Vertrauen

von Cosinus, 23.07.06.

  1. Cosinus

    Cosinus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.06   #1
    Hallo allerseits,

    ich mache mir seit geraumer Zeit so meine Gedanken über den Begriff Vertrauen:

    Was ist und welche Bedeutung hat Vertrauen?
    Warum hat der Mensch das Bedürfnis, zu vertrauen?
    Was bringt Vertrauen für Vorteile und Nachteile?
    Wem nutzt mein Vertrauen?
    Warum erwarten oder appelieren manche Menschen unablässig, ihnen zu vertrauen?
    Wie oft wird man aufgrund von gezeigter Skepsis schief angesehen oder gescholten?
    Wie oft hat man vertraut und damit eine Bauchlandung erlebt?
    Wie geht man mit enttäuschtem Vertrauen um?

    Das eine wie das andere oft unangenehm oder gar schmerzhaft, man sollte also etwas daraus lernen: Trau, schau wem!

    Vertrauen hat also mit Erfahrung und deren richtiger Verarbeitung zu tun.

    Allgemeines Misstrauen bis hin zur Paranoia sind sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss, sondern Ausdruck einer eher krankhaften Entwicklung, entstanden durch schlechte Erfahrungen (die wohl jeder mehr oder weniger oft macht) und durch deren womöglich falsche Deutung und Verarbeitung.

    Was kann man ganz allgemein dagegen tun?

    "Kopf in den Sand" und ohne Nachdenken weiter im Text?
    "Versuch und Irrtum"?
    oder doch besser:
    "Vorrausschauendes und einsichtiges Verhalten"?

    Ein Aspekt des Vertrauens ist meiner Meinung nach das Übertragen von Verantwortung, die man selbst nicht übernehmen möchte (oder ganz bewußt ablehnt), oder glaubt, nicht selbst übernehmen zu können.
    Oft wird uns das ja durch die Massenmedien und/oder durch landläufige Meinungen suggeriert.

    Bekanntes Beispiel: moderne Automobiltechik.

    "Da könne man eh nix mehr selber dran machen..."
    oder
    "Lass das mal die Fachleute machen, die sich damit auskennen!"

    Man vertraut also darauf, dass andere ihre größere Erfahrung zu unserem Nutzen einsetzen.

    Manche unserer Mitmenschen (und die kennen wir alle) leben nicht schlecht von diesem Glauben.
    Meiner eigenen Erfahrung nach hat sich dieser Glaube immer wieder als schlicht falsch und nicht nur für den eigenen Kontostand, sondern leider auch für Leben und Gesundheit abträglich erwiesen (das aber eine andere Baustelle).

    Wenn man dann erlebt, das sich der "Vertraute" im Nachhinein mit der übertragenen Verantwortung überfordert erklärt und diese also ablehnt und zurückgibt, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist, hat man wieder etwas gelernt ...:mad:

    Sich auf andere verlassen hat also auch etwas mit "sich selbst verlassen" zu tun.

    Nun würden mich mal Eure Gedanken zum Thema interessieren.
    Schon mal vielen Dank für hoffentlich rege Beteiligung und neue Aspekte zum Thema. :)
     
  2. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 23.07.06   #2
    Allgemeines, aber nicht allzu tiefgehendes hier.

    Dem, der es ausnutzt? :( (Wenn man schon so fragt... Muß aber nicht nur so vordergründig sein, kann sich ja auch um narzißtische Gewinne handeln, also wenn sich jemand was drauf einbilden will...)

    Leuten ggü., die das einfordern, wäre ich aber wirklich skeptisch.

    Weil es manche Leute narzißtisch verletzt (s.o.). Wenn man da etwas gefestigter wäre, müßte das einem ja nicht gleich umhauen, wenn einer sich einem erstmal bekuckt, anstatt gleich mit Vertrauensseligkeiten daherzukommen.

    Zu oft.

    Am besten versuchen herauszufinden, woran's lag, und die Gründe künftig nach Möglichkeit auszuschalten versuchen. Was sauschwierig ist.

    Das "Kranke" an der Entstehung einer Paranoia ist nicht die Reaktion der Patienten, das zu allen Ernstes zu behaupten wäre blaming the victim, sondern was mit denen gemacht wurde. Und das ist nicht zu bagatellisieren so in der Art von mehr oder weniger schlechte Erfahrungen machte ja wohl jeder wohl mal.
     
  3. \m/axx

    \m/axx Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.07.06   #3
    Auch wenn es oft heißt, dass man nur sich selbst vertrauen kann finde ich, dass Vertrauen ein gutes Mittel ist um zu sehen wer wirklich ein Freund ist. Denn WIRKLICHEN Freunden (damit meine ich nicht Bekannte!) kann man vertrauen.

    Ich denke es gibt nur sehr wenige solche Vertrauenspersonen für jeden einzelnen hier... bei mir selbst würd ich mal so auf 3-5 schätzen.
     
  4. desgraca

    desgraca Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.07.06   #4
    worin besteht der unterschied zwischen trauen und vertrauen? der wiki eintrag über die etymologie des wortes führt das ja einfach nur auf "trauen" zurück quasi...
    es gibt ja im zusammenhang mit kleinen kindern den begriff urvertrauen, das muss sich zwar der definition nach erstmal aufbauen, aber der mensch an sich ist erstmal nicht skeptisch veranlagt, glaube ich, das entwickelt sich erst mit der zeit, wenn man oft genug auf die fresse gefallen ist.
    zum beispiel rennt ein einjähriges kind noch auf einen fremden hund zu, und geht ganz nah an das tier heran, während ein zweijähriges kind dann da vielleicht schon wesentlich vorsichtiger vorgeht, und erstmal testet, was passiert, wenn man bis auf einen meter an das tier herangeht, dann 90 cm...
    ist eigentlich fast schon schade, dass das vertrauen in alles und jeden uns derart schnell abhanden kommt, allerdings macht es auch keinen sinn, wenn wir auch als erwachsene noch ohne zu zögern auf vierspurige straßen rennen oder auf einen kettenhund zu, den wir streicheln möchten...
    es entbindet dich der notwendigkeit, dich zu verstellen. wenn du jemandem ABSOLUT vertraust, dann hast du nichts zu verbergen, musst dir also auch keine sorgen machen, dass der jenige dieses oder jenes über dich erfahren könnte und dich dann weniger gern hat,,,,,,,,andererseit bist du damit auch verdammt nackt, und das ist der nachteil..
    vertraust du dem falschen, kann das wesentlich unangenehmer sein, als wenn jemand die ganze stadt mit nacktfotos von dir tapeziert.

    und das muss ab und an noch nichtmal böse absicht sein. stell dir vor, jemand redet mit seiner mutter ganz im vertrauen über irgendwelche probleme seiner freundin, weil er sich rat erhofft. diese mutter erzählt das dann jemand anderem,,,,,,,,,,und ganz schnell weiß die ganze stadt, dass die freundin von dem kerl mal drei wochen in psychiatrischer behandlung war.
    und der ganzen stadt ist es natürlich auch noch völlig wurscht, wie es dazu kam, klappse ist klappse und irre bleibt irre.

    und die illusion, dass man einem anderen menschen etwas erzählen kann, und dieser das dann an niemanden auf der welt weitererzählt, die ist und bleibt eben eine illusion.

    in dem moment, wo es gegenseitig ist, nützt das vertrauen ja beiden seiten. weißt du, dass du dich auf jemanden hundertprozentig verlassen kannst, ist das eine tolle sicherheit, und wenn derjenige merkt, dass du ihm vertraust, dann ist er sich mit glück einerseits seiner daraus resultierenden verantwortung bewusst, andererseits gibt es ihm aber vielleicht auch ein gutes gefühl, einen rückhalt?

    wenn du wissen willst inwiefern es nützt, musst du dich ja eigentlich nur fragen, was für dich bedeutet, wenn jemand dir vertraut.

    weil wir zwar allesamt notorische lügner sind, aber ungemein grantig werden, wenn wir auch nur annehmen, dass einer uns das unterstellen könnte.
    wenn wir jemandem nicht vertrauen impliziert das ja leider, dass derjenige nicht vertrauenswürdig ist.

    das ist natürlich absoluter nonsens, derjenige mag ja das vertrauen wert sein, wir wissen es nur vielleicht noch nicht, oder sind nicht scharf darauf es herauszufinden.
    von daher ist vertrauen nichts, was man fordern kann.
    meine mutter will das auch immer von mir fordern, aber es klappt eben nicht...."du weißt nate, ich bin der einzige mensch auf der welt, dem du völlig vertrauen kannst?" ich verdrehe dann für gewöhnlich die augen und denke mir, dass vor ihr ein dutzend anderer menschen kommen, denen ich mehr vertraue.

    ist mir noch nicht SO oft passiert, zumindest ist es mir nicht so oft bewusst geworden. ich habe ziemlich früh gelernt möglichst alles für mich zu behalten, und musste das eher erst mal wieder verlernen.
    wenn du natürlich 30 expartner hast, und jeder von ihnen dein tagebuch lesen durfte, ist das anders...
    man lernt halt irgendwann, auszuloten, was man wem anvertrauen kann. und meist sind diese scheinbaren geheimnisse ja auch gar nicht so wichtig, dass es sich lohnt die auszuplaudern..
    und manchmal wenn wir scheinbar vertrauen missbrauchen, indem wir lügen, ist die lüge so unwichtig, und so zweckmäßig, dass sie vielleicht angebrachter war als übertriebene ehrlichkeit um des vertrauens willen.
    *nick*
    es ist sicher auch sinnvoll, einen menschen erstmal nach generellen parametern einzuordnen, bevor man sich entscheidet, dem zu vertrauen oder nicht.

    aber so paranoid wie es immer heißt sind die menschen an sich eigentlich gar nicht.........
    nicht so wenige leute gehen mit wildfremden menschen ins bett,,,,,,etwas was früher mal als "die letzte intimität" klassifiziert wurde------
    woher bitte weiß man denn so schnell, ob man demjenigen so weit vertrauen kann, und wenn man es nicht weiß, was bringt einen dazu, dass es einem egal ist?

    oder ein anderes beispiel, der mensch der sich abends an die bar setzt und dir seine lebensgeschichte erzählt, ebenso wie eine alte frau im zug oder ein obdachloser, dem du feuer für eine kippe gegeben hast...
    oder man denke an selbstmordforen...da erzählen leute wildfremden all das, was sie vielleicht nichtmal ihren engsten vertrauten je ansatzweise angedeutet haben. vertrauen scheint also eine ziemlich willkürliche sache zu sein, und ab und an ist gerade der fremde vertrauenswürdiger als der beste freund...
    deswegen mag ich autos, bei denen ich selber durchblicke, was kaputt ist.....dummerweise haben die shiceteile meistens wegen ihres alters keine sehr gute klimaanlage:(
     
  5. Cosinus

    Cosinus Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.07.06   #5
    Auch mal ganz interessant, aber mir kam es eben auf die spontanen Gedanken ganz normal Betroffener (wir wohl alle) an.

    Ein wichtiger Aspekt!
    Ich denke, die Wahrnehmung solcher (stigmatisierter) Menschen in der breiten Öffentlichkeit ist ja vermutlich oft eine andere, viel bequemere.

    Genaugenommen ist es wohl wie mit so manchen Worten mit der Vorsilbe "ver-".
    Verlaufen, versprechen, verlieben, verheiraten...;)
    Da ist der vermeintliche Irrtum schon im Wort enthalten.

    Das habe ich lange nicht kapieren bzw. akzeptieren wollen.
    Zumal es wohl auch anstrengt, solange es bewußt getan wird.
    Aber wenn das erstmal zum Standardprogramm geworden ist...
    Ist das nicht eine üble Entwicklung?
    Im Tierreich sieht es ja genauso aus:
    Die Täuschung ist ein wichtiges Werkzeug erfolgreicher Jäger.

    Auf die Weise kann am aber auch ganz gezielt Informationen lancieren.
    Da wird dann der Spieß mal umgedreht.
    Aber das Betrugsopfer wird so vorausschauend wohl nicht denken.

    Das scheint mir auch eine ganz üble Erfahrung zu sein, wenn DIE Vertrauenspersonen schlechthin sozusagen "wegbrechen".

    Klischeedenken ist ja eine Massenerscheinung (wahrscheinlich wieder eine selbstentlastende Vereinfachung von Informationsverarbeitung).

    Speziell zum Thema Psychologie/ Psychiatire bin ich gerade durch das Buch "Mount Misery" (Samuel Shem) zu ganz anderen Ansichten gekommen.
    Auch der Autor Ziergiebel stellt in seinem SF-Roman "Zeit der Sternschnuppen" fest, dass für einen Psychiater die Menschheit ohnehin nur aus Patienten besteht.

    100% agree. Leider gewöhnt man sich ja schnell an angenehme Dinge und weiss sie erst dann wieder zu schätzen, wenn man sie wieder verloren hat.

    Ich halte das im Augenblich eher für jemanden von Bedeutung, der daraus Kapital schöpfen will, z.B. Geschäftsleute, Politiker...
    Aber auch den Handwerker, der einfach in Ruhe arbeiten will, ohne dass ihm jemand ständig auf die Finger sieht...
    Was dabei aber machmal herauskommt, spricht für sich.
    Ganz anders Musiker, die hier im Board an anderer Stelle darüber diskutieren, wie man ihnen beim Spiel besser auf die Finger sehen kann. :D

    Die Verantwortung dagegen, die man im Falle von Vertrauen auf Vorschuss selbst übernimmt, kann schon eine Belastung sein.

    Umgekehrt ist das ja auch nicht so einfach.

    Ich finde, gerade ein Tagebuch ist etwas, in dem man (zu Lebzeiten) nur selbst lesen und vor allem schreiben sollte.
    Viele erfolgreiche Persönlichkeiten haben Tagebuch geführt.
    So kann man vermutlich die eigene Entwicklung ganz gut zurückverfolgen.
    Ich wollte, ich hätte damals durchgehalten (hatte mal damit angefangen).
    Aber auch alte Briefe geben da schon einiges her.

    Aber das richtig zu entscheiden ist auch ganz schön schwer.

    Das hängt wohl mit der Aussicht auf einen großen Vorteil zusammen, den man sich nicht entgehen lassen will.
    Wie viele sind wohl auf z.B. das "Generalspiel" und andere Schneeballsysteme oder den "Neuen Markt" hereingefallen und würden es bei Gelegenheit ohne zu überlegen wieder tun?

    Das ist wohl Ausdruck eines großen Bedürfnisses nach Vertrauen, an Stellen, wo es im Falle eines Irrtums vermutlich nicht zu ernsten Konsequenzen führt.
    Gerade das Internet mit seiner vermeintlichen (?) Anonymität bietet hier die Gelegenheit, diesem Bedürfnis nachzugehen - gerade jetzt, in diesem Moment...;)
     
  6. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 29.07.06   #6
    Same here :(

    So ganz werde ich das in diesem Leben wohl nicht mehr schaffen :(

    Mal abgesehen davon, daß es nicht ganz so viele Exen sind :rolleyes:... Wer meine TBr lesen wollte, müßte erstmal meine Sauklaue bewältigen, dann den mehrsprachigen Kauderwelsch (natürlich ggf. in Originalschriften), nur um sich über Inhalte dann einerseits tödlich zu langweilen, andererseits den Schock seines Lebens wegzuholen :eek:
     
  7. desgraca

    desgraca Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.07.06   #7
    naja wenn jemand bei 30 angelangt ist muss man bestimmt eh langsam anfangen die zu katalogisieren:D...."länger als 2 tage, länger als 2 wochen...."

    ich hab mal einen stapel deutsche gedichte und liedtexte im zimmer gehabt, das hat unsere erzieherin alles durchgelesen und daraus rückschlüsse aus meine psyche gezogen.......mit wohlgemerkt einem jahr deutschunterricht der 30 jahre zurücklag:D
    ich sag ja nicht, dass fontane und....die toten hosen...mir nicht ab und zu aus der seele sprechen........aber eben auch nicht immer....:D

    ansonsten schreibe ich ab und zu so gedankenfäden auf irgendwelche zettel, die dann überall herumfliegen, ohne datum oder ähnliches, aus denen kann definitiv auch nur ich selbst mir einen reim machen..

    andererseits sind kurt cobains tagebücher auch alles andere als chronologische beschreibungen von tagesabläufen, das hat aber auch nicht verhindert, dass man einen bestseller daraus gemacht hat..
     
  8. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 30.07.06   #8
    Wo kämen wir hin ohne vertrauen? Kinder sind auf ihre eltern angewiesen, manchmal auch umgekehrt, ohne vertrauen in meinen arbeitgeber, meine bank, meine kranken- und rentenversicherung hätte ich nur schlaflose nächte.
    Wer allerdings seine erwartungen zu hoch ansetzt, wird enttäuscht werden.
     
  9. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 30.07.06   #9
    Umso schlimmer, wenn das Charaktersäue sind, denen man so rein gar nicht trauen kann :mad:

    So profaner bis nichtiger Alltagskram kratzt mich nu' weniger. Wenn da wirklich mal was schiefläuft, kann man sich ja doch irgendwie noch ganz brauchbar dagegen zur Wehr setzen.
     
  10. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 30.07.06   #10
    Mein einkommen ist mir weder profan noch nichtig, und wenn die zuständigen einrichtungen sich mit meinem geld auf und davon machten, wie setze ich mich zur wehr? Kreditwürdig wäre ich dann wohl auch nicht, auch das eine frage des vertrauens, und als räuber im Schwarzwald machte ich auch keine gute figur.
     
  11. Enza

    Enza Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.06   #11
    Das Wort "Ver"-trauen hat für mich immer einen bitteren Nachgeschmack !
    Entweder, Du traust mir, oder Du lässt es bleiben. Das "Ver" ist irgendwie so "weit hergeholt".
     
  12. desgraca

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    Erstellt: 30.07.06   #12
    das ist unangenehm, aber das ist etwas wogegen man erstens rechtliche schritte in erwägung ziehen kann, und zweitens war man sich des risikos meistens bewusst und trägt dann nur die konsequenzen. wenn ich meine jacke mit dem geldbeutel drin an der garderobe in einer kneipe hängen lasse, habe ich in kauf genommen dass das geld dann weg ist. wenn ich einem finanzmakler mein geld anvertraut habe, der behauptet hat, wesentlich mehr daraus zu machen, bin ich auch nicht cleverer als die rentnerin, die meint, ein 30jähriger möchte sie heiraten, oder die fleißig an jedem gewinnspiel teilnimmt.

    einem anonymen arbeitgeber, einer firma, einem staat kann man niemals vertrauen, und dessen ist man sich im allgemeinen auch bewusst. wenn nicht, ist die lektion schnell gelernt.

    aber findest du es schlimmer, wenn der staat einen tausender deiner steuerabgaben sinnlos verschleudert, oder wenn dein kind/ deine freundin/ dein bester freund dir einen hunderter aus dem geldbeutel klaut?
     
  13. GigaDrow

    GigaDrow Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.06   #13
    Ich komme in solche Probleme nicht wirklich.

    So komisch es klingt, ich vertraue wirklich nur meiner eigenen Person.
    Alles andere kann sich zuschnell drehen und dann steht man da.
    Lässt sich gut mit "ich glaube nur an mich" kombinieren.
    Obwohl,
    meiner mutter vertraue ich eigentlich noch.
    Emotionale Bindung verstärkt die Vertrauensbasis.
     
  14. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 30.07.06   #14
    Mit arbeitgebern und versicherungen schließt man verträge, und traurig wäre es, wenn man für das in langen jahren in die kassen eingezahlte nicht etwas für krankheit und alter wiederbekäme. Bisher war das vertrauen gerechtfertigt, ob in zukunft - - -?
     
  15. Enza

    Enza Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.06   #15
    Vertrauen kann ich nur einer Person, die ich schon lange kenne - und dann entscheide ich, ob ich das tu; - und nicht, wenn die Person sagt, ich soll das machen (dann ist nämlich meistens was faul..).

    Wenn ich einer Person traue, die ich noch nicht so gut kenne, dann vertraue ich auf meine Erfahrung und Menschenkenntnis und handle daraus ..

    :rolleyes: hmmm,

    so hab ich das noch gar nicht betrachtet - ist aber (für mich) irgendwie so.

    ;) interessant, sich da mal nen Kopf drüber zu machen !
     
  16. Cosinus

    Cosinus Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.08.06   #16
    Ich wollte, ich könnte daran noch glauben.

    Gegen Normalbürger Meier, Müller, Schulze kann man sich ja erforderlichenfalls noch mal zur Wehr setzen, aber gegen ***, **** und ***** mit dem dicken Konto erlebt man eine Überraschung.

    Dazu mal ein Witz am Rande:

    Was ist das:
    Ein Kreuzfahrtschiff mit 1000 Anwälten geht im Atlantik unter?

    Ein guter Anfang.

    Ich entschuldige mich bei denen, die es sich noch leisten, ehrlich zu arbeiten.

    Gerade diese beiden werden nach meiner Beobachtung und Erfahrung immer dreister.
    (Ja, ja - ich bin ein Schwarzmaler, sorry. :o )

    Kleines Beispiel:
    Einer vor ein paar Jahren veröffentlichten Studie zufolge hatten angeblich etwa 2/3 der Firmen, die Ihren Mitarbeitern noch eine Betriebsrente gewähren, keine dafür genügenden Rücklagen gebildet...
    Von den mitunter häßlichen Dingen, die sich zwischen AG und AN abspielen, mal ganz abgesehen.
    Man kann ja gehen, wenn es einem nicht gefällt...

    Und Versicherungen haben das "Gutachter-Unwesen" erfunden (google heute abend: 1820 Hits).
     
  17. mellow179

    mellow179 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.08.06   #17
    Vertrauen kann man nicht vielen Personen. Da sollte man auch mit Vorsicht dran gehen, sonst ist die Enttäuschung nachher zu groß.