal passieren, dass dir jemand ein Bier in die Tasten kippt. Deshalb stellt man die Teile auch uebereinander.
Eines bleibt so trocken und mit dem kann man den Abend noch retten.

Hmm das mit den kabellosen Keys im TV ist mir auch schon aufgefallen :)
Wohl blue touth Teile *fg
 
doppelt .......................
 
Böhmorgler;3159899 schrieb:
Ganz einfach: Du gibt etwa 50.000,-€ aus und kaufst die eine Emporio von Böhm oder eine Louvre von Wersi. Dann hast Du alles, was Du brauchst in einem Gerät mit 3 Manualen plus Vollpedal.
:p



boehm_emporio3.jpg


Man kann dann ja immer noch ein Fender-Rhodes daneben stellen, vielleicht mit nem feinen Minimoog obendrauf....
:rolleyes:
 
danke :great:

wenn ich mir welche besorgen wollte, rein hypotetisch (schreibt man das so :confused: ), wie viel würde das ungefähr kosten mittelmäßige (schon gute aber keine für professionelle) Austattung zu kaufen. Welche zwei Typen müsste ich mir besorgen um einen Allrounder zu haben ?

Nicht die Masse zählt!
Wenn du einen guten Allround-Synthie besitzt, wie z. B. Triton, Motif oder Fantom, wirst du vielleicht irgendwann feststellen, das dir etwas fehlt.
Da die Geschmäcker bei jedem Tastendrücker verschieden sind und das ja auch bisserl von der Musikrichtung abhängt, gibts da auch keine allgemeinen Vorschläge. Irgendwann weißt du das einfach und DAS stellst du dir dann oben drauf.
:great:
 
Man kann dann ja immer noch ein Fender-Rhodes daneben stellen, vielleicht mit nem feinen Minimoog obendrauf....
:rolleyes:
Das ist ja das praktische an diesen alten Kisten: Auflage für zweites Keyboard ist integriert :)
 
Hallo Jimi,

hier mal was konkreteres:
1. schreibt man "hypothetisch" mit einem "h" mehr
2. ergibt sich das mit den Keys wirklich mit der Entwicklung Deiner Fähigkeiten und Deiner Anforderungen

Ich z.B. habe mit einem (geborgten) Billigkeyboard angefangen (in einer popligen Amateurband, die einmal im Jahr mehr schlecht als recht alles Mögliche spielt und auch keine besonders tolle PA hat). Da ich mit den ungewichteten Tasten nicht zurechtgekommen bin, hab ich das Keyboard durch ein Yamaha DGX-620 ersetzt, das sich deutlich besser spielt, auch die für meine Band nötige Bandbreite an Sounds hat, aber als Stagepiano nicht wirklich geeignet ist. Danach habe ich meine Liebe zu den Hammond-Sounds entdeckt und mir ein Nord Electro oben drauf gestellt. Und wenn ich mal groß bin, kaufe ich mir ein anständiges Stagepiano und verschenke das DGX...

Grüße
Inge
 
Ein Vorteil zweier Keys der nicht genannt wurde ist die Moeglichkeit des schnellen unproblematischen Soundwechsels. Die Tastatur zu wechseln ist immer schneller als einen Knopf zu druecken.
Na, wohl in erster Linie nicht wegen des Soundwechselns, sondern um mehrere Sounds gleichzeitig im Zugriff zu haben. Manchmal kann man das nicht durch Umschalten bewerkstelligen. Mein Roland Arranger hat von Haus aus einen Umschalter von Up1 auf Up2 und das auch noch strategisch gut platziert. Beim Kurzen beleg ich für schnelle Soundwechsel innerhalb eines Setups immer einen der Toggleswitches. Bei beiden Keyboards könnte man das auch auf einen Fußschalter legen. Auf jeden Fall eine gängige Praxis, über die sich sogar die Hersteller Gedanken gemacht haben.
Es macht daher auch durchaus einen Sinn zwei identische Keys zu benutzen. Man drueckt die wichtigen Knoepfe bevor man das Lied beginnt.
Also, wenn Du das wieder nur auf den Soundwechsel beziehst, halte ich das für ziemlichen Luxus. Da bevorzuge ich doch lieber unterschiedliche Boards, wegen unterschiedlicher Charakteristika.
Wenn du im Bierzelt spielst kann es auch mal passieren, dass dir jemand ein Bier in die Tasten kippt. Deshalb stellt man die Teile auch uebereinander.
Eines bleibt so trocken und mit dem kann man den Abend noch retten.
:D unter dem Aspekt hab ich das noch nie betrachtet, und würde mir daher die Aufbauweise nochmal überlegen. Sehe eher die Gefahr, dass wenn mir jemand Bier über mein oberes Keyboard kippt, läuft's dann netterweise von dort in das untere, und nix geht mehr. Vielleicht sollte man sie daher doch nebeneinander stellen :rolleyes:
Hmm das mit den kabellosen Keys im TV ist mir auch schon aufgefallen :)
Wohl blue touth Teile *fg
Ich will auch blaue Zähne für meine Keyboards, wenn ich dann immer alles automatisch richtig spiele :great:
 
Ein typisches Einsatzgebiet von zwei Keyboards übereinander ist die Verwendung von zwei völlig unterschiedlichen Keyboards. Für Klavier, Orgel, Gebläse, "echte" Streicher usw. steht unten eine Workstation, für Elektronisches steht oben ein virtuell-analoger Synthesizer.

Hmm das mit den kabellosen Keys im TV ist mir auch schon aufgefallen :)
Wohl blue touth Teile *fg
Und Stromversorgung über Induktion oder Mikrowellen statt Kabel, hrhrhr...

Man kann dann ja immer noch ein Fender-Rhodes daneben stellen, vielleicht mit nem feinen Minimoog obendrauf....
:rolleyes:
Minimoog? Zur Emporio empfehle ich einen Prophet 10. Oder zumindest einen Waldorf Wave. Yamaha GX-1 deshalb nicht, weil 1. schwer zu kriegen, und 2. kommen sich die Vollpedale ins Gehege.

Na, wohl in erster Linie nicht wegen des Soundwechselns, sondern um mehrere Sounds gleichzeitig im Zugriff zu haben. Manchmal kann man das nicht durch Umschalten bewerkstelligen. Mein Roland Arranger hat von Haus aus einen Umschalter von Up1 auf Up2 und das auch noch strategisch gut platziert. Beim Kurzen beleg ich für schnelle Soundwechsel innerhalb eines Setups immer einen der Toggleswitches. Bei beiden Keyboards könnte man das auch auf einen Fußschalter legen. Auf jeden Fall eine gängige Praxis, über die sich sogar die Hersteller Gedanken gemacht haben.
Das geht bei der guten alten XP-80 auch sehr elegant, da kann ich die 16 Parts mit jeweils einem Tastendruck zu- und abschalten, mit geringem Mehraufwand sogar für intern und extern.


Martman
 

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