Uilleann Pipes- wo was welches wie viel

  • Ersteller nikldas
  • Erstellt am
nikldas
nikldas
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
12.04.18
Registriert
13.12.09
Beiträge
118
Kekse
0
hi habe vor mir bald Uilleann Pipes zu kaufen. nun- was ist zu beachten, wo kaufe ich ihn, wieviel wird er kosten? ist es schwer ihn zu beherschen?^^ danke für euren rat
niki
 
Eigenschaft
 
ich hab grade noch mal researched und die dienger sind ja ab 600€ aufwärts... pffss nichts für mich- bin 14, hab kein geld für das. sind die normalen dudelsäcke bei thomann wie der altmann dudelsack zu gebrauchen?
 
Hi Niki,

wenn du ernsthaft schottischen Dudelsack spielen willst, kann ich Dir nur empfehlen die Finger von den Billigprodukten zu lassen.
Eine gute Beschreibung wie es Dir damit ergehen kann, findest Du hier.

Gruß Jo
 
mmm- könnt míhr mir was empfehlen?
 
Im PD-Forum werden unter der Rubrik "Anzeigen" immer mal wieder gebrauchte Bagpipes angeboten. Eile brauchst Du keine zu haben, denn zunächst genügt ein practice-chanter zum Erlernen der Fingertechnik.
Außerhalb der pakistanischen Fertigung gibt es die günstigsten Bagpipes (Polypeno) ab etwa 500 Euro.
Wenn Du ernsthaftes Interesse hast empfehle ich Dir, Dich beim PD-Forum anzumelden. Dann kannst Du über die Karte feststellen, wer in Deiner Nähe Dudelsack spielt und auch Kontakt aufnehmen.
Eine Vorort-Beratung ist immer von Vorteil. Vielleich gibt es ja auch eine Pipeband in Deiner Nähe.

Gruß Jo
 
es muss einfahc ein amatuer dudelsack sein- ich will in meine folk metal band dudelsack einbringen
 
aber um ihn zu beherschen, muss man ja üben- oder? und das geht ohne instrument irgentwie schlecht
 
aber um ihn zu beherschen, muss man ja üben- oder? und das geht ohne instrument irgentwie schlecht


Guck mal beim Sackpfeifenclub da gibt es manchmal günstige gebrauchte. Aber werd dir erstmal klar was du spielen willst Uilleann Pipe hat mit schottischen Dudelsack nix zu tun. Und die Idee mit dem günstig neu kannst du auch vergessen, gute Instrumente kosten halt etwas mehr, der Rest ist mehr oder weniger teurer Wandschmuck. Für Uilleann Pipes empfehle ich Güntzel oder Rogge. Wenn du schottischen lernen willst reicht auch erstmal ein Practise-Chanter was deinen Preisvorstellungen wohl eher entgegen kommt.

Gruß Bruno
 
u.U. kannst du ja bei nem verein oder so jemanden finden, der dir so ein teil erst mal für ein paar monate ausleiht. dann kannst du erstmal probieren. vorher macht es aber denke ich schon sinn, sich nen practice chanter zu besorgen. wie gesagt, kein instrument spielt sich "mal eben so" (außer triangel vielleicht) und bevor du in ner band spielen kannst, wird das sicher noch n jährchen oder zwei dauern, und auch das nur bei regelmäßigem üben.
 
Hallo Gemeinde,

Jedesmal, wenn ich einen Uillean-pipe höre läuft es mir kalt den Rücken runter. (das schafft bei mir kein anderer pipe ;) )
Ich spiele selber einen GHB. Vor etlichen Jahren war ich mal in ireland und durfte dort mal auf einem Uillean-pipe probieren. Jetzt ist es so, daß ich mich selber für sehr talentiert halte, was neue Instrumente lernen angeht. Aber dieses Gerät.. das ist der Hammer! (ich konnte innerhalb von ner Stunde keinen durchgehenden Ton erzeugen. Das nagt leicht am Ego..)
Nach meiner Auffassung ist ein Uillean-pipe eines der am schwierigsten zu erlenden Instrumente überhaupt. (und ich habe schon vieles ausprobiert..)

Koordination: links pumpen, rechts Sack stützen, mit den Fingern den Chanter betreiben, Stackato -> Chanter auf dem Knie auf und ab bewegen + etwas andere Fingertechnik, mit dem rechten Unterarm die Bordunklappen betätigen.
(das ist schon ne gewaltige Äkschion!!)

Der Mist ist auch der, daß ein guter Uillean pipe (full set) richtig viel Asche kostet. Ich würd auch bei diesem Instrument nicht sparen. Ein half-set hätte ich damals 2500 DM vom Erbauer bekommen können und das wäre ein Schnäppchen gewesen. Tja, so ist das leider nie was geworden, aber vielleicht reichts ja mal irgendwann..

Gegen einen Uillean pipe, ist das Spielen auf nem GHB regelrecht leicht. (meine Erfahrung) vielleicht hilfts.


cheers, fiddle

hallo,
weiter kann ich dir leider nicht helfen
mfg
 
so, aus geld knappheit (bis 300 €) kreife ich jetzt glaub ich auf den altmann aus dem thomann zurück. ich will NUR ALS AMATEUR spielen. ist der dann vertretbar?
 
1. duden hilft
2. nein, ist er nicht, wie oben in dem link beschrieben, bringt dir so ein ding gar nichts bis auf die tatsache, dass du immer noch mehr geld rausschmeißt. kauf dir einen practice chanter (nicht schrecklich teuer), lern erst mal damit die fingertechnik etc. und dann, wenn du das einigermaßen beherrschst, spare und kauf dir einen richtigen dudelsack. das dauert ein bisschen länger, aber ich bin mir sicher, du wirst länger und mehr freude daran haben. hab ich alles oben schon mal geschrieben...
 
Uilleann Pipes kann man nicht "nur so nebenbei" spielen, das ist ein Fulltimejob. Ich habe vor kurzem damit aufgehört und alle meine Sachen verkauft, weil ich die Zeit einfach nicht übrig habe und die Pipes vom Rumliegen nicht besser werden. Ein Practiseset gibts für 600 Euro bei Andreas Rogge, aus POM zwar, aber qualitativ einwandfrei. Güntzel-Pipes kenne ich nicht, kenne aber auch niemanden der welche spielt...sollte einem vielleicht zu denken geben.

Auch wenn Thomann ihre Pipes "Altmann" nennen, ist das trotzdem nix anderes als Pakistan und dementsprechend schlecht.

Und Uilleann Pipes als schwierigstes Instrument...ich find Gitarre schwieriger. ;) Ist ne sehr individuelle Sache.

Was Dudelsäcke angeht, gilt eigentlich abgesehen von manchen Schottenpipes, die man auch in sehr guter Qualität von der Stange kaufen kann, dass gute Instrumente vom Instrumentenbauer kommen und sonst nirgendwoher.
 
Dazu noch zwei Fragen:

was ist denn der Unterschied zwischen den verschiedenen Sets? Full, 3/4, half?

es gibt ja noch diverse Stimmungen. Bb, C, Cis, D ..und wahrscheinlich noch einges mehr. Was ist denn hier "normal"? D wie bei den Tin-Whistles?
 
Hi, ich weiß nur soviel:

ein Full-set hat 5 Bordune (möglich, daß es auch mehr gibt..)
Bei einem Halfset fehlen 3 Bordune, die obenliegenden mit den Unterarm-Klappen.

Mir ist eigentlich nur eine Stimmung bekannt. Die legt der Chanter fest.
Da zwar diatonisch, sind aber auch andere Tonarten möglich. Die Bordune können
alle zu- und abgeschaltet werden. Das macht Sinn wenn man z.B. von D auf Am umstellt.

Aber was mit den Bordunen tatsächlich möglich ist, weiß ich nicht, da ich nie das Geld
für dieses geile Instrument zusammen hatte. Heute fehlt mir auch noch die Zeit, das
auch noch zu lernen.

Der Grundton ist D. Da der Chanter aber 4 Löcher für die rechte Hand hat, kommt noch
das C hinzu, wie bei den great highlands.

Schau doch auch mal bei Wiki.


cheers, fiddle
 
Hi,
hab hier grad mal durchgestöbert und möchte kurz zu fiddle's Beitrag noch etwas richtigstellen:

Ein Practice Set besteht nur aus Bellows (Blasebalg), Sack und Chanter
Half Set: Practice Set + 3 Bordune in D
3/4 Set: Half Set + 2 Regulators ("Bordune" bzw. zusätzliche Spielpfeifen mit Klappen zur Akkordbegleitung)
Full Set: 3/4 Set + Bass Regulator

Die Regulators werden idR mit der Handkante gespielt, während man sonst die Melodie spielt.

Der Chanter hat zwar vier Löcher, der tiefstmögliche Ton ist aber ein D (alle Löcher zu und Chanter vom Bein abgehoben). Wenn der Chanter auf dem Bein sitzt und nur das untereste Loch offen ist, erklingt ein "Ghost D", ein Ton, der keiner richtigen Tonhöhe entspricht (manchmal ein D#). Danach kommen E, F#, G... dann die linke Hand.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Oh, Danke. Da lag ich wohl leicht daneben :redface:
 
Noch was zur "normalen" Stimmung bei Pipes: eingebürgert hat sich concert D, das sind recht laute (sessiontaugliche) Pipes in D-Stimmung und daher mit Whistles, irish flute und dem ganzen Kram problemlos kompatibel. Die älteren Uilleann Pipes-Sets, so von 1750 bis kurz vor 1900, waren aber sehr oft deutlich tiefer gestimmt, so zwischen ungefähr Bb und C#, eine wirkliche Norm gabs da nicht und jeder Pipemaker hat sein eigenes Süppchen gekocht. War auch egal, da Pipes sehr lange Soloinstrumente waren und heute eigentlich auch noch sind. Auffallend viele alte Sets in C# und B sind aber erhalten, Bb und C ist seltener. Die heute "modernen" Pipes in concert D sind eine recht junge Erfindung, die übrigens in Amerika gemacht wurde und nicht in Irland. Dort drüben wurden nämlich große Tanzabende immer populärer, und mangels Verstärkungsmöglichkeiten mussten die bis dahin leisen Pipes halt irgendwie lauter gemacht werden. Das ging sowohl über die Tonhöhe, als auch den Durchmesser der Innenbohrung, der Tonlöcher und die Rohrblätter, denn beides ist deutlich größer als bei sog. "narrow bore"-Pipes bzw. den "historischen" Pipes halt. Die amerikanischen Pipes und auch die zurück nach Irland geschwappten Modelle der Rowsome-Familie waren alle deutlich höher als modern D, so etwa bei a1=450-455Hz. Moderne bzw. heute gebaute Instrumente sind entweder Rowsome- oder Taylor (USA)-Kopien, die dann über das Rohrblatt "runtergestimmt" werden mit allen damit einhergehend Nachteilen (manch einer nennt sie "Features"...), oder komplette Neuentwicklungen (meist) auf Basis der Rowsome-Architektur. Ihr ganz eigenes Süppchen kochen nur wenige Pipemaker, es gibt allerdings mittlerweile extrem gut und stabil stimmende Pipes in D, denen sogar das Wetter nicht all zu viel anhaben kann. Da gabs in den letzten Jahren echt große Fortschritte. Reeds aus Plastik funktionieren aber immer noch nicht. ;)
 
Zwei Musiker meiner Band lernen grade Uilleannpipe. Zur zeit noch auf einem Practise-Set, da die bestellten Uilleanns noch im Bau sind. Ich muss sagen so ganz ins kalte Wasser geschmissen sind sie genau so leicht oder schwer zu lernen wie andere Instrumente. Allerdings bereitet es doch manches Problem, wenn vorher schon die ein oder andere Dudelsackvariante beherrscht wird. Problem in sofern das man den Fingern neue Läufe beibringen muss da die Griffe anders sind.
Die Pipes sind in unserem Fall von Günzel.
Wir finden zurecht das die Uilleann als die Königin der Dudelsäcke bezeichnet wird... denn genau so zickig ist sie manchmal ;)
Sollte ich noch in das Vergnügen kommen das Halfset zu testen, werde ich mich hier bestimmt noch mal melden und meine Erfahrungen mit der Günzelchen niederschreiben.
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben