Unterschied zwischen +4db und -10 db

von Henk, 08.08.04.

  1. Henk

    Henk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.08.04   #1
    Hallo. Ich suche gerade eine Recordingkarte und fand in einer Beschreibung, dass man die Eingänge dieses Models umschalten kann "zwischen -10db und der professionellen +4db" Variante. Ich dachte, -10db heißt: Hier wird abgesenkt und bei +4db verstärkt. Oder wie? Und was ist daran professionell? Außerdem darf man doch ein Signal nicht über 0db verstärken oder schmeiße ich gerade drei Dinge durcheinander? Danke für die Hilfe.
     
  2. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 08.08.04   #2
    Moin...

    schau mal hier: http://www.f11.parsimony.net/forum16949/messages/22291.htm

    Das eine wie das andere definiert lediglich auf Analogseite die "0dB"-Marke der digitalen Vollaussteuerung (0dBFS).
    Also in dem einen Fall: 0dbFS = +4dBu = 1,23V, im anderen Fall ist es 0dBFS = -10dBV = 0,3V.

    Was "professionell" heißt, darauf kommt man schnell, wenn man bedenkt, dass z.B. typische Cinch(=Hifi)-Verbindungen auf -10dBV laufen, Livequipment und Studiogeräte (Jack oder XLR) auf +4dBu.

    Jens
     
  3. Henk

    Henk Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.08.04   #3
    Danke. Bleibt noch die Frage: Warum ist das so, d.m. was hat man praktisch davon, mit 1,23V oder 1,55V zu fahren? Oder ist das einfach eine bestimmte Norm?
     
  4. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 08.08.04   #4
    ...wie gesagt, das sind ja im Grund willkürliche Marken. In dem Link wird ja auch erwähnt, dass das historisch gewachsen ist. Im Grunde hast du Recht, es sind einfach verschiedene Normen, die sich aus den Randbedingungen verschiedener Schaltungsdesigns (Versorgungsspannungen, Spannungsabfälle an bestimmten Bauteilen wie Dioden, Transistoren etc.) einerseits und dem Bedürfnis nach einem möglichst hohen Rausch- und Störabstand andererseits entwickelt haben.
    Denn (in gewissem Rahmen) ist ein elektrisch höherer Signalpegel weniger anfällig gegen Rauschen und Störungen, während man andererseits nicht beliebig hochgehen kann, ohne dass Schaltungen aufwendiger und teurer werden. Im Rundfunk- und Studiobereich hat man deshalb vermutlich schon länger mit höheren Pegeln gearbeitet (die heute IMHO auch in Consumergeräten möglich wären), weil da ein paar Pfennige pro Bauteil wegen der ohnehin höheren Anschaffungspreise und geringeren Stückzahlen nicht so ins Gewicht fallen wie bei massenhaft gefertigten Radios, CD-Playern etc.

    Jens
     
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