Velocity-Kurven

von andi.k, 03.02.07.

  1. andi.k

    andi.k Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.07   #1
    Moin. Als ich gestern mit diesem Referenz-Midifile von Purgatory Creek experiementiert hab, is mir auchgefallen, dann man Digitalpianos so gar nicht vergleichen kann!

    Es kommt nämlich voll darauf an, inwieweit die Velocity-Werte des benutzten Masterkeyboards mit dem Piano harmonieren.

    Wenn ich auf meinem Promega 3 spiele, liege ich meistens zwischen 40 und 80 und nur selten über 100. (Hörproben hier: https://www.musiker-board.de/vb/key...-file-verschiedene-parameter.html#post2068690)

    Das Purgatory Creek File liegt jedoch sehr oft zwischen 100 und 127, was auf dem Promega ziemlich spitz und unnatürlich klingt. Ich würde das

    Ich könnte mir vorstellen, dass der "Sweet Spot", d.h. der Bereich mit "normaler" Lautstärke/Brillianz bei verschiedenen Piano-Klangerzeugern
    • unterschiedlich breit ist vom Wertebereich her (60..70 oder 40...90 oder ....)
    • einen unterschiedlichen Mittelpunkt hat (60..70 oder 70..80 oder 75..85 oder....)
    Bei der Evaluation von Expandern und Software Pianos sollte man das daherunbedingt beachten!!

    Gut, wenn man ein Masterkeyboard mit vielen Velocitykurven und Einstellungsmöglichkeiten hat bzw. der Expander / die Software sich entsprechend abstimmen läßt...

    Bleibt die Frage, wie man sowas am besten beurteilt und Klaviatur / Klangerzeuger aufeinander abstimmt.....
     
  2. moeder

    moeder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.07   #2
    Das läuft dann wieder auf die Standard-Empfehlung bei jeder Kaufberatung hinaus ;-)

    Spiele die für DICH interessanten Stage Pianos oder Kombinationen aus Masterkeyboard und Expander mit DEINEN Lieblingsstücken auf dem gleichen, guten Kopfhörer. Anschließend das kaufen, was am meisten gefallen hat :cool:
    Gerade das Spielgefühl ist ja auch ein entscheidener Punkt, den kein MIDI-Demo abbilden kann. Entweder du setzt dich an ein (D-)Klavier und fühlst dich wohl oder nicht. Das gute Zusammenspiel aus Tastaturverhalten, Anschlagsdynamik und Tonerzeugung ist in meinen Augen auch der große Vorteil der Stage/Digi-Pianolösungen im Vergleich zu Masterkeyboard+Expander. Selbiges dort zu erreichen ist wesentlich aufwändiger.
     
  3. andi.k

    andi.k Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.02.07   #3
    Das war mir bis heute auch nicht so bewusst!!! Oh Mann, da bin ich echt froh, dass ich entgegen meinen ersten Plänen, ein Doepfer LMK4+ und ein GEM RP-X zu kaufen, dann doch das Promega genommen hab, auch wenn diese Lösung nicht so transportabel ist! Wer weis, ob ich mit dieser Kombination ein solch intimes Spielgefühl bekommen oder es sich eher befremdlich angefühlt hätte... (schwer zu beschreiben, auf englisch hätte ich davon gesprochen, mit den Instrument "connected" zu sein bzw. "disconnected")
     
  4. Boogie_Blaster

    Boogie_Blaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.02.07   #4
    Das war m.e. auch das Problem beim Stagepiano-Vergleichstest einer bekannten Fachzeitschrift vor 2 Monaten... die Klangbeispiele auf der CD waren wenig aussagekräftig, weil da einfach lieblos das selbe midifile auf den unterschiedlichen Instrumenten durchgenudelt wurde. Und das klang dann auf dem einen Gerät mal rund, auf einem anderen wieder total drahtig (und könnte einen unbedarften Interessenten auf falsche Fährten locken). Oder auch bei dem Rhodes-Demo im selben Test wurden hier fröhlich Äpfel mit Birnen verglichen, da war von knochentrockenen mittigen 60s-Sounds bis zu effektverklebtem Balladenpianos alles am Start, was eben in den Presets voreingestellt war.
    Zurück zum Thema Velocity: eigentlich wäre es für jedes "externe" Masterkey pflicht, total frei gestaltbare Kurven anzubieten, die man z.B. mit editorsoftware selbst verbiegen kann. Das ist sooo wichtig - und technisch ja wohl keine Hürde. Warum gibt's das eigentlich so selten?
     
  5. moeder

    moeder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.02.07   #5
    Insofern finde ich übrigens den Ansatz von Truepianos recht bemerkenswert. Anstatt zig Einstellungsmöglichkeiten hat man dort 3 (oder 4?) Parameter integriert, die das Dynamikverhalten beeinflussen und so ein gutes Zusammenspiel von Master und VST ermöglichen.
     
  6. stuckl

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    Erstellt: 23.05.07   #6
    Truepianos hat mich auch sehr angesprochen.

    Ansonsten finde ich es "sicherer", eine Stagepianolösung zu finden, wo Tastatur und Sound von einem Hersteller kommen, der beides super aufeinander abstimmt.
     
  7. Rene2000

    Rene2000 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.05.07   #7
    Hi!
    Wenn man nun schon die Kombination Masterkeyboard/Expander besitzt oder braucht, und die Velocity-Kurven wollen absolut nicht zusammenpassen, sollte man sich mal den
    Velocity Converter von MIDI Solutions anschauen.
    Gut, es sind dann 120 Euro dafür zu löhnen (zusätzlich!), aber es gibt 40 frei definierbare Vel.-Kurven editierbar und eine Reihe Preset-Kurven dazu.
    Dazu braucht es keine Extra Stromversorgung.

    Nachteil: Ein zu enger Velocity-Bereich, will sagen, zu schlecht aufgelöst beim Masterkeyboard, kann durch diese Teil nicht wieder höher aufgelöst werden, das ist ja klar.
    Ach ja, und es ist in D wohl etwas schlecht zu bekommen.

    Beste Grüsse!

    nach
     
  8. stuckl

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    Erstellt: 23.05.07   #8
    Interessant.

    Diesen Converter muss man dann aber bei jedem Auftritt usw. dann dazwischenschalten?

    stuckl
     
  9. Rene2000

    Rene2000 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.05.07   #9
    Ja, leider. Habe mich übrigens bei der Anzahl der frei definierbaren Kurven geirrt, ist nur eine einzige. Aber beim Download des Datenblattes sind die anderen festen 40 Kurven gezeichnet, und die sind m.E. voll ausreichend, für alle Anwendungsfälle etwas dabei.

    Bis dann!
     
  10. stuckl

    stuckl Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 24.05.07   #10
    Dann könnte man auch ein Doepfer PK 88 kaufen, das selbst keine 8 Velocity Kurven zum Einstellen hat im Verglcieh zu Doepfer lmk2?
     
  11. Rene2000

    Rene2000 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.05.07   #11
    120 EURO;)
     
  12. stuckl

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    Erstellt: 24.05.07   #12
    Kostet die "schnittstelle".

    Aber kann man dann auch getrost das "billigere" Doepfer nehmen?
     
  13. Rene2000

    Rene2000 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.05.07   #13
    @stuckl

    Ja, ich meine schon.
    Weiss zwar nicht, wie der preisliche Unterschied der beiden Doepfers ist, aber das kannst Du ja entscheiden.
    Wie gesagt, den Velocity Converter gibt es nicht in jedem Musikladen, selbst bei Thomann oder Musikservice habe ich ihn nicht "in stock" gefunden.

    Servus!
     
  14. stuckl

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    Erstellt: 24.05.07   #14
    Immerhin 240 Euro Preisunterschied bei den beiden Doepfer.

    Kann man natürlich durch Gebrauchtkauf auch eindämmen.
     
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