Verwirrung- In welcher Reihenfolge???

von Romeo, 02.04.04.

  1. Romeo

    Romeo Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.03.04
    Zuletzt hier:
    23.03.11
    Beiträge:
    168
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 02.04.04   #1
    hi!

    wenn ich instrumente oder vocals aufgenommen habe, in welcher reihenfolge wird das material dann bearbeitet (also mit equalizer, compressor, effekten u.s.w) :?:
    ich check da nicht ganz durch!
    welche einstellungen nimmt man bereits beim recorden vor? ich glaube compressor zum beispiel kann man auch beim recorden schon verwenden oder?
     
  2. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    18.08.03
    Zuletzt hier:
    8.12.16
    Beiträge:
    10.622
    Ort:
    Hamburg
    Zustimmungen:
    1.932
    Kekse:
    23.903
    Erstellt: 02.04.04   #2
    Meinst du die Reihenfolge der Instrumente oder die Reihenfolge der Effekte?
    Beides ist irgendwo Geschmackssache, aber als grobes Gerüst kann man sagen:
    1) Schlagzeug
    2) Bass
    3) Rhythmusgit./Keys
    4) Vocals
    5) Soli

    bzw.

    1) EQ
    2) ggf. Kompressor
    3) ggf. EQ nachregeln
    4) Effekte

    Das ganze (bei beiden Reihenfolgen) natürlich ggf. immer wieder verfeinern und wiederholen, die erste Einstellung wird man selten beibehalten können...

    Wenn du des englischen mächtig bist, dann hilft dir vielleicht das hier: http://www.audiomelody.com/Tutorials/MixingIntroduction.htm

    Beim Recorden sowenig Effekte wie möglich (auch EQ und Kompressor). Je trockener die Aufnahme, umso mehr Möglichkeiten gibt es bei der Bearbeitung.
    Lediglich da, wo sehr große Dynamik die Aussteuerung problematisch macht (z.B. Drums) kann man überlegen, bereits bei der Aufnahme leicht (!) zu komprimieren. Dann aber auf jedenfall auch schon gaten, weil die Gates hinter einem Kompressor sehr schwierig einzustellen sein können.
    Die Option fällt meistens flach (bei Mehrspur-Drumaufnahmen z.B.), weil in den wenigsten Homerecording-Studios genügend Gates und Kompressoren für alle Mikros rumstehen.
    EQ nur soviel, dass wirkliche Problemfrequenzen (Resonanzen, Dröhnen, Trittschall bei Gesangsmikros) schon im Vorfeld entschärft sind. Lieber zuwenig als zuviel. Grobe Anhaltspunkte zu diesen sogenannten "destruktiven Equalizern" finden sich in den "Sound-Advices" auf www.homerecording.de

    Jens
     
  3. awos

    awos Gesperrter Benutzer

    Im Board seit:
    06.09.03
    Zuletzt hier:
    19.07.10
    Beiträge:
    262
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    -1
    Erstellt: 03.04.04   #3
    Jens schrieb

    "Beim Recorden sowenig Effekte wie möglich (auch EQ und Kompressor). Je trockener die Aufnahme, umso mehr Möglichkeiten gibt es bei der Bearbeitung."

    Kein Kompressor beim Recordern? das ist mir aber ganz neu.
    Ich habe was anderes gelesen. Ich benutze den Kompresser beim Recordern und ich kann sagen dass der Sound dadurch viel besser wird.
    Was spricht eigentlich dagegen? Ausserdem hat man den Vorteil dass man
    alle Spuren mit einem KOmpressor komprimieren kann. Würde man nachträglich komprimieren wollen(Abmischen) müsste man für jede Spur einen sepaeraten Kompressor haben..wer hat schon die Kohle für 12 gute Komptressoren?
     
  4. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    18.08.03
    Zuletzt hier:
    8.12.16
    Beiträge:
    10.622
    Ort:
    Hamburg
    Zustimmungen:
    1.932
    Kekse:
    23.903
    Erstellt: 04.04.04   #4
    :mrgreen: SCNR (kleiner Insider... awos, bitte nicht übelnehmen.)

    Glaub ich. Aber das wird er auch bei späterer Anwendung...

    Dass man ein "zuviel" nie mehr wegbekommt. Wer sparsam ist und sich die "künstlerische" Kompression für später aufhebt, kann gerne vorweg auch schon "technisch" (z.B. für sauberere Aussteuerung) ankomprimieren...

    Viele Kompressoren braucht nur, wer beim Aufnahmen mehrere gleichzeitig braucht (Drums...). Beim Abmischen kann ich auch jede Spur nacheinander mit demselben Kompressor bearbeiten.
    Beim PC-Recording erübrigt sich das ohnehin, denn da kann ich ein einmal erworbenes (oder mitgeliefertes) Kompressor-Plugin in beliebig vielen Instanzen einsetzen (bis der Prozessor aufgibt).

    Jens
     
Die Seite wird geladen...

mapping