Urheberanteile für Studiomusiker?

von flexman, 03.02.08.

  1. flexman

    flexman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.08   #1
    Hallo allerseits,

    ich werde als Gitarrist an einer Studio-Album Produktion teilnehmen. Produzent ist die Band, in der ich jedoch nicht geschäftlich integriert bin ( GbR ). Es gibt auch Vorschuß eines Plattenlabels.
    Man hat mir jetzt ein Angebot gemacht zu 1/5 an der Komposition beteiligt zu werden, (GEMA) muß aber Leitungsschutzrechte abtreten. Ist logisch, damit die Produktion vertrieben werden kann...
    Meine Frage: Geht das überhaupt, Urheberanteile erwerben, Leistungsrechte abtreten? Üblich sind Künstlerquittungen mit Einmalzahlungen, das können die nicht. Geht nicht alternativ Verzicht der Leistungschutzrechte , dafür eine Verkaufsbeteiligung an den CD`s ? Wenn ja wieviel % sind üblich?
    Ist GEMA der bessere Weg?
     
  2. rockbuerosued

    rockbuerosued HCA Musik-Praxis/Recht HCA

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    Erstellt: 03.02.08   #2
    Dass die Abtretung der Leistungsschutzrechte logisch ist, hast Du ja selbst schon geschrieben. Auch den üblichen Weg über die so genannte "Künstlerquittung" hast Du schon angeschnitten.

    Warum können die Dich für den einen Song nicht ausbezahlen. Als Studiomucker verdient man für einen Song ein paar Lappen und das war es dann auch schon.

    Wenn die wirklich so klamm sind - trotz Labelvorschuss - dann frag' ich mich, warum die sich überhaupt Studiomucker engagieren. Noch dazu, wenn Du mit jedem Lohnmucker eine Betiligung an den Tantiemen ausmachen. Aus Autorensicht ist das absoluter Schwachsinn. Wenn da ein Song mal breaken sollte, dann fließt da erheblich mehr Geld ab, als das über die Künstlerquittung der Fall gewesen wäre.

    Zum Thema Beteiligungen: Von was sollst Du 1/5 der GEMA-Tantiemen bekommen? Von den 30 % des Komponistenanteils oder den 30 % des Textdichteranteils oder von den 60 % der Autoren UND Textdichteranteile?

    Das kann sich für Dich zum einen auf sehr wenig Geld raus laufen! Weißt Du, wie viele Tonträger hergestellt werden? Normaler mechanischer Deal oder Industriedeal, wo nur die tatsächlich verkauften Einheiten mit der GEMA abgerechnet werden?

    Beteiligung am CD-Verkauf:
    Das dürfte sich in der direkten Form definitiv nicht machen lassen, weil Du damit aufrücken würdest in das direkte Vertragsverhältnis zwischen Tonträgerunternehmen und Band/Produzent. Evtl. könntest Du einen separaten Vertrag zwischen Band und Dir machen , um am Nettoerlös der Band/Künstler zu partizipieren. Aber warum so kompliziert? Es ist in der Tat einfacher - und langfristig auch weniger Problem-behaftet - wenn man Dir die paar Lappen für den einen Song rüberschiebt, als ein längerfristiges Beteiligungsverhältnis für einen Studiojog einzugehen.

    Viele Grüße
     
  3. flexman

    flexman Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.08   #3
    Vielen Dank für die schnelle Antwort.

    Also, auszahlen geht nicht , weil der Vorschuß für die Studiokosten verwendet wird. Ich bin kein Studiogitarrist im eigentlichen Sinn, vielmehr bin ich schon immer in der Band , jedoch nicht in derGbR , aus persönlichen Gründen. Bei ersten Album haben wir das auch mit Honorar gelöst, weil wir die Studiokosten niedrig halten konnten. Jetzt ist eben die Variante mit den Urheberlizenzen. Nur frage ich mich, ob das die beste Lösung ist. Die 1/5 gehen auf die Komposition, nicht auf Text. Ich muß nochmal fragen, ob der Anteil auf die GEMA Ausschüttung direkt geht oder nach Abzug der Labelanteile. Aber ich denke mal 1/5 von 30% Komposition...Die Auflage wird sich so bis zu 2000 CD`s bewegen. Da wir ja Künstler sind und es eigentlich nicht ums Geld geht, jedoch um faire Bedingungen, würde ich schon zufrieden sein, wenn ich nicht draufzahlen müßte. ( GEMA kosten).
    Beteiligung am CD Verkauf mit exrta Vertag ist ein Guter Ansatz, danke für den Tipp.
     
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