USA unter Präsident Donald Trump

von Tolayon, 02.02.16.

Sponsored by
Gravity Stands
  1. Tolayon

    Tolayon Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.03.13
    Zuletzt hier:
    20.11.17
    Beiträge:
    801
    Zustimmungen:
    329
    Kekse:
    1.799
    Erstellt: 02.02.16   #1
    Gestern ging es mit den Vorentscheidungen, welcher Kandidat für seine Partei antritt, los (die ersten Urwahlen fanden in Iowa statt).

    Interessant ist, dass es bei den Demokraten gerade mal zwei nennenswerte Kandidaten zu geben scheint - nämlich Hillary Clinton und Bernie Sanders -, während bei den Republikanern eine ganze Gruppe um den Posten des Herausforderers buhlt. Vor allem Donald Trump als politisch inkorrekter Anti-Establishment-Kläffer lag bislang vorne, wurde von der Partei selbst aber bislang nur wenig unterstützt.

    Mit Bernie Sanders präsentiert sich wiederum auf demokratischer Seite zum ersten Mal ein aussichtsreicher Kandidat, welcher das Establishment von linker Seite in die Zange nehmen möchte und von seiner Partei ebenso wenig Unterstützung erfährt wie Trump seitens der Republikaner.
    Das schlimmste, was der Wall Street passieren könnte, wäre wohl ein Rennen zwischen Trump und Sanders um das Amt des Präsidenten. Wahrscheinlich würde dann ersterer den Sieg einheimsen und das Establishment doch nicht ganz so sehr verschrecken, wie er jetzt noch ankündigt.

    Oder könntet ihr euch ernsthaft vorstellen, Bernie Sanders hätte Chancen?
    Einerseits soll er auch (vor allem junge) Wähler, die ansonsten zu den Republikanern halten, für sich begeistern können, andererseits dürfte er nach US-Maßstäben fast schon ein lupenreiner Kommunist sein.

    Hillary Clinton wiederum ist mir nur einen Nanometer sympatischer als die Rechtsaußen-Krakeeler von den Republikanern. Mich erinnert diese ehemalige First Lady mehr an Margaret Thather als an Angela Merkel, und sie beweist für mich eindeutig, dass die US-Demokraten nach deutschem/ europäischen Maßstab eben keine linke Partei sind.


    Wie seht ihr das Kandidatenrennen, wer wäre euer Favorit und wer hätte die größten Chancen, auch tatsächlich der nächste Präsident der USA zu werden?
     
  2. Don Joe

    Don Joe Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.02.15
    Zuletzt hier:
    12.01.18
    Beiträge:
    2.886
    Ort:
    Nürnberg
    Zustimmungen:
    2.088
    Kekse:
    20.951
    Erstellt: 02.02.16   #2
    Hi,
    ich kenne mich wenig mit dem Wahlsystem aus, dass muss ich vorneweg zugeben. Aber ich weiß, dass Trump unter keinen Umständen Präsident werden sollte. Ich kann mir einfach nicht erklären, wie er so gut abschneidet. Grundsätzlich meine ich, dass man hier nur auf das geringste Übel hoffen kann. Bernie ist - soweit ich das verfolg habe - wenigstens mal kein Rassist der Mexikaner etc. hasst. Der wäre mein Kandidat, was meinst Du?
     
  3. Boerx

    Boerx Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    07.08.05
    Zuletzt hier:
    17.06.18
    Beiträge:
    3.174
    Ort:
    Karlsruhe
    Zustimmungen:
    385
    Kekse:
    14.712
    Erstellt: 02.02.16   #3
    Ich halte Trump nicht für einen Rassist, ich glaube der hasst einfach alle. Verteilt es also gleichmäßig. Sich selbst eingeschlossen
     
    gefällt mir nicht mehr 2 Person(en) gefällt das
  4. Grga

    Grga Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    20.06.12
    Beiträge:
    97
    Zustimmungen:
    1.161
    Kekse:
    6.612
    Erstellt: 02.02.16   #4
    Mein Fav. wäre Herr Sanders, denke aber, dass er letztlich keine Chance haben wird. Er bekommt viel Zuspruch aus Stundentenkreisen, Rednecks aber auch die Wallstreet sind ihm nicht so gut gesonnen. Was "Sozialismus" betrifft, muss man vorsichtig sein, diesen Begriff nicht so zu deuten wie wir ihn in Deutschland kennen. Also eher ein "recht abgespeckter Begriff" von Sozialismus - in den USA jedoch schimpfen ihn viele schon einen Kommunisten.

    Frau Clinton ist für mich unwählbar, sie agiert ja nun seit Jahrzehnten als Lobbyistin für grosse Unternehmen, wie ihr Ehemann auch. Da werden grosse Geschäfte eingefädelt und ihr Fähnchen zeigt je nach "finanzieller Zuwendung" in die jeweils von den Spendern vorgegebene Richtung. Ist in USA ja nicht ungewöhnliches.. von daher wähnt sie sich auf der richtigen Seite.

    Herr Trump ist ein simpel gestrickter "Brüllaffe" mit typischen "Raubtierkapitalist" Allüren, der es einfach mal darauf ankommen lässt, ob er es schafft Präsident zu werden. Für mich nicht wählbar.

    Herrn Cruz hatte ich bisher nicht so arg auf dem Schirm, seine Nähe zur "Tea Party Bewegung" lässt mich allerdings an seiner Intelligenz zweifeln. Mal sehen was da noch kommt.
     
    gefällt mir nicht mehr 2 Person(en) gefällt das
  5. hairmetal81

    hairmetal81 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    20.08.12
    Beiträge:
    12.545
    Zustimmungen:
    9.953
    Kekse:
    33.696
    Erstellt: 02.02.16   #5
    Bernie Sanders hätte meine Sympathien.

    Indes frage ich mich, was eigentlich die politischen Inhalte Donald Trumps sind... ausser "Mauer bauen" und "Golf spielen..." :gruebel:




    [​IMG]
     
    gefällt mir nicht mehr 2 Person(en) gefällt das
  6. gepmA HRO

    gepmA HRO Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    28.12.12
    Zuletzt hier:
    14.03.18
    Beiträge:
    839
    Ort:
    Rostock
    Zustimmungen:
    280
    Kekse:
    1.365
    Erstellt: 02.02.16   #6
    Mhhmm...villt weil es diesmal keine besonders attraktiven gegenkandidaten gibt? Clinton will im nahen osten noch härtere seiten aufziehen und Jeb bush kommt nach seiner familie, die würde ich genauso wenig als präsidenten haben haben wollen wie Trump. Und Sanders gilt als kommunist und wirds daher wohl kaum werden. Da hat anscheinend sogar ein Trump chancen.
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  7. Tolayon

    Tolayon Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.03.13
    Zuletzt hier:
    20.11.17
    Beiträge:
    801
    Zustimmungen:
    329
    Kekse:
    1.799
    Erstellt: 02.02.16   #7
    Der Punkt bei Trump und Sanders gleichermaßen ist, dass sie zumindest im Moment nicht auf Wahlkampfspenden großer Konzerne oder reicher Privatmenschen angewiesen sind. Trump als Milliardär hat selbst genug Geld und wäre daher wirklich unabhängig - deshalb sagt er auch, was er will, und das kommt bei einer Vielzahl potenzieller Wähler, die von dem Establishment beider Parteien genug haben, offenbar gut an.

    Bernie Sanders wiederum finanziert seine Kampagne bis jetzt durch zahlreiche Mikro-Spenden, wo Millionen von Anhängern ihm jeweils kleine Beträge zukommen lassen. Wenn er das wirklich weiter so durchziehen kann und auch noch tatsächlich Präsident werden sollte, wäre er somit wahrlich ein Präsident des Volkes und nicht der Industrie bzw. Finanz-Elite.

    Bei den anderen republikanischen Kandidaten stört mich massiv der religiöse Fanatismus, der in diesem Ausmaß bei Trump zumindest nicht zu finden ist. Vor allem Cruz soll ein Anhänger der biblischen Apokalypse sein, welche nach Meinung der Ultra-Religiösen schon bald eintreten wird. Und als US-Präsident könnte er dem Weltuntergang, wenn er tatsächlich wollte durchaus aktiv auf die Sprünge helfen.
     
  8. hairmetal81

    hairmetal81 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    20.08.12
    Beiträge:
    12.545
    Zustimmungen:
    9.953
    Kekse:
    33.696
    Erstellt: 02.02.16   #8
    ...wenn Trump zum Präsidenten gewählt wird, könnten sie Recht behalten... :D
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  9. saitentsauber

    saitentsauber Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    09.04.08
    Beiträge:
    3.331
    Zustimmungen:
    1.647
    Kekse:
    15.850
    Erstellt: 02.02.16   #9
    Ich habe neulich mal einen Bericht über Trump gelesen, der auf Informationen eines Journalisten beruhte. Der sollte eine offizielle Trump-Biographie schreiben, wurde aber bald gefeuert, konnte jedoch Herrn T. vorher aus nächster Nähe erleben. Nach seiner Aussage ist genau das Gegenteil des letzten Satzes der Fall.

    Interessant war in diesem Zusammenhang, dass die Selbstverliebtheit von Herrn T. mit einer großen Eitelkeit gepaart sein soll, für die die Frisur/Haarpracht eine entscheidende Rolle spielt. Entsprechend sei seine Einstellung gegenüber Menschen mit (beginnender) Glatze.

    Ansonsten, hieß es, könne Herr T. nicht verlieren. Er würde also sehr weit gehen, um sich durchzusetzen, und im Fall der Fälle einen anderen nicht als Sieger anerkennen, sondern alle möglichen Ausreden benutzen. Tatsächlich hat er hat ja auch schon angedeutet, dass er sich möglicherweise vorzeitig aus dem Kandidatenrennen verabschieden könnte - auch ein Weg, einer Niederlage aus dem Weg zu gehen.

    Das nur mal so nebenbei. Gern wieder zurück zur politischen Diskussion ;)
     
  10. vanderhank

    vanderhank Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    10.09.08
    Zuletzt hier:
    18.06.18
    Beiträge:
    1.097
    Ort:
    Dem Raul seine frühere Stadt
    Zustimmungen:
    1.151
    Kekse:
    33.705
    Erstellt: 02.02.16   #10
    Jemand, der von der Bild-Zeitung als "der irre Kandidat" bezeichnet wird, kann eigentlich nicht so verkehrt sein... ;)

    Gruß
    Hank
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  11. Errraddicator

    Errraddicator Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    25.08.05
    Zuletzt hier:
    1.04.18
    Beiträge:
    1.898
    Zustimmungen:
    1.465
    Kekse:
    15.753
    Erstellt: 02.02.16   #11
    Ich persönlich bin der Meinung, dass Trump unterm Strich ein für uns besserer Kandidat wäre wie der Cruz.

    Der Cruz soll ja laut Berichten politisch gar nicht sooo weit weg vom Trump sein.
    Nur tritt er halt nicht so protzig prollig auf und hätte somit am Ende wahrscheinlich sogar bessere Chancen wirklich zu gewinnen.
    Und das ist denke ich das letzte was wir wollen.

    Trump als Kandidat hingegen würde, so vermute ich, so sehr polarisieren dass ein großer Teil alleine um ihn zu verhindern die Demokraten wählen würde.
    Wenn dann dort noch jemand wie Bernie Sanders bei rum kommt, wäre das wohl das beste was den USA aktuell passieren kann.
     
  12. hairmetal81

    hairmetal81 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    20.08.12
    Beiträge:
    12.545
    Zustimmungen:
    9.953
    Kekse:
    33.696
    Erstellt: 02.02.16   #12
    Vorwahlen Iowa:


    Demokraten
    49,9% - Hillary Clinton
    49,6% - Bernie Sanders


    Republikaner
    27,7% - Ted Cruz
    24,3% - Donald Trump
    23,1% - Marco Rubio



    :hat:
     
  13. DerZauberer

    DerZauberer Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    03.04.07
    Beiträge:
    3.235
    Ort:
    Brighton, UK
    Zustimmungen:
    3.262
    Kekse:
    52.666
    Erstellt: 03.02.16   #13
    Interessante Anekdote: Ich war im letzten Herbst beim Semifinale der US Open beim Spiel Willams gegen Williams. Wie bei jedem Sport-Event in den USA wurden in den Pausen die anwesenden Promis auf dem Schirm eingeblendet. In diesem Fall so "bedeutende" Namen wie Kim Kardashian, Oprah Winfrey, oder Donald Trump. Ratet mal, wer vom versammelten Tennispublikum deutlich ausgebuht wurde... gibt bestimmt YT-Videos dazu. Seine Wahlheimat scheint ihn also nur teilweise super zu finden.

    Andererseits treffe ich viele Menschen mit dem Kopf auf dem richtigen Fleck, die durchaus Sympathien in Richtung Trump haben. Wer hier lebt und arbeitet und andererseits sieht, wie weite Teile der Bevölkerung eben KEINE Bildung/Jobs/Chancen haben, findet einen "starken Mann" mit weniger Fokus auf unterprivilegierte Randgruppen vielleicht gar nicht so schlecht. Und die sagen auch alle: "Der meint ja nicht so 'gute' Ausländer mit Jobs und Aussichten, der will halt nicht die ganzen Illegalen und Schmarotzer durchbringen". Nunja.

    Aber auch - viele US-Freunde halten Trump für genau so durchgeknallt wie die meisten Deutschen, die ich kenne. Es gibt sogar einen Running Gag: Bill Clinton habe seinen Kumpel Trump dazu gebracht, für die Republikaner zu kandidieren - damit seine Frau als Demokraten-Kandidatin gegen Trump die Wahl locker gewinnt. Was da dran ist: Ein polarisierender Kandidat wie Trump würde wahrscheinlich viele dazu bewegen, zur Wahl zu gehen um GEGEN ihn zu stimmen.

    Die vertretenen Ansichten der Kandidaten muten sehr befremdlich an, gerade was so alte Nummern wie Abtreibung und Homo-Ehe angeht. Hier gibt es auch viel Diskussion darum, ob sich die Republikaner nicht ins eigene Fleisch schneiden, weil die Realität eben auch in den USA eine andere ist als in den 1950ern. Andererseits sind sehr weite Bestandteile der wirtschaftlichen Elite erzkonservativ - die Frage ist halt, ob das für Mehrheiten reicht.

    Was man in DE nicht so mitbekommt:
    - Die Staaten sind sehr unabhängig und machen was sie wollen in vielen Bereichen. Nein, das ist nicht so wie in Bayern, das geht viel weiter.
    - Obama mag Präsident sein, das Parlament ist aber Republikaner-dominiert - und die Haltung ist "Blockade", nicht konstruktives Mitregieren.
    - Die Kandidatenschau ist in den USA normal - Sheriffs, Richter (in mehreren Staaten), Gouverneure, und eben Präsidenten werden als PERSON und eben nicht als PARTEI gewählt.

    Wird sicherlich ein interessantes dreiviertel Jahr bis zu den richtigen Wahlen im November...
     
    gefällt mir nicht mehr 5 Person(en) gefällt das
  14. hairmetal81

    hairmetal81 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    20.08.12
    Beiträge:
    12.545
    Zustimmungen:
    9.953
    Kekse:
    33.696
    Erstellt: 03.02.16   #14
    :rofl:

    Welch' nette Wortspielerei! :D
    Normalerweise ist es das "Herz", nicht der "Kopf", am rechten Fleck... ;) :D



    Doch, das kriegt man hier schon mit... John Boehner ist ja als Sprecher des Parlaments (gottseidank) zurückgetreten...



    :rofl: :rofl: :rofl:

    There's something to it...
     
  15. coolaclark

    coolaclark Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    10.06.09
    Zuletzt hier:
    11.07.16
    Beiträge:
    2.672
    Ort:
    Mülheim a. d. Ruhr
    Zustimmungen:
    3.040
    Kekse:
    27.288
    Erstellt: 04.02.16   #15
    wenn ich mir die Für- und Wider-Argumente für jeden einzelnen Kandidaten, auch die der zweiten Reihen (Jeb Bush - Gilmore usw ) aber die (noch) nicht angetretenen (Bloomberg), ansehe, finde ich keinen einzigen dabei, dem ich mich anvertrauen würde. Als Ami ja - als Deutscher nicht.
    Christie vielleicht. Um den aber hinreichend beurteilen zu können, bin einfach zu weit weg, vielleicht habe ich da auch ein verfälschtes Bild.

    Augenscheinlich gemäßigte wie Sanders oder Bloomberg würden außenpolitisch auch wieder Israelnahe Politik machen. Bloomberg wahrscheinlich sogar weiterhin Russland in die Ecken drängen, dennoch wären beide immer noch besser als Clinton.

    Aus europäischer Sicht wäre wohl Christie noch der einzige, der ginge; alles andere ist schon im Ansatz verschissen.
     
  16. gepmA HRO

    gepmA HRO Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    28.12.12
    Zuletzt hier:
    14.03.18
    Beiträge:
    839
    Ort:
    Rostock
    Zustimmungen:
    280
    Kekse:
    1.365
    Erstellt: 04.02.16   #16
    Meinst du damit man würde die fortschritte in den Amerikanisch-iranischen beziehungen wieder rückgängig machen?
     
  17. coolaclark

    coolaclark Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    10.06.09
    Zuletzt hier:
    11.07.16
    Beiträge:
    2.672
    Ort:
    Mülheim a. d. Ruhr
    Zustimmungen:
    3.040
    Kekse:
    27.288
    Erstellt: 04.02.16   #17
    so extrem fortschrittlich sehe die gar nicht. Sondern nur als ein Zeichen guten Willens und als Gegenpol zu den Golfstaaten. USA baut ja weiterhin Gegenpole zum Iran auf ...

    Aber die Destabilisierungspolitik im mittleren Osten hat ja nur zwei Profiteure, die USA und Israel.
    In Bezug auf die Europäische Gemeinschaftsarmee, in der wir einen Teil der AWACS stellen, ist US seit langen dabei ein Umfeld zu schaffen, indem verlangt wird, dass für zukünftige AWACS-Einsätze nicht mehr das deutsche Parlament befragt werden muss. Jetzt kann man sich ausmalen, wohin dies führt. Deutschland zum einen als Waffenlieferant und zum anderen als dauerhaft mandatierter Militärbetandteil der EU, der von den US über postum erteilte UN-Mandate zu Einsätzen bewegt wird. Gehts noch?
    Daher kommt für mich pauschal ein Jude nicht in Frage.

    Das doofe ist halt: sowohl Sanders als auch Bloomberg gefallen mir noch am besten.
     
  18. Mr.513

    Mr.513 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    27.09.12
    Zuletzt hier:
    17.06.18
    Beiträge:
    3.992
    Ort:
    im lkrs hildesheim
    Zustimmungen:
    3.951
    Kekse:
    53.487
    Erstellt: 04.02.16   #18
    @Tolayon: Sehr gut!

    "[...] und sie beweist für mich eindeutig, dass die US-Demokraten nach deutschem/ europäischen Maßstab eben keine linke Partei sind."

    Ich empfehle, den Civil War 1861-65 und sein Vorgeplänkel als Grundlage zu sehen, wie sich die Meinung über die beiden großen US-Parteilager gewandelt hat.

    Demokraten: Katholisch dominiert, die bestehende Gesellschaftsordnung bewahrend (inkl. Sklaverei, Rolle der Frau), großer Einfluss im Süden.
    Republikaner: Protestantisch dominiert, innovativ, großer Einfluss im Norden. Sklaverei war zwar auch erst nicht verpönt, aber dann bestrebte man die Abschaffung.

    Heute gewinnt man gemeinhin die Meinung, es sei andersrum. Demokraten sind Friedenstauben, Republikaner sind Geier.
    Auf der Konfliktebene waren die Demokraten im 20. und 21. Jh nicht unkriegerischer.

    Auf Bundesebene meint man nur ein Zwei-Parteien-System zu haben. In den Bundesstaaten selber sieht es anders aus.

    Parteizugehörigkeit hat in den USA einen geringeren Stellenwert als Indikator über Ideologie als bei uns, der Politiker mit seiner individuellen Art ist der Maßstab.
    Mir ist es egal, ob der Präsident der USA Demokrat ist oder Republikaner.
    Der US-Präsidentschaftswahlkampf zeigt auch anhand der jeweiligen Vita, dass sehr privilegierte Menschen scheinbar nur Zugang zu diesem Amt haben. Fundraising bedeutet auch zutiefst eine spätere Abhängigkeit.

    (Der personalisierte Wahlkampf für BT und damit auch Kanzlerschaft bei uns entspricht streng genommen dem Wahlsystem, da bei einer Bundestagswahl lediglich Abgeordnete und Parteimehrheiten mit den Stimmen entschieden werden. Der Regierungschef wird durch den Souverän nicht gewählt. In UK ist der Regierungschef der, der der Parteivorsitzende der siegreichen Partei ist.).
     
  19. DerZauberer

    DerZauberer Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    03.04.07
    Beiträge:
    3.235
    Ort:
    Brighton, UK
    Zustimmungen:
    3.262
    Kekse:
    52.666
    Erstellt: 08.02.16   #19
    Interessante Diskussion bei den Republikanern nach den letzten Vorwahlen: Die hoffnungslos unterlegenen Kandidaten mögen doch bitte aufhören, damit die aussichtsreicheren Kandidaten mehr Zuspruch bekommen. "Otherwise we get Trump."

    Bleibt also spannend.
     
  20. Errraddicator

    Errraddicator Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    25.08.05
    Zuletzt hier:
    1.04.18
    Beiträge:
    1.898
    Zustimmungen:
    1.465
    Kekse:
    15.753
    Erstellt: 08.02.16   #20
    So wie in Frankreich und bei Le Pen.
    Demokratie geht irgendwie anders, oder? :ugly: