Umgang mit dem "Whammy Bar"

von RG-Jule, 11.07.08.

  1. RG-Jule

    RG-Jule Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.08   #1
    Hey :),

    leider habe ich fast nichts gefunden, wo der konkrete Umgang mit dem Vibratohebel erklärt wird. Selbst bei Youtube habe ich kaum Videos gefunden ... die meisten beschäftigen sich mit dem Vibrato im Zusammenhang mit Harmonics. Kann natürlich auch sein, dass ich zu blöd zum Suchen bin :p.
    Ich wende mich einfach mal an euch ;).

    Ich habe gestern zum ersten mal den Vibratohebel an die Gitarre geschraubt, denn es sind ja Ferien und ich habe vieeel Zeit, mal was Neues auszuprobieren :great: .

    Meine erste Frage ist gleich: Wie weit sollte man ihn reinschrauben? Bei manchen Gitarren sieht man, dass er da relativ locker "rumhängt", bei anderen eher "straffer". Ist vermutlich mal wieder Geschmackssache :D. Mir ist nur aufgefallen, dass der Hebel bei mir irgendwie so extrem weit absteht, sodass ich fastgarnicht oder nur schwer gleichzeitig anschlagen und das Vibrato benutzen kann.

    Momentan kann ich die Töne nur vertiefen. Ich habe bei Wikipedia gelesen, dass man wohl bei den Federn (meine Finger wollten jetzt tatsächlich "Fendern" schreiben :D, hab mir wohl zu viele Fender-Strats angeschaut ;) ) irgendwas verändern muss, damit man die Töne auch erhöhen kann. Was genau muss man da einstellen? Und inwieweit verändert/verschlechtert sich die Stimmstabilität?

    Kennt jemand eine Art Workshop, wo erklärt wird, wie und wann man das Vibrato gezielt einsetzt? Ich hab schon versucht, es in Improvisationen einzubauen, aber es klingt irgendwie nicht so, wie es soll :D.


    LG,
    Jule
     
  2. superhoschi

    superhoschi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.08   #2
  3. Lost Freedom

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    Erstellt: 11.07.08   #3
    Warum kannst du die Saiten nur entspannen (als den Ton tiefer machen)?

    Was für ein Trem hast du?

    Gruß Chris
     
  4. LambOfHirni

    LambOfHirni Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.08   #4
    Du müsstest die Federn wohl schwächer einstellen wenn das Tremolo aufliegt.
    Wie schwach kann man dir allerdings aus dieser Entfernung nicht sagen (ich zumindest nicht) - eventuell müsstest Du auch noch eine Feder wegnehmen.

    Puh, Stimmstabilität, das hängt davon ab was für ein Tremolo Du hast, ist es ein Floyd Rose oder ein Vintage?
    Bei einem Floyd Rose hast Du - bei ordentlicher Qualität - kaum Probleme. Blos das Saitenwechseln kann sich mitunter etwas schwieriger gestalten.
    Bei einem Vintage ist die ganze Sache glaube ich nicht so stimmstabil wie bei einem FR, es lassen sich also nicht solche extremen Vibratos machen ohne das sich was verstimmt. (berichtigt mich falls ich falsch liege)

    Wie weit Du den Hebel reinschraubst ist wirklich geschmackssache - eben so wie Du am besten damit klar kommst.

    Inwiefern steht der Hebel soweit ab?
    Das dürfte sich eventuell verändern wenn Du das Tremolo richtig eingestellt hast - sprich
    wenn es freischwebend ist (da der Hebel ja direkt da dran hängt dürfte er sich in Richtung Korpus bewegen (falls Du das mit "abstehen" meintest)).

    MfG
     
  5. Lost Freedom

    Lost Freedom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.08   #5
    Aber das Tremolo ist doch normalerweise, wenn sie keine andere Saitenstärke aufgezogen hat oder die Gitarre runtergestimmt hat, von Werk aus so eingestellt, dass das Tremolo ausbalanciert ist. Ergo, sie müsste die Saiten spannen, wie entspannen können, oder liege ich da falsch?
     
  6. LambOfHirni

    LambOfHirni Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.08   #6
    Es ist ja anscheinend nicht richtig eingestellt.

    Du liegst richtig, sie müsste die Saiten spannen sowie entspannen können.
     
  7. RG-Jule

    RG-Jule Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.08   #7
    Ich habe ein Vintage-Vibratosystem.

    Wie schon gesagt kann ich die Saiten wirklich nur entspannen. Ich habe da auch nie irgendwas verstellt, es war von Werk aus so eingestellt.

    Kann man da irgendwas falschmachen, wenn man an den Federn was einstellt?

    Ich habe übrigens die Saitenstärker geändert. Wechsel von 009 auf 010

    LG,
    Jule :)
     
  8. LambOfHirni

    LambOfHirni Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.08   #8
    Ich würde vorher zumindest die Saiten ein wenig runter stimmen, dann dürfte es einfacher sein da rumzufummeln.
    Aber eigentlich dürftest Du dabei nichts kaputt machen, insofern Du entsprechend vorsichtig hantierst.
     
  9. Lost Freedom

    Lost Freedom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.08   #9
    Jawoll, da haben wir es schon... Da du jetzt dickere Saiten drauf hast, ist auch die Saitenspannung stärker. Das heißt, du müsstest deinen Federspannung erhöhen, damit das Tremolo wieder waagerecht steht (Die Federn wirken ja der Saitenspannung entgegen). Dann kannst du die Saiten auch spannen und entspannen...

    EDIT: Da war einer schneller. Richtig, mit Saiten runterstimmen erzielst du den gleichen Effekt, da ja die Saitenspannung somit geringer wird und wieder gleich der Federspannung ist. Nur mit dem Unterschied, dass du dann halt eine runtergestimmete Gitarre hast. Wenn du also eine normale Stimmung (E A D G B E) haben möchtest, wirst du wohl nicht drum herum kommen deine Federspannung zu erhöhen.
     
  10. aZjdY

    aZjdY Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.08   #10
    Lesen kann ist klar im Vorteil, es ging darum das sie wenn sie am Vibtra 'rumschraubt' vorher die Saiten runterstimmen soll damit es einfach ist :)
     
  11. Lost Freedom

    Lost Freedom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.08   #11
    Entschudligung! Hab nur über den Satz drübergelesen. :bang: Klar, das Runterstimmen erleichtert das Ganze natürlich.
     
  12. grünes blau

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    Erstellt: 11.07.08   #12
    Um die Töne zu erhöhen Brauchst du ein spezielles Vibrato System. Ein sogenanntes FloydRose. Google mal. da wirst du fündig. Dein Vintage Vibrage ist nur für leichte Vibratos geeignet. Divebombs (Totals Entspannen der Saiten) oder sonstige kunsstücke füren bei Vintagedingern nur zu Versimmungen.

    http://www.musik-schmidt.de/osc-schmidt/catalog/images/BoltplusCClearGlossFinishFlamedMapleTopFloydRoseTremoloChromeHardware_2.jpg Hier ein Floyd.
     
  13. the flix

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    Erstellt: 11.07.08   #13
    Schau dir doch einfach mal das Vibrato genau an, dann wirst du schon erkennen, wie es in der Ruhelage positioniert sein muss, damit man es in beide Richtungen bewegen kann.

    Man kann bis auf das Bigsby jedes Vibrato so einstellen, dass es in beide Richtung funktioniert.
    Und wenn du stärkere Saiten drauf hat, dann ist das nicht der Grund, dass das Vibrato nicht schwebt. Und tiefer zu stimmen ist ebenfalls kontraproduktiv. Du musst die Saitenspannung im Verhältnis zur Federspannung erhöhen, damit das Vibrato schwebt.
    Dadurch erschwert sich allerdings der Saitenwechsel bzw. das Stimmen danach. Aber das lernt man auch schnell.
     
  14. Koebes

    Koebes Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.08   #14
    Ich bin ja jetzt kein Vibratosystem-Experte, aber ein paar Anmerkungen habe ich schon.

    Um auch nach oben zu tremolieren (ich weiss, es heisst vibrieren, aber wie hört der Satz sich dann an) brauchst Du kein Floyd Rose. Dass Du nur nach unten tremolieren kannst, liegt daran, dass dein System aufliegend eingestellt ist, d.h. die Brücke liegt auf dem Korpus auf. Das Gegenteil ist schwebend, da kommt ein Stück Brücke hinten raus, und man kann ca. 1 Halbton nach oben tremolieren. Für heftige Intervalle braucht man ein Floyd Rose, das ist richtig, aber ein besonderes: Es muss unterfräst sein, d.h. das Holz unter der Brücke wird weggefräst. Das ist nicht bei jedem Floyd so. Ich spiele ein nicht unterfrästes, also kann ich - wie Du - nur nach unten tremolieren. Das machen viele Gitarristen so, weil das nach oben tremolieren seltener verwandt wird und ein unterfrästes Floyd Rose eine kleine Anpassung der Dämpftechnik erfordert. Freischwebende Vintage Systeme neigen dazu, sich schneller zu verstimmen, vor allem in der unteren Preisklasse, deswegen sind sie aufliegend ab Werk.

    - Dickere Saiten bewirken das genaue Gegenteil von dem, was oben behauptet wird. Die stärkere Saitenspannung zieht an den Federn und bringt das Tremolo in eine schwebende Lage. Aber der Wechsel von 009 nach 010 macht bei einem Vintage nichts aus. Bei einem Floyd übrigens schon.

    Willst Du ein schwebendes Tremolo, dann musst Du hinten an der Gitarre die rechteckige Abdeckung entfernen und an der Federkralle drehen, das ist das Ding, an dem halsseitig die Federn stecken. Da gibt es zwei Schrauben, die drehst Du raus, also nach links, aber gleichmäßig und in nicht zu großen Abständen, bis deine Brücke etwas schräg steht. Es kann sein, dass dann deine Gitarre nicht mehr so stimmstabil ist wie vorher, hier musst Du also einen Weg zwischen Tremoloeinsatz und Stimmstabilität selber finden.

    Das Ding steht nicht ab, das kommt Dir nur so vor. Das ist Gewöhnungssache. Bedient wird es mit dem Ring- und klinen Finger der rechten Hand im laufenden Spiel oder mit allen Fingern in Anschlagspausen. Und mit Gefühl, das ist kein Joystick. En Vintage-Tremolo wird benutzt, um um den Ton herum zu tremolieren, also keine Übungen a la Judas Priest, sonst ist die Gitarre verstimmt. Der gute alte Jimi hat es auch rabiater eingesetzt, aber der hatte auch genug GItarren zum Wechseln.

    Frohes Vibrieren,

    K.
     
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